Die Legion des Raben

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • Lübbe, 2008, Titel: 'Die Legion des Raben', Originalausgabe

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73

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Carsten Jaehner
Antike Verschwörung mit Hängern

Buch-Rezension von Carsten Jaehner Jul 2008

Kurzgefasst:

Auf dem Heimweg vom Palast des Statthalters wird ein hoher Beamter ermordet. Der Verdacht fällt auf seinen Sklaven Hyacinthus - und damit droht nach römischen Recht allen Sklaven des Haushalts die Hinrichtung. Die junge Sklavin Invita stellt eigene Nachforschungen an. Sie stößt auf eine Verschwörung, die nicht nur ihr eigenes Leben, sondern die ganze Stadt Treveris in Gefahr bringt.

 

Im Jahr des Herrn 260 n. Chr. findet im Hause des Statthalters von Treveris, dem heutigen Trier, eine Feier zu dessen Geburtstag statt. Wer Rang und Namen hat ist da, und natürlich tummeln sich auch vielerlei Sklaven und Bedienstete auf dem Fest. Unter ihnen befindet sich auch die Sklavin Invita, die nicht immer unbedingt das tut, was man ihr sagt, und die auch eigentlich gar nicht auf dem Fest sein soll, aber trotzdem mal vorbeischaut.

Am Abend legt sie sich zu ihrem frisch zwangsvermählten Gatten Flavus, und beide wissen nicht recht etwas miteinander anzufangen. Sie werden gestört durch die Nachricht, dass einer der beiden Bürgermeister, Baetius Quigo, ermordet aufgefunden wurde und sein Sklave Hyacinthus der Mordes verdächtig festgenommen wurde. Die Familie des Baetiuis Quigo fordert nun nach altem Recht, dass nicht nur Hyacinthus, sondern alle Sklaven des Hauses hingerichtet werden sollen.

Hyacinthus beteuert seine Unschuld, und Invita macht sich auf, den wahren Mörder zu finden und so das Unrecht an den Sklaven zu verhindern. Dabei kommt ihr nicht nur ihr eigener Mann in die Quere, sie wird auch noch entführt und verwechselt. Und das ist nur der Beginn einer Flucht vor den Häschern einer groß angelegten Verschwörung, die mehr im Sinn haben, als sie je ahnen konnte.

Gut erklärtes Sklavenrecht

Schon zum zweiten Mal lässt Maria W. Peter die Sklavin Invita ein Verbrechen aufklären und schafft es dabei, ihre Hauptfigur weiter zu entwickeln. Mit wenigen Worten führt sie den Leser in das Trier des dritten Jahrhunderts ein, und die gewählte Ich-Perspektive von Invita schafft sofort eine intimere Nähe zum Geschehen. Das Verbrechen lässt auch nicht allzu lang auf sich warten, und so ist die Spannung erst einmal garantiert.

Hervorstechend ist in jedem Fall das gut recherchierte Sklavenrecht - wenn man es denn so nennen will. Gerade hieraus entwickelt sich ja Invitas Antrieb, dem Mordfall nachzugehen, und hier gibt es für den Leser einige interessante Aspekte aus der Römerzeit zu gewinnen. Über allem schwebt der Tod von Unschuldigen, auch wenn es "nur" Sklaven und daher nach römischem Recht nur "Sachen" sind und keine Menschen. In diesem Konflikt liegt eindeutig die Stärke der Erzählung.

Schwächen im Mittelteil

Die Entwicklung der Figuren zeigt sich am deutlichsten an Invita und ihrem Zwangsgemahl Flavus. Beide werden sich im Laufe der 399 Handlungsseiten besser kennen lernen und durch die Ereignisse enger aneinander geschweisst werden. Damit setzt sich ihr Weg aus dem ersten Teil "Fortunas Rache" fort, allerdings funktioniert "Die Legion des Raben" auch unabhängig davon.

