Excrucior

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • , 2008, Titel: 'Excrucior', Originalausgabe

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
1 50 100

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

1 x 91-100
1 x 81-90
0 x 71-80
0 x 61-70
0 x 51-60
0 x 41-50
1 x 31-40
0 x 21-30
0 x 11-20
0 x 1-10
B:74
V:2
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":1,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":1,"84":0,"85":0,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":1}

Rom, Mitte des 1. Jahrhunderts v. Chr.

Der junge Anwalt Calvus erzählt über sein Leben - und über das seines Freundes, des Dichters Catullus.
Über den letzten gemeinsamen Abend der zwei im Kreise ihrer vermeintlichen Freunde. Über einen Mann, der über Leichen geht, um Politik zu machen. Über eine Frau, die in die Betten der Mächtigen steigt, um sie zu manipulieren. Über einen Freund vor Gericht, von seiner Geliebten des Hochverrats bezichtigt. Über einen Vater, der seine Loyalität zur Republik mit dem Leben bezahlt. Über einen jungen, unangepassten Dichter, der glaubt, die Liebe seines Lebens gefunden zu haben.
Und darüber, wie alles so weit kommen konnte...

 

Deine Meinung zu »Excrucior«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
20.12.2008 13:29:19
toma

Ich kann leider kein Latein, ausser ein paar Zitate für den
„Hausgebrauch“. Dass eines davon, nämlich „odi et amo“, (das ich aus der Carmina Burana kenne), von Catull ist, habe ich erst durch das Buch erfahren. An der Diskussion um „mich-dich“ kann ich mich daher nicht beteiligen, sondern meine Meinung, vielleicht gerade deshalb, ganz „vom Gefühl her“ ausdrücken.

Und GEFÜHLE hat „Excrucior“ wirklich sehr viele verschiedene in mir ausgelöst. Bevor ich es überhaupt in Händen hielt zunächst einmal Freude, denn ich habe es gewonnen ! Als es bei mir ankam war die Neugier so groß, dass ich am gleichen Tag noch zu lesen begann... UND : Ich konnte damit gar nicht mehr aufhören.

Auch ohne Lateinkenntnisse habe ich mich immer für die Antike interessiert, war im „alten“ Rom und in Ostia, habe auch Einiges darüber gelesen und Vieles davon in den Schilderungen des Autors wieder gefunden.
Um auch mal ein Klischee zu benutzen: Ich bin buchstäblich
„eingetaucht“ in die geschilderte Zeit, habe sie schmecken und riechen können und manche Szenen wirklich bildlich vor Augen gehabt.
Von Catull selbst habe ich eigentlich nicht mehr als den Namen gewusst. Cornelius Hartz „rekonstruiert“ sein Leben aus Schilderungen seiner Zeitgenossen, hauptsächlich aber an Hand seiner Gedichte.
Dieser Dichter kann für sich in Anspruch nehmen, als Erster in seinen Werken PERSÖNLICHE Gefühle zum Ausdruck gebracht zu haben, und diese Gefühle habe ich wirklich nachvollziehen oder sogar teilen können.

Über den Zeitraum von 2000 Jahren hinweg sind nämlich die Wünsche, Hoffnungen und Träume der Menschen GLEICH geblieben. JEDER ist doch auf der Suche, nach Glück, Erfolg, Anerkennung und LIEBE und Viele scheitern dabei und (emp)finden leider allzu oft das Gegenteil, und das entlädt sich dann in Spott, Hohn, Zynismus, Gewalt und Hass.

Das Buch hat mich sehr berührt. Es ist lehrreich und spannend, lustig und traurig, verstörend und „empörend“, eben zutiefst menschlich und wird mich wohl noch eine ganze Weile beschäftigen.

