Tod auf der Northumberland

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • Goldmann, 2008, Titel: 'Tod auf der Northumberland', Originalausgabe

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72

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Rita Dell'Agnese
Interessanter, aber nicht ganz ausgereifter Krimi

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Apr 2010

Kurzgefasst:

New York, 1865: Als Privatdetektiv John Gowers seinem Auftraggeber Senator Blandon mitteilt, dass dessen verschwundene Tochter als Prostituierte arbeitet, weigert sich Blandon, den Detektiv zu bezahlen. Gowers verkauft sein Beweisfoto daraufhin einer Zeitung - und muss die Stadt aus Angst vor Blandons Rache verlassen. Im Auftrag der Britin Emmeline Thompson begibt er sich auf das Schiff Northumberland, wo er den Tod von Emmelines Vater Samuel untersuchen soll. Dabei kommt er einer Gruppe von Verschwörern auf die Spur, zu der wohl auch Samuel selbst gehörte...

 

Privatdetektiv John Gowers legt sich mit dem mächtigen Senator Blandon an und muss die Stadt verlassen, um dessen Rache zu entgehen. Da kommt ihm die Anfrage einer jungen Ausländerin gerade recht, die am angeblichen Selbstmord ihres Vaters auf dem Schiff "Northumberland" zweifelt und jemanden sucht, der Licht in die Angelegenheit bringt. Kurzerhand lässt sich John Gowers auf der Northumberland als Emmeline Thompsons Bruder einchecken und beginnt mit den Ermittlungen. Schon bald stößt er auf Ungereimtheiten. Zudem wecken seine Fragen Misstrauen.

Lockerer Ton

Es braucht nicht lange, bis der Leser merkt, dass er mit diesem Buch einer jener Krimis in Händen hält, in denen ein Privatdetektiv im mehr oder weniger lockeren Ton einen Fall schildert. Allerdings ist Daniel Twardowski dabei nicht den saloppen Ich-Erzählern gefolgt, sondern bleibt wohltuend auf Abstand, ohne aber zu viel Distanz zu schaffen. Er bezieht den Leser optimal in die Ermittlungen ein, macht Gedankengänge offensichtlich und lässt auch an den aufkeimenden, recht ambivalenten Gefühlen zwischen Emmeline und John Gower teilhaben.

Es harzt da und dort

Die eingängige Sprache, ein flotter Plot und interessante Protagonisten sind grundsätzlich eine gute Mischung, um einen erfolgreichen Roman zu schreiben. Dass bei Daniel Twardowski's Tod auf der Northumberland da und dort harzt, liegt an keinem dieser Komponenten. Vielmehr liegt der Teufel im Detail: Einige Handlungen von John Gower sind so durchsichtig, dass es bei den Gegnern schon eine große Portion Beschränktheit braucht, damit sie nicht darauf kommen, dass hier eine Ermittlung im Gange ist. So wird die Sache zeitweise denn etwas unglaubwürdig, nur in kleinen Portionen zwar, aber doch groß genug, um dem an sich gut aufgebauten Roman winzige Nadelstiche zu versetzen, die letztlich den richtigen Schliff vermissen lassen.

Potential nutzen

Auf jeden Fall hat Daniel Twardowski mit Tod auf der Northumberland aber bewiesen, dass hier ein großes Potential vorhanden ist, das genutzt werden sollte. Er baut mit John Gower einen Privatdetektiv auf, den man schätzen lernt, wenn man ihm auch immer mal wieder kleine Schwächen und Fehler zu verzeihen hat. Genau die Eigenschaften also, die einen "Serien-Helden" ausmachen. Wohltuend ist der Verzicht auf Knallelemente. Stattdessen setzt der Autor auf eine subtile, mit psychologischen Momenten durchsetzte Geschichte, die zu fesseln vermag und unterhaltend serviert wird. So darf man gespannt sein, wie es mit John Gower weiter geht. Denn dass mit dieser einen Ermittlung der Held wieder in der Versenkung verschwinden wird, ist nicht anzunehmen.

 

Tod auf der Northumberland

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Letzte Kommentare:
25.11.2014 14:28:24
Lautenschlager

Dieser Daniel Twardowski kann schreiben! Vom ersten bis zum letzten Satz! Und er bietet Neuartiges. Zartes und Hartes.
Der Clou dieses Krimis ist seine mehrbödige, ebenso spannende wie einfallsreiche Handlung (der Klappentext lässt das kaum erahnen). Nicht nur die Zweideutigkeit einer Hauptfigur, sondern vor allem die verschiedenen neben- und ineinander laufenden Geschichten haben mich gepackt. Da ist der Detektiv John Gowers, der Investigator, auf der Spur rätselhafter Morde an Bord der Northumberland, da ist, Jahrzehnte davor, die junge Jane mit ihrer großen Liebe zu dem einen Mann und mit ihrem Kampf für die Leidensgenossinnen im Kohlenbergwerk von Northumberland, und dann macht das Passagierschiff eine Zwischenlandung auf St. Helena, wo Napoleon in der Verbannung starb. Und der ließ doch damals eine Riesengeldsumme auf die Insel schmuggeln? Aber wo ist dieser sagenhafte Schatz geblieben? Wer hat davon etwas gewusst? Und wer lebt lange genug....?
Jede dieser Geschichten liefert Motive für die anderen. Ein Lesegenuss. Vorfreude auf einen weiteren Fall für John Gowers.