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Rita Dell'Agnese
Phantasiereicher Kampf zwischen Gut und Böse

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Okt 2009

Kurzgefasst:

Schottland im Jahr 1641. John Cameron - ein Highlander - verliebt sich in die rothaarige Madlen MacDonald, obwohl es heißt, sie sei die Mätresse eines zwielichtigen Lords. Nach einer Liebesnacht wird John ins Gefängnis gesteckt. Dort erfährt er, dass Madlens Lord Häftlinge kauft, um an ihnen Experimente durchzuführen.

Edinburgh, 2009. Die Biologin Lilian von Stahl versucht, den Erinnerungscode in menschlichen Genen zu entschlüsseln. Bei einem Selbstversuch sieht sie einen Mann in altertümlicher Kleidung vor sich. Als sie wieder erwacht, hat sie zwei Worte im Gedächtnis: Madlen MacDonald. Auf der Suche nach ihr gerät sie in ein altes Herrenhaus und steht plötzlich vor John Cameron, dem Mann aus ihrer Vision. Welches Geheimnis hütet der Schotte? Und warum behauptet er, nun sei sie plötzlich in großer Gefahr?

 

Martina André bleibt ihrem Grundmuster auch in ihrem vierten Roman treu. Zwei gegenseitige Pole kämpfen um die Vorherrschaft, sie sind eindeutig in Gut und Böse einzugliedern. Eine innige Liebesgeschichte, Technik und der Mix von Vergangenheit und Gegenwart gehören dazu. Wer nun aber glaubt, den Inhalt von Die Teufelshure schon in etwa zu kennen, irrt sich. Denn wenn auch das Muster, nach dem der Roman aufgebaut ist, sich nach dem Bewährten richtet, so unterscheidet sich der Plot doch in wesentlichen Bereichen von den anderen Romanen der Autorin.

Schauerliches geht vor

Angesiedelt ist der Roman im Schottland des 17. Jahrhunderts. Hier trifft John Cameron, der sich mit seiner Familie überworfen hat, auf die faszinierende Madlen McDonald. Ungeachtet der Gefahr - Madlen ist die Mätresse eines einflussreichen wie undurchsichtigen Lords - will John die schöne Frau für sich gewinnen. Dies bringt ihn und seine engsten Freunde unvermittelt ins Gefängnis. Bei einem vom Lord beeinflussten Prozess wird John zum Tod verurteilt. Doch noch bevor er am Galgen baumelt, werden er und seine Freunde in eine dunkle Festung gebracht, wo Schauerliches vor sich geht. Mehr als 300 Jahre später unternimmt die Molekularbiologin Lilian einen Selbstversuch mit einer Substanz, die von südamerikanischen Schamanen stammt. Sie will prüfen, ob ihre DNA ein Erinnerungsgen enthält. Tatsächlich findet sie sich plötzlich in den Armen von John Cameron wieder. Nach und nach enthüllt sich ihr eine unglaubliche Geschichte.

Klare Trennung

Die Autorin trennt in diesem Roman die beiden Zeitebenen mehr oder weniger konsequent. Es kommt wohl zu einigen speziellen Erlebnissen der Molekularbiologin Lilian, doch wird zunächst die Geschichte des 17. Jahrhunderts und später diejenige der modernen Zeit in jeweils einem eigenen Strang verfolgt. Es geht nicht um eine Zeitreise wie in anderen Romanen der Autorin, vielmehr erzählt sie davon, wie eine undurchsichtige Bruderschaft versucht, mittels des Steins der Weisen den Tod zu überlisten. Dafür bedient sich die Autorin einiger überaus düsterer Elemente und beschwört da und dort eine alptraumhafte Situation auf. Diese Elemente rücken Die Teufelshure schon nahe ans Genre Horror, ohne jedoch die Grenze dazu ganz zu überschreiten. Vor allem die Ereignisse der modernen Zeit hingegen haben zudem eindeutig den Charakter eines phantastischen Thrillers. So bedient Martina André mit ihrem jüngsten Roman eine breite Geschmackspalette.

Spannung garantiert

Der geschickte Aufbau wie auch der Plot mit verschiedenen Sympathieträgern garantieren spannende Lesestunden. Etwas an der Oberfläche bleibt leider die Figur der Madlen wie auch später jene der Lilian. Sie könnten noch etwas Farbe vertragen. Gelungen sind einmal mehr die Nebenfiguren, die unaufdringlich aber geschickt in Szene gesetzt werden und zu eigentlichen Helden heranwachsen, ohne dass sie den Hauptfiguren den Rang ablaufen.

