Die Tortenbäckerin

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • Ullstein, 2011, Titel: 'Die Tortenbäckerin', Originalausgabe

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Hamburg, 1895: Die junge Greta hat großes Talent zum Kochen, und zwischen Töpfen und Pfannen fühlt sie sich am wohlsten. Als sie ihre Stellung als Hilfsköchin verliert, ist sie verzweifelt. Doch Siggo, ein Fuhrunternehmer, vermittelt ihr Aufträge, und seine Mutter bringt ihr das Konditorhandwerk bei. Bald sind ihre Torten in der ganzen Stadt beliebt, und Greta könnte glücklich sein - gäbe es da nicht ein großes Geheimnis, das auf ihrer Seele lastet und Siggos Liebe zu ihr unmöglich macht.

 

Die Tortenbäckerin

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05.07.2011 09:31:18
KimVi

Gemeinsam mit ihrer Tante Mathilde arbeitet die junge Greta Voss als Hilfsköchin im Haushalt der angesehenen Familie Hansen. Greta träumt davon, dass Christoph, der jüngste Sohn der Hansens, zu ihrer gemeinsamen Liebe stehen und sie bald heiraten wird. Als Christoph plötzlich nach Deutsch-Ostafrika geschickt und Greta von den Hansens entlassen wird, bricht eine harte Zeit für die junge Frau an. Denn sie muss nicht nur für sich selbst, sondern auch für ihre kranke Mutter sorgen. Zufällig lernt sie den Fuhrunternehmer Siggo kennen. Siggo ist sofort begeistert von Greta und versucht ihr bei der Arbeitssuche zu helfen. Durch seine Vermittlungen kann sie bald als Leihköchin in verschiedenen Haushalten arbeiten. Auch mit Siggos Mutter versteht sich Greta auf Anhieb. Bei ihr lernt sie das Konditor-Handwerk. Obwohl sie gut mit Siggo und seiner Familie auskommt, gehört ihr Herz noch immer Christoph Hansen. Denn Christoph ist der einzige Mensch, der Gretas Geheimnis kennt...



|| Meine Meinung ||


Gretas Geschichte spielt im Jahre 1895 in Hamburg. In ihrem ersten historischen Roman ist es der Autorin wunderbar gelungen, die Atmosphäre der damaligen Zeit einzufangen und an den Leser zu vermitteln. Durch die detaillierten, aber keinesfalls ausufernden, Beschreibungen fühlt man sich in der Zeit zurückversetzt und meint schon fast das Klappern der Pferdefuhrwerke zu hören. Es fällt leicht, sich die beschriebenen Handlungsorte und die agierenden Personen vorzustellen. Der Einstieg in die Handlung gelingt dadurch mühelos.

Aufgrund der Covergestaltung und des Buchtitels hatte ich erwartet, Greta häufiger am Backofen, beschäftigt mit neuen Tortenkreationen, anzutreffen. Dieser Teil der Handlung ist allerdings eher nebensächlich und nimmt leider deutlich weniger Raum als erhofft ein. Auch die Experimentierfreudigkeit beim Kochen, die Greta am Anfang des Buchs zeigt, tritt immer mehr in den Hintergrund, um einer vorhersehbaren Liebesgeschichte zu weichen. Greta wird vom Schicksal arg gebeutelt. Dabei bleibt kaum ein Klischee unbedient. Da sich selbst größere Probleme innerhalb kürzester Zeit in Luft auflösen, wirkt die Erzählung stellenweise sehr unglaubwürdig. Auch die Protagonisten können leider nicht durchgehend überzeugen. Man kann sie sich, aufgrund der liebevollen Beschreibungen, zwar bildlich vorstellen. Doch im Buch trifft man häufig auf Personen, die eigentlich viel zu gut für diese Welt sind und allein durch ihre Anwesenheit Freude und Glückseligkeit verbreiten. Auf der anderen Seite wird man mit extremen Bösewichten konfrontiert, deren einziges Streben darin zu bestehen scheint, den Hauptprotagonisten das Leben schwer zu machen. Diese Einteilung lässt die Handlung manchmal sehr kontruiert wirken.

Der Schreibstil ist allerdings sehr flüssig und angenehm lesbar. Deshalb kann man dem Gelesenen mühelos folgen. "Die Tortenbäckerin" ist sicher empfehlenswert, wenn man gerne zuckersüße Liebesgeschichten mit historischer Hintergrundkulisse liest. Wenn man allerdings auf einen historischen Roman hofft, in dem man einer engagierten Tortenbäckerin bei der Herstellung ihrer leckeren Kreationen über die Schulter schaut, dann könnte man etwas enttäuscht werden.

Ich vergebe drei von fünf Bewertungssternen, da ich mich, trotz der genannten Kritikpunkte, beim Lesen gut und mühelos unterhalten habe.