Etwas unklar bleibt Invitas Herkunft, da muss man sich schon einiges zusammenreimen, wenn man den Vorroman nicht gelesen hat. Während ihrer Verfolgungsjagd im Mittelteil des Buches liegt denn auch der Fokus der Erzählung nicht so sehr auf dem Mordfall, sondern auf einer Begegnung mit ihrer Vergangenheit. Hier wird aus der Erzählung das Tempo herausgenommen, aber keine Fragen werden wirklich beantwortet. Das ist dann auch ein Bruch in der Erzählung, und etliches wiederholt sich, so dass die Spannung doch deutlich abfällt. Hier hätte man die Zügel doch anziehen können.

Lobenswerter Anhang

Die letztlich Auflösung kommt erst spät am Ende und steigert sich immer mehr, und das ganze Ausmaß der Verschwörung lässt dann auch den höchsten Beamten bei Invitas Verfehlungen alle Fünfe gerade sein lassen. Immerhin lassen das Ende und die Dinge um Invitas Vergangenheit noch viel Raum für weitere Abenteuer der Sklavin.

Sprachlich hätte man sich die Erzählung etwas antiquarischer gewünscht, hier geraten manche Formulierungen doch etwas zu modern. Einige Druckfehler im letzten Viertel des Buches fallen leider zu sehr auf. Lobend erwähnt werden müssen aber unbedingt der lesenswerte Anhang, in dem das Sklavenrecht noch einmal historisch aufgearbeitet wird, ein Glossar und zwei historische Karten, anhand derer man alles besser mitverfolgen kann. So bleibt ein Roman, der in der Mitte etwas abflacht, drumherum aber durchaus spannend und logisch konstruiert ist, und der einen schönen Einblick in das dritte Jahrhundert gibt. Und Invita darf gerne weiter ermitteln.

Die Legion des Raben

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Letzte Kommentare:
09.09.2017 17:19:21
AmberStClair

Mittlerweile darf Invita im Schreibbüro des Stadthalters schreiben um ihre Handschrift zu vervollkommen, denn sie soll später für die Tochter des Hauses deren Briefe schreiben. Als sie bei einem Festmahl einige auffällige Personen beobachtet, weiß sie noch nicht das sie bald mitten in einem Chaos von Intrigen und Mord steht.
Dies ist eine Geschichte von einer mutigen jungen Frau, in einer Zeit als die Römer die Herrschaft hatten. Beherzt forscht sie und muß dabei sehr gut auf passen, da es ihr eigentlich als Sklavin verboten ist rum zu schnüffeln und doch kommt sie auf ihrer liebenswürdigen und manchmal naiven Art weiter. Das macht Invita sympathisch und man mag sie sofort.
Auch hier wieder eine spannende gute Fortsetzung und man kam ein winziges Stück voran, wo Invita her kommt. Aber noch muß sie suchen wo ihre Wurzeln sind und wer sie wirklich ist. Man konnte sich wieder alles gut vorstellen, die Handliungen und auch die Begebenheiten. Der Schreibstil ist sehr schön und ich-Form gehalten, aus der Sicht von Invita. Auch hier hat die Autorin wieder gut recherchiert. Am Ende des Buches befindet sich ein Glossar was erklärt was die einzelnen Begriffe zu bedeuten haben. Sowie ein sehr interesantes Nachwort.
Mir persönlich hat auch das zweite Buch sehr gut gefallen und kann es empfehlen für all die Leser die historische Krimis mögen!

23.08.2017 16:35:56
venatrix

Die Geschichte der der neugierigen und belesenen Sklavin Invita geht weiter. Sie soll auf Anweisung ihres Herren, des Statthalters von Trier, mit dem alemannischen Sklaven Flavus eine Verbindung eingehen und für Sklavennachwuchs sorgen. Doch weder Invita noch der wortkargen Flavus sind über diese Anordnung erfreut, allerdings aus unterschiedlichen Gründen. Aber darüber braucht sie sich in der nächsten Zeit ohnehin keine Sorgen machen, da Flavus und Invita in eine bösartige Intrige hineingeraten.

