Das letzte Gebet

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • Lübbe, 2008, Titel: 'To Cast A Pearl', Originalausgabe

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Carsten Jaehner
Am dritten Tage auferstanden...?

Buch-Rezension von Carsten Jaehner Jan 2008

Im Ägypten des 4. Jahrhunderts, als es die Kirche in ihrer heutigen Form noch nicht gab, beschäftigen sich Mönche mit Schriften aus der Zeit um Jesus, deren Inhalt auch viele andere Parteien neugierig macht. Das Schriftstellerehepaar Gear & Gear macht daraus einen historischen Thriller, der in zwei unterschiedlichen Zeitebenen spielt.

Das letzte Gebet

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Letzte Kommentare:
29.07.2016 14:16:45
M.Reinsch

Als beim Konzil von Nicäa, bei dem nur 23 der 75 bekannten Evangelien zum „Neuen Testament“ zusammengefasst wurden, entschied man gleichzeitig, dass sämtliche verbliebene Evangelien als Häresie (falsche oder Gegensätzliche Lehre) zu gelten haben. Sämtliche Werke sollten vernichtet und alle Menschen die diese Werke gelesen haben sollten als Häretiker und somit als Ausgestoßene aus der christlichen Glaubensgemeinschaft gelten. Ein kleines Kloster in Ägypten bewahrt sehr viele dieser häretischen Schriften und die Mönche studieren diese intensiv. So sieht die oberste Kirchenführung keine andere Möglichkeit, als das gesamte Kloster (inklusive Mönchen) zu vernichten. Doch sie haben die Rechnung ohne eine kleine Gruppe Mönche gemacht, deren Anführer einen Teil der Evangelien gerettet hat und nun auf dem Weg ist diese in Sicherheit zu bringen. Dicht verfolgt von den kirchlichen Häschern, die ihre begonnene Aufgabe vollenden wollen…
Nur recht langsam baut sich ein Gesamtbild aus den vielen verschiedenen Storyteilen auf. Neben der Erzählung über die Flüchtigen, ihre Häscher und die Bemühungen der kirchlichen Oberhäupter, erfährt man (aus der Sicht Josefs von Arimathäa) die Geschehnisse, die zu Jesus Hinrichtung führten – nur das diese wenig zu den bekannten Evangelien passen, die im „Neuen Testament“ nach zu lesen sind. Genauso verfahren Gear & Gear auch mit den anderen Teilen, der bekannten Kirchengeschichte, ob nun Kaiser Konstatin gelogen hat (Erscheinung „ In diesem Zeichen wirst Du siegen!“), Jesus noch Brüder und Schwestern hatte, er wohl eher Steinmetz als Zimmermann und ein Kind mit Maria aus Magdala gezeugt hat. Für den am christlichen Glauben interessierten Leser, werden hier viele bekannte Aussagen über den Haufen geworfen, diese aber wiederum belegt durch Literaturstellen (die für jeden zugänglich sind). So ist es dem Autorenehepaar (jedenfalls bei mir) sehr gut gelungen, die Saat des Zweifels an zu legen, zumal viele neuzeitliche, archäologische Funde zum Thema „Christentum“ ihre Aussagen bestätigen. Was stand den nun genau in den „abgelehnten“ Evangelien? Hat Kaiser Konstantin nicht wirklich den christlichen Glauben für seine Zwecke missbraucht? Viele Geschehnisse, wie sie von Gear & Gear dargestellt werden, klingen logisch und werden teilweise belegt. So ist das Buch zwar etwas anstrengend zu lesen (da man immer wieder in der Literaturrecherche nachlesen muss), aber hoch interessant in seiner Fragestellung. Der Schreibstil ist flüssig und die vielen unterschiedlichen Namensgebungen für Personen und Orte werden gut erklärt (eine Karte wäre recht angenehm gewesen) und liefern eine recht gute Grundlage um sich in der angegebenen Zeit einzurichten. Die eigentlichen Protagonisten erscheinen eher als Beiwerk (träger der zu vermittelnden Botschaft) und haben wenig Tiefe. Auch der Geschichtsverlauf ist voraussehbar (bis auf Josefs Erzählung) und führt zum erwarteten Ende.
Fazit: Für Leser, die sich für die „Christlichen Lehren“ interessieren, die Möglichkeit auf eine neue, interessante Sichtweise des Geschehens. Für Freunde des historischen Romans, eher eine Enttäuschung.

22.03.2012 12:32:35
Herbert Richter

Dies Buch reiht sich ein in die
lange Liste derjenigen geschickt
und reißerisch geschriebenen
Romane,die ein Phantasiebild
von Jesus liefern,welchem dem
momentanen Zeitgeist entge-
genkommt.Leider wird von ei-
nem Großteil der Leser der In-
halt als historisch wahr empfun
den und trägt dadurch bei zu
einem Meinungsbild in der
Öffentlichkeit,was nicht der
historischen Wahrheit ent-
spricht.In Zeiten des Islamismus nicht ganz harmlos,
da dies dem (ebenfalls unhisto-
rischen)islamischen Lebensbild
entgegenkommt und die Aus-
breitung des Islams fördert.

19.03.2011 10:55:19
Georg

Kann die Kritik nicht teilen. Besonders macht es auf unterhaltsame Weise deutlich wie verbrecherisch die Kirche mit ihren Kritikern umgehen kann und dabei Wahrheiten nur die Inhalte sind, die der Macht dienen.
Das setzt sich über die Kreuzzüge fort und subtiler in der Neuzeit.
Eine kritische Betrachtung all dieser Dinge wäre schon im Schulunterricht erforderlich, aber dort interessieren ja nur Jahrezahlen......

14.08.2008 19:33:17
Cem

Das Buch weckt unheimliches Interesse in Sachen "Jesus" und "Christentum".
Dank der Quellenhinweise von Gear & Gear kann man anschließend offen gebliebene Fragen nachschlagen.

Ich habe das Buch zweimal gelesen, um die Fülle von Informationen zu verstehen.

Im Großen und Ganzen ist es sehr spannend und fesselnd.