Die Tore der Welt

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • Lübbe, 2007, Titel: 'World Without End', Originalausgabe

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Carsten Jaehner
Willkommen zurück in Kingsbridge

Buch-Rezension von Carsten Jaehner Dez 2007

Ende des Jahres 2007 schlug die Nachricht im deutschen Bücherwesen ein wie eine Bombe: Ken Follett veröffentlicht eine Fortsetzung zu seinem Erfolgsroman "Die Säulen der Erde", von vielen als der Mittelalterroman schlechthin bezeichnet, gar als "Mutter aller historischen Romane" tituliert! 19 Jahre nach dessen Erscheinen kommt  mit "Die Tore der Welt" ein Fortsetzung auf den Markt, die allerdings keine direkte Fortsetzung ist, denn sie spielt 200 Jahre später, aber wieder in Kingsbridge, dem Ort, wo seinerzeit die Helden des ersten Buches eine Kathedrale gebaut haben.

Einstürzende Brücken und die Pest in England

England, November 1327. Kingsbridge ist im Laufe der letzten 200 Jahre, nachdem der legendäre Tom Builder die Kathedrale gebaut hat, zu einem ansehnlichen Ort geworden.Zufällig treffen sich die Brüder Merthin und Ralph und die beiden Mädchen Caris und Gwenda im Wald, wo sie eigentlich nicht sein dürften. Plötzlich kommt ein Mann zwischen den Bäumen hervor, der von zwei Soldaten verfolgt wird. Gemeinsam entledigen sie sich der Soldaten, und am Ende bleibt nur Merthin mit dem Mann übrig, der an einem Baum einen Brief vergräbt, der erst hervorgeholt werden daf, wenn er selbst verstorben sein wird. 

Zehn Jahre später ist aus Merthin und Caris ein Paar geworden. Merthin ist seinem grossen Vorfahren Tom Builder in den Handwerkerberuf des Architekten gefolgt, ist aber noch in der Lehrzeit unter seinem Meister Elfric. Jeder in Kingsbridge weiß, dass Merthin eigentlich besser ist als Elfric, dieser gilt aber als bester Architekt, der vor allem auch die Bauaufträge der Priorei bekommt. Da stürzt unterwartet die Brücke ein, die Kingsbridge am anderen Ufer mit den anderen Orten verbindet. Dies geschieht ausgerechnet am Markttag, und bei dieser Katastrophe kommen hunderte Menschen ums Leben. 

Alle versuchen, mit der Situation am besten umzugehen. Caris möchte Ärztin werden, was aber für ein Frau unmöglich ist. Merthin hat tolle Ideen, die dem Ort helfen, die er aber nicht umsetzten kann, weil er kein Meister ist und Elfric und somit auch die Priorei gegen ihn ist. Gwenda liebt einen Mann, der einer anderen Frau hinterherschaut, und Ralph hat einen hochgestellten Mann aus dem Wasser gezogen und hofft auf eine Anerkennung. Die Priorei selbst braucht auch einen neuen Prior, weil der alte Prior beim Einsturz der Brücke ums Leben gekommen ist. All das bietet genügend Zündstoff, damit aus Freunden Feinde werden. Und gerade, wenn man denkt, es könnte für jeden einzelnen nicht schlimmer kommen, hält die Pest Einzug in England.

Neubau und Wiederaufbau im Mittelalter

Ken Follett hat sich viel Mühe gegeben, den Leser mit auf seine Reise ins Mittelalter zu nehmen. Über 1300 Seiten entspinnt er eine Welt, die er gut zu gestalten weiß und in der er sich auskennt. Seine Schilderungen sind einfach, aber präzise, und so nimmt er den Leser von der ersten Seite an mit in "sein" Kingsbridge. Dabei hat er gut daran getan, nicht direkt an "Die Säulen der Erde" anzuschließen, sondern eine Zeitpunkt gewählt, an dem er mit neuen, frischen Charakteren beginnen kann. Das ist klug gewählt, denn so kann man die Fortschritte beobachten, die der Ort in den letzten Jahren genommen hat. Intrigen und Neid gibt es allerdings wie eh und je. 

Follett erweist sich wieder als Kenner der Materie. Sein Fachwissen, was das Bauen von Brücken angeht, ist erstaunlich und gut zu erkennen, ebenso wenn ein eingestürzter Kirchturm wieder aufgebaut werden muß oder die Priorei um Gebäude erweitert wird. Stets wird gebaut, Kingsbridge entwickelt sich, und so passiert immer irgend etwas, auch wenn man es nicht immer so genau sieht. Und da liegt der Haken bei Folletts Buch.

Kein roter Faden, viel Stereotypie

Ein Buch, das damit beworben wird, die Fortsetzung eines der bekanntesten und berühmtesten Romane der letzten zwanzig Jahre zu sein, und das zudem von vielen als die "Mutter aller historischen Romane" bezeichnet wird, muß sich zwangsläufig mit seinem Vorgänger vergleichen lassen. Auch wenn es zweihundert Jahre danach angesiedelt ist, wird der Leser doch auf Parallelen achten und aufmerksamer das Geschehen verfolgen als bei anderen Büchern. Und der Leser wird schnell merken, dass das, was "Die Tore der Welt" fehlt, ein roter Faden ist. Ging es bei den "Säulen der Erde" immer irgendwie um den Bau der Kathedrale, so vermisst man bald ein Ziel, worauf dieses Buch hinauslaufen könnte. Sicherlich, es werden die Lebenswege mit ihren Hochs und Tiefs von vielen Menschen beschrieben, und so könnte man meinen, dies sei der rote Faden. Das ist aber für 1300 Seiten viel zu wenig. 

Schuld daran ist eine gewisse Stereotypie, mit der Follett seine Erzählung vorantreibt. Es taucht ein Problem auf, es wird gelöst, entweder zur Zufriedenheit der einen oder der anderen Seite. Dann folgt das nächste Problem, das wieder für die eine oder andere Seite gelöst wird. Zu Beginn des Buches fällt das nicht so auf, man fragt sich aber spätestens ab der hälft des Buches, ob dem Autor noch andere Schachzüge einfallen, den Leser bei der Stange zu halten. Glücklicherweise kommt sprengt sich das Geschehen irgendwann so weit auseinander, dass nicht mehr nur Kingsbridge im Mittelpunkt steht, sondern sogar andere Länder, und mit dem Einzug der Pest werden die Karten wieder neu gemischt.

Es passiert Vieles, aber nichts Neues

Follett hat selbst auf die Frage, warum seine Bücher so beliebt seien, geantwortet, weil auf jeder Seite etwas neues passiere. Genau das ist aber bei 1300 Seiten ziemlich anstrengend und kann natürlich nicht durchgehalten werden. Das macht auch nichts, aber auch gerade deswegen sollte nicht immer wieder dasselbe passieren. Wo Follett etwas neues einfällt, ist man schon über die Hälfte des Buches hinaus. Immerhin schafft er es, all sein zahlreichen Handlungsfäden immer im Blick zu behalten und auch den kleinsten Faden letztendlich abzuschließen. Überraschungen gibt es dabei aber letztlich kaum. 

