Kryptum

Erschienen: Januar 2006

Bibliographische Angaben

  • dtv, 2005, Titel: 'La Llave Maestra', Originalausgabe

Couch-Wertung:

85

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Elke Röhrig
Eine Mischung aus historischem Abenteuer-Roman und Mystery-Thriller 

Buch-Rezension von Elke Röhrig Apr 2008

Kurzgefasst:

Tief unter der spanischen Stadt Antigua schlummert ein Geheimnis, das die Zeiten überdauert hat. Was kann es sein, das die Schicksale einer spanischen Wissenschaftlerin, eines New Yorker Kryptologen und eines Geheimkurieres aus dem Andalusien des 16. Jahrhunderts miteinander verbindet? Wo liegt die geheime Verbindung zwischen dem alten, legendenumwobenen Antigua, Jerusalem, Mekka und Mesopotamien? Und warum bieten zwei mächtige Geheimdienste alles auf, um an dieses Geheimnis zu gelangen?

Anno Domini 1582. Im Alkazar wartet Raimundo Randa auf seinen Inquisitionsprozeß. Hinter ihm liegt eine lange Reise voller Gefahren und Abenteuer. Mehr als einmal hat er seine Identität und sogar seinen Glauben gewechselt, um dem Geheimnis auf die Spur gekommen. Dem Geheimnis um ein mit kryptischen Zeichen beschriftetes Pergament. Ein Pergament, das, in 12 Fragmente geteilt, von 12 jüdischen Familien über die Jahrhunderte hinweg gehütet worden ist. Von ihm geht eine mysteriöse Macht aus, die noch viel, viel weiter in die Vergangenheit zurückreicht ...

Über 400 Jahre später verschwindet die amerikanische Wissenschaftlerin Sara Toledano spurlos in Antigua. Hat sie den Schlüssel zum Geheimnis ihrer Vorfahren gefunden, nach dem sie ein halbes Leben lang gesucht hat? Die vier Fragmente des Pergaments, die sie kurz zuvor ihrem engsten Mitarbeiter David Calderón geschickt hat, deuten ganz darauf hin. Aber wo ist sie? In größter Sorge um ihr Leben macht sich der Kryptologe daran, die geheime Botschaft zu entschlüsseln. Doch Calderón ist nicht der einzige, der diesen Code aus uralter Zeit knacken will. Er hat einen gewaltigen Gegenspieler: die NSA, der mächtigste Geheimdienst der Welt.

 

1582 wartet Raimundo Randa im Kerker auf seinen Inquisitionsprozess. Noch wenige Tage verbleiben ihm, währenddessen ihn seine Tochter besuchen darf. Diese Zeit nutzt er, um ihr und uns seine Geschichte zu erzählen...

Im 16. Jahrhundert...

Vor vielen Jahren, als seine Familie noch den Palast neben der Casa de la Estanca in Antigua bewohnt, wächst Raimundo Randa, der damals noch Diego de Castro hieß, zusammen mit einem Sklaven namens Ishaq ben al-Kundhur auf. Eines Tages jedoch überfallen bewaffnete Soldaten die Festung und töten alle bis auf Diego, der sich in einer Zisterne versteckt hält, und Ishaq.

Seitdem ist Diego auf der Flucht. Mehr als einmal muss er seinen Namen und sogar seinen Glauben wechseln, gerät selbst in die Sklaverei und wird mit Aufgaben betraut, die sich um ein Geheimnis ranken. Er bereist viele Länder und gerät in so manch schwierige Situation, bis er schließlich nach jahrelanger Suche wieder in der Heimat eintrifft...

... und heute

Über 400 Jahre später geschehen seltsame Dinge in Antigua. Eine amerikanische Wissenschaftlerin verschwindet spurlos, der Papst beginnt mitten in einer Rede auf der Plaza Mayor unverständliche Silben zu brabbeln, die Erde bricht auf und ein tiefer Krater entsteht. Um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, macht sich der Kryptologe David Calderón auf die Suche und scheint dem NSA ein Dorn im Auge zu sein...

Was lange wärt, wird wirklich gut

Der in Salamanca geborene Autor Agustín Sanchez Vidal hat 10 Jahre lang an diesem Roman gearbeitet, den er selbst mehr als Abenteuer-Roman wie ";Indianer Jones" oder Bücher von Jules Verne oder H.G. Wells sieht als historisch. Und das ist auch nicht sehr verwunderlich, denn der Leser mag ebenfalls oft an eben diese Bücher erinnert werden, während er durchaus historischen Persönlichkeiten begegnet wie Juanelo Turriano, welcher das berühmte arificio de Juanelo in Toledo schuf, die Kalifen al-Walid I. und al-Hakam II., Karl V., Philipp II., den Baumeister Juan de Herrera und den Theologen Benito Arias Montano.

