Die Blumen der Zeit

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • Lübbe, 2010, Titel: 'Die Blumen der Zeit', Originalausgabe

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Rita Dell'Agnese
Leichte Unterhaltung mit Fantasy-Element

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Dez 2010

Kurzgefasst:

Köln im Jahr des Herrn 1378: Die 14-jährige Päckelchesträgerin Mirte soll dem Ratsherrn eine Nachricht überbringen. Vom Teufelchen Neugier gepackt, liest sie heimlich den Brief. Darin befindet sich eine Warnung der Buchbinderin Alena: Am Abend soll ein Feuer ausbrechen! Und tatsächlich: Der Blitz schlägt ein und das Viertel geht in Flammen auf. Alena und Mirte retten in letzter Sekunde den Ratsherrn, der wiederum seinen Sohn Laurens retten wollte. Dank Alenas Warnung werden nur wenige Menschen verletzt, doch Misstrauen macht sich breit. Woher wusste sie von dem Brand? Ist die Buchbinderin etwa eine Zaubersche, steht sie mit dunklen Mächten in Verbindung? Mirte und Laurens wollen helfen. Nach und nach entdecken sie ein ungeheuerliches Geheimnis. Alena ist eine Zeitreisende, sie entstammt der Zukunft. Um zurückkehren zu können, benötigt sie einen besonderen Weihrauch - und die Blumen der Zeit...

 

Die 14-jährige Mirte verdient sich ihren Lebensunterhalt als Botin und Paket-Trägerin im Köln des Jahres 1378. Als sie für die Buchbinderin Alena einen Brief austragen soll, packt sie die Neugier und sie liest die Zeilen, die Alena an den Ratsherrn Adrian van Kerpen richtet. Demnach soll in wenigen Stunden ein schlimmes Gewitter nach einem Blitzschlag ein Großteil des Fischmarktquartiers vernichten. Tatsächlich verhindert die Warnung der Buchbinderin das Schlimmste, die meisten Menschen überleben. Doch die Voraussage der Fremden - Alena war erst zwei Jahre zuvor in die Stadt gekommen - führt dazu, dass über sie gemunkelt wird. Immer stärker machen Gerüchte die Runde, dass die Frau mit dem Teufel im Bunde steht. Als Alena in den Kerker geworfen wird, versuchen Mirte und ihr neu gewonnener Freund Laurens, der Buchbinderin zu helfen. Mirte stößt dabei auf geheimnisvolle Gegenstände, die sie an Alena zweifeln lassen.

Unterhaltsam, aber...

Der Roman - mit Zielpublikum Jugendliche - ist unterhaltsam und bietet auch einen Einblick in die Verhältnisse im 14. Jahrhundert in Köln. Wobei gerade hier einige Fragezeichen zu setzen sind. So lebt etwa die Witwe Alena von ihrer Handwerkskunst, der Buchbinderei, die sie mit großem Erfolg ausübt. Auch die Bildung, die die aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mirte bei den Beginen genießt, dürfte in dieser Zeit eher die Ausnahme gewesen sein. Sieht man darüber hinweg, wird eine durchaus spannende Geschichte aufgebaut - zumal einige die Geschichte bestimmenden Fantasy-Elemente sich nicht zu sehr in den Vordergrund drängen.

Liebenswürdig gestaltet sind die Protagonisten. Allerdings bleiben sie nicht nur stark an der Oberfläche, sie können auch mühelos in ein schwarz-weiß-Raster eingereiht werden. Andererseits begegnet der Leser etlichen Protagonisten, die er bereits aus anderen Romanen der Autorin kennt, was eine durchaus witzige Komponente darstellt.