Immerhin zeigt Follett große Fachkenntnisse, was Recht und Ordnung im Mittelalter angeht. Er kennt sich in den Gesetzen und ihrer Anwendbarkeit aus, durch alles Stände hinweg, seien es Adelige, Bauern, Handwerker oder Geistliche. Erstaunt ist man nur, dass auch jeder seine Rechte und die der jeweils anderen so genau kennt, dass er sofort weiß, wann er welches Unrecht begeht, auf das die und die Strafe folgt, was das und das bedeuten kann und man so und so darum herumkommt.

Sprachliche Mängel

Sprachlich weiß Follett leider keine Glanzlichter zu setzen, im Gegenteil. Gerade das erste Kapitel, in dem es um die Kinder geht, ist teilweise so sehr auch in Kindersprache geschrieben, dass man hofft, es möge für den Rest des Buches nicht so weitergehen. Auch Sätze wie "Ein Jahr später hatten die meisten Bäume Wurzeln geschlagen und ließen wacker Blätter sprießen" passen sprachlich nicht in Kontext der Erzählung und wirken daher störend. Das mag auch an der Übersetzung liegen, aber hier zeigt sich auch eine gewisse Uneinheitlichkeit innerhalb des Buches. 

Insgesamt wird mehr geliebt (und beschrieben) als in "Die Säulen der Erde", mehr und intensiver gehasst, und so werden die Guten ziemlich gut und die Bösen auch ziemlich böse geschildert, lassen aber nur wenig Abstufungen zu. Zwar gelingt die eine oder andere Differenzierung innerhalb der Charaktere, gerade bei Ralph oder dem Geistlichen Godwyn hätte man sich noch Schattierungen gewünscht. Manche Gefühlsregungen kommen dann doch etwas zu plötzlich und unerwartet. 

Mit seinem 1300 Seiten starken und 1300 Gramm schweren Buch "Die Tore der Welt" legt Ken Follett einen Roman vor, der sich flüssig und gut lesen lässt und den Leser auch irgendwie fesselt. Leider reicht er aber an seinen Vorgänger nicht heran, gerade was die Spannung betrifft. Folletts nächstes Projekt ist eine Trilogie über das 20. Jahrhundert, für das er sieben Jahre veranschlagt hat. Auf die Frage, ob es einen dritten Teil über Kingsbridge geben werde, hat Follett gemeint, nicht in den nächsten sieben Jahren, und dann, wer weiß. Sollte es tatsächlich irgendwann einmal den dritten Teil einer Kingsbridge-Trilogie geben, so steht zu hoffen, dass Follett es dann schafft, den Leser mehr zu packen als nur zu unterhalten. Tausende geneigte Leser werden es ihm danken.

Die Tore der Welt

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Letzte Kommentare:
16.01.2019 13:33:56
Fosram

Ein 1300 Seiten dickes Buch. Die Handlung ähnelt einem 1300 km langen Fluss, der allerdings nur ein paar Zentimeter Tiefgang hat.
Die Geschichte dauert ewig und langweilt diejenigen, die "Die Säulen der Erde" intensiv gelesen haben. Und: wer eine sogenannte "Fortsetzung" schreibt, geht das Risiko ein, mit der "Vorgeschichte" verglichen zu werden. Der Hintergedanke bei dieser Pseudo-Fortsetzung von die "Die Säulen der Erde" war wohl Aufmerksamkeit für das neue Buch zu erregen.

Die Geschichte von "Die Säulen der Erde" ist mir noch lebhaft in Erinnerung, obwohl ich sie vor mehr als 25 Jahren gelesen habe.
Die Geschichte von "Die Tore der Welt" ist allerdings bereits kurz nach dem Lesen in meiner Erinnerung verblasst und bald auch verschwunden.

Weshalb muss man hier in diesem Kommentarfeld eigentlich 300 Zeichen eingeben? Das verleitet zu endlosen Labereien.

07.04.2014 16:32:01
bamberg89

Kommt etwas langsamer in Fahrt als der Vorgänger und endet insgesamt etwas chaotischer; im ersten Teil hat sich Follett mit dem roten Faden noch leichter getan als hier. Dennoch ein ausgezeichnetes Buch, wenn auch nicht so beinahe-perfekt wie der Vorgänger.

Was den historischen Kontext angeht: während manche der Hauptfiguren tatsächlich ihrer Zeit unangemessen weit voraus sind, ist die Einbettung der Story ins große Ganze (Hundertjähriger Krieg) das Einzige, worin das Buch den Vorgänger übertrifft. Dringende Leseempfehlung, aber erst nach dem ersten Teil. Und Finger weg von jeder Form von Verfilmung, die ist (wie fast jede Buchverfilmung) eine Riesenenttäuschung.

24.11.2013 23:51:07
Saribambadi

Ich lese zurzeit die tore der welt ... bin auch fast durch. Ich muss sagen ein sehr gutes Buch ... jedoch hätte ich mir gewünscht das es noch einen Teil zwischen "Die Säulen der Erde" und "Die Tore der Welt" gegeben hätte, da man so eventuell auch einige Zusammenhänge besser verstanden hätte. Aber eins muss ich sagen. Wer das Buch kennt wird vom Film schwer enttäuscht sein ... ich bin es sehr ... da viele meiner Meinung nach wichtige Ereignisse gar nicht erst auftauchen oder Personen nicht da sind ... Auch ist vieles im Film überhaupt nicht wie im Buch ... was mich sehr stört .. denn viele Zusammenhänge im Film entsprechen einfach nicht dem Buch. Der Film ist ohne Frage gut gemacht, auch die Schauspieler sind gut gewählt.
Aber die Story naja ... an der hätten die Macher noch mal arbeiten müssen. Gutes Buch ! mich packt es und ich lese es sehr sehr gern ... lg

27.12.2012 18:32:41
David Margreiter

Habe die Säulen der Erde gelesen und die TV Serie gesehen, beides sehr gut, die TV Serie Die Tore der Welt ist sicher ,gut` das steht außer Zweifel werde jetzt den Roman probieren aber eins ist sicher, Follets (besseres) Lebenswerk ist und bleibt Die Säulen der Erde
Liebe Grüße an alle Follet Mittelalter Fans

David Margreiter

26.12.2012 16:43:40
ursus912

Ich höre das Buch im Auto, da stört das immer wiederkehrende Einerlei von Ken Follett wenig. Wie bei den Vorschreibern erwähnt, excellente Mittelalterkenntnisse, gepaart mit schwacher Story, man glaubt, die Personen aus "der Winter der Welt" zu kennen, die Charaktere sind aus dem gleichen instant entsprungen. Um die Kenntnisse über das Mittelalter zu erweitern, super, um ein spannendes Erlebnis zu haben, es gibt Alternativen....

