Advocatus Diaboli

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • , 2008, Titel: 'Délivrez-nous du Mal', Originalausgabe

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Volker Faßnacht
Ein historischer Fantasy-Thriller - spannend und unheimlich düster

Buch-Rezension von Volker Faßnacht Dez 2009

Kurzgefasst:

Ein südfranzösisches Dorf im Winter 1288: Zwölf schwarz gewandete Reiter dringen in das Pfarrhaus ein, in dem Pater Aba Unterricht hält, und entführen einen sechsjährigen Jungen. Der Pater leistet Widerstand, wird niedergestreckt, nimmt aber die Verfolgung der Entführer auf. Aba hat ein besonderes Motiv für seine scheinbar aussichtslose Suche: Der entführte Junge ist, was sonst nur noch die Mutter weiß, sein eigener Sohn. Und er ist mit übernatürlichen, heilenden Fähigkeiten begabt.

Zur gleichen Zeit nimmt in Rom ein Gelehrter Nachforschungen in einem ähnlichen Fall auf. Benedetto Gui ist nicht nur für seine Belesenheit, seine Kombinationsgabe und sein phänomenales Gedächtnis bekannt, sondern auch dafür, dass er furchtlos den Armen hilft. Jetzt sucht eine verzweifelte junge Frau seine Hilfe, deren Bruder spurlos verschwunden ist. Dieser hat im Lateranpalast für den Advocatus Diaboli gearbeitet, jenen Kirchenanwalt, der als kritische Instanz in den Verfahren zur Seligsprechung auftritt.

Unabhängig voneinander kommen Pater Aba und Benedetto Gui einer Verschwörung ungeheuren Ausmaßes auf die Spur. Die abenteuerreiche Jagd nach den Entführern führt von Südfrankreich über Böhmen und Umbrien zurück in das Machtzentrum der Kirche: den von Intrigen erschütterten Lateranpalast in Rom.

 

Benedetto Gui hat auf alles eine Antwort

 

Er hätte ein Vermögen machen können [...], doch er zog es vor, unbehelligt von den Wirrungen der Macht zu leben. Geld besaß in seinen Augen keinerlei Wert; einzig Herausforderungen, Begeisterung und das leidenschaftliche Ringen um Beweise erregten ihn.

Benedetto Gui, ein Anwalt für die kleinen Leute, wird von Zapetta beauftragt, ihren Bruder Rainerio zu finden, der spurlos verschwunden ist. Delikat, da Rainerio es bis zur rechten Hand des Advocatus Diaboli gebracht hat, jenem Kirchenmann des Vatikans, der als kritischer Gegensprecher beim Verfahren der Seligsprechung auftritt. Schon bald ermittelt Benedetto Gui in den höchsten Kreisen des Vatikans. Aber auch ein scheinbar einfaches Problem des Kaufmanns Maxime de Chnedollé entpuppt sich als echtes Rätsel.

Zeitgleich wird Perrot, ein kleiner Junge aus dem südfranzösischen Dorf Cantimpré entführt. Ein Junge dem nachgesagt wird, heilend auf seine Umgebung einzuwirken. Der Dorfpater Guillem Aba - Vater des entführten Kindes, was aber niemand weiß - nimmt die Verfolgung der Entführer auf. Schon bald stellt sich heraus, dass die Fälle von Benedetto Gui und die Entführungsfälle Wunder vollbringender Kinder irgendwie zusammenhängen. Doch was weiß die katholische Kirche, die von sich selbst ja immer behauptet: "Ecclesia abhorret a sanguine - die Kirche verabscheut Blut"?

Ein äußerst spannender und geheimnisvoller Kriminal-Thriller

Romain Sardou bedient sich in seinem dritten historischen Kriminalroman Advocatus Diaboli des Stilmittels wechselnder Schauplätze und verschiedenen Erzählsträngen, was die Spannung jederzeit aufrecht erhält und den vorliegenden Roman zu einem Buch werden lässt, das man nicht so schnell aus der Hand legen will. So laufen die genannten Figuren und deren Handlungen zunächst nebeneinander her und werden abwechselnd weitererzählt.

Sprachlich und an der Übersetzung durch Hanna van Laak gibt es nichts auszusetzen. Die Aufmachung ist sehr gelungen: Ein Prolog zur historischen Einführung in das Thema und ein drei Kapitel umfassender Epilog, wie sich die Geschichte weiterentwickelt, ein Glossar, Kartenmaterial von Rom und Frankreich in Hardcover-Verpackung runden den vorliegenden Roman ab.

Einzig die Anleihen aus dem Fantasy-Bereich werden den einen oder anderen Leser einen Bogen um diesen Roman machen lassen. Für all jene, die diesen Umstand akzeptieren können, entspannt sich ein toller Mix aus historischem Roman mit kriminalistischen Elementen, durchaus recht düster und nicht einfach einem Genre eindeutig zuzuordnen.

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