Die Bücherdiebin

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • Blanvalet, 2006, Titel: 'The Book Thief', Originalausgabe

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Zum ersten Mal begegnet der Tod der neunjährigen Liesel Hemminger 1939 am Grab ihres kleinen Bruders, wo sie auch ihre Karriere als Bücherdiebin beginnt: Mit Hilfe des Handbuchs für Totengräber lernt sie das Lesen und muss fortan immer wieder Bücher stehlen. Sie "rettet" auch welche - vor den Flammen der Nazis. Und hin und wieder bekommt sie auch welche geschenkt. Ihre Liebe zu Büchern muss es sein, die den Tod, der sich selbst hier als großer Erzähler erweist, die Liesel lieb gewinnen lässt. Während um sie herum Bombenhagel alles in Schutt und Asche legen, findet sie Schutz im Keller - und in ihren Büchern.

 

Die Bücherdiebin

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Letzte Kommentare:
30.01.2019 23:29:57
fleischger

Dies Buch hat mich masslos enttäuscht.
Das ist kein literarisches, schönes Deutsch, die Sätze kommen kurz und etwas hektisch daher, der Inhalt: angelesenes Halbwissen über NaziDeutschland, keine ernsthafte Recherche, kein Tiefgang, keine ausdifferenzierte Sprache, die Übersetzerin kennt den Unterschied zwischen "Worten" und "Wörtern" nicht - oder ignoriert ihn - also alles in allem in meinen Augen ein plattes, fades, seichtes Buch. Schade, extrem schade.

29.03.2017 19:46:26
Rainer

Aus einer äusserst ungewöhnlichen Perspektive , nähmlich aus der Sicht des Todes höchstpersöhnlich und auf beinahe poetisch zu nennende Weise , wird hier eine Geschichte von entwaffnender Menschlichkeit , in einer unmenschlich erscheinenden Zeit erzählt . Man ist hin und hergerissen zwischen Lachen und Weinen . Eine zutiefst bewegende Geschichte , deren seltsamer Erzähler hier nicht die Sensen schwingende Schreckgestalt , sondern eher der , zur eigenen Überraschung , von den Ereignissen berührte Beobachter ist . Eines der Besten Bücher die ich jemals las . Wie das Leben . Wunder schön ,grausam ungerecht , hoffnungsvoll und tief traurig ....Übrigstens eine der wenigen Geschichten , deren Verfilmung , der Romanvorlage gerecht wird.

28.02.2016 15:26:10
Shalin

Ich finde diese Geschichte unglaublich... Ich habe zuerst den Film dazu gesehen und danach das Buch gelesen. Es ist einfach unfassbar, dass es Markus Zusak so gut gelungen ist die Vergangenheit in Wörter zu fassen, vorallem wenn man bedenkt, dass er nur die Erzählungen seiner Eltern über den zweiten Weltkrieg gehört hat. Ich finde, dass Markus Zusak zu jeder Person die in der Geschichte vorkommt den richtigen Charakter gefunden hat.

18.02.2012 10:11:18
Bea

Ich weiß nicht,wie oft ich das Ende schon gelesen habe...es berührt mich tief! Erstens ist da die Art des Autors, zu erzählen. Bittersüß bekommt man Einblicke in ein berührendes Schicksal, erzählt vom Tod persönlich. Mit einer gewissen Selbstironie versucht der Erzähler dem ganzen die Schärfe zu nehmen, was meiner Meinung nach mal mehr, mal weniger glückt. Aber genau das ist es, was das ganze Buch ausmacht: Es ist genaue wie das Leben, im einen Moment ohne Hoffnung und kaum zu ertragen, im nächsten schon wieder süchtig machend und liebenswert. Zweitens sind da die Charaktere. Rudi Steiners Schicksal ist kaum auszuhalten.
"Er war ein dreifacher Sieger. Er war ihr bester Freund. Und er war noch einen Monat von seinem Tod entfernt. ´Natürlich habe ich ihm von dir erzählt.´sie sagte Lebewohl, ohne es zu wissen."
Es raubt mir den Atem. Und gibt mir gleichzeitig Hoffnung. Jedes Mal wenn ich die Stelle lese an der Liesel den toten Rudi küsst, komme ich nicht umhin, aufzustehen und irgendetwas zu tun, das mir schon sehr lange auf dem Herzen lag: Sich bei der besten Freundin entschuldigen, den Eltern sagen, wie viel sie einem bedeuten, jemandem meine Liebe gestehen."Die Bücherdiebin" ist meiner Meinung nach nicht mehr und nicht weniger als das beste Buch der Welt.