16.12.2012 15:14:55
Stefan83

Die Rufe nach einer Fortsetzung sind nie verstummt – irgendwann wird Folletts Verlag wohl den Wünschen der vielen Fans erlegen sein und einen Nachfolger von „Die Säulen der Erde“ bei dem Waliser Autor in Auftrag gegeben haben. So zumindest meine Theorie, welche die Lust- und Ideenlosigkeit erklären würde, die sich durch das gesamte neue Werk zieht und „Die Tore der Welt“ letztlich zu einer großen, über 1300 Seiten dicken Enttäuschung macht. Und das obwohl ich, bereits ernüchtert von den letzten Thrillern aus der Feder Folletts, die Latte der Erwartungen zuvor gar nicht allzu hoch angelegt hatte.

Über den Inhalt lohnen kaum die Worte, kann man ihn doch fast eins zu eins von „Die Säulen der Erde“ übernehmen, wenn man lediglich die Namen der Protagonisten verändert und aus dem Bau einer Kathedrale, den Bau einer Brücke macht. Ansonsten bleibt alles, zumindest vom Gerüst her, wie gehabt. Da haben wir zum Beispiel den klugen Merthin, ein Nachfahre des legendären Steinmetzes Jack Builder, der das Talent des Kathedralenerbauers von Kingsbridge genauso geerbt hat, wie den brutalen, verrohten Bruder an seiner Seite. Merthins große Liebe ist Charis, Tochter eines wohlhabenden Wollhändlers und resolute Wortführerin der tumben Dorfbevölkerung. Komplettiert wird die schablonenhafte Daily-Soap Besetzung durch Caris' Cousin, dem tumben Muttersöhnchen Godwyn, der alles daran setzt, um Prior von Kingsbridge zu werden und die Stadt in eine moderne Zukunft zu führen. Verbunden wird die Vielzahl von Figuren durch ein sinn- und in der Menge beispielloses Gewirr von Schicksalsschlägen, Krankheitsfällen und „überraschenden Wendungen“, vor der selbst die stärkste Lindenstraßen-Folge kapitulieren müsste. Den roten Pfaden allerdings, den Kern der Handlung, sucht man hier, wie übrigens einen passenden historischen Kontext, vergebens.

Im Gegensatz zu „Die Säulen der Erde“, wo den Leser die Spannung und Erwartung vorantrieb, endlich die Kathedrale erbaut und damit Philipps großen Traum erfüllt zu sehen, läuft „Die Tore der Welt“ schlichtweg ins Nichts. Beinahe scheint es so, als hätte Follett ohne Ziel drauflos geschrieben, um sich dann bei einem, aufgrund fehlender Kreativität aufgetanen Abgrund, dem Vorgänger zuzuwenden und dortige Elemente einfach zu übernehmen. Dieses Copy-Paste-Schema führt soweit, dass man manchmal schon fast versucht ist, auf den Buchdeckel zu gucken und den Titel zu überprüfen. Blöd nur, dass die Essenz von „Die Säulen der Erde“ nicht herübergerettet werden konnte: Die Lebendigkeit des Mittelalters, die Tiefe der Figuren, der unheimlich intensive wie genial konstruierte Spannungsbogen – alles nicht vorhanden. Hier wird aus dem Lesevergnügen schon recht bald eine äußerst arbeitsreiche Unternehmung, denn trotz der auch diesmal sehr simpel gehaltenen Sprache, zieht sich die leblose Geschichte wie ein Kaugummi. So sehr man es auch versucht – der Funke will nicht recht zünden, eine emotionale Verbindung zu den Figuren kommt nicht zustande. Letzteres liegt in erster Linie daran, dass Follett die von ihm so geliebte Schwarz-Weiß-Malerei im vorliegenden Werk auf die Spitze getrieben hat. Den „Guten“ fehlt nur noch der Heiligenschein, den „Bösen“ der Dreizack und die Teufelshörner. Selbst der blödste Leser kann sich bereits schon nach wenigen Seiten denken, wohin die Reise gehen wird.

Die Figur Charis setzt dem Ganzen die Krone auf. In der Tradition Alice-Schwarzer' Emanzen (und ebenso sympathisch) fegt sie durch Kingsbridge. Eine entschlossene, unaufhaltsame Vorkämpferin von freier Liebe, weiblicher Selbstverwirklichung, steriler Medizin und psychologischer Betreuung von Trauernden. Kurzum: Eine Mischung aus Wonder Woman und Florence Nightingale, die ins düstere Mittelalter ungefähr genauso gut passt wie ein Strahlenbomber in „Der kleine Hobbit“. Starke Frauenrollen hin oder her, die weibliche Sensibilität wurde von Follett hier mehr als eindrucksvoll auf dem Schafott geopfert. Selbst der Beischlaf, in „Die Säulen der Erde“ noch der glaubhafte Höhepunkt einen tief empfundenen Liebe, verkommt in „Die Tore der Welt“ zu einem wilden Gerammel aus Schwänzen, Spalten, Sperma und Zungen. Dieses Tribut an die Youporn-Generation hätte sich der Autor, der dadurch bei mir endgültig jegliche Glaubwürdigkeit verloren hat, genauso gut sparen können, wie den Handlungsstrang um den „geheimnisvollen Brief“. Aufgebauscht zu einem großen, mysteriösen Rätsel, bleibt davon am Ende nichts als eine gänzlich unwichtige Nebengeschichte.

Mit „Der Tore der Welt“ hat sich Ken Follett endgültig aus meinem Bücherregal geschrieben. Ein seelen- und liebloser, hinfabriziert wirkender Roman, der seinem Vorgänger in keinster Art und Weise gerecht wird und den Zusatz „historisch“ nicht mal mehr ansatzweise verdient. Am Totalverriss rauscht dieses Machwerk nur aufgrund einiger weniger gelungener Passagen vorbei – und vielleicht weil ich den Niedergang dieses eigentlich so talentierten Autoren auch nicht so recht wahrhaben will.

12.12.2012 14:25:21
R. Habets

Natürlich hat Ken Follett gründlich recherchiert und natürlich kennt er sich im Mittelalter aus. Aber wenn man das auf so vielen Seiten unter Beweis stellen will, dann lassen sich Wiederholungen nicht vermeiden, die Stringenz des Geschehens bleibt nicht gewahrt, manchmal ufert das Erzählen in historisierendes Referieren aus mit der Folge, dass der Leser, der gespannt zu diesem Buch gegriffen hat, allmählich enttäuscht wird und sich zu langweilen beginnt. Für wenig gelungen halte ich die Personenzeichnung. Mal abgesehen davon, dass diese Schwarz-Weiß-Technik, in der das gesamte Personal angelegt ist, auf Dauer ermüdet und Aggressionen weckt, schlimmer ist, dass die Hauptersonen s o nicht dem Mittelalter entstammmen können, ihre Motivation ist modern und daher in der Zeit, in die sie versetzt werden, nicht überzeugend. Das dürfte in einem historischen Roman nicht passieren. Straffer und überzeugender hätte Follett diese Geschichte mit der Hälfte der Seiten erzählen können - weniger wäre hier mehr gewesen!

