Lösegeld für einen Toten

Erschienen: Januar 1989

Bibliographische Angaben

  • Heyne, 1984, Titel: 'The dead man\'s ransom', Originalausgabe

Couch-Wertung:

95

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Christina Wohlgemuth
Beeindruckender historischer Hintergrund mit tollen Charakteren

Buch-Rezension von Christina Wohlgemuth Aug 2009

Kurzgefasst:

In der Benediktiner-Abtei zu Shrewsbury kommt Bruder Cadfael einfach nicht zur Ruhe. Als bei einer Schlacht zwischen Walisern und Engländern in der Grafschaft Shropshire der Sheriff der Region gefangen genommen wird, soll er die Lösegeld-Verhandlungen in die Wege leiten, doch ein spektakulärer Mordfall macht seine Bemühungen zunichte: Der Sheriff wird tot aufgefunden. Als Bruder Cadfael die Ermittlungen aufnimmt, ahnt er schon, dass er sich durch ein Gestrüpp mörderischer Leidenschaften durchkämpfen muss, ehe er den Mörder überführen kann...

 

Shrewsbury, Februar 1141. Nach der verheerenden Schlacht bei Lincoln, die zur Gefangennahme von König Stephen führte, herrscht Unruhe in England. Das Fehlen jeglicher Autorität und Kontrolle ist vor allem für Plünderer verführerisch. Shrewsbury, an der Grenze zu Wales gelegen, muss Waffen gegen die westlichen Nachbarn führen. Dabei gerät der Sheriff der Grafschaft in Gefangenschaft. Bruder Cadfael, selbst Waliser, soll die Lösegeldverhandlungen führen. Doch dann kommt alles anders, und Cadfael muss nicht nur einen Mörder finden, sondern auch junge Liebende vor einem Unglück bewahren ...

Ein Blick über die Grenze

Die Lage von Shrewsbury hat es schon mehrfach angeboten - dieses Mal entführt uns die Autorin stellenweise nach Wales, zu den hitzigen Nachbarn mit dem besonderen Ehrenkodex. Nach der Schlacht von Lincoln gerät die ohnehin schon brenzlige Lage, vor allem in Westengland, zum Flächenbrand. Ellis Peters gelingt es dabei, das ständige Gefühl der Unsicherheit und Anspannung zu vermitteln. Der historische Kontext steht dieses Mal stärker im Hintergrund als üblich, und die Autorin meistert dies mit Bravour.

Spannender Krimi und interessante Charaktere

Das Rätsel um den Todesfall entwickelt sich nur langsam, doch stetig steigernd. Der Leser kennt dieses Mal das Opfer bereits aus früheren Romanen und ist dementsprechend - ebenso wie die Charaktere - persönlich betroffener. Dies in Kombination mit einer spannenden Geschichte sorgt für gute Unterhaltung, von Anfang bis Ende. Die Charaktere aus Wales, die dieses Mal vor allem im Vordergrund stehen, sind dreidimensional, individuell und verkörpern trotzdem klassische Vertreter ihres Volkes. Auch die sonstigen Nebencharaktere sind liebevoll und farbenfroh gestaltet und runden das Leseerlebnis ab.

Ein spannendes und dramatisches Finale

Die Geschichte arbeitet langsam und stetig auf ein dramatisches und Ende zu. Die persönlichen Probleme der Handelnden ebenso wie der Mordfall vereinigen sich zu einem dichten Knoten, der mit einer Überraschung und trotzdem einen zufriedenstellenden Ende platzt. Auch Lösegeld für einen Toten ist somit ein rundum empfehlenswerter Mittelalterkrimi der besten Sorte!

Lösegeld für einen Toten

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Letzte Kommentare:
16.08.2009 21:40:55
tassieteufel

Shrewsbury im Februar 1141: während König Stephen in Lincoln bezwungen und als Gefangener nach Gloucester gebracht wurde, vermißt Hugh Beringar den Sheriff von Shropshire der vermutlich bei einem Gefecht Walisern in die Hände fiel. Die Lösegeldverhandlungen sind schnell geklärt und der schwer verwundete Sheriff soll in der Abtei gegen einen gefangenen Waliser ausgetauscht werden. Zwar kommt der Sheriff lebend im Kloster an, aber bevor der Austausch zum Abschluß gebracht werden kann, ist Gilbert Prestcote tot und Bruder Cadfael stellt fest, das er ermordet wurde……..
Wieder einmal bin ich begeistert von Ellis Peters Schreibstil, mit nur wenigen Worten gelingt es ihr, ihre Figuren zu beschreiben und sie mit all ihren Charakterstärken und Schwächen darzustellen, so daß man die Personen regelrecht vor sich sieht, der Krimifall ist gekonnt in das historische Geschehen um den Thronkonflikt zwischen König Stephen und Kaiserin Maud eingebettet und auch die fast schon obligatorische Liebesgeschichte ist mit dabei.
Bruder Cadfael gefällt mir immer besser, seine Menschenkenntnis und sein Gespür für die Sorgen und Nöte, aber auch die Leidenschaften und Abgründe der Menschen, helfen ihm auch diesmal, den Fall zu lösen.
Interessant fand ich auch wieder den recht krassen Gegensatz zwischen englischem und walisischem Gesetz und da Bruder Cadfael Waliser ist, ist auch das Ende, bzw. die Auflösung des Falles nicht ganz so, wie man es vielleicht erwartet hätte, war für mich als Leserin aber gut nachvollziehbar und letztendlich auch eine stimmige Sache.

Fazit: wieder einmal ein gelungener Fall für den Detektiv in der Mönchskutte, Krimifall und historischer Hintergrund halten sich gekonnt die Waage und auch wenn ich schon recht früh ahnte, wer der Mörder war, so gab es doch am Ende noch eine überraschende Wende, die ich so nicht erwartet hätte. Allein durch Ellis Peters wunderbare Schreibweise sind ihre Krimis schon eine Lesegenuß an sich.