Gaius Baetius Quigo, Gast beim Festbankett im Hause des Legaten wird trotz des Begleitschutzes seines Sklaven Hyacinthus, auf dem Heimweg ermordet. Sofort ist in der Familie klar, der Sklave ist der Täter, weil eben alla Sklaven Mörder sind. Als abschreckendes Beispiel, sollen alle Sklaven des Haushalts hingerichtet werden. An sich ist dieser archaische Brauch zu dieser Zeit nicht mehr üblich, gibt es zu wenig Sklaven. Doch Julia Baetia, die Witwe und ihr Sohn Publius bestehen darauf und drängen auf die Genehmigung des Statthalters zur Durchführung.

Als Invita von dem Verbrechen und den drohenden Folgen hört, beginnt sie heimlich nachzuforschen. Sie stellt die wichtigste Frage: Cui bono? Wem nützt der Tod des alten Baetius? Der Ehefrau? Dem machtgeilen Sohn?

Doch auch Flavus ist persönlich betroffen, leben doch seine Schwester und ihr Sohn als Sklaven im Haushalt des Mordopfers und sehen der unvermeidlichen Hinrichtung entgegen….

Was nun folgt, lest bitte selbst.

Meine Meinung:

Maria W. Peter hat uns wieder eine exzellent recherchierte Geschichte aus dem Römischen Reich des 3. Jahrhundert nach Christus geschenkt.

Durch die plastische Art des Schreibens, die vielen subtil verpackten historischen Details, entsteht ein farbiges Bild der Zeit und Lebensumstände. Z.B. Marcellas und Invitas Besuch in den Thermen.

Ein bisschen Humor kommt auch nicht zu kurz. Invita manövriert sich manchmal selbst beinahe ausweglose Situationen. Mehrmals geraten Invita und Flavus in akute Lebensgefahr. Doch schlau und gewitzt wie sie ist, nützt sie jeden Strohhalm um mehr über den Toten, seinen Haushalt und die seltsamen Umstände herauszufinden. Unterstützt wird sie diesmal von Flavus, auch wenn ihr das weder bewusst noch angenehm ist. Immerhin kocht der wortkarge Alemanne ja auch sein eigenes Süppchen.

Ich freue mich schon auf Band 3 („Der Schatz Salomos“). Ob es Invita und Flavus gelingt, ein ruhiges(?) Leben in Treveris zu führen?

Fazit:

Wieder ein fesselnder historischer Krimi, den ich verschlungen habe. Gerne gebe ich wieder 5 Sterne.

17.08.2017 11:50:34
Effie-das-Biest

Wie bei allen Büchern von Frau Peter hatte ich schnell das Gefühl, dass die Romanfigur ein Mitglied meiner Familie oder zumindest eine gute Freundin ist, mit der man das alles erlebt. Am Ende des Buches steht für mich der Hunger nach mehr.
Wie immer sind die historischen Fakten hervorragend recherchiert und romangerecht verpackt. Wer sich in der Römerzeit nicht auskennt, kann hier neben der spannenden Handlung auch noch lernen.
Hoffentlich hören wir bald wieder etwas von Invita.

05.08.2017 20:49:22
PMelittaM

Der Duumvir Baetius Quigo wird auf dem Heimweg von einer Feierlichkeit im Statthalterpalast ermordet, verdächtigt wird sein Sklave Hyacinthus. Baetius Sohn Publius verlangt, dass, nach altem römischen Recht, alle Sklaven seines Haushaltes hingerichtet werden. Nicht nur Invita, die sogleich Nachforschungen anstellt, ist davon entsetzt, sondern auch ihre Herrin Marcella, Tochter des Statthalters, die Invitas Ermittlungen unterstützt. Weniger unterstützt wird Invita von Flavus, dem Alemannen, der ebenfalls als Sklave im Statthalterpalast lebt, und der offenbar mehr weiß, als gut für ihn ist.