Beschreibende Sprache

Der Ausrichtung des Romans als Jugendbuch getreu, bleibt Andrea Schacht hier bei einer einfachen Sprache, die allerdings auch keine besonderen Feinheiten zulässt. Dadurch lässt sich Die Blumen der Zeit jedoch mühelos auch im Zug oder an anderen, etwas lärmigen Orten lesen. Das Schwergewicht legt Andrea Schacht auf die Beschreibung des mittelalterlichen Kölns, was durchaus seinen Reiz hat. Besonders die deftige Sprache der jungen Mirte zaubert eine besondere Atmosphäre in die Geschichte. Durch diese bildliche Erzählung ist es einfach, sich in die Geschichte hinein zu denken und mit den Protagonisten mitzuleiden. Allerdings sind insbesondere die Beschreibung der Katzen-Szenen da und dort etwas zu dominant und auch das Teufelchen Neugier wird gar zu oft bemüht, als dass sich hier nicht ein leichter Überdruss bemerkbar macht.

Alles in allem wird hier ein unterhaltsamer, aber sowohl sprachlich als auch vom Inhalt her klar auf ein jugendliches Publikum ausgerichteter Roman präsentiert. Erwachsene Leser werden sich aber durchaus damit anfreunden können, wenn sie sich zu den Fans der bekannten Beginen-Romane der Autorin zählen.

Die Blumen der Zeit

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Letzte Kommentare:
13.11.2012 11:50:12
Isis7

Wieder einmal ein wunderschöner Roman von Andrea Schacht! Aber von ihr habe ich noch nie etwas langweiliges gelesen! Aufgrund der Almut- und Alyss-Serie sind wir nach Köln gefahren und auf "Spurensuche" gegangen. Auch in diesem Buch treffen wir wieder alte Bekannte, wie etwa Ivo vom Spiegel oder den Päckelchesträger Pitter. Am Anfang war ich ja etwas skeptisch, wie die Zeitreise sich in das Buch einfügt, es ist aber hervorragend gelungen. Es ist stimmig geschrieben und läßt sich somit locker lesen, man möchte es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Ebenso gelungen finde ich die Beschreibung der Konflikte zwischen den Bräuchen und Sitten des Mittelalters in den die "Zeitreisende" als emanzipierte Frau aus der Gegenwart gerät. Die Gedanken, die sie sich im Vorfeld macht, über die Probleme, auf die sie während ihres Aufenthaltes in der Vergangenheit haben könnte und doch ist sie nicht auf alles vorbereitet. Geld, eine Unterkunft, einen Beruf, alles hat sie genau nachgeforscht und sich besorgt, aber dass sie Freunde oder sogar die Liebe dort finden könnte, hat sie dann doch noch überrascht. Ich finde dieses Buch auf jeden fall lesenswert!

06.11.2011 01:49:49
Marmeladen Brot

Das buch ist toll. Einfach toll! Es ist eine sehr spannende Geschichte. Wenn man einmal liest dann liest man wenn es sein muss sogar den ganzen Tag! Ich habe das Buch auch auf einmal gelesen. Ich finde von der Spannung ist es vergleichbar für mich mit Harry Potter. Als ich es in unser Buch Handlung gekauft habe war ich noch ein bisschen skeptisch aber die Buch Händlerin sagte die verfliegt nach der ersten Seite schon. Ich denke Andrea Schacht ist eine sehr begabte, kluge Autorin. Sie schilderte die Ereignisse über Köln genau so wie sie wirklich sind/wahren. Einfach Klasse oder von einer Bewertung (1-10) ist das eine 11!

09.05.2011 10:11:13
Mary Schiller

Wieder mal ein typischer Schacht. Spannend geschrieben mit mehreren Aha Effekten ausgestattet. Die Blume der Zeit ist mal ein ganz anderer Zeitreisenroman. In sich stimmig und absolut lesenswert. Sehr schön fand ich den Konflikt zwischen den Sitten und Bräuchen des Mittelalters und einer modernen Frau aus der Jetztzeit. Ich würde das Buch jederzeit wieder kaufen und einfach nur Spaß beim Lesen haben.