24.11.2008 16:15:58
Frauke Meyer

Da muss ich meinem vorredner doch widersprechen: banal finde ich eher, was "alter-Rom-krimi"-autoren wie Saylor oder Roberts schreiben. Ist eben kein krimi hier, sondern literatur. ;-)
Und: die abänderung von "dich" zu "mich" funktioniert in der lateinischen metrik sehr wohl, denn "excrucio" und "excrucior" hat die gleichen Positionslängen, und das "te" vor "excrucio" würde ja verschliffen zu einem "t'excrucio". Also, nix zu mäkeln hier! ;-)

23.11.2008 18:18:34
Erich Först

Als absoluter Fan von romanhafter Verarbeitung der römischen Antike habe ich mit leuchtenden Augen zu EXCRUCIOR gegriffen, da Titel und Sujet viel versprachen. Letztendlich aber war ich ziemlich enttäuscht über die stellenweise banale und auch zu belehrende Darstellung eines eigentlich faszinierenden Stoffes, z.B. die dramaturgisch überflüssige Fischteichbesitzer-Episode, insbesondere aber der Schluss: Die fingierte Änderung ("mich-dich") ist leider so aus dem Original nicht ableitbar, denn die ensprechende lateinische Form würde die Metrik und dadurch das "perfekte Gedicht" zerstören.
Fazit: ganz nett zu lesen, aber bei weitem kein Vergleich zu Steven Saylors Verarbeitung des Stoffes!

14.11.2008 10:35:44
Geli

Cornelius Hartz hat über die Hauptfigur, den Dichter Catull, promoviert und legt einen Roman vor, der in die Tiefe geht. Dabei wird sehr viel Wissen über diese Zeit vermittelt und ein interessantes Bild von Catull gemalt.
Abstriche muss ich trotzdem machen: Wer einen Zeitgenossen Catulls dessen Leben erzählen lässt, sollte spannende Szenen nicht mit ausführlichen Erläuterungen über Würfelspiele, Währungen, Standsunterschiede &c aufblasen. Das Problem hat Robert Graves gelöst, in dem er seinen Claudius die Geschichte über Jahrtausende hinweg erzählen ließ.
Ausserdem übertreibt der Autor gelegentlich mit den Klischees vom alten Rom. Da werden Sklaven mal eben so totgeschlagen und Sex ist DAS mittel der Politik. Das klingt mir dann doch zu sehr nach Edward Gibbons untergang des römischen Reichs........ ;-)
Ansonsten ein wirklich empfehlenswerter Roman, speziell wenn es um die Person des Dichters Catull geht, den ich zwar immer noch anders sehe. Aber ich kann Hartz Bild von Catull viel abgewinnen. Es wird Interesse geweckt, auch Catulls Gedichte zu lesen und das lohnt sich echt!!!!

01.11.2008 08:27:45
jogi

Hat mir sehr gut gefallen, da lobt man sich mal die Histo-Couch, dass man von Romanen erfährt, an denen man sonst glatt vorbeigerannt wäre....
Was ich besonders schön fand: Jedes Kapitel beginnt mit einem Gedicht von catull, die der Autor nue übersetzt hat, und die sich thematisch auf das Geschehen im Kapitel beziehen. Manche passen so gut, dass ich mich frage, was erst da war - kapitel oder Gedicht, Huhn oder Ei?

21.10.2008 13:03:01
Frauke Meyer

Sehr intelligente (!), spannende, emotionale und gut geschriebene Unterhaltung. Für ein Erstlingswerk sehr beachtlich. Ich kenne mich auch im alten Rom ganz gut aus (glaube ich), und finde das Buch sehr gut recherchiert - und man kann trotzdem viel neues entdecken. Ich würde gern mehr von Cornelius Hartz lesen.

07.10.2008 20:19:00
Konstanze Haußmann

Ein tolles Buch. Ich habe es geradezu verschlungen. Ich finde es auch sehr schön, dass man sich einmal nicht mit 800 Seiten plus abmühen muß - der Roman ist rasant und kurzweilig erzählt, geht aber trotzdem in die Tiefe, gerade bei der Charakterisierung der Figuren. Bei Romanen, die im Alten Rom spielen, habe ich oft das Gefühl, dass die Personen holzschnittartig bleiben, hier aber gar nicht. Es geht um große Gefühle - vor allem Liebe und Haß. Und um das, was uns Menschen heute, wie vor 200 Jahren, antreibt. Sehr empfehlenswert und glaubwürdig!