11.08.2011 14:34:53
Vesna

Ich habe mir ausgerechnet, dass ich im Laufe meines Lebens etwa 3000 Bücher gelesen habe - ich lebe auch schon recht lang, schon 67 Jahre, und lese immer. Meiner Meinung nach, gehört dieser junge Mann, Markus Zusak, durch seiner "Bücherdiebin" zu den 100 besten Schriftsteller der Welt!
Dieses Werk hilft uns, die Hoffnung darüber nicht zu verlieren, dass solch grauenvoller Irrsinn nie wieder geschehen möge!!!!
Bitte, bitte lesen Sie dieses Buch, jung und alt! Und keine Angst, dass Sie am Ende deprimiert werden, denn ein Buch, welches uns verkündet, dass sogar, der Tod ein Herz hat, kann uns nicht depremieren, sondern tatsächlich nur Hoffnung geben.

11.06.2011 11:32:34
daisy

Wow, dieses Buch ist eines der wundervollsten Bücher, das ich je gelesen habe. Gerade eben erst beendet, bin ich noch voller Eindrücke, die mich sicherlich noch in den kommenden Tagen beschäftigen werden.
Natürlich erahnt man von vornherein, dass das Buch wohl keine leichte Kost werden wird. Und dennoch, was gibt es Schöneres , als dass ein Buch ein ganzes Spektrum an Emotionen heraufbeschwört? Ich musste weinen, ich musste aber auch viel lachen und ich musste mit meiner unglaublichen Wut im Bauch klarkommen, die mich immer wieder in meiner Hilflosigkeit als passiven "Zuhörer des Todes" befiel.

Das Grauen des Holocaust wird lediglich angedeutet, doch erschüttert gerade das unheimliche, unausgesprochene Schicksal der Juden, die ihren Marsch zum KZ mehr humpeln denn laufen mehr als jedes grausam beschriebene Detail. Heute kennen wir (hoffentlich) die Bilder des unaussprechlichen Leids, für das es keine Worte gibt.
Das Grauen des Krieges wiederum wird anhand der einzelnen Schicksale der Bewohner der Himmelstraße illustriert, die so nach und nach zu den eigenen Nachbarn werden.

Und der Tod klärt ein für alle Mal, dass nicht er der Feind des Lebens ist, sondern der Mensch allein.

Unbedingt zu empfehlen!

10.03.2011 12:47:44
Bianca

Mir persönlich gefiel das Buch sehr gut. Es war sehr spannend. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und habe es auf 2 Tage ausgelesen.
Die Situation auf damals bekommt eine ganz neue Wirkung. Sie macht deutlich wie sich die Menschen damals fühlten. Für meine 14 Jahre ist das eines der besten Bücher die ich je gelesen habe.
Ich kann es nur weiterempfehlen.

06.02.2011 14:31:39
Trudie

Fantastische Idee aus der Sicht des Todes zu schreiben.
Dieses Buch ist faszinierend, emotional und auch aus historischer Sicht sehr interressant.
Das Buch regt zum Nachdenken an, wie es den Menschen (vor allem den Kindern) zu dieser Zeit ergangen war.
Es schildert den Nazi-Wahnsinn und bringt zum Lachen und Weinen.
Dieses Buch muss man einfach wieder und wieder lesen

19.09.2010 16:49:28
Jane Austen

Ich habe das Buch gerade ausgelesen und ich muss sagen, dass mich ein Buch selten so ergriffen hat wie dieses. Markus Zusaks Schreibstil ist einzigartig: zynisch, traurig und doch immer wunderschön.Mir hat besonders die Erzählperspektive gefallen. Die ganze Geschichte ist aus Sicht des Todes geschrieben, welcher seine Aufgabe nicht besonders gern erledigt, sondern im Gegenteil eher Angst vor den Menschen hat. Was passt besser, als in einer Kriegsgeschichte den Tod höchstpersönlich als Erzähler zu wählen!?
Die Geschichte an sich ist schon gut, aber durch das schriftstellerische Talent von Markus Zusak ist dieses Buch ein Erlebnis! Ich kann nicht mehr tun, als euch eindringlich zu zuschreien: Lest es! Lest es! Lest es! Auch ihr werdet dieser Geschichte, ihren Charckteren und dem Autor verfallen;).

07.07.2010 20:17:03
freitag

Mir persönlich hat gefallen, dass abwechselnd der Tod als Ich-Erzähler auftritt und die Geschichte kommentiert und dass der andere Teil der Ereignisse aus der Sicht von einem kleinen Mädchen geschildert wird. Kinder sehen die Welt noch ganz anders als Erwachsene oder Jugendliche. Für uns unwichtige Dinge stehen hier an erster Stelle und andere rücken in den Hintergrund, weil sie für das Mädchen nicht wichtig erscheinen. Trotzdem wirkt das Erzählte nicht etwa kindlich naiv, sondern vielmehr, als ob jemand versucht die Welt zu verstehen und seinen Platz darin zu finden. Außerdem ist es sehr interessant, einmal eine andere Möglichkeit vom Charakter des Todes zu sehen. Dass der Tod im Prinzip sich und die Welt hasst, einfach dem ganzen Elend auf der Welt entfliehen möchte und es leid ist, den Menschen „beim Sterben zu zusehen“, das macht den Tod irgendwie „menschlich“.

