Unter dem Safranmond

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • Lübbe, 2008, Titel: 'Unter dem Safranmond', Originalausgabe

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Bettina Weiß
Die prachtvolle Welt des Orients und eine Liebe, die alle Zeiten überdauert

Buch-Rezension von Bettina Weiß Jun 2008

Kurzgefasst:

Oxford, 1853: Maya Greenwood träumt von einem Leben in der Ferne. Als ihr Bruder Jonathan, der in der britischen Armee in Indien dient, zum Heimaturlaub kommt, ist Maya wie gebannt von seinen Geschichten über die geheimnisvolle fremde Welt. Beim Abendessen mit einer Reisebekanntschaft ihres Bruders, dem Unteroffizier Ralph Garrett, verliebt sie sich auf den ersten Blick in den attraktiven Mann. Ihre Familie ist gegen die Verbindung, und so brennt Maya kurzentschlossen mit Ralph durch. Die Armee schickt Ralph allerdings nicht nach Indien zurück, sondern ins südwestliche Arabien. Als Maya in die Hände von Beduinen gerät, erlebt sie das wahre Arabien - und sie muss sich eingestehen, dass der Anführer der Wüstenkrieger, der charismatische Rashad al-Shaheen, auch ihr Herz gefangen hält ...

 

Ein Abenteuer beginnt im frostigen England im Jahr 1853, führt in die geheimnisvolle Welt des Orients und wird in einer pulsierende Metropole des 19. Jahrhunderts vollendet.

Ein gelebter Kindheitstraum

Maya Greenwood wächst als Tochter eines Professors für Alte Geschichte in Oxford auf. Sie ist umgeben von alten Büchern, den Studenten ihres Vaters, die regelmäßig ins Haus kommen und dem Wissen über fremde Kulturen und Länder, das sie magisch anzieht. Seit frühester Kindheit träumt sie davon, diese Länder zu bereisen und ihr Wissen zu erweitern.

Sie beginnt Arabisch zu lernen und sich mit den Alten Schriften zu beschäftigen. Mayas Lebenstraum scheint für eine junge Frau im England des 19. Jahrhunderts allerdings unerreichbar. Durch ihren Bruder, der in der britischen Armee in Indien dient, lernt Maya den Unteroffizier Ralph Garrett kennen und verliebt sich augenblicklich in ihn. Mit ihm scheint Mayas Traum doch wahr werden zu können. Allerdings ist ihre Familie gegen eine Verbindung mit Ralph ...

Der unbekannte Orient

Ralph wird schließlich nach Arabien versetzt, das Leben dort ist aufregend und für Maya sehr ungewohnt. Sie fühlt sich zunehmend unwohl und wird schließlich von Beduinen entführt und in die Wüste verschleppt. Nun erlebt Maya die erträumten Abenteuer der Kindheit auf ganz ungeahnte Weise. Sie durchquert die Wüste, lernt Wüstenvölker kennen und lebt in einem Fürstenpalast. Bei alledem wird sie von dem Wüstenkrieger Rashad begleitet, der für Maya eine zunehmend wichtige Rolle spielen wird. Wird sie ihren Weg gehen und das Glück finden, das sie sich erträumt?

Warme, liebevolle Sprache

Dieser Roman ist weit mehr als ein Liebesroman, er beschreibt sehr spannende Erlebnisse und die Abenteuer Mayas ziehen den Leser in ihren Bann. Die geheimnisvolle Welt Arabiens, mit der erlebnisreichen Reise durch die Wüste, den Palästen und Menschen wird in ganz warmer, liebevoller Sprache beschrieben und nimmt den Leser auf diese Reise mit. Die Protagonisten, allen voran Maya, werden sehr detailreich und mit Tiefe gezeichnet. Sie haben Facetten und Eigenarten, die sie menschlich und sympathisch machen. Schnell werden die Personen zu Vertrauten und ihr Schicksal nimmt den Leser gefangen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gelungen, die Sprache ist richtig schön und malt prachtvolle Bilder des Orients. Der Roman ist flüssig zu lesen, die Liebe zum Detail ist an vielen Stellen zu spüren. Die Sitten und Gebräuche, die auf der Reise und in den Palästen eine Rolle spielen, werden mit viel Empathie beschrieben und erklärt. Eingeschoben in den Text sind immer wieder Briefe an oder von Maya, die den Leser auf ganz besondere Weise an den Geschehnissen teilhaben lassen.

Eine wunderbare Geschichte über Träume zum Träumen

Insgesamt ist der Autorin ein wunderbarer Roman über die Liebe, fremde Länder und die eigenen Träume (und wie diese wahr werden können) gelungen. Dieser Roman vermag den Leser dermaßen in den Bann zu ziehen, dass Raum und Zeit verloren gehen und sich der Leser inmitten der Geschehnisse wähnt. Ein Buch, das Vorfreude auf die nächsten exotischen Orte und das Reisen in fremde Gefilde mit der Autorin weckt.