29.09.2012 04:22:56
Patrik

Das Buch ist genial. Ich würde sagen das ich beide Bücher zusammen als das beste bewerten würde was ich je gelesen habe. Käme er auf die Idee das ganze nochmal fort zu setzen, wäre ich wieder voll dabei! Ich liebe es! Er ist wirklich ein genialer Autor bei dem man den Eindruck hat, dass er weiß worüber er schreibt! Viele Grüße!

17.07.2012 20:14:17
Andrea

Ich muss michael adams in jedem Punkt zustimmen. Die Charaktere sind psychologisch plausibel gezeichnet und werden dem Leser auf spannende Weise näher gebracht.
Und dass die Personen die Regeln der damaligen Zeit durchschauen und die Wirkung ihres Verhaltens auch auf andere Gesellschaftschichten einschätzen können, überrascht kein bisschen, sondern ist völlig einleuchtend und dabei für den Leser bemerkenswert und offenbarend.

17.07.2012 20:04:42
Andrea

Ich finde diese Rezension unter aller Kritik. Als hätte jemand, der es selbst keineswegs schafft, weder korrekt noch spannend noch sprachlich anspruchsvoll zu schreiben, sich zum Ziel gesetzt, um jeden Preis etwas Negatives zu schreiben. Die Kritikpunkte sind für mich aus der Luft gegriffen und unschlüssig.
"Die Säulen der Erde" kenne ich zwar noch nicht, um vergleichen zu können. Aber ich finde, dass dieser Roman durchaus einem roten Faden folgt, und das auf kunstvolle und spannende Art.

25.06.2012 22:17:16
michael adams

Bin kein expliziter Follet-Fan, fahre aber viel Auto und kann daher auch die ungekürzten Fassungen hören. Duch die spannende Erzählweise und offenbar auch gute Recherche seitens des Autors, bekommt man nebst guter Unterhaltung ganz nebenbei auch einen guten Eindruck von der damaligen Gesellschaft und davon wie der Einzelne gelebt hat.
Die Charaktere sind plastisch und mannigfaltig, man verliert nie den Faden und in den Kontext der Gesamtgeschichte werden Einzelschicksale spannend eingebaut.
Fazit: Ich lese und höre gerne Bücher und das hier bewertete Werk fand ich spannend, lehrreich und unterhaltsam.

16.02.2012 16:02:53
JinJin

ich fand das Buch einfach wunderbar !! Genau wie sein Vorgänger "Die Säulen der Erde " war es sehr interressant und unterhaltsam !! Ich habe das Buch auch regelrecht verschlungen, die insgesamt genau 1294 Seiten habe ich deshalb auch in ungefähr 2 Wochen durch gelesen !! Jeder einzelne Charakter hat eine coole und interessante Seite und das lustigste ist, das jede Person mit ihrer eigenen Geschichte auch etwas mit allen anderen personen zu tun hat XD
Das Buchg hat mir sehr gefallen, und ich war traurig als ich es durchgelesen hab !! Hofeentlich gibt es einen 3. teil !!

20.07.2011 21:56:46
Kevin

Also ich fand das Buch bis auf die ersten ca. 100 Seiten richtig gut ! Wie diese Geschichte ihren Lauf nimmt, dabei Merthin und Caris sich durch alle Probleme kämpfen, einige meistern aber viele leider auch nicht und natürlich die frage wie es enden wird. da ich bereits mehrere Mittelalter Bücher gelesen habe muss ich sagen das Die Säulen der Erde und Die Tore der Welt die besten Bücher sind die ich jemals gelesen habe ! Freue mich auf den dritten Teil ;)

04.07.2011 10:27:56
tedesca

Also ich muss sagen, ich war ziemlich enttäuscht, ich hatte mir nach den "Säulen der Erde" mehr erwartet. Nach 300 Seiten hab ich wirklich überlegt, das Buch wegzulegen, aber da ich im Urlaub war und viel Zeit hatte, hab ich mich dann doch weiter durchgebissen. Irgendwann wurde es dann auch ein wenig spannender, und somit hab ich es nicht wirklich bereut, bis zum Schluss durchgehalten zu haben. Aber ehrlich gesagt wär mir auch nichts abgegangen, hätte ich es nicht gelesen.
Natürlich finde ich die genaue Recherche und die historischen Details auch bewundernswert, aber ich fand die Handlung recht öde und die Figuren waren mir zu platt. Die Guten waren SO gut, dass es schon fast getrieft hat, und bei den Bösen war\'s das Gleiche andersrum.
Und wenn dann ein Mann darüber schreibt, dass eine Frau vergewaltigt wird und dabei ein "warmes Gefühl in den Lenden" spürt, da krieg ich einen Schreikrampf. Das kommt gleich 2x vor, beim ersten Mal war sie sogar noch Jungfrau. Das find ich einfach nur dumm und grauslich, Follett hätte sowas doch wirklich nicht nötig, es reichen die faden Softsex-Szenen, ohne die das Buch auch gut ausgekommen wäre. Aber irgendwie muss man ja auf 1.300 Seiten kommen...
Sehr anschaulich fand ich die Beschreibungen des Kriegsgeschehens in Frankreich und der Auswirkungen der Pest. Und Caris\' Bemühungen der Emanzipation. Vielleicht wollte Follett da den Blödsinn mit dem "warmen Gefühl" wieder gut machen, indem er eine starke Frauenfigur eingeführt hat.
Wie auch immer, wenn man "Die Säulen der Erde" gelesen hat, kommt man um dieses Buch nicht herum, und wenn man es großzügig betrachtet, kann man sich auch ganz gut dabei unterhalten. Für sich allein würde ich es aber nicht weiterempfehlen.