02.06.2010 12:32:51
tedesca

"Let\'s go, Saukerl!  What do you bet, you little Saumensch?  She schmunzelled.  They returned to Frau Diller\'s, Heil Hitlered and waited." Wenn man kann, sollte man "Die Bücherdieben" - "The Book Thief" unbedingt auf Englisch hören, denn gerade dieses Einfließenlassen der deutschen Sprache macht den besonderen Witz der Dialoge und Beschreibungen aus.
Erzählt wird die Geschichte der kleinen Liesel Memminger, die in einem Vorort vor München mit den Gräueln des Zweiten Weltkrieges konfrontiert wird. Erzähler ist der Tod höchstpersönlich, der sich einen gewissen Sarkasmus oft nicht verkneiffen kann. Wer könnte es ihm auch verübeln? Doch herzlos ist er nicht, der Sensenmann, ganz im Gegenteil. Er verfolgt die Geschichte dieses Kindes, das immer wieder seinen Weg kreuzt mit viel Anteilnahme für sie und ihre Lieben. Der ruppigen Rosa Hubermann, dem sanftmütigen Papa Hans, ihrem besten Freund Rudi, der verstörten Bürgermeistersfrau und dem geflohenen Juden Max.
Jahrelang verstecken die Hubermanns Max in ihrem Keller, jahrelang beobachten die Bürger von Molching den Marsch der Judenkolonnen durch ihren Ort in Richtung Dachau.
Zusak erzählt eine leise Geschichte, wie sie zu dieser Zeit wohl tausendfach geschehen ist. Was dieses Buch so besonders macht, ist der Stil, in dem es geschrieben ist. Dramatisch, komisch, tragisch - wie das Leben selbst. Für mich persönlich sicher unter den Top 5 dieses Jahres.
Ein besonderes Lob gebührt auch noch Allan Corduner, der ein faszinierendes Buch zu einem unvergesslichen Hörerlebnis macht!

24.03.2010 20:31:05
Cysiay

Ein Buch das eindeutig Bewegt, anrührt und einen nachdenklich stimmt.
Markus Zusak hat in diesem Buch einen so unglaublichen schreibstil das ich gar nicht weiß wie ich es beschreiben soll.
Einerseits ist es nur eine Alltagsgeschichte aus dem zweiten Weltkrieg über ein kleines Mädchen was lesen lernt und die Welt mit ihren Augen sieht. Dennoch konnte ich das Buch nicht wirklich weglegen da es so mitreißt.
Es ist aber auch nicht für jeden zu empfehlen, da doch einiges an Tod, Leid usw. das Buch zeichnet..mit sowas muss man schon umgehen können.

09.03.2010 16:11:44
sonja

super spannend :))) und gut verfasst
manchmal liegt man kurz vor´m heulen imbett und des nächste mal strahlt man vor freude...............
:)))))
unbeschreiblich.....
man kann einfach dem ganzen Alltag´sstress good bye sagen und in die welt :)))) aus derSicht des Todes eitauchen....................

27.02.2010 15:02:22
Paris

Ohne zu übertreiben - das Buch kann man nicht mit tausend Worten beschreiben.Kein anderes Buch hat mich je so berührt und sich so auf mich ausgewirkt.Es ändert so viele Sichtweisen. Der Schreibstil ist so anders - mal hart & mal zart, aber doch immer wie ein Gedicht. Ich würde Markus Zusak zu gerne meinen Respekt & meine Liebe zu dem Buch schreiben,aber ich finde keine Adresse oder ähnliches (: aber nein.die geschichte ist so wundervoll.aber traurig.ich habe am ende so geweint,
ich konnte nicht mehr aufhören,nicht mal jetzt,nach so vielen malen lesen.Besonders die
Stellen,in denen über Liesel & Rudi berichtet wurde. Rudi ist ja mein persönlicher Held der Story.
Das buch ist perfekt & vollkommen und es ist wirklich eine Schande,wenn man es nicht liest!
Liebe Grüße. ♥

07.02.2010 17:19:42
Tempe

Dieses Buch ist nicht für jedermann geschrieben sondern für die Leute die auch mit dem vom Tod umschriebene Geschichte klarkommen.
Mich persönlich hat das Buch sehr beweget, es erzählt die Geschichte des 2. Weltkriegs aus einer vollkommen anderen Sicht.
Das Buch wird mich noch eine Weile in meinen Gedanken begleiten und so muss ein gutes Buch aus sein.