24.06.2011 14:29:06
Tabitha Voeltz

Die Gesichte der jungen Greta Voss hat mich beeindruckt.Der Schriftstellerin ist es gelungen eine Liebesgeschichte zu zaubern die man mit einem zarten Schmetterling vergleichen kann.Die Liebe zwischen Greta und Siggo baut sich allmählich auf und auch wenn man das Ende erahnen kann, hat es mich doch ein tiefes Seufzen entlockt. Die Geschichte ist aber alles andere als Kitschig oder Sentimental zeigt sie doch deutlich wie schwer Frauen es noch vor der Emanzipation gehabt hatten und wie schnell ein Urteil gefällt wird das aber gar nicht der Wahrheit entspricht. Die Angst die Greta lähmt sich um ihre Tochter zu kümmern, obwohl sie sich nichts mehr wünscht als genau das,beschreibt das Dilemma in denen Frauen vor gar nicht all zu langer Zeit leben mussten.

Die Stellung zwischen Arm und Reich ist immer noch so wie es 1895 war,vielleicht nur Demokratischer.Das ein "Blaublütiger" Mensch mit seinen Dienstboten verfahren darf wie es ihm beliebt bestätigt die Ohnmacht die Greta nach ihrem schlimmen Erlebnis hatte.Auch wenn die Schriftstellerin nicht so direkt darauf eingeht, bekommt man doch einen Eindruck wie sich Greta gefühlt hat.

Die Figur der Greta überzeugt auch von Willensstärke ,die sie selber aber erst entdecken musste,oft mit Hilfe von Siggo ,der sie so sieht wie sie ist und in allem unterstützt.

Die anderen Darsteller in diesem Roman kommen auch zur Geltung und beschreiben das Leben kurz vor der Jahrhundertwende.Arme,verweiste Kinder die nur Überleben in dem sie stehlen oder sich durch das Leben schnorren nur um nicht in das Waisenhaus zu müssen,dargestellt durch Oliver. Trauernde, den ihr Lebensmut genommen wird, die aber wieder auch diesem Sog heraus kommen ,dargestellt durch Erik und Gerlinde.

Mein Fazit zu diesem Buch: Spitze!Wer sich gerne verzaubern lässt und das Träumen nicht vergessen hat der sollte dieses Buch auch lesen. Es ist eben kein Geschichtsträchtiges Buch sondern eine Geschichte die aus dem Leben gegriffen wurde.

09.04.2011 23:07:50
bookorpc

Ihren ersten Roman “Die Tortenbäckerin” widmet die Autorin Brigitte Janson ihrer Großmutter. Diese musst mit 14 Jahren ihr Elternhaus verlassen und in der Stadt als Dienstmädchen der Köchin zur Hand gehen und würde Jahre später selbst Köchin wie man im Nachwort erfährt.

Inhalt:
Greta ist Hilfsköchin bei ihrer Tante Mathilde. Diese liebt ihre Nichte sehr, ist aber trotzdem streng zu ihr um sie zu beschützen. Aber sie weiß nicht von Gretas großen Geheimnis. Nur Christoph, der jüngste Sohn des Hauses, weiß bescheid über Leni! Als er von seinen Eltern nach Afrika geschickt wird, bricht für Greta eine Welt zusammen, da sie nicht nur ihn, sondern auch ihre Stellung verliert.
Siggo hat das Fuhrunternehmen seines Vaters übernommen, da dieser es aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr weiterführen kann. Aber die Konkurrenz in diesem Gewerbe ist gefährlich und versucht mit allen Mitteln Siggo zu schaden. Die Rettung Gretas vor einem Pferd ist der Beginn ihrer Freundschaft. Diese würde beiden nicht nur zu beruflichen Erfolg, durch das gut gehende Tortengeschäft verhelfen, wenn nicht die Vergangenheit auf Greta lasten würde…..

Meine Meinung:
Die Tortenbäckerin ist eine phantasievolle Ausschmückung eines einzigen Details aus dem Leben der Großmutter der Autorin. Dieses wird von eine Menge an perfekt ausgearbeiteten Charakteren umgeben, die der Geschichte Tiefe, Spannung aber auch Humor geben. So z.B. der Straßenjunge Oliver, den man sofort ihn Herz schließt, besonders wenn man von seinen Schulbesuchen liest. Ich muss sagen, neben Greta ist Oliver durch seine mutige Art mein Lieblingsprotagonist in diesem Roman.
Die Liebesgeschichte fand ich in diesem Roman nicht so klischeehaft und eine weitere wird angedeutet, die auf ein weiteres Romanhighlight hoffen lässt.
Obwohl die Geschichte teilweise voraussehend ist, bereitete mir dieses Buch sehr angenehme Lesestunden. Die Rezepte im Anhang finde ich sehr interessant, da die gekochten Gerichte im Roman dadurch real werden und eine Visitenkarte der Hamburger Küche entsteht.
Fazit: Eher mit einem Soufflee, als mit einer schweren Torte zu vergleichen.