Alles in allem ein sprachlich solides Werk, das den Rahmen des historischen Romans eindeutig sprengt und vor allem auch Freunde düsterer Verschwörungsgeschichten befriedigen dürfte.

Die Teufelshure

Die Teufelshure

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Letzte Kommentare:
25.05.2019 15:24:27
Gonzo

Ich habe das Buch verschlungen. Einfach mal etwas anderes und solide gemacht. Wer den Film Highlander liebt - den ersten - wird auch das Buch gerne lesen.

18.03.2015 18:21:17
Joko

Ein fantastisches Lesevergnügen im wahrsten Sinne des Wortes.
Der neue Roman von Martina Andre, ist ein gekonnter Mix aus Historien,-und Fantasyroman, der den Leser nicht eine Minute zur Ruhe kommen läßt.
Aufgeteilt in einen historischen Teil, der während des englisch-irischen Bürgerkriegs Mitte des 17.Jahrhunderts in Schottland spielt und dem Jahr 2009, verflicht die Autorin gekonnt ihre Geschichte, die sich um das Thema Unsterblichkeit dreht. Eine Bruderschaft mit Namen Panaceaer hat mit Hilfe des Stein der Weisen das Mittel zur Unsterblichkeit gefunden und strebt die Weltherrschaft an. Mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln versucht sie dieses Ziel zu erreichen und scheut auch vor keinem teuflischen Experiment zurück, um an ihr Ziel zu kommen.
Gekonnt ist auch in diesen Thriller eine Liebesgeschichte eingebaut, die den historischen Teil mit der Gegenwart verbindet und das Ganze noch spannender gestaltet.
Mir persönlich hat der Teil, der in der Gegenwart spielt, ein bisschen besser gefallen, als der historische Part, was auch daran liegen mag, dass sich dort die Ereignisse derart überschlagen, dass dem Leser kaum Zeit zum Luftholen bleibt. Die fantastischen Elemente dieser Geschichte sind ein Leckerbissen für Abenteuer und Fantasyfans. Die Personen werden lebhaft und interessant gestaltet und mehr als einmal kommt einem der Gedanke, was wäre, wenn wir Menschen wirklich unsterblich wären. Wäre dies wirklich so erstrebenswert?

24.05.2013 12:36:51
Brunsing

Königin der banalen Bilder

Als Hörbuchfan hat man bei einer Hörzension stets unterschiedliche Ebenen zu beachten, die ein gutes Buch schlecht "aussehen", aber auch ein mittelmäßiges Buch hörenswert werden lassen können. Hier konnte der Sprecher leider nicht viel reparieren - die ersten zwei Hörstunden waren geprägt durch einfallslose Adjektive, Adverbien, Metaphern und beinahe comichafte Gut-Böse-Klischees - von unlogischen Handlungsweisen mal ganz zu schweigen. Auch nach einem zweiten Anlauf gab ich entnervt auf: Daher kann ich M. Reinsch nur beipflichten.

P.S.: Geschlecht-in-der-Hand-wiegen scheint Frau Andrés heimliche Leidenschaft zu sein, die sie in diesem Roman so richtig auslebt. So oft wie hier habe ich diese Verhaltensweise noch nie gehört / gelesen

02.05.2011 12:21:32
M.Reinsch

Auch wenn ich hier ziemlich alleine da stehe...
Ich war von dem Templern und auch der Gegenpäpstin begeistert, nun aber ziemlich abgestürzt...
Zwei Leseversuch (erster bis S.80, dann noch mals auf Anraten von Lesemoni bis S.284) und beide gescheitert.
Nach Monis Aussage kommt ab S.400 der zweite teil der Geschichte ins Rennen - leider bin ich nicht so weit gekommen.
Wenn ich einen "Highland-Roman" lesen will, dann such ich mir sowas speziell raus! 284 Seiten nur Geschmachte, und leichte Kämpfe (ab S.200 etwas Spannung da der "Bösewicht" in Aktion treten darf, aber schon bald wieder Eintönigkeit...)
Das Frau André es versteht mich zu Unterhalten hat Sie mit den beiden Oben genannten Romanen bewiesen, auch in "Die Teufelshure" ist Ihr Schreibstyle sehr schön (war das Einzigste, was mich beim zweiten Versuch bei der Stange hielt), aber ich finde einfach nicht in die Story!
Tut mir zwar leid, aber ich habe genug Bücher in meienr SuB, die mich da mehr reizen, als das ich dieses Buch nun unbedingt bis zum Ende lesen muss!
40° Micha