Doch diesen Roman macht mehr aus als nur der historische Hintergrund. Auf der Suche nach einem Geheimnis, das 12 Fragmente eines Pergaments enthalten, die über Jahrhunderte hinweg von 12 jüdischen Familien gehütet worden sind, erleben die Protagonisten Abenteuer über Abenteuer. Der Informationsfluss ist meist so dicht, dass es unmöglich scheint, diesen Wälzer in einem Rutsch durchzulesen. Spannung wird garantiert von der ersten bis zur letzten Minute, wenn man sich die Mühe macht, wirklich sehr konzentriert zu lesen. Für Querleser ist dieser Roman sicherlich nicht geeignet. Von vielen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Studien durchzogen, aber dennoch fantastisch und mystisch zugleich bietet dieses Buch eine geballte Ladung Lesegenuss.

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Letzte Kommentare:
02.09.2019 18:35:37
Sugram Gidnil

Ich kann mich den hier eingestellten Kritiken nur anschließen. Ich habe mir das Buch vorgenommen, weil ich wegen meiner Chemo Therapie sowieso Zeit hatte und ich mich darauf gefreut habe diesen Roman zeitnah zu Ende zu bringen. Entweder lag es an der mangelnden Konzentration aufgrund meiner Krankheit, oder an der Handlung mit den vielen Protagonisten, ich musste Teilweise ganze Abschnitte doppelt lesen, weil ich nicht wusste was mir der Autor sagen wollte.
Es kam mir manchmal so vor wie eine Geschichtsvorlesung, bei der der Professor versucht hat, eine Spannung zu erzeugen, damit die Studenten nicht einschlafen.
Das ist ihm soweit auch gelungen, leider war der Schluss, oder besser gesagt das Ende des Romans, enttäuschend schwach. Ich habe die letzten Seiten drei Mal gelesen und immer noch nicht verstanden was der Autor dem Leser sagen wollte.
Er lässt den Leser schlichtweg mit vielen offenen Fragen zurück.
Ein Daniel Wolf bekommt das besser hin.

23.12.2015 15:56:43
Fritz

Dieses Buch ist eher etwas für den anspruchsvollen Leser, nicht einfach so zum runterlesen, sondern Mitdenken ist unerlässlich.
Manchmal etwas langatmig, jedoch durch die Handlung und Tiefe der Thematik fesselt es immer wieder aufs neue.
Meiner Ansicht nach besser als mancher Bestseller bekannter Autoren man lediglich liest.

15.04.2015 03:02:11
momo

Für Querleser durchaus geeignet!
atemlos spannende Mischung , die mit dem Verschwinden einer Protagonistin beginnt, die Suche nach ihr umrahmt eine sehr komplexe vielschichtige Geschichte, in der sich die Suche nach DEM Geheimnis eines Schattens (R.Randa) der Vergangenheit mit seinem ganzen Lebensweg wie Teppichfaden mit den gefährlichen Wegen des Mitarbeiters und Tochter der Verschwundenen verweben....mit Gedanken zu den Ursprung der Welt, Ursprache, Einheit ....Religionen, Themen der Geschichte, Erfindungen der Vergangenheit und Gegenwart....aber auch zu luciden Träumen, Kalligraphie, Generationsfotographie, Verschlüsselungen...
Wahnsinnig spannend!!!
(den Schluß fand ich leider etwas schwach)
Viele sehr interessante Gedanken!

25.02.2013 19:34:53
lookbehindyou

Ich muss jetzt einfach was schreiben, weil mich das Buch nach über 2 Jahren immer noch aufregt und mich stört, dass es hier total überbewertet ist mit 93 Punkten. Das ist das schlimmste Buch, was ich je in den Händen hatte und ich ärgere mich heute noch über die verschwendete Zeit bis Seite 80.
Leider stellte ich fest, dass das Buch zu verkaufen auch nichts bringt, weil die Bewertungen bei Amazon ehrlicher sind. Da sind durchschnittlich 2 1/2 Sterne noch geschmeichelt!
Wer es gerne geschenkt haben möchte, schreibe mich bitte an.