24.10.2009 21:18:08
Dani@Leseratte

Eine wahnsinns Story. Zeitgeschichte mal ganz anders.
Liesel ist absolut sympatisch, die Liebe die sie mit sich trägt zu allen Lieben in ihrer Umgebung und die Liebe Liebe zu Büchern, die immer mehr an Bedeutung zunehmen.
Und dann ist da noch Max, 1939 ein Jude in dem Haus, in dem Liesel wohnt im Keller versteckt. Er entwickelt sich langsam neben Liesels Freund Rudi verbotenen Freundschaft (zu Zeiten der Nazis), da Liesel in Max jemanden sieht, mit dem sie über ales reden kann und ihr aufzeigt, dass es Menschen gibt, denen es noch schlechter geht.
Ein sehr bewegendes Buch, einfühlsam, ruhig und sanft erzählt, so dass es einem noch lange im Kopf bleibt.

26.05.2009 18:27:22
Keera

Der Tod begegnet der neunjährigen Liesel Meminger zum ersten Mal im Winter 1939, irgendwo auf einer Bahnstrecke in Deutschland. Er nimmt ihren kleinen Bruder in seine Arme und beobachtet Liesel bei ihrem ersten Bücherdiebstahl. Irgendetwas an dem Mädchen rührt den Tod an und in der folgenden Zeit gehört sie zu denen, die er im Auge behält und deren Geschichte er an uns weitergibt.
DER TOD ERZÄHLT
Der Erzähler des Buches ist der Tod, der aber nicht grausam und kalt ist, sondern einfühlsam, sanft und zutiefst interessiert an den Menschen. Und so vermittelt auch das gesamte Buch trotz des ernsten und traurigen Themas keinen düsteren Eindruck, vielmehr rührt es mit Wärme und Mitmenschlichkeit so sehr an, dass man an vielen Stellen gleichzeitig weinen und lächeln muss.
Als der Tod Liesels Bruder holt, sind die Kinder zusammen mit ihrer Mutter auf dem Weg zu ihrer neuen Pflegefamilie, die in einem Vorort von München lebt. Der Vater ist schon vor längerer Zeit verschwunden, die Mutter wird Liesel nie wieder sehen. Beide wurden verfolgt, weil sie Kommunisten waren.
DIE MENSCHEN
Liesels neue Eltern sind Hans und Rosa Hubermann, deren eigene Kinder schon erwachsen sind und in München leben. Die Familie lebt in ärmlichen Verhältnissen, tut aber alles, um dem Kind eine neue Heimat zu geben.
Rosa, die äußerlich rau und hart erscheint, liebt ihren Mann und schnell auch Liesel aus tiefstem Herzen. Auch wenn sie beide „Saumensch“ nennt und beschimpft, ist sie immer für sie da, um die alltäglichen Dinge des Lebens zu regeln. Sie verlangt auch nie etwas, was beide in Konflikte bringen würde und begreift, wann etwas so wichtig für sie ist, dass sie ihre normalen Regeln über Bord werfen muss. Als Hans schließlich einen Juden in ihrem Keller unterbringt, trägt sie auch diese Entscheidung wie selbstverständlich mit.
Hans Hubermann ist ein sanfter, einfühlsamer und liebevoller Mensch. Er redet wenig, auch nicht über seine Gefühle. Seine Handlungen sind aber stets eindeutig. So verbringt er über Jahre Nacht für Nacht am Bett der traumatisierten Liesel, weil diese immer wieder von Albträumen aufgeweckt wird. Er hilft den Nachbarn ohne Bezahlung zu verlangen und schließlich versteckt er einen Juden in seinem Keller.
Und dann ist da Max, der Jude. Er gewinnt mehr und mehr Bedeutung in Liesels Leben, obwohl er fast unbemerkt und passiv im Keller lebt. In ihm findet Liesel einen Menschen, mit dem sie über ihre Albträume sprechen kann. Es hilft ihr auch, dass da jemand ist, den das Leben und die Menschen noch schlechter behandelt haben als sie.
Weitere wichtige Menschen in Liesels Leben sind der Freund Rudi, dessen großes Vorbild der schwarze Läufer Jesse Owens ist, und der immer zu Liesel hält.
Und die Frau des Bürgermeisters, die viele Bücher besitzt und sich diese bereitwillig von Liesel stehlen lässt.
DIE BÜCHER
Und schließlich gibt es da noch die Bücher. Sie gewinnen für das Kind mehr und mehr Bedeutung, werden Fluchtmöglichkeit, Mittel zur Anerkennung durch andere und schließlich, als Liesel ihr Leben aufschreibt, auch ein Mittel, um die oft fehlenden Worte zu ersetzen.
Und so könnte für Liesel alles gut ausgehen, wenn da nicht der Krieg wäre und die Judenverfolgung und die Bombenangriffe…