Unter dem Safranmond

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Letzte Kommentare:
12.09.2013 09:08:11
LettersFromJuliet

Inhalt

Oxford, 1853. Maya Greenwood schreibt seit ihrer Kindheit Richard immer wieder Briefe und er berichtet ihr von seinen vielen Reisen. Sie träumt davon ihn eines Tages zu heiraten, bis ihr Bruder Jonathan mit seinem Freund Ralph aus Indien zurückkehrt. Ein Augenblick genügt und Maya und Ralph wissen, dass sie füreinander bestimmt sind. Nach dem Maya’s Eltern gegen eine Hochzeit sind, brennen die Beiden durch und heiraten in Schottland, dadurch bekommt Ralph allerdings von der britischen Armee einen Strafposten in Aden zugeteilt. Maya kann nicht mehr zurück zu ihrer Familie und beschließt mit ihm mitzukommen, was sie sehr spannend findet, da sie gerne Reisen möchte. Bald lernt sie jedoch mehr kennen von Arabien kennen, als sie eigentlich geplant hatte, denn sie wird von Kriegern entführt.

Meine Meinung

Nach dem ich „Der Himmel über Darjeeling“ von der Autorin gelesen habe, habe ich mich schon sehr auf diesen Roman gefreut und ich wurde wieder nicht enttäuscht.
Allerdings muss ich direkt dazu sagen, dass er an ein paar Stellen etwas langatmig ist, was aber bei den meisten historischen Büchern der Fall ist. Oft sind dann die Beschreibungen der Umgebung zu ausschweifend, was jedoch einfach dazu gehört. Außerdem ist die Sprache etwas anspruchsvoller und man kommt deswegen nicht so schnell voran.
Die Autorin schafft es mit ihren Beschreibungen, dass man ganz in die farbenfrohe Welt Arabiens eintauchen kann. Außerdem hat sie viele arabische Wörter benutzt (die natürlich übersetzt werden), was die Geschichte noch lebhafter macht und ich wäre danach gerne selber nach Arabien gereist.
Maya ist für die damalige Zeit eine zu wissbegierige und tolerante Frau. Sie lernt in England arabisch, was damals als Frau undenkbar gewesen wäre, aber ihr Vater unterstützt sie in ihrem Lerneifer. Für sie ist Arabien ein großes Abenteuer und ihr gefällt die Kultur sehr gut, wodurch sie natürlich in ihren Kreisen aneckt. Insgesamt gefällt mir ihr Charakter sehr gut und ich finde sie sehr mutig.
Ralph hingegen konnte ich von Anfang an nicht leiden, er war mir direkt unsympathisch und wenn er auch von außen einen sehr männlichen Eindruck macht (der Körper eines Lieutenants), so hat er einen schwachen Charakter.
Im Gegensatz zu Raschad. An dieser Stelle möchte ich aber nicht zu viel über ihn sagen, um nichts vorweg zu nehmen. Trotzdem muss ich erwähnen, dass ich ihn sehr gerne kennen lernen würde, da er etwas männlich Verwegenes ausstrahlt.
Insgesamt ein sehr schönes Buch, vor allem für Leute, die historische Bücher und Arabien lieben. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, mal wieder in eine andere Kultur einzutauchen und ich freue mich schon auf die anderen Bücher von Nicole C. Vosseler.

02.08.2012 17:08:59
hopelive

Ich finde die Geschichte fantastisch. Maya die Engländerin, die von klein auf wissbegierig ist, ein so komplettes gegenteil ihrer Schwester Angelina ist und die auf vielen umwegen schließlich doch glücklich wird. Ich finde es toll wie das Buch immer wieder eine mehr oder weniger überraschende Wendung mit. WIe sie immer wieder glaubt die große Liebe gefunden zu haben, getrennt von dieser wird und am ende doch immer wieder ein wiedersehen folgt. Ich finde das das Buch auf einigen Seiten die Spannung ein wenig verliert, weil auf diesen Seiten viel zu viel über das tolle Land geschrieben wird. Doch der versuch die Fakten aus dieser Zeit in eine gefühl volle Geschichte zu verpacken ist auf jeden fall gelungen! :)

27.08.2010 14:29:27
Diane

ich habe das Buch mit Begeisterung gelesen und die Augen sind nicht nur einmal feucht geworden. Es ist wirklich sehr schön, ein traumhafte Kulisse, eine schöne Geschichte.
Maya ist eine wunderbare Hauptperson, deren Charakter man einfach mögen muß. Die Kindheit in England - aufgewachsen im Professorenhaushalt - mit allen Vorbehalten, die es damals für Frauen gab. Sie brennt mit ihrer vermeintlichen Liebe durch, der daraufhin strafversetzt wird nach Indien. Am Ende, bzw. im nachhinein ein wunderbares Jahr für Sie. Trotz vieler Schicksalsschläge. Was mir nicht so gefällt ist das wirklich schnelle Ende ds Buches - plötzlich und unvorbereitet und schon im nächsten Kapitel ist es 20 Jahre später. Schade. Gerne hätte ich mehr über die Begegnung Mayas Eltern oder Anglina mit dem neuen Leben von Maya erfahren.