Der lange Weg

Erschienen: Januar 2006

Bibliographische Angaben

  • Knaus, 2005, Titel: 'Three Day Road', Originalausgabe

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Zwei junge Cree-Indianer verlassen ihre Heimat in Nordkanada und ziehen aus Abenteuerlust in den Ersten Weltkrieg. In den Schützengräben Flanderns erleben sie den Zusammenprall zwischen der Kultur ihrer Ahnen und der zerstörerischen Welt der Weißen - eine Erfahrung, die beide Männer für immer verändert.

Als die Nachricht endlich kommt, macht sich die alte Cree-Indianerin Niska auf den Weg - aus der Stille der Wälder in die beängstigend laute Stadt. Am Bahnhof wartet sie tagelang, dann steigt ein junger Mann mit einem alten Gesicht aus dem Zug: ihr Neffe Xavier. Vor Monaten zog er mit seinem Freund Elijah in den Ersten Weltkrieg. Nun kehrt er als Krüppel zurück. Doch bei allem Glück, ihn wiederzuhaben, spürt Niska, dass Xavier nicht wirklich dem Tod entronnen ist. Mit dem Kanu machen sie sich auf den Weg zurück in die Wälder. Und während Xavier im gleichmäßigen Rhythmus der Paddel von den quälenden Bildern des Krieges nicht loskommt, erzählt Niska, um ihn ins Leben zurückzuholen. Sie erzählt von ihrem Vater, dem Schamanen ihres Stammes, und von seinem düsteren Vermächtnis. Sie malt für ihn die Bilder ihrer Kindheit und lässt die uralten Traditionen der Cree lebendig werden. Ihre Worte prallen in Xaviers Kopf auf das Grauen der Schlachtfelder, das ihn mit namenloser Angst erfüllt. Er sieht wieder seinen Freund Elijah, mit dem er durchs Niemandsland zwischen den Fronten schleicht, hört das Donnern der Kanonen, riecht noch einmal den Geruch des Todes. Xaviers letzte Reise flussaufwärts in das Gebiet seiner Ahnen dauert drei Tage. Es ist ein langer Abschied - von Vergangenheit und Zukunft.

 

Der lange Weg

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Letzte Kommentare:
07.04.2009 17:00:01
tassieteufel

Xavier und Elijah, zwei junge Cree-Indianer, verlassen die kanadischen Wälder und ziehen aus Abenteuerlust in den ersten Weltkrieg. Schon bald stecken sie in Flandern inmitten eines Infernos, das zu ihrer Heimat und ihrer Lebensweise kaum gegensätzlicher sein könnte. Beide tun sich als Scharfschützen hervor und ziehen oft tagelang durch das Niemandsland, um feindliche Scharfschützen auszuschalten, doch während Xavier zunehmend Widerwillen an dem empfindet was er tut, wird Elija morphiumsüchtig und mutiert zum brutalen Schlächter.
Lange hat mich kein Buch mehr so beeindruckt und berührt wie dieses, die Geschichte, die in 2 Erzählsträngen abläuft beginnt mit Xaviers Rückkehr aus Europa. Der junge Indianer, körperlich schwer verletzt und seelisch gebrochen, ist mehr tot als lebendig und die schrecklichen Erlebnisse im Krieg holen ihn immer wieder in Rückblicken ein. Seine Tante, die ihn in die heimatlichen Wälder zurück bringen will, erkennt den Ernst der Lage und versucht sein Leiden zu lindern, indem sie ihm ihre, auch nicht einfache Lebensgeschichte erzählt und damit die uralten Traditionen der Cree lebendig werden läßt. Die Geschichte von Niska, der alten Schamanin wird immer in Abständen zwischen Xaviers Rückblicken in seine Kriegserlebnisse eingeflochten und machten die teilweise sehr drastischen Schilderungen des ersten Weltkrieges erträglicher.
Joseph Boyden, der selbst indianische Vorfahren hat, erzählt die Geschichte von Xavier und Elijah eindringlich und bewegend und schildert die indianischen Traditionen ohne zu romantisieren. Interessant war zu lesen, wie unterschiedlich sich die beiden Freunde während des Krieges entwickelten und welche Konsequenzen sich letztendlich daraus ergaben.
Fazit: ein berührendes Buch, das die Schrecken des Krieges und was er aus den Menschen macht in bewegenden Bilder schildert, ein Buch das mich auf jeden Fall noch lange beschäftigen wird und das ich sicher nocheinmal lesen werde. 95° von mir.

27.02.2009 18:05:04
Klaus E. Margraf

Selbst in der Übersetzung rührt das Buch einen zutiefst an, weckt es tiefes Mitleid mit den Cree-Indianern.
In der Fortsetzung, hoffe ich, wird Niska, die Schamanin, darüber philosophieren, warum die Cree mit den weißen Kanadiern, deren Vorfahren soviele Indianer ermordet haben, um das Land ethnisch zu säubern, in den krieg gezogen sind - gegen die "Hunnen", die ihnen nichts getan hatten.