Gottlieb Daimler - Der Traum vom Fahren

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • , 2010, Titel: 'Gottlieb Daimler - Der Traum vom Fahren', Originalausgabe

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Birgit Stöckel
Das Beste oder Nichts!

Buch-Rezension von Birgit Stöckel Nov 2010

Kurzgefasst:

Gottlieb Daimler (1834 - 1900) hat schon als Kind von der grenzenlosen Bewegungsfreiheit "Zu Lande, zu Wasser und in der Luft" geträumt. Viele Jahre später ist die kühne Vision des Bäckerbuben aus Schorndorf bei Stuttgart Wirklichkeit geworden. Mit fast übermenschlichem Fleiß, Durchhaltevermögen und vor allem mit seinem unerschütterlichen Glauben, es eines Tages tatsächlich schaffen zu können, hat Gottlieb Daimler zusammen mit seinem jahrzehntelangen Wegbegleiter Wilhelm Maybach Automobil-Weltgeschichte geschrieben: den Traum vom Fahren realisiert!
Der Erfinder des Automobils war eine beeindruckende Persönlichkeit mit einer hoch spannenden Lebensgeschichte, die jedoch auch geprägt war von Rückschlägen, Demütigungen und persönlicher Tragik. Zeit seines Lebens ist der geniale Erfinder aber immer seinem Motto treu geblieben: Das Beste oder Nichts!

 

Dieser Spruch war zeitlebens das Motto des genialen Erfinders und Ingenieurs Gottlieb Daimler, dem Gunter Haug mit diesem Buch ein Denkmal setzt. Dabei stehen die Person Gottlieb Daimlers und sein Lebensweg im Vordergrund, so dass auch technisch nicht so versierte Leser ihre Freude an diesem Buch haben werden. Von der Kindheit im schwäbischen Schondorf bis hin zu Daimlers Tod in Cannstatt in der Nähe von Stuttgart spannt der Autor den Bogen und erzählt von privatem Glück und Leid ebenso wie von beruflichen Erfolgen und Rückschlägen. Bei aller Begeisterung für diesen Pionier der Automobilgeschichte, die der Autor den Leser auf fast jeder Seite spüren lässt, stellt Gunter Haug seinen Protagonisten doch nicht als Übermenschen da, sondern zeigt auch dessen Fehler auf. Neben seinen Fähigkeiten, seinem Talent, seinem Ehrgeiz und seiner Liebe zur Familie finden sich auch seine aufbrausende Art, seine Sturheit und sein manchmal mangelnder Geschäftssinn.

Gelungenes Nebeneinander von Person und Technik

Natürlich nehmen sein beruflicher Werdegang und seine Erfindungen und Patente einen wichtigen Teil in diesem Buch ein, doch der Autor versteht es geschickt, diese angenehm und ohne technikverliebte Details einzubinden, so dass er seine Leser damit nicht überfordert. Fesselnd und spannend ist es zu lesen, wie Daimlers Traum von der motorisierten Bewegung "zu Lande, zu Wasser und in der Luft" Stück für Stück wahr wird.
Dabei wird dem Leser immer wieder vor Augen geführt, wie unglaublich und revolutionär diese Erfindungen und Veränderungen in der damaligen Zeit waren. Ein Motor mit vier PS Leistung war eine schier unglaubliche Errungenschaft, die Tatsache, ohne menschliche oder tierische Hilfe von einem Ort zum anderen zu reisen, machte vielen Leuten Angst. Auch befürchteten viele Zweifler und Gegner dieser neumodischen Fortbewegungsart, dass die "hohen Geschwindigkeiten" den Menschen auf Dauer gesundheitlich schaden könnten.
Interessant ist auch das Auftreten vieler anderer, bekannter Persönlichkeiten, wie z.B. Wilhelm Maybach, langjähriger Weggefährte Daimlers, Carl Benz, Nikolaus Otto oder Robert Bosch, von denen Daimler eigentlich bis auf den erstgenannten keinen wirklich leiden konnte. Vermutlich hat er sich im Grabe herumgedreht, als seine Firma mit der Benz' zur Daimler-Benz-AG zusammengeschlossen wurde.

Nur ein kleiner Kritikpunkt

Das einzige Manko an diesem ansonsten so hervorragend gelungen Roman ist, dass manche Ereignisse etwas zu oft rekapituliert werden. So wird etwa in Daimlers Verlobungszeit mit Emma Kurz immer wieder erwähnt, dass "es da ja jetzt ein Mädchen gebe, das auf ihn warte". Jedes Mal klingt diese Erwähnung so, als ob sie etwas Neues für den Leser sei und das fällt dann doch störend auf. Auch andere Ereignisse werden auf diese Weise präsentiert, als ob sie nicht bereits öfters erwähnt worden wären. Doch lässt diese Eigenart im Laufe des Romans nach und kann somit den Gesamteindruck nicht nachhaltig stören.

Insgesamt ist Gunter Haug mit seinem Werk eine Hommage an eine wichtige Persönlichkeit der deutschen Automobilgeschichte gelungen, ohne dass er Gottlieb Daimler dabei überhöht oder zu einem Übermenschen stilisiert. Zudem erfährt man viel über die Anfänge der motorisierten Fortbewegung, die für uns heute so selbstverständlich ist.

 

Gottlieb Daimler - Der Traum vom Fahren

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Letzte Kommentare:
26.09.2014 13:46:30
Volker Kempf

Haug hat ein sehr spannendes Buch geschrieben, keine Frage. Wenn auch die Dialoge seiner Fantasie entsprangen, könnten sie sich doch so zugetragen haben.
Er hätte in seinem Buch nur die Rolle von Carl Benz, dem eigentlichen Erfinder des Automobils, mehr Raum geben können. (Das ist milde ausgedrückt, denn um ehrlich zu sein, C.B. taucht im Buch so gut wie garnicht auf, schade) Die Mannheimer hätten sich gefreut, zumal ihr Carl Benz immer im Schatten von Daimler stand und steht.

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