Zuflucht im Kloster

Erschienen: Januar 1988

Bibliographische Angaben

  • Heyne, 1983, Titel: 'The sanctuary sparrow', Originalausgabe

Couch-Wertung:

89

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Christina Wohlgemuth
Bruder Cadfael ermittelt auf gewohnt hohem Niveau!

Buch-Rezension von Christina Wohlgemuth Aug 2009

Kurzgefasst:

Dramatische Ereignisse in der Benediktiner-Abtei von Shrewsbury stören die Mönche auf. Ein junger Mann, der von einem aufgebrachten Mob des Raubmordes beschuldigt wird, sucht im Kloster Zuflucht. Bruder Cadfael glaubt seinen Beteuerungen, dass er unschuldig sei. Als noch ein Mord passiert, zieht der schlaue Mönch endlich die richtigen Schlussfolgerungen aus den falschen Indizien...

 

Shrewsbury, im Jahre des Herrn 1140. Wenige Wochen nach Ostern scheint Ruhe in die Graftschaft eingekehrt. Doch inmitten einer Mitternachtsmette bricht Unheil über die Gemeinde herein. Ein junger Mann, des Raubmordes beschuldigt, sucht vor einem wütenden Mob Zuflucht im Kloster und bittet um Asyl. Bruder Cadfael glaubt an die Unschuld des Jungen und stellt Fragen. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse, als ein weiteres Verbrechen geschieht. Bruder Cadfael muss sich beeilen, denn Asyl wird nur für 40 Tage gewährt.

Alte Bekannte in vertrauter Umgebung

Zuflucht im Kloster ist chronologisch bereits der siebte Band um Bruder Cadfael, den Detektiv in der Mönchskutte. Und mittlerweile sind aus Frau Peters' Figuren liebevolle Bekannte geworden, die man immer wieder trifft. Nebenfiguren wie Cadfaels Mitbrüder in der Abtei oder der stellvertretende Sheriff Hugh Beringar sind mittlerweile ein fester Bestandteil der Reihe. Auch die Umgebung von Shrewsbury ist mittlerweile vertraut: Cadfaels Kräutergarten, der Weg am Fluss entlang zur Stadt selbst.

Dieses Mal wird das Augenmerk des Lesers auf das Stadtinnere gerichtet, denn dort geschehen Mord und Raub. Die hier eingeführten Charaktere sind ebenso dreidimensional und liebevoll ausgestaltet, wie man es von der Autorin gewöhnt ist. Jede Figur hat ihr eigenes Gesicht, ihre eigene Geschichte, ihre Macken und Eigenarten. Die Figurenzeichnung ist Ellis Peters auch in diesem Band wieder hervorragend gelungen.

Historie dieses Mal nur im Hintergrund

Der eingefleischte Fan historischer Romane vermisst hier ein wenig den historischen Hintergrund. Im Rahmen der Anarchy, dem Streit zwischen König Stephen und Kaiserin Mathilde, kehrt in diesem Band etwas Ruhe ein, und das Augenmerk der Autorin ist eher auf eine authentische Darstellung der damaligen Lebensumstände gerichtet. So ist "Zuflucht im Kloster" mehr Krimi als historisch, was der Qualität jedoch keinen Abbruch tut. Eine kleine Liebesgeschichte rundet das Gesamtpaket ab. Ellis Peters brilliert auch auf diesem Gebiet!

Spannender Kriminalfall mit dramatischem Finale

Der Krimi selbst ist, wie erwartet, spannend und unterhaltsam. Ein Raub, ein Mord, viele Verdächtige. Einmal mehr beeindrucken die einfachen und doch so effektiven Ermittlungsmethoden von Bruder Cadfael, die sich in Zeiten von Labors auf dem höchsten technologischen Stand wahrlich nicht zu verstecken brauchen.

Ellis Peters wählt dieses Mal ein besonders dramatisches und emotionales Finale, über das an dieser Stelle jedoch nicht mehr verraten werden soll. Der Leser fiebert mit, denn der Ausgang der Geschichte ist keineswegs gewiss.

Zuflucht im Kloster ist ein rundum empfehlenswerter Krimi vor historischem Hintergrund, der auf hohem Niveau unterhält.

Zuflucht im Kloster

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Letzte Kommentare:
16.08.2009 16:36:23
tassieteufel

Im Frühjahr 1140 werden die Mönche der Abtei Shrewsbury aus ihrer Ruhe gerissen, als sich ein junger Mann, verfolgt von einem wütenden Mob, zu ihnen flüchtet. Der Verfolgte, ein Gaukler wird beschuldigt, einen Raubmord begangen zu haben. Der Abt gewährt dem Beschuldigten die 40 Tage Kirchenasyl und während dieser Zeit muß die Unschuld des jungen Mannes bewiesen werden, wieder einmal ein Fall für Bruder Cadfael!
Obwohl auch hier wieder alle Personen wundervoll charakterisiert sind, ist dies für mich ein etwas schwächerer Cadfael-Krimi als die bisherigen gewesen. Die Geschichte entwickelt sich nur langsam, dafür nimmt die Liebesgeschichte zwischen Lilliwin und
Rannilt einen großen Raum ein, was mir persönlich ein wenig zu langatmig war. Ab ca. der Mitte des Buches kommt dann aber Spannung in den Fall und auch Cadfael tritt mehr in Erscheinung. Allerdings war der Krimifall an sich für einen geübten Krimileser ziemlich vorhersehbar und ich fand es recht schade, das Cadfaels Kombinationstalent hier kaum zu Tragen kommt.

Fazit: ein etwas schwächerer Cadfael Krimi mit einigen Längen am Anfang, aber die Personen sind wieder allesamt detailreich geschildert, mit Stärken und Schwächen und am Ende wirds dann doch noch spannend, obwohl der Fall ein wenig vorhersehbar ist.