07.11.2010 22:32:09
Sigrid Müller-Daizi

Dieses Buch ist kaum zu beschreiben - Historisches, Fantastisches, Episches - vieles vermischt sich in dem gesuchten "Serum", das die Unsterblichkeit verleihen soll: Ein alter Menschheitstraum, den man noch toller kaum erzählen kann - und da er in Schottland spielt - auch vom Ort des Geschehens kaum zu überbieten (zumindest für mich, die dieses interessante Land 2011 endlich kennenlernen will!) - Die Autorin hat eine Gabe, die "Feder zu schwingen" und wirklich gut zu recherchieren (s. homepage), dass es wirklich eine wahre Freude war (untertrieben), dieses Buch zu lesen: Sehr empfehlenswert und nachdenklich stimmend - die ewige Geschichte zwischen Gut und Böse....
Von mir 96 Punkte auf der Werteskala!

21.06.2010 07:44:38
Wello

Ein grundsolider und spannender Roman den Martina Andrè hier zum Besten gibt.
Wie auch in ihren letzten beiden Romanen wechselt die Geschichte von einer Zeitschiene in die nächste. Besonders der 2. Teil, der in der Gegenwart spielt, hält einen ganz schön in Atem und ist vor Dramatik kaum zu überbieten.
Im 1. Teil befindet man sich im 17 jahrhundert in den schottischen Highlands und bekommt einiges über die politische Lage dieser Zeit mit. Dies spielt aber eigentlich nicht die große Rolle. Wie auch im Nachwort erwähnt ist dieses Buch eher ein Fantasy- als einen Historischen Roman. Leider spukte in meinen Kopf immer Christopher Lambert in seiner Rolle als Highländer "Connor MacLeod" herum obwohl die Hauptperson „John Cameron“ eigentlich wenig mit im gemeinsam hatte.
Alles in allem ein sehr gut geschriebener Roman der auf seinen 660 Seiten keine Langeweile aufkommen läst.

16.03.2010 12:52:23
Klaus

Nachdem ich drei vorherige Bücher von Martina André gelesen hatte, war ich natürlich auf das neue Werk besonders gespannt.

Auch bei der "Teufelshure" wird man nicht enttäuscht und die Handlung ist bei guter Schilderung der damaligen Zeit und sehr gut in Szene gesetzten Personen, die ja auch in die heutige Zeit gelangen, überaus interessant und spannend geschrieben. Auch hier macht die Mischung aus Geschichte, Science Fiction, Gegenwart mit Liebe und einer kleinen Prise Sex :-) wieder einen absolut lesenswerten Roman.

Die Recherchen für eine solche Geschichte müssen offensichtlich sehr umfangreich und intensiv gewesen sein. Dazu kommt noch die spürbare Begeisterung, das Ganze auch für die Leser unwiderstehlich zu machen, was Martina André wieder einmal gelungen ist - Hut ab!

Man fühlt sich beim Lesen wie im Kino und kann die Akteure förmlich vor sich sehen - das Buch aus der Hand zu legen, fällt schwer und ist auf einigen Seiten schier unmöglich.

Ich hoffe, noch einige Bücher von ihr lesen zu können und wünsche für die Zukunft gute Ideen und viel Erfolg !!!

16.03.2010 12:05:47
Klaus

Nachdem ich drei vorherige Bücher von Martina André gelesen hatte, war ich natürlich auf das neue Werk besonders gespannt.

Auch bei der "Teufelshure" wird man nicht enttäuscht und die Handlung ist bei guter Schilderung der damaligen Zeit und sehr gut in Szene gesetzten Personen, die ja auch in die heutige Zeit gelangen, überaus interessant und spannend geschrieben. Auch hier macht die Mischung aus Geschichte, Science Fiction, Gegenwart mit Liebe und einer kleinen Prise Sex :-) wieder einen absolut lesenswerten Roman.