Der zweite Teil der Invita-Trilogie führt den Leser wieder ins römische Trier des 3. Jahrhunderts nach Christi. Invitas Stellung hat sich etwas gebessert, ihre Neugier allerdings nicht, und so unternimmt sie wieder allerlei, nicht immer kluge Dinge, um den Mordfall aufzulösen. Als Sklavin hat sie natürlich relativ wenige Möglichkeiten, tatsächlich zu ermitteln, kann sich aber immerhin relativ problemlos unter andere Sklaven mischen und diese aushorchen. Mit Marcellas Hilfe erhält sie zudem Zugang zu Orten, an die sie sonst nicht ohne weiteres gekommen wäre. Allerdings gerät sie dadurch auch in ungeahnte Gefahren, die dazuführen, dass sie Trier verlässt und andere Orte kennenlernt. Auf zwei Karten im Anhang kann der Leser Invitas Wege nachvollziehen.

Auch wenn Invita Einiges dazu beiträgt, dass der Fall am Ende gelöst wird, bleibt Vieles doch der Hilfe anderer oder auch dem Zufall überlassen. Das trübt den Lesegenuss aber nicht, der Roman ist spannend und Invita ist eine sympathische, etwas andere Ermittlerin, die man gerne begleitet. Die Auflösung ist zudem interessant und gut nachvollziehbar.

Der Roman liest sich sehr flüssig, erzählt wird humorvoll und spannend. Neben den Karten gibt es noch ein nützliches Glossar und ein interessantes Nachwort, in dem die Autorin einiges über das Leben jener Zeit in den germanischen Provinzen erzählt.

Ich wurde gut unterhalten und empfehle den Roman, wie auch den Vorgänger, gerne weiter. Man muss nicht unbedingt den Vorgängerroman gelesen haben, es erhöht jedoch den Lesegenuss. 80°

17.07.2017 22:19:42
Bettina Hertz

Die Legion des Raben
Autor: Maria W. Peter
Invita, die Sklavin des römischen Statthalters zu Trier lässt keine Möglichkeit aus, sich erneut in Schwierigkeiten zu bringen. Bei einem rauschenden Fest des Statthalters wurde auf dem Nachhauseweg ein hochrangiger Beamter überfallen und ermordet. Ein Schuldiger ist schnell gefunden: der Sklave Hyacinthus, der wie ein Wunder unverletzt blieb. Nach altem Recht sollen nun alle Sklaven des Haushaltes hingerichtet werden. Invita ist fest von der Unschuld Hyacinthus überzeugt und stellt eigene Nachforschungen an. Dabei gerät sie durch ihre selbstlose Art nicht nur einmal in Gefahr. Und irgendwie scheint Flavus, der alemannische Kriegsgefangene im Hause des Statthalters, in die Geschehnisse verwickelt zu sein, dem Invita auch noch als Geliebte versprochen wurde. Kann sie ihm trauen? Die Zeit drängt und sie kommen einem unglaublichen Verrat auf die Spur…
Die Legion des Raben aus der Feder von Maria W. Peter, ist der zweite Band aus der Invita- Reihe, der nach 2008 noch einmal neu über den Piper Verlag verlegt wurde. Es ist empfehlenswert, zuerst den ersten Teil, Fortunas Rache, zu lesen, um Invita von Anfang an kennenzulernen. Der Schreibstil ist sehr locker, lebendig und flüssig zu lesen. Durch die sehr schönen Orts- und Landschaftsbeschreibungen bis hin zu den einzelnen Gebäuden bekommt man eine geniale Sichtweise zu den Gegebenheiten vor Ort. Maria W. Peter schafft es wieder, einen hervorragenden Blick in diese Zeit – dem 3. Jahrhundert n. Christi - zu werfen. Wie schon im ersten Teil, wird die Geschichte aus der Sicht der Sklavin Invita erzählt, die mir wieder sehr ans Herz gewachsen ist. Gemeinsam mit ihrer Herrin Marcella, die für mich ebenfalls eine absolute Symphatieträgerin des Buches wurde, versucht sie, Hyacinthus Unschuld zu beweisen und lässt dabei wie gewohnt, keine Schwierigkeiten aus. Die Kombination aus Historie und Krimi ist hier wieder sehr gelungen, der Spannungsbogen baut sich von Anfang an auf und man kann das Buch kaum weglegen und wird am Ende mit einem spannenden Finale belohnt.
Optisch ist das Buch sehr ansprechend und Nachwort und Glossar bilden eine perfekte Ergänzung zum Roman und man sieht wieder, wieviel Mühe Maria W. Peter in ihre Recherche steckte und genau das liebe ich an ihren Büchern. Ich kann diesen zweiten Band mit der Hauptprotagonistin Invita absolut weiterempfehlen und vergebe fünf Sterne.