12.02.2011 23:58:44
Rene Schwarz

Ich lese normalerweise nur historische Sachbücher, "Die Tore der Welt" stufe ich als historischen Liebesroman ein, und das tue ich mir eigentlich nicht an. Aber nachdem ich "Die Säulen der Erde " im TV gesehen hatte (und recht spannend fand), und "Die Tore..." geliehen bekam, sagte ich nicht Nein.
Ich bereute es nicht.
Obwohl 200 Jahre seit "Die Säulen der Erde" vergangen sind, ist der Hintergrund ähnlich: Mittelalter, Kingsbridge, Priorei/Kathedrale, Adel/Volk...
Die zentrale Rolle (Roter Faden) spielt die Liebesbeziehung zwischen Merthin und Caris.
Natürlich ist diese Beziehung nicht ohne Hinternissen, und eigentlich dreht sich das ganze Buch nur darum, ob sie sich kriegen oder nicht.
Aber das ist so spannend beschrieben, dass selbst Liebesroman-Hasser (wie ich) regen Anteil an ihrem Schicksal nehmen, und das über mehr als 1200 Seiten.
Denn die Protagonisten sind nicht einfach nur zwei Liebende, die sich in ihren Gefühlen verzehren, sondern Stadtbürger von Kingsbrigde, welche ihre privaten Bedürfnisse schon mal dem öffentlichen Wohl unterordnen.
Merthin ist mit Leib und Seele Baumeister, der das höchste Gebäude Englands bauen möchte, Caris will Krankheiten bekämpfen und Menschen helfen, und vor allem unabhängig bleiben.
Was an dem Buch auffällt, ist die rasante Erzählweise des Autors.
Obwohl der Roman im Mittelalter spielt, schafft er es , alle wichtigen Informationen in der Story unterzubringen. Und dem Leser bleibt trotzdem keine Frage offen.
Wer jemals Frank Schätzings "Limit" gelesen hat, weiss das zu schätzen.
Am Ende flacht die Story ein wenig ab, wenn sich die Haupt-Charaktere entgültig gefunden haben, aber darüber kann man hinwegsehen, wenn man auf so vielen Seiten hervorragend unterhalten wurde.

20.01.2011 12:14:07
Sebastian

Ich muss sagen ich habe schon viele andere Romane gelesen. Historische und dergleichen mehr. Auch wirklich viel schlechtere, aber ich habe auch bessere Bücher in der Hand gehalten. Nach 757 Seiten - ich achtete genau auf die Seitenzahl - legte ich es mit einem ächzen aus der Hand als hätte ich einen Marathon zuende gebracht aber nicht gewonnen. Es war über lange Zeit rech spannend, flaute mir dann aber immer wieder viel zu Stark ab und so entschied ich mich, mich nicht länger durch Kingsbridge zu quälen. Ich bekam das Buch von der Verkäuferin der Buchhandlung empfohlen die ein großer Fan Ken Folletts ist. Aber ich muss ehrlich sagen, nach dieser teilweise ermüdenden Reise, werde ich kein Fan dieses Autors. Vielleicht in einiger Zeit lese ich die Säulen der Erde, aber bis dahin möchte ich mir erstmal keinen weiteren Historienroman antun. Die Tore der Welt haben mich zutief enttäuscht.

10.01.2011 17:04:26
Chikkabäm234

Ich selbst lese das Buch gerade, und musss sagen: ich bin enttäuscht. Die Handlung errinnert stellenweise doch sehr an "Die Säulen der Erde", nur andere Namen und andere Ausgangssituation! Caris und ihr "ich will unabhängig sein!" regen so ca. ab Seite 450 einfach nur noch tierisch auf, und die Liebschaften der Charktere im Allgemeinen werden mit der Zeit ermüdend. Das "bedeutende Geheimniss" aus dem ersten Kapitel hat mir zu wenig Bedeutung im weiteren Handlungsverlauf, und die Konflikte der Personen scheinen zuweilen recht "eigenwillig". Godwyn wird mir als Person nicht wirklich gut beschrieben, sondern wirkt die ganze Zeit wie eine Holzpuppe mit beschränktem Verstand. Im direkten Vergleich zum Vorgänger ist das Buch definitiv schlecht und nicht empfehlenswert.

06.01.2011 18:13:47
Manni

Ken Follet hat hier aus meiner Sicht einen würdigen Nachfolger seines Meisterwerks "Die Säulen der Erde" geschaffen. Der rote Faden ist nicht so dünn, wie von manchen Kritikern beschrieben. Das Gewebe beginnt mit einem Geheimnis, das gelegentlich tief in die Schicksale der Hauptfiguren eingreift, ohne sich dadurch dem Leser zu offenbaren.
Dadurch ist ein inhaltlicher Zusammenhang der verschiedenen Kapitel fortwährend gegeben. Daß Probleme und Hürden häufig sehr schnell in einer Entscheidung münden, vermag die Spannung auch nicht zu trüben; immerhin ist fast nie wirklich ersichtlich, wie es enden wird. Dies erreicht Ken Follet unter anderem, indem er recht glaubhaft die sich ändernden Interessen seiner Akteure beschreibt und somit den Knoten erst im letzten Moment platzen lassen kann. Ein paar Ereignisse sind in Anlehnung eines bereits gelesenen Textes vorhersehbar. Das liegt allerdings an der zynischen Ader des Autors. Es gelingt ihm, ein Schlüsselereignis einmal zu schreiben und dabei zweimal zu erzählen. Natürlich wird an mancher Stelle recht dick aufgetragen und der Zufall zu einem vielbenutzten Instrument. Das vermag aber den Unterhaltungswert und die Anziehungskraft des Romans nicht zu mindern. Es gibt nur einen Haken. Durch seinen Erzählstil zwingt Follet den Leser zur Gründlichkeit, um die versteckten Details und Seitenhiebe zu erkennen, die jenseits von Handlung und Spannung eine zusätzliche eigentümliche Form der Unterhaltung bieten. Da wirkt es zuweilen störend, daß einige Szenen weit über die Zweckdienlichkeit hinaus gedehnt werden. Alles in allem aber eine wuchtig, ergreifende Geschichte, an deren Ende ein großes Ausrufezeichen hinter dem letzten Wort steht. Ein gelungener Kompromiß zwischen Spannung und Realitätsnähe. Daher würde ich "Die Tore der Welt" eines der fünf besten Bücher Follets nennen.

05.01.2011 19:28:11
Lara

Ich bin gestern mit der Buch fertig geworden. Ich fand es recht gut, obwohl ich es mit meinen 13 Jahren noch nicht so ganz verstanden habe. Aber die handlung hat mir gefallen. Auch wenns ziemlich viel war. Für Menschen die gern etwas über das damalige England lesen wollen ist es sehr empfehlenswert!