26.06.2012 11:33:31
Hagane-Kotetsu

Was bedeutet/bewirkt das geheimnisvolle babylonische Gebabbel?
Warum vermischen sich Raum und Zeit?
Wie funktioniert ein geheimes NSA-Forschungsprojekt?
Was hat die Universalsprache mit dem spanischen König zu tun?
Lauter interessante Ideen, die der Autor aber nicht zufrieden stellend erklärt oder in einen vernünftigen Kontext setzt.
Ein Jahrzehnt Schaffenszeit hat Agustin Sanchez Vidal, Kunstprofessor aus Saragossa, für diesen schleppenden Roman aufgewendet. Tolkien, Literaturprofessor aus Oxford, schuf in ähnlichen Zeitintervallen unvergleichbare Meisterwerke.
Worin liegt der qualitative Unterschied?
An der komplexen-mystischen Grundidee, den historischen Verästelungen, der Vielzahl der Charaktere? Nein! All das hat Vidal gut gewählt. Die Mängel liegen in der schriftstellerischen Umsetzung. "Kryptum" ist ohne Witz, die Protagonisten bleiben schablonenhaft und das Thema 'Etemenanki' wird oft angespielt, aber nicht zu Ende komponiert. Im Nachwort gibt der Autor zu, dass er all seine spannenden Ideen irgendwo abgekupfert hat - kein Wunder, dass er sie nicht wirklich erklären kann. Er begründet das aber damit, dass man das Buch ohnehin eher im Stil einer Abenteuergeschichte à la "Indiana Jones" lesen soll, in der exakte wissenschaftliche Erklärungen ebenso ausbleiben.
In der Tat ist die Beschreibung der Irrfahrt des Protagonisten durch die farbenprächtige Welt des Mittelmeers im 16. Jahrhundert schön zu lesen. Der Autor malt auch mit Liebe zum Detail die Planung einer spanischen fiktiven Renaissance-Stadt nach Vorbild Toledos. Warum bezeichnet er die Stadt dann nicht auch Toledo, sondern erfindet einen neuen Namen?
Etwas zur Versöhnung der Leser tragen die zahlreichen über das Buch verstreuten Abbildungen kryptischer Symbole bei. Die Idee, fraktale Geometrie als Schrift der Evolution anzusehen, ist interessant. Ansonst zieht "Kryptum" - mit Nebenhandlungsballast beladen - schwerfällig wie eine Karawane in der Wüste von Kapitel zu Kapitel. Spannung bleibt leider als Fata Morgana auf der Strecke.
Ich habe beim Lesen des ganzen 750-Seiten-Buches auf den großen Knall gewartet, die tolle "Aha"-Auflösung, doch sie blieb leider aus, deswegen meine Gesamtwertung 74 Grad!

18.12.2010 14:47:01
Stefan

Habe das Buch gelesen und war vollkommen gefesselt. Es war manchmal etwas schwierig der Handlung zu folgen. Erzählerisch war es nicht schlecht aber etwas langatmig. Viel historisches aber dennoch auch Spannend. Erst beim letzten drittel des Buches war es etwas verständlicher. Jedoch konnte mich der Autor Vidal bei Laune halten.
Rundherum nicht schlecht!

12.07.2009 18:54:23
Cliff

Ich habe gerade das Buch beendet und es geht mir ähnlich wie "muprl" von MItte Februar: teilweise kam ich nur mit Disziplin voran. Es lag bei mir aber mehr an dem Auf und Ab der erzählerischen Qualität.
Viele Strecken lang ist der Roman einfach spannend, anregend geheimnisvoll und der historische Hintergrund kenntnissreich, farbig, aber nicht zu schwelgerisch ausgemalt. Das Personal geriet mir aber irgendwann zu unübersichtlich, die Namen zu ähnlich; schlimmer fand ich jedoch das Schematische an den Figuren. Man erkennt oft zu deutlich das Skelett der Konzeption, die dann inspiriationslos "durchgeschoben" wird, mit zu vielen Erklärungen und sinnlosen Fragen zwischen Leuten, die nur dazu dienen, zu lange Monologe zu unterbrechen und nur den Anschein von Handlung erwecken.
Vidal hat den Bogen zu weit gespannt und nicht mehr vollständig in den Griff bekommen.
AABER: Vidal hat es doch geschafft, mich bei der Stange zu halten und mich über die erzählerisch leeren Strecken zu hangeln. Insgesamt wird man mit einem reichhaltigen historischen Darstellung, spannenden Situationen und auch ein paar Figuren (mehr aus dem reichhaltigen Personal der Nebenfiguren) belohnt, die einen berühren.

15.02.2009 20:40:57
muprl

Der Stil von Vidal ist nicht gerade eingängig, die Figuren sind gut gezeichnet, man kommt recht schwer voran. Bis dahin würde ich noch sagen: Kann man lesen, muss man aber nicht.
Was aber den deutlichen AUsschlag ins Negative gibt, ist die ziemlich abstruse und höllisch verwickelte Handlung. Ich konnte wirklich nicht ganz folgen, auch wenn ich eigentlich eine Leidenschaft für komplizierte Handlunge hege, konnte ich mich hiermit nicht anfreunden.