11.07.2017 09:01:17
xynovia

„ Die Legion des Raben“ von Maria W. Peter ist ein historischer Krimi der neu erschienenist im Juni 2017 im Piper Verlag. Die Erstaiuflage war im Jahr 2008.


Klappentext:
Invita, die Sklavin des römischen Statthalters zu Trier, steckt erneut in Schwierigkeiten – nicht nur, dass sie dem alemannischen Kriegsgefangenen Flavus als Geliebte versprochen wurde, jetzt versucht sie auch noch, den Mord an einem hochrangigen römischen Beamten aufzuklären. Auf dem Nachhauseweg von einem rauschenden Fest wurde der Mann heimtückisch ermordet. Ein Schuldiger ist schnell gefunden: der Sklave Hyacinthus, welcher ihn begleitete und wie durch ein Wunder unversehrt blieb. Nach altem Recht sollen nun alle Sklaven des Haushaltes hingerichtet werden. Invita stellt Nachforschungen an und findet sich schon bald in einem Geflecht aus Lügen und Intrigen wieder …

Meine Meinung:
Die Autorin Maria W. Peter hat mit ihrem neusten Werk „ Die Legion des Raben“ wieder ein Meisterstück geschaffen, welches ich sehr gerne gelesen haben. Ihre Schreibweise hat mich wieder sehr gefesselt, so das ich das Buch gar nicht zur Seite legen konnte.
Schon allein das Cover finde ich sehr schön gestaltet. Es ist auf der Vorderseite links eine junge Frau halb zu sehen, die sehr gut in die Zeit des 3. Jahrhunderts n. Chr. passt.
Aufgebaut ist der Roman in 22 Kapitel und wird ergänzt mit einem Nachwort, einem Glossar und zwei Karten. Das Glossar hat mir sehr gut gefallen, da einige Begriffe die im Laufe des Buches auftauchen erklärt werden. Auch hier zeigt sich das dieses Buch wieder im Vorfeld sehr gut recherchiert wurde, was sich beim Lesen auch bemerkbar macht. Gut gefallen haben mir auch die beiden Karten, die ich mir beim Lesen zwischendurch immer wieder einmal anschaute – damit konnte ich mir die Handlungsorte noch besser vorstellen.
Wie schon bereits erwähnt gefiel mir die Schreibweise wieder sehr gut. Zusammen mit dem Inhalt hat mich dieser historische Roman gefesselt, es wurde von Seite zu Seite immer aufregender und spannender. Ich fühlte mich direkt in die Zeit des 3. Jh. n. Ch. versetzt und fühlte mit der Protagonistin mit. Diese und die anderen Charaktere waren sehr gut beschrieben so das man schnell Sympathien und Asympathien empfand. Auch die Beschreibung der Handlungsorte mochte ich sehr – mit allem zusammen spürte man förmlich wie viel Zeit, Liebe und Herzblut in den Recherchen und in dem Roman selber stecken.
Inhaltlich begleitet man Invita, die Sklavin eines römischen Stadthalters. Sie ist sehr neugierig und hat ein sehr großes Herz. So verwunderte es mich nicht, das sie sich nach dem Mord auf die Suche nach dem wirklichen Mörder macht und den Verdächtigen noch retten möchte. Dabei geht es sehr spannend zu Sache und Invita begibt sich in große Gefahr... .