25.03.2011 16:30:00
enzian

Die Erzählung spielt im Jahre 1895 in Hamburg. Die junge Greta arbeitet an der Seite ihrer Tante Mathilde als Küchenhilfe in einem vornehmen Patrizierhaushalt. Sie ist mit Leib und Seele dabei und experimentiert gerne mit dem Kochlöffel. So entstehen phantasievolle Gerichte, die sie aber nicht auf den Tisch bringen darf.

Greta schwärmt für den Sohn des Hauses, Christoph Hansen. Dieser bringt ihr auch Sympathie entgegen. Aber für den Bankierssohn und das einfache Mädchen aus Altona darf es keine Zukunft geben. Die Eltern schicken ihren Sohn nach Deutsch-Ostafrika. Dort soll er sich in der familieneigenen Bankfiliale bewähren.

Greta verliert ihre Arbeit im Hause Hansen und lernt durch glücklichen Zufall den Fuhrunternehmer Siggo kennen. Dieser hegt sofort Sympathie für Greta und beschafft ihr Aufträge. Dadurch kommen sich die beiden jungen Menschen näher. Sie lassen sich auch durch Rückschläge nicht entmutigen. Greta gewinnt das Wohlwollen von Siggos Eltern und seine Mutter bringt ihr bei, zu backen. Schließlich kommt Greta auf die Idee, eine eigene Firma zu gründen, „Gretas Lieferdienst“. Das ist aber noch längst nicht alles, was Greta bewältigen muss. Sie hütet ein Geheimnis um ihre Tochter Leni.



Brigitte Janson hat einen bunten Roman mit herzerfrischenden Protagonisten geschrieben. Der Leser befindet sich sofort mitten im Geschehen. Ich habe die leckeren Gerichte vor Augen und würde sie am liebsten verkosten. Ich bange mit Greta um ihr weiteres Schicksal und begleite sie gerne auf ihrem Weg. Nebenher wird ein lebendiges Bild vom damaligen Leben in der alten Hansestadt gezeichnet. Es ist die Zeit der ersten Automobile und elektrisches Licht kommt auf. Durch die neuen Errungenschaften treten Standesunterschiede noch deutlicher hervor.

Jede Buchseite weckt Lust darauf, die nächste zu lesen. Die Autorin ist mit dem Herzen dabei und wir erfahren auch den Grund dafür. Brigitte Janson hat ihr erstes Buch ihrer Großmutter, Martha Geilenberg, gewidmet. Diese kam mit vierzehn Jahren als Dienstmädchen in eine Großstadt. Kein leichtes Leben, doch sie hat es gemeistert. So wächst auch Greta an ihren Aufgaben und gibt nicht auf. Die Erzählung wird allgemein durch starke Charaktere geprägt.

Den Abschluss des Buches bilden alte hanseatische Rezepte, eine gute Idee.

Dieses Buch war für mich Lesevergnügen pur und ich hoffe, dass es eine Fortsetzung findet. Sehr gerne würde ich erfahren, wie es mit Greta, Leni und all den anderen weitergeht.

23.02.2011 12:24:20
simsa

„Die Tortenbäckerin“ von Brigitte Janson war ein Buch, welches mich beim Lesen komplett überzeugt hat.
Es geht um Greta, die als Hilfsköchin die zusammen mit ihrer Tante in einem betuchten Hamburger Haus arbeitet. Als Greta dann plötzlich ihre Arbeit verliert steht sie erst einmal vor einem großen Problem, denn sie hat auch ein Geheimnis, dass sie ohne Geld nicht wahren kann.
Dann lernt sie Siggo kennen, der in der gleichen Straße ein Fuhrunternehmen hat und freundet sich mit ihm an. Von da an scheint alles gut zu werden…

Ich finde dieses Buch liest sich so locker leicht weg und als Leserin hatte ich unheimlich viel Spaß damit. Die Geschichte ist lebendig und einfach schön erzählt und die Figuren fangen zu leben an. Greta ist mir von Anfang an sympathisch gewesen und ihr Weg ist sicherlich kein leichter. Ich bewundere sie wirklich für ihre Stärke.
Was mir aber auch sehr gut gefallen hat und das möchte ich nicht unerwähnt lassen, sind die vielen kleinen Kommentare auf Plattdeutsch. Da ich selber ein Nordlicht bin, habe ich mich jedes Mal gefreut auch unseren Dialekt mal zu lesen.
Und natürlich sollten die Rezepte auf den letzten Seiten nicht vergessen werden. Diese werde ich ganz sicher noch ausprobieren.
Also kurz: Danke für dieses schöne Buch!!!