Mönche, Meuchler, Minnesänger

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • , 2007, Titel: 'Mönche, Meuchler, Minnesänger', Originalausgabe

Couch-Wertung:

75

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
1 50 100

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

0 x 91-100
1 x 81-90
0 x 71-80
0 x 61-70
0 x 51-60
0 x 41-50
0 x 31-40
0 x 21-30
0 x 11-20
0 x 1-10
B:86
V:0
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":0,"86":1,"87":0,"88":0,"89":0,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":0}
Jörg Kijanski
Ansprechender Genre-Mix für Kurzgeschichten- und Mittelalterfans

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Apr 2008

Kurzgefasst:

Zwölf Autoren präsentieren zwölf Kurzgeschichten, genauer gesagt, zwölf Krimis aus dem MIttelalter. Tanja Kinkel, Dagmar Trodler, Titus Müller, Eric Walz, Kirsten Schützhofer, Belinda Rodik, Peter Erfurt, Petra Balzer de Garcia, Walter Laufenberg, Dieter Hermann Schmitz, Ruben Wickenhäuser und der Herausgeber selbst, Günter Krieger, haben Beiträge für die kurzweilige Anthologie verfasst.

 

Die im Bookspot Verlag erschienene und von Günter Krieger herausgegebene Sammlung von ";Kurzkrimis aus dem Mittelalter" präsentiert auf rund 210 Seiten insgesamt zwölf Geschichten (jeweils zwischen zehn und 30 Seiten lang) von mehr oder weniger bekannten Autorinnen und Autoren historischer Romane. Im Einzelnen sieht das Ganze dann so aus: 

Dagmar Trodler: ";Die Bilsenmarie"
In dem Wirtshaus ";Zum goldenen Teich" verschwinden nach und nach zahlungskräftige Gäste. Als die Dienstmagd Agnes ahnt, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, kommt ihr eine Idee... 

Peter Erfurt: ";Arthurs letzte Liebe"
König John, Bruder von Richard Löwenherz, hält seinen Neffen Arthur, den Herzog der Bretagne, bei Rouen in einem Turm gefangen. Dort kommen sich Arthur und die Magd Marie eines Tages näher. Am nächsten Tag ist Arthur tot, angeblich ist er von dem Turm gesprungen. So geraten Marie und ihr neun Monate später geborener Sohn Henry ungewollt in die Auseinandersetzungen zwischen England und Frankreich... 

Dieter H. Schmitz: ";Tot seit tausend Jahren"
Im Jahr 999 kommt Gotthelf, der Bruder des Schmieds Alboin, völlig verstört von einem Ausflug zurück. Er sei in eine Erdspalte gefallen und habe dort dem Ende der Welt, welches die Kirche für das Jahr Eintausend allenthalben voraussagt, ins Auge gesehen. Alboin macht sich prompt auf die Suche... 

Belinda Rodik: ";Des Teufels Rezepturen"
Der Seifensieder Medardus entdeckt eine geradezu teuflische Rezeptur zur Herstellung edler Seifen. Denn nicht tierisches Talg oder Olivenöl, sondern menschliches Fett ist besonders geeignet. Wenig später ist der übergewichtige Goldschmied verschwunden... 

Petra Balzer de Garcia: ";Der süße Duft des Todes"
Der Messerschmied Theobald Geiger wurde ermordet, seine rechte Hand abgetrennt. Kurz darauf befindet Ritter Rindfleisch die Juden des Mordes für schuldig, worauf der Mob blutige Rache nimmt. Als der Lehrling Geigers den gleichen Tod erleiden muss, macht sich der Vogt Mangold von Farrenbach auf die Suche nach dem wahren Mörder... 

Eric Walz: ";Die achte Konkubine"
Die Frau des Burgherrn, des Ritters vom Berg, ist trotz einiger Nebenfrauen glücklich mit ihrem Mann verheiratet. Dies ändert sich jedoch augenblicklich mit der Ankunft der fremdartigen Semele, die sich als ";achte Konkubine" immer mehr auf der Burg ausbreitet. Als die Amme der Burgfrau stirbt, ahnt diese, dass auch ihr eigenes Ende naht... 

Titus Müller: ";Die Räuber"
Ein verletzter Räuber rettet sich in eine Kirche, in der er den Priester bedroht und seinen Gedanken nachhängt... 

Tanja Kinkel: ";Königsopfer"
Beatrix, Tochter des letzten Stauferkönigs, soll den Welfenkönig heiraten als Preis für den Frieden zwischen beiden Seiten. Doch kann sie sicher sein, dass der Welfe nicht ihren Vater umgebracht hat... 

Ruben Wickenhäuser: ";Hakon Jarls Ende"
Hakon Jarl ist einer der mächtigsten Männer der Fjorde, hat allerdings auch ebenso mächtige Feinde. Der Vorwurf, er würde sich sogar an den Frauen seiner eigenen Gefolgsleute vergehen, reicht aus, um ihn den Krieg zu erklären. Doch Hakon ist sich seiner Übermacht sicher. Zu sicher, wie sich bald zeigt... 

Günter Krieger: ";Schlachtfest auf dem Lechfeld"
Am 11. August 955, am Morgen nach der Schlacht im Lechfeld, in der König Otto den ungarischen König Pilszi geschlagen hat, trauert ein junger Bursche um seinen toten Herrn Graf Dietbald, den Bruder des Bischofs. Doch dieser soll nicht durch einen Ungarn getötet worden sein... 

Kirsten Schützhofer: ";Die Maikönigin"
Melissende de Gauvain findet eines Morgens ihren Gemahl tot in dessen Zimmer auf. Sollte ihr Mann, der für den König die Genießbarkeit der Fischlieferungen prüft, womöglich einer Fischvergiftung zum Opfer gefallen sein? Am nächsten Morgen soll Melissende wegen Mordes verhaftet werden... 

Walter Laufenberg: ";Der zweimal verschenkte Prinz"
Prinz Dschem, Sohn des verstorbenen Sultans des Osmanischen Reiches, ist zu Gast beim französischen König Karl VIII., wo er von einem türkischen und einem griechischen Koch bestens bewirtet wird. Doch Dschem hat eine Vorgeschichte, bei der er nur knapp dem Tod entkam. Pech für ihn, dass seine Köche ebenfalls eine ";Vorgeschichte" haben...

Kurzweiliger Lesespaß mit teilweise überraschenden Wendungen

Wie bei Kurzgeschichten nicht ganz vermeidbar, gelingt es auch hier nicht immer auf so wenigen Seiten eine entsprechende Mittelalteratmosphäre aufzubauen. Dennoch sind die Geschichten überwiegend sehr kurzweilig (lediglich Tanja Kinkel und Ruben Wickenhäuser verlangen deutlich zu viel Aufmerksamkeit von ihren Lesern) und bieten zum Teil recht überraschende Wendungen auf.

Das Buch eignet sich hervorragend für all jene, die nicht immer Zeit und/oder Lust haben die üblichen ";dicken Schmöker", die genretypischen fetten Historienschinken zu lesen oder für Leute, die zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit oder als Bettlektüre noch einmal kurz in eine andere Zeit abtauchen wollen. Am Ende des Büchleins runden Informationen über die mitwirkenden Autorinnen und Autoren den positiven Gesamteindruck stimmig ab.

Mönche, Meuchler, Minnesänger

Mönche, Meuchler, Minnesänger

Deine Meinung zu »Mönche, Meuchler, Minnesänger«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
Schreibe den ersten Kommentar zu diesem Buch.