05.01.2011 18:16:43
Tina

"Die Tore der Welt" war mein zweites Buch von Ken Follett. Als ich es in meiner Lieblingsbuchhandlung sah musste ich es sofort kaufen, auch wenn mein ganzes Taschengeld dafür draufging."Die Säulen der Erde" habe ich bis heute bestimmt gefühlte tausendmal gelesen und war gespannt was im 2. Teil der Geschichte rund um Kingsbridge geschehen würde.Jedenfalls begann ich sofort zu lesen... und war maßlos enttäuscht!Die Geschichte ist eigentlich interessant, aber die Figuren reichen nicht an ihre Vorgänger heran.Besonders Caris und Gwenda regten mich je weiter ich las immer mehr auf. Nur weil Caris unabhänig sein will und sich nicht einen Mann unterstellen will geht sie lieber ins Kloster anstatt Merthin zu heiraten.Gwenda tut alles um dieden Wulfric zu heiraten und ihm zu helfen, gibt sich sogar diesen bescheuerten Ralph hin und bekommt ein Kind.Ich meine sie kennt ihn doch gar nicht und ist kopfüber in ihn verliebt und spannt einer andere sogar den Mann aus... . Alles in allen keine Glanzleistung von K. Follett. Hätte ich das vorher gewusst hätte ich das Buch nicht gekauft.

03.01.2011 00:52:51
Anicka

Ich bin zwar erst 17 Jahre alt , habe in dieser "kurzen" Zeit jedoch schon einiges an Büchern gelesen. "Die Tore der Welt" war zwar bisher der erste Roman den ich von Ken Follett gelesen habe , er ist mir jedoch sofort ans Herz gewachsen als ich gesehen hab das mein lieblings Autor , Wolgang Hohlbein , mit an der Übersetzung gearbeitet hat.
Ich habe "die Tore der Welt" im wahrsten Sinne des Wortes VERSCHLUNGEN und dank dieses Romans meinen Rekord von 400 Seiten in 5 Stunden auf 500 Seiten in 5 Stunden erhöht. Ich konnte dieses Buch einfach nicht aus der Hand legen und bin teils erst in den frühen Morgenstunden ins Bett gekommen.
Eine Woche für ca.1300 Seiten und damit in meiner top 3 direkt hinter "die letzte Zauberin" und "Die Templerin" . Und ich hoffe noch auf den dritten Teil .

16.12.2010 21:14:52
chi

Ein ziemlich gutes Buch, wie ich nach Die Säulen der Erde natürlich nicht anders erwartet hatte. Auch wenn es ab nd zu Seiten und Szenen gab die ich lieber etwas kürzer gefasst gehabt hätte, so war das Buch doch die meiste Zeit nicht aus der Hand zu legen. Das eizige was mich wirklich wirklich sehr an dem Buch gestört hatte (vielleicht weil ich eine Frau bin, vielleich aber auch weil es einfach nicht zu übersehen war) war, dass der männliche Hauptcharakter Methin im Laufe des Buches so einige Liebschaften und aus denen sogar zwei Kinder hatte, und sich anscheinend alle Frauen denen er begegnete nach ihm verzehrten. Das im besonderen störte ja auch garnicht, doch die Tatsache, dass der weibliche Hauptcharakter Caris sein Leben als Nonne fristete bis sie zueinander fanden und (jetzt mal abgesehen von zwei kurzen Momenten) eigentlich niemanden anderen wollte und bekam als ihre einzige Liebe, fand ich dann schon etwas ungerecht. Aber der Autor war eben ein Mann :) Doch ich glaube nicht das so etwas viele Leute so sehr stören würde wie mich, also eigentlich nur zu empfehlen!

26.09.2010 16:23:20
Roland Grünenfelder

Zwischen Säulen der Erde und Die Tore zur Welt sind bei mir einige Jahre vergangen und als ich Die Tore zur Welt gelesen hatte fiel mir nur eine Zusammenfassung ein...

"Sex, Drugs and Rock´n Roll" und das ganze im Mittelalter.....

Das Buch brauchte für mich ca. 50 Seiten bis ich wieder an die S.d.E. anknüpfen konnte aber dann ging ein Feuerwerk der Unterhaltung los wie ich es nicht erwartet hätte und deshalb fühlte ich mich rundum sehr gut unterhalten und nichts anderes sollte diese Buch für mich tun.

24.08.2010 03:16:01
wuschwusul

habe mich eben durch die kritiken gelesen und finde es sehr interessant, dass auch hier, wie in meinem privaten umfeld, so gar niemand von den "fehlern" im buch berichtet. mir fehlt, zb, die weinende schwarze madonna, die ja doch relativ viel geld zum kathedralenbau beitrug. auch bemerkenswert ist, dass der steinbruch, um den in "die säulen der erde" so viel aufhebens gemacht wird, auf einmal tiefbau ist und die steine nicht mehr aus dem berg gebrochen werden. und komisch ist auch, dass die von aliena, ihrem jack zu liebe, errichtete neue burg shiring, nah an kingsbridge, gar nicht mehr da war. sich doch wieder das "böse" in 2-tagesreisen-entfernung befindet. komisch was sich so alles in 200 jahren erledigt.
alles in allem liest sich das buch besser als "die säulen der erde" was aber auch daran liegen mag, dass es nicht so anspruchsvoll ist.

17.07.2010 11:09:32
Daniel

Ich lese zuzeit "Die Tore der Welt" im engischen Original, kann daher zur Übersetzung ins Deutsche nichts sagen.
Mir ist es im Gegenzug aber möglich, zu sagen, wie großartig Follets originaler Schreibstil ist. "World Without End" ist das erste Buch von Follet, das ich je gelesen habe und ich kann nach 700 Seiten schon sagen, dass es ein wahres Meisterwerk ist.
Dass Leser der Säulen der Erde an dieses Buch erinnert werden und Nichtleser wie ich darauf aufmerksam und interessiert gemacht werden, ist ein genialer Schachzug Follets. Und darum habe ich mir dieses auch schon gekauft...zwar auf Deutsch, aber es soll ja auch so ein Meisterwerk sein. Die ständigen Wiederholungen, die hier sehr oft wiederholend angesprochen sind, fallen mir beim Lesen gar nicht auf.
Im Gegensatz zu den Teilen, die die Liebesspiele der Protagonisten beschreiben. Zu lang, zu häufig, zu auffällig. Gefühlt alle zwanzig Seiten...und das Buch hat 1200.
Ansonsten aber ein wunderbares Leseerlebnis.

02.07.2010 23:04:33
Mecki

Ich habe das Buch "Die Säulen der Erde" noch nicht gelesen. Kaum vorstellbar, dass es noch spannender und besser sein soll, als "Die Tore der Welt". Habe zwei Drittel jetzt durch und ich muss sagen, mir gefällt das Buch ausgesprochen gut, kann es kaum aus der Hand legen.Ich freue mich schon jetzt, danach sofort das andere Buch zu lesen!!!

01.04.2010 02:36:59
juri

ICH LIEBE KINGSBRIDGE!
Daran wird sich auch nichts ändern.
In "Die Tore der Welt"kommt man leider zu häufig zu folgender Aussage: DAS MUSSTE JA GESCHEHEN! Sobald man glaubt daß ein Charakter ein Problem gelöst hat,und dies geschieht ziemlch schnell,wird er sofort mit dem nächsten konfrontiert.Besonders die Konfrontationen mit der Priorei lassen teilweise hellseherrische Fähigkeiten voraussetzen .