Mir hat dieses Buch extrem gut gefallen, so das ich es in nur wenigen Stunden gelesen habe. Von mir gibt es für diesen historischen Roman die volle Punktzahl und ich kann es nur wärmstens weiter empfehlen an alle mit Begeisterung für historische Romane.

29.06.2015 09:40:30
Areti

Inhalt:
Auf dem Heimweg vom Palast des Statthalters wird ein hoher Beamter ermordet. Der Verdacht fällt auf seinen Sklaven Hyacinthus - und damit droht nach römischen Recht allen Sklaven des Haushalts die Hinrichtung. Die junge Sklavin Invita stellt eigene Nachforschungen an. Sie stößt auf eine Verschwörung, die nicht nur ihr eigenes Leben, sondern die ganze Stadt Treveris in Gefahr bringt.

Meine Meinung:
Wie auch schon Band 1 "Fortunas Rache" ist auch "Die Legion des Raben" optisch wieder schön antik gestaltet, um in die richtige Stimmung zu kommen: Die Kapitel werden wieder mit römischen Ziffern und diesmal mit einem Bild eines Soldatenhelmes eingeleitet.
Dieses Buch ist sehr gut recherchiert, was man nicht nur daran merkt, dass am Ende in den Danksagungen etliche Doktoren und Professoren aufgeführt werden. Der historische Kontext kommt absolut stimmig rüber.

Wie auch schon im ersten Teil wird die Geschichte aus Sicht der Sklavin Invita in Ich-Erzählung geschildert, sodass man sich erneut gut in sie hinein versetzen, mit ihr mitfühlen und mitfiebern kann. Gemeinsam mit ihr kommt man den Geheimnissen und Intrigen Triers langsam auf die Schliche, wobei Invita sich immer wieder in große Gefahren begibt und man des Öfteren um ihr Leben Bangen muss.
Der Schreibstil gefiel mir auch hier wieder gut, denn er war so locker und leicht zu lesen und voller Spannung, dass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen in mich aufgesogen habe. Invitas Liebe zu den Schriften antiker Autoren - vor allem ihre Verehrung des Philosophen Seneca - wird auch in diesem Band wieder deutlich und es werden auch einige Zitate angeführt, auch wenn es leider nicht so ausgeprägt ist wie in Band 1. Dieser Band ist viel mehr ihrer Detektivarbeit gewidmet, was es aber durchaus noch spannender macht als den ersten Teil von Invitas Geschichte.
Auch das Christentum und die Umstände, in denen die Christen zu dieser Zeit unter römischer Herrschaft leben mussten, finden hier Beachtung; denn Invitas Herrin Marcella ist Christin.

Am Ende des Buches befindet sich ein vierseitiges Glossar mit den Erläuterungen zu einigen Begriffen, die in der Geschichte vorkamen. Zudem sind auch zwei Karten angeführt: Eine vom römischen Trier im 3. Jahrhundert nach Christus, wo die wichtigsten Orte der Geschichte eingezeichnet sind. Und eine Karte vom Weg der Reise, den Invita aufgrund ihrer Nachforschungen zu dem Mord beschreitet.

Fazit:
"Die Legion des Raben" ist noch spannender als Band 1, sehr gut recherchiert und auf alle Fälle lesenswert, besonders für Liebhaber der römischen Antike.