Die Recherchen für eine solche Geschichte müssen offensichtlich sehr umfangreich und intensiv gewesen sein. Dazu kommt noch die spürbare Begeisterung, das Ganze auch für die Leser unwiderstehlich zu machen, was Martina André wieder einmal gelungen ist - Hut ab!

Man fühlt sich beim Lesen wie im Kino und kann die Akteure förmlich vor sich sehen - das Buch aus der Hand zu legen, fällt schwer und ist auf einigen Seiten schier unmöglich.

Ich hoffe, noch einige Bücher von ihr lesen zu können und wünsche für die Zukunft gute Ideen und viel Erfolg !!!

08.03.2010 20:33:11
Zabou1964

Mit ihrem neusten Werk entführte mich Martina André in die Highlands nach Schottland. Jetzt mögen viele denken: Nicht schon wieder ein Highlanderroman! Aber lasst Euch nicht vom Handlungsort in die Irre führen. Einen solchen Highlanderroman habt Ihr garantiert noch nicht gelesen!

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Entgegen der allgemein üblichen Handhabung, ist die Autorin nicht permanent in der Zeit gesprungen, sondern hat die erste Hälfte des Romans im Jahr 1641 angesiedelt, die zweite Hälfte in der Gegenwart. Diese Vorgehensweise hatte einen ganz besonderen Reiz auf mich: Ich musste mich nicht dauernd umstellen, sondern konnte erst der Vergangenheit aufmerksam folgen, um dann in der Gegenwart genauso spannend weiter unterhalten zu werden.

John Cameron, ein Highlander, lernt auf einer Hinrichtung die bezaubernde Madlen MacDonald kennen. Obwohl allgemein bekannt ist, dass sie Lord Cunninghame „gehört“, lässt er sich von ihr einladen und verliebt sich unsterblich in sie. Er befreit sie aus den Händen ihres Peinigers und will mit ihr nach Frankreich fliehen. Doch der Lord vereitelt die Flucht und nimmt John und seine Kameraden gefangen. Er unterzieht sie einer seltsamen Prozedur, die ungeahnte Folgen für die Freunde hat.

Nach etwa der Hälfte des Buches wechselt die Handlung in die Gegenwart. Lilian ist eine Molekularbiologin und lebt in Edinburgh. Von ihrem Bruder erhält sie eine Schamanendroge zur Untersuchung. Doch ihre Neugierde ist so groß, dass sie die Droge an sich selbst testet und während des Rausches einen Ausflug in die Vergangenheit ihrer Vorfahren unternimmt. In ihrer Vision sieht sie einen Highlander, den sie innig liebt. Als sie Nachforschungen anstellt, begegnet sie einem Mann, der diesem Highlander zum Verwechseln ähnlich sieht. Ist er wirklich der Schotte aus ihrer Vision?

Martina André ist mit ihrem vierten Buch wieder mal ganz neue Wege gegangen. Ihre Bücher sind immer fantastisch recherchiert. Das ist aber auch schon alles, was sie gemeinsam haben. Mit jedem ihrer Werke betritt man eine ganz neue Welt und lernt Regionen und Figuren kennen, die einem so noch nie begegnet sind. Ich kann mich jedes Mal aufs Neue nur überraschen lassen von ihrer Detailtreue und der Liebe, mit der sie ihre Figuren beschreibt und mir nahe bringt.

Mit ungeheurer Spannung bin ich der Handlung gefolgt und am Ende war ich ausgesprochen traurig, mich von den Figuren verabschieden zu müssen. Ich habe mit den Charakteren gelitten und mich mit ihnen gefreut. Sowohl die Haupt- als auch die Nebenfiguren waren liebevoll beschrieben, die Orte der Handlung konnte ich bildlich vor mir sehen.

Martina André ist wieder mal ein Roman gelungen, der mich komplett in seinen Bann gezogen hat. Viele mystische Elemente haben mich in eine fantastische Welt entführt. Aber auch die Liebe kam nicht zu kurz, sodass es für einen Romantiker wie mich auch etwas zum Träumen gab. Die Spannung ließ mich das Buch mit schweißnassen Händen festhalten. An Schlaf war oft nicht zu denken.

Fazit:
Martina André hat es wieder geschafft, mich vollkommen zu fesseln. Ihre hervorragende Recherchearbeit ist vorbildlich und vermittelte mir, dass Geschichte auch Spaß machen kann. Meinen Geschichtslehrern ist das leider nie gelungen.