09.03.2010 17:51:12
Dirk

Ich habe gerade gestern "Die Tore der Welt" beendet. Als ich zufällig in der Bücherei das Exemplar sah wurde mir warm ums Herz. Ich durfte wieder nach Kingsbridge. Es lief seicht aber doch irgendwie auch leicht fesselnd an. Es war schön wieder da zu sein, wo ich mit Philip, Jack, Tom, Aliena und allen Anderen so gefiebert, gebangt, gehofft und gelitten habe. Wo die Spannung Wutausbrüche oder immense Glücksgefühle ausgelöst hat. Wie gesagt, es war schön wieder da zu sein. Irgendwie freundet man sich mit den Guten an, die Bösen findet man böse und gemein, aber mehr leider nicht. Vorhersehbar am Anfang eines jeden Handlungsstranges, was am Ende kommt. Aufgepeppt mit Kraftausdrücken fließt die Geschichte dahin wie der Fluß um Lepper Island. Mal schneller meist aber langsam und eben öde. Wie lange kann man einen Fluß anglotzen? Ich war nicht überwältigt, aber es war schön wieder mal dort gewesen zu sein, im ehrwürdigen Kingsbridge! Naja, ich hoffe in 7 Jahren wird es etwas spannender, aber dabei bin ich wieder.

28.02.2010 18:37:43
denny

ich habe die säulen der erde gelesen, bei die tore der welt bin ich gerade dabei...
obwohl das buch nicht so spannend zu sein scheint, würde ich es nicht gar so sehr mit negativer kritik überhäufen, schließlich waren manche handlungen im vorgänger genau so hingezogen wie in diesem teil und teilweise auch überflüssig und zusammenhangslos. warum sollte der autor seinen schreibstil geändert haben? man sollte wissen, worauf man sich da einlässt :)
was mich stört ist, dass es in diesem buch keinen bösewicht zum hassen gibt, wie W. Hamleigh; denn ralf ist nur ein große töne spuckender waschlapppen...
und caris möchte man einfach manchmal nur anschreien...die frau hat keine entscheidungskraft und weiß nicht was sie will...war aber bei aliena tw. auch so...

24.02.2010 08:40:51
Patzi

Für mich kommt die Tore der Welt bei weitem nicht an seinen Vorgänger Die Säulen der Erde heran. Carsten Jaehner von der Histo Couch Redaktion hat mit seiner Feststellung recht, das Follett stets ein Problem aufwirft, dass dann umgehend gelöst wird. Das hat bei mir dazu geführt, dass ich häufig durch das Buch gehetzt bin. Massiv gestört haben mich auch die Beschreibungen der Frauen. Man hat stellenweise das Gefühl, dass Ken Follett sie auf Hintern und Brüste reduziert. Erst als die Pest ausbricht, hatte das Buch für mich einen gewissen Spannungsbogen.
Trotzdem bewerte ich das Buch mit 70 Grad. Es lässt sich trotz der beschriebenen Mängel gut lesen und hat einen gewissen Unterhaltungswert

05.01.2010 21:04:08
MAaAus

die erzählte geschichte ist großartig, sodass geschichtliche mängel ect. nicht stören, finde ich. aber es sind mir manche beschreibungen (z.b. darüber, was sich gerade im dorf abspielt, als merthin auf st. marks dach sitzt) einfach zu langweilig. es besteht finde ich kein zusammenhang zur geschichte.

10.12.2009 16:27:46
EFMB

Nun, dieses Buch ist nicht gerade ein wirklich fachlich fundiertes, aber durchaus bemerkenswertes Exemplar der Volksweisen.
Denn mehr ist es denn wirklich nicht. Alles ist schön einfach geschrieben und verarbeitet letztlich doch nur alte Klischees und das klassische Weltbild der Menschen. So meine ich dazu:
es ist historisch nicht sonderlich wertvoll, aber ein spannendes Buch, zum Abschalten und Ausruhen.

01.11.2009 17:54:15
english please!

mir hat die tore der welt wunderbar gefallen!
ich liebe die charaktere, die zeit, und ich finde auch, dass das buch voller spannung ist.
kleine anmerkung zur sprache: ich hab das buch erst auf english gelesen, später dann nochmal auf deutsch, ich finde die übersetzung einfach nur schlecht! also, wer wirklich spaß an dem buch haben will, der sollte es im original lesen...so gings mir übrigens auch bei den säulen der erde!

27.10.2009 08:33:27
Alinardus

Auch ich wurde bitter enttäuscht, da "Die Säulen der Erde" nach "Der Name der Rose" mein liebster historischer Roman ist. Um nicht zu sehr auszuufern, möchte ich meine Hauptkritikpunkte stichpunktartig aufführen:
1. SPRACHE
Außer dem Plauderstil stören die ständigen vulgären Ausdrücke IN DER SPRACHE DES ERZÄHLERS. Wenn Follett einen mittelalterlichen Ritter von "Schwänzen" und "ficken" reden lässt, ist das o.k., ein solcher wird sich wohl nicht gewählt ausgedrückt haben. Aber wenn Follett als Erzähler so redet, klingt das deplaziert.
2. DIE BÖSEN PLÄNE DER BÖSEN; BÖSEN BÖSEWICHTE
Mehrmals im Roman fassen die Bösen einen Plan, um den Guten zu schaden. Manche dieser Pläne sind gar nicht so dumm eingefädelt, aber Caris oder Merthin brauchen jeweils nur wenige Nanosekunden, um sofort die Wahrheit zu erkennen. Selbst ein Sherlock Holmes musste noch auf die Knie gehen oder seine Lupe bemühen, bevor er einen Fall löste.
3. DIE BÖSEN AN SICH
William Hamleigh war in seiner Brutalität eine echte Gefahr und hatte in Waleran einen intelligenten und skrupellosen Mitstreiter. Hier jedoch haben wir einen tumben Ritter, der auf die dümmste Finte hereinfällt, einen quengeligen Prior ohne echtes Durchsetzungsvermögen und einen dämlichen Kleptomanen. Alle drei zusammen sind etwa so gefährlich wie Kater Karlo im Strampelanzug.
4. DIE PROTAGONISTIN
Merthin ist wenigstens nur eindimensional und langweilig, aber zumindest handelt er nachvollziehbar. Caris aber sehnt sich immer nach ihm, bis dann einer Ehe nichts mehr im Wege stünde. Dann aber will sie sich lieber "selbst verwirklichen" und stößt ihn regelmäßig vor den Kopf. Auch ist sie STÄNDIG so modern, dass man sich fragt, warum sie nicht gleich noch die Antibiotika erfindet und erfolgreich die Pest bekämpft, um dann erste demokratisch gewählte Präsidentin von England zuwerden.
5. DER BRIEF
Als historisch interessierter Mensch kenne ich die Geschichte um das Ende von Edward II. und war gespannt, inwiefern der Brief noch brisanter sein könnte. Und dann diese Auflösung. Das war ungefähr so, als hätte Jorge von Burgos im "Namen der Rose" am Ende gesagt "Ach, das Buch! Das gibt es überall als Taschenbuch, ich wollte mich nur wichtig machen!"
6. FAST ALLE NEBENFIGUREN
Thomas, Glenda, Wulfric etc. füllen nur Seiten, ihr Schicksal trägt nichts zur Handlung bei. Am deutlichsten wird das bei der völlig unnötigen Italien-Episode.
Und das waren nur die Punkte, die mich AM MEISTEN gestört haben!

