Die venezianische Geliebte

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • , 2007, Titel: 'The Rossetti Letter', Originalausgabe

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Rita Dell'Agnese
Ein temporeicher Wechsel zwischen den Zeiten

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Jul 2009

Kurzgefasst:

In einer Nacht im Jahr 1618 schleicht die schöne Kurtisane Alessandra Rossetti zum Dogenpalast. Dem bronzenen Schlund der bocca di leone vertraut sie einen Brief an, in dem eine große Verschwörung der Spanier gegen die Republik Venedig aufgedeckt wird. Aber Alessandras Tat bleibt nicht unbeobachtet...

Donovan ist eine junge Wissenschaftlerin aus Washington. Bei einer Konferenz in Venedig, die für ihre Karriere entscheidend ist, stößt sie auf Alessandras lang vergessene Geschichte von Liebe und Verrat. Sie ahnt nicht, dass die Magie der Lagunenstadt auch ihr eigenes Leben verändern wird.

 

Hat die geheimnisvolle Kurtisane Alessandra Rossetti im 17. Jahrhundert durch einen Brief verhindert, dass die Spanier Venedig erobern konnten? Claire Donovan, eine junge Wissenschaftlerin aus den USA, widmet ihre Dissertation dieser geheimnisvollen Frau. Durch eine glückliche Konstellation bekommt die Amerikanerin die Möglichkeit, der Geschichte der Kurtisane in Venedig selbst nachzuspüren. Doch sie ist nicht die Einzige, die sich mit dem Thema beschäftigt. Entsetzt muss Claire Donovan feststellen, dass ein englischer Wissenschaftler sich ebenfalls mit der spanischen Verschwörung beschäftigt - und eine ganz andere Theorie verfolgt als sie. Immer wieder treffen die beiden Widersacher aufeinander und legen sich gegenseitig Hindernisse in den Weg. Erschwert wird das Ganze durch den verwöhnten Teenager Gwen, auf den Claire Donovan aufpassen sollte, die jedoch in Venedig ihre Freiheit genießen möchte.

Gut gelöst

Christie Phillips hat den Wechsel zwischen den beiden Erzählsträngen - dem 17. Jahrhundert mit Alessandra Rossetti und dem 21. Jahrhundert mit Claire Donovan - hervorragend gelöst. Die Verknüpfung der beiden doch sehr unterschiedlichen Geschichten geschieht ohne stilistischen Bruch und ohne den Lesefluss zu stören. Die Spannung, die in beiden Erzählsträngen liegt, lässt genügend Tempo aufkommen, um sich dem Buch ganz hingeben zu können. Es gibt kaum Längen und es braucht weder Überwindung, bei der Geschichte zu bleiben, noch kommt Langeweile auf.

Gelungene Themenwahl

Mit der spanischen Verschwörung hat sich die Autorin einem noch nicht „breit getretenen" historischen Thema gewidmet. Sie schafft es, die brodelnde politische Atmosphäre des 17. Jahrhunderts aufzufangen und gleichzeitig einen Einblick in das Leben und die Möglichkeiten einer Kurtisane zu geben. Alessandra Rossetti ist eine fein gezeichnete Figur, eine emanzipierte Frau und doch Kind ihrer Zeit. Die spanischen Ambitionen werden leicht verständlich präsentiert, die verschlungenen Wege der venezianischen Politik ebenso. Schon alleine dieser Erzählstrang hätte als historischer Roman durchaus genügend Tiefgang gehabt.

An der Oberfläche geblieben

Anders der Erzählstrang aus dem 21. Jahrhundert. Hier wird Christie Phillips doch etwas plakativ und verfällt dem amerikanischen Wunsch, die eigenen Landsleute in bestem Lichte erscheinen zu lassen. Dem Lesegenuss tut es zwar kaum Abbruch, doch bleibt der „moderne" Teil leider so sehr an der Oberfläche, dass „Die venezianische Geliebte" dadurch zu einem zwar netten Lesevergnügen mit manchen Überraschungen wird, der eigentliche Pfiff aber fehlt, um den Roman über die breite Masse hinaus zu heben.

Gekonnte Präsentation

Angenehm ist das Cover des Buches, das auf die gängige Machart verzichtet und schon alleine dadurch das Interesse zu wecken vermag. Gekonnt präsentiert, ist „Die venezianische Geliebte" ein angenehmer Schmöker, der sich besonders im Urlaubsgepäck sehr gut macht, aber kaum als Evergreen in den Bücherregalen stehen bleiben wird. So empfiehlt sich dieses Buch vor allem jenen Leserinnen und Lesern, die eine leichte und doch stellenweise tiefgründige Lektüre wünschen, die ohne Tiefen - aber leider auch ohne wirkliche Höhen - auskommt und sprachlich sowie erzählerisch solide ist.

Die venezianische Geliebte

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