18.08.2009 21:35:45
Willi

Mir hat das Buch ausnehmend gut gefallen. Es ist mal nicht eins von diesen typischen Büchern von Frauen nur für Frauen. Das Teil sollte unbedingt auch von der Männerwelt gelesen werden. Die Handlung ist schlüssig, man/frau kann nicht schon nach zehn Seiten das Ende vorhersehen und für mich ganz wichtig: Das Buch wurde nicht sinnlos aufgeblasen! Leider habe ich zuletzt häufig Bücher gelesen bei denen das ganz massiv gemacht wurde. Hier nicht! Die Geschichte läuft durch und am Schluss denkt man/frau: "Schade, schon fertig!". So soll es sein!!

12.08.2009 14:42:13
Kirsten W. aus E.

Zu meinen Lieblingsbüchern gehören üblicherweise weder historische Romane noch Krimis, doch hier musste ich mich bereits zum zweiten Mal eines besseren belehren lassen. Nachdem mich schon der erste Band von Maria W. Peters historischen Romanen in den Bann gezogen hatte, ist es mir bei der "Legion des Raben" noch schwerer gefallen, das Buch vor dem "Zuendelesen" wieder aus der Hand zu legen. Abgesehen von der durchweg spannenden Handlung, die den Leser stets neugierig hält, gibt die Autorin vielerlei Einblicke in den römischen Alltag und in die damaligen Verhältnisse zwischen Herren und Sklaven. Fazit: Ein gelungener Roman, dessen Inhalt für jeden Geschmack etwas bietet, sogar wenn man sich ausschließlich für römisches Essen interessiert :-)
- bei solch hinterhältigen Verschwörungen kann von Langeweile keine Rede sein.

27.02.2009 15:14:16
Kerstin

Das Buch ist hervorragend recherchiert und führt in die Welt vor 2000 Jahren im römischen Trier ein. Dabei ist die Handlung überaus spannend erzählt und weist eine interessante Weiterentwicklung der Protagonisten gegenüber dem 1. Band auf. Damit stellt dieser Roman seinen Vorgänger sogar noch in den Schatten, zumal die Figurenkonstellation und deren Beziehungen zueinander geschickt gewählt sind.

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und freue mich auf den 3. Band.

10.01.2009 20:37:57
Monique

Die "Legion des Raben" ist ein gut recherchierter Krimi. Nicht nur, dass man sich die Orte plastisch vorstellen kann, man kann auch die soziale Gegebenheiten hautnah nachempfinden. Besonders gut hat mir wieder Invitas psychologische Entwicklung gefallen: ihre erste Liebe, freundschaftliche Annäherung an ihre Herrin, das Durchleben verschiedener Situationen (ihr Inkognito als Cornelia, der erste Geschmack von Freiheit). Spannend ist ihr Weg nach Trier zurück, auf dem sie von einer gefährlichen Situation in die nächste gerät. Der Leser tappt ziemlich lange im Dunkeln, was die Hintergründe des Verbrechens angeht und kann erst spät die letzten Fäden entwirren. Ein guter Krimi zeichnet sich meiner Meinung genau damit aus, seinem Leser Futter zu geben, aber nicht zu Anfang schon zu viel zu verraten.

23.12.2008 12:28:56
NR

Ich habe mich sehr gefreut, endlich zu erfahren, wie es mit Invita und Flavus weiter geht, die man ja schon aus Fortunas Rache kennt.
Dank der sehr gut ausgearbeiteten Geschichte, die einem neben der spannenden Krimihandlung weitere Hintergründe zu den Hauptfiguren bietet, fühlt man sich wirklich in das römische Trier zurück versetzt. Das Flair der römischen Stadt wird hervorragend dargestellt und man merkt, dass die Autorin gut recherchiert hat.

Meiner Meinung nach ist die "Legion des Raben" eine wirklich gelungene Forsetzung, die den ersten Teil der Reihe an Spannung und Gefühl noch deutlich übertrifft. Es macht Spaß das Buch zu lesen und ich kann es nur empfehlen.

Zeitpunkt.
Menschen, Schicksale und Ereignisse.

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