16.10.2009 21:36:45
Medicus

Ich war recht enttäuscht von dem 2. Ausflug nach Kingsbridge, nachdem der erste Teil so genial war. Die Charaktere sind irgendwie schwammig und viel zu konturlos, ich bekam keinen rechten Zugang, und weiss noch nicht mal genau, ob ich die Hauptpersonen leiden kann. Die manchmal etwas sehr zähe Handlung ist zu verzettelt, alles geht am Ende ein wenig zu glatt. Nach dem Motto, es wird schon alles gut. Es war oft schwierig, durchzuhalten, denn so richtig fesselnd fand ich das alles nicht, eher vorhersagbar. Ganz nett insgesamt, mehr nicht.

04.10.2009 19:29:18
OliverM.

..ein Junge der das erste mal einen Bogen in der Hand hält, und dann direkt einen Hund, einen Hasen im Lauf und einen Ritter ins Auge trifft... Steinskulpturen die angeblich in einer Woche gemeisselt werden usw.
ich bin schwer entäuscht, die Säulen der Erde ist ein fantastisches Buch und verfügt über gutes historisches und handwerkliches Fachwissen.. aber der *Nachfolger* hat mich schwer entäuscht.

20.08.2009 20:04:15
Katya

Ich hatte mich verlesen, Folletts Roman spielt ja 1327. Also sind es mehr als 150 Jahre (!) bis zu den Vorstellungen, die zu Caris Verurteilung als Hexe führen.
Dem Urteil des histo-couch-Rezensenten
[Zitat Anfang]Follett erweist sich wieder als Kenner der Materie. [...]Immerhin zeigt Follett große Fachkenntnisse, was Recht und Ordnung im Mittelalter angeht. Er kennt sich in den Gesetzen und ihrer Anwendbarkeit aus, durch alles Stände hinweg, seien es Adelige, Bauern, Handwerker oder Geistliche. [/Zitat Ende]
kann ich daher überhaupt nicht zustimmen.
Für einen Autor historischer Romane ist so ein Schnitzer unverzeihlich, wenn er sich mit seinen historischen Kenntnissen und detailgenauer Recherche rühmt.

20.08.2009 19:55:23
Katya

Das schlechteste Buch, das ich je gelesen habe. Der Roman wirkt wie "Säulen der Erde" trifft "Die Päpstin".
Ich habe lange hin und her überlegt - leider konnte ich mich nicht umentscheiden. Einem Ken Follett sollten solche Fehler nicht passieren:

- HISTORISCHE FEHLER.
Eine Hexenjagd nach mittelalterlichem Vorbild im 14. Jh.? Außer ins Bauwesen hat Follett scheinbar von nichts Ahnung. Die Hexenverfolgung war nicht ein Phänomen des Mittelalters, sondern der Neuzeit. Vorher gab es vereinzelte Hexentode, aber die populären (Volks-)Vorstellungen (z.B. ein seltsames Muttermal = Teufelsmal) kamen erst etwa 100 Jahre nach Follets Romanhandlung auf. Auch die Auflösung - die "geständige" Hexe tritt ins Kloster ein - ist so abstrus, dass ich nicht wußte ob ich lachen oder weinen soll.
- FOKUS DES ROMANS
Der zentrale Punkt des Romans ist die Pest.
Haben Sie nicht den Klappentext gelesen? Da stand es. Ohne diesen wäre ich nicht darauf gekommen, der Pest-Teil ist zwar meisterhaft konstruiert und geschrieben, für den Fokus des Romans aber viel zu kurz.
- NACHFOLGER-ROMAN
Follett läßt exakt dieselben Konfliktmuster wie im Vorgängerroman erneut wiederkehren. Schöne Idee, aber ihm war ganz offensichtlich nicht genug eingefallen, dieses Muster auf originelle Weise auszufüllen.
Dieses politische Geheimnis z.B. spielt in diesem Roman keine Rolle, wird 1-2 mal erwähnt, die Auflösung desselben ist absulot irrelevant für den Verlauf des Buches (im Vorgänger erklärte es ja die Herkunft einer der Hauptfiguren) und der einzige Grund warum es auftaucht ist - um das Muster zu vervollständigen. Die Konflikte zwischen dem Aliena/Jack-Nachfolgerpaar sind vollkommen konstruiert durch ein anachronistisches, durch nichts in der Zeit oder in der Romanhandlung begründetes Unabhängigkeitsstreben von Caris. Achja, die Marktforschungsergebnisse, man wünscht wohl starke Frauen. Dann soll Follett entweder das Mittelalter verlassen oder über Eleonore von Aquitanien oder Mathilda von England schreiben, aber nicht über so ein einfaches Bürger-Blag.
- MUSTER
Follett lässt dasselbe Muster widerspiegeln, nutzt es aber nicht aus: so können die Bewohner wie Caris und Merthin ihre Abstammung genau auf diesen der jenen Builderzweig rückverfolgen und sind stolz wie Bolle - das wars aber auch.
Rückbezüge gibts nur, um etwas zu rechtfertigen ("Da fällt mir ein, ich habe mal in Prior Philips Biographe gelesen dass der Steinbruch doch von uns genutzt werden darf") - und das ist erbärmlich. Man hätte wunderbar ein paar kleine Volkssagen einfließen lassen können, die sich auf die Charaktere von früher beziehen: Übersteigerung oder ins-Gegenteil-kehren des Charakters/der Motive, oder eine Figur durch mehrere Augen und Wertungen beschreiben lassen. Hätte auf 1300 Seiten drin sein können.
- LOGIK
Dies ist ein Wort das Follett nicht zu kennen scheint.
Als Gegensatz zu der unabhängigen Caris tritt Gwenda auf, die mit sklavischer Liebe an ihrem Mann hängt, der eine andere liebt und diese beständig mit Blicken etc. verfolgt. Am Ende die Auflösung - es war nur Mitleid seitens ihres Mannes für seine Exflamme. Bei der detailreichen Schilderung des Zusammenlebens von Gwenda und ihrem Mann und dem Dorfleben dort etc. ist das vollkommen abstrus und passt nicht.
Auch Caris Medizin-Einstellung ist