03.03.2010 12:33:24
Henriette

Schottland im 17. Jahrhundert und Schottland heute mit echten Highländern. John Cameron und seine Kameraden erleben viel damals sowie heute. John erfährt damals die Liebe seines Lebens und muss erkennen, dass mit Madlen alles seinen Anfang nimmt. Steht sie mit dem Teufel im Bunde? Ist sie eine Tefelshure? John und seine Freunde werden aufgrund seines Verhältnisses zu Madlen ins Verlies gebracht. Dort geschehen unerklärliche Dinge.
Und dann beginnt der zweite Teil des Buches im Jahre 2009 mit Lilian. Sie lernt John Cameron kennen. Und muss feststellen, dass hier irgendetwas nicht stimmt.

Martina André hat ein Buch geschaffen, was an Mystery nicht zu übertreffen ist. Die Personen und auch Landschaftsbeschreibung sind so eingängig, dass ich mir alles lebhaft vorstellen konnte.
Das Buch ist mitreißend, fesselnd geschrieben. Historisch gab es auch kleine Hilfen, aber war nicht überladen, so dass die Geschichte um John nur interessanter wurde.
Ich bin begeistert, wie Martina André in diesem Roman so viele Komponenten (historisch, Liebesgeschichte, Fantasy) so leicht verbunden hat.

Für mich bekommt „Die Teufelshure“ 5 Stern für hervorragende Unterhaltung.

27.02.2010 22:34:05
Netha

Aufmerksam auf dieses Werk bin ich allein schon vom Autoren Namen her geworden, hat Martina André es doch schon dreimal geschafft mich in den Bann ihrer Geschichten zu ziehen.
Als ich dann den scharlachroten Einband, der schwarz abgesetzt ist und einen fliegen Raben mit einem Pentagramm in den Krallen zeigt, war es einfach ein muss zu zugreifen. Dazu noch die Schrift in silbernen Lettern. Diese Komposition war toll anzusehen.

Ich war sehr gespannt darauf ob es Martina André wieder schaffte sich zu steigern. Hat sie es doch in meinen Augen mit jedem vorigen Buch geschafft. Enttäuscht würde ich ganz und gar nicht.

Diese Geschichte spielte in der Vergangenheit in den Jahren 1647 bis 1648, sowie in der Gegenwart 2009. In beiden Epochen bemerkte ich die detailgetreue Recherche. Die Begebenheit, sind außergewöhnlich gut ausgearbeitet.
Die Mischung aus Action, Liebe, Mystik und geschichtlichen Hintergrund sind so bildlich ja schon lebhaft geschrieben, dass es mir sehr schwer fiel das lesen zu unterbrechen. Die Charaktere sind mit einer sehr gefühlvollen Feder gezeichnet, so dass ich mich von Beginn an mitten im Geschehen befand. Meine Gefühle fuhren Achterbahn, so sehr das selbst Tränen geflossen sind in einem Kapitel.
Selbst die Bösewichte wachsen einem ans Herz, so das man sich fragt was die als nächstes anzetteln um den Guten das Leben schwer zu machen.


Auch wenn das Jahr 2010 noch recht jung ist kann ich sagen dass dieses Werk für mich ein Highlight des Jahres ist, nachfolgende Bücher werden es schwer haben da mitzuhalten.

18.02.2010 15:15:06
Heike K.

Wieder sehr gelungen, wenn auch anders, als die Vorgängerromane.

Zu dem Inhalt hat sich tassieteufel ja bereits ausgiebig geäußert, deshalb von mir nur ein kurzer Kommentar.

Es ist diese spezielle Mischung aus gut recherchierter Historie, neuzeitlicher Technik bzw. heutigem Wissen, vielschichtigen Protagonisten und dem kleinen Quentchen Magie, die alles zu einem spannenden Buch vermischt. Man fiebert unwillkürlich mit den Hauptpersonen mit.

Das Buch hat mir sehr gefallen und verlangt eigentlich nach einer Fortsetzung.

Wollen wir\'s hoffen.

14.12.2009 17:48:24
tassieteufel

Mit "Die Teufelshure" ist Martina Andre erneut ein super spannendes Buch gelungen, ein Mix aus Historoman, Thriller und Mysterie. Überhaupt ist es diese Mischung aus verschiedenen Genres, die die Autorin so gut beherrscht und die mir so besonders gefällt, bei keinem ihrer Bücher weiß man, was einen beim Lesen erwartet, weil sich die Autorin immer etwas Neues einfallen läßt.
Auch in der Teufelshure spielt die Geschichte in 2 Zeitebenen, einmal im Schottland Mitte des 17. Jahrhunderts und dann in der Gegenwart. Im ersten Teil des Buches lernt der Higlander John Cameron Madlen MacDonlad kennen und lieben, doch sie ist die Mätresse von Lord Chester Cunninghame, der angeblich mit dem Teufel im Bunde steht, als die beiden vor dem schwarzen Lord fliehen wollen, geraten John und seine Freunde in dessen Fänge und erleben hautnah was
Cunninghame und die Bruderschaft der Panaceaer für dunkle Machenschaften betreiben. Im zweiten Buchteil kommt es im Edinburgh der Gegenwarte zu einigen seltsamen Zwischenfällen.
Die Molekularbiologin Lilian von Stahl läßt sich auf einen Selbstversuch mit einer Schamanendroge ein und hat dadurch seltsame Halluzinationen und bald überschlagen sich die Ereignisse, so daß sie gar nicht mehr weiß, was real und was Fiktion ist.
Martina Andre hat einen sehr lebendigen Schreibstil, der einen sofort in die Geschichte hinein zieht und nicht wieder losläßt, temporeich und spannungsgeladen schreitet die Geschichte rasant voran, so daß ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte, nachdem ich einmal mit lesen angefangen hatte. Wie auch schon in den anderen Bücher ist der historische Hintergrund sehr gut recherchiert und auch die Beschreibungen der schottischen Highlands sind so gelungen, daß ich sie geradezu vor mir gesehen habe. Die Charakterzeichnung der Figuren ist wie immer sehr detailreich und liebevoll gestaltet und auch mit der Thematik des Buches, der Unsterblichkeit, hat die Autorin wieder ein aktuelles Thema gewählt.
Wie auch schon bei den anderen Bücher der Autorin habe ich das Buch am Ende mit einem lachenden und einem weinenden Auge geschlossen, ersteres weil ich eine rundum zufrieden stellende Geschichte gelesen hatte und letzteres, weil es einfach wieder zu schnell vorbei war.

Fazit: wieder ein sehr gelungener Mix aus Histo-Thriller und Mysterie, gut recherchiert, mit interessanten Figuren, ein sehr spanneder, wendungsreicher Plot, der einen kaum das Buch aus
der Hand legen läßt, also Lesevergnügen pur! Und nun ist wieder Warten angesagt, bis zum nächsten Buch……

30.11.2009 14:34:20
PATTI

Endlich ist es da, das vierte Buch von Frau Andre ich möchte auch nicht zu viel über den Inhalt verraten .
Die Handlung spielt teilweise in Schottland 1647 und auch im heutigem Zeitalter, was wieder einen tollen Genre-Mix hervorbringt. Das Buch ist genial! Die Handlung ist spannend und mysteriös. Frau Andre beschreibt unglaublich lebendig, teilweise herrscht eine unheimliche Atmosphäre, der Spannungsbogen ist sehr hoch und man will das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Auch die nötige Portion Humor kommt nicht zu kurz. Die Protagonisten sind sehr realistisch und mit Liebe zum Detail herausgearbeitet.
Besonders der Held John Cammeron ist überzeugend dargestellt nicht so "Aalglatt" sondern mit Ecken und Kanten. Aber auch der etwas schrullige Dough Weir ist einer meiner Lieblingsprotagonisten geworden und sorgt mit seiner so selbstlosen Art doch für den einen oder anderen Lacher.
Die "taffe" Lilian von Stahl überzeugt mit ihrer modernen Art und lässt so schnell nicht unterkriegen was Hervorragend in die heutige Zeit passt.

Die Geschichte lässt einen nicht so schnell wieder los. Man hat das Geschehene förmlich vor dem geistigen Auge. Kurzum alles was ein gutes lesenswertes Buch ausmacht kommt hier zusammen.
Ein klasse Mix aus Thriller-Mystik-Historie und Liebesgeschichte mit einem Hang zur Biogenetik.

Fiktion oder vielleicht doch gar nicht mehr soweit vom "ewigem Lebensserum" dem Caput M.......... wie Frau Andre es nennt entfernt?
Wer weiß!!vielleicht ist das Rätsel der Unsterblichkeit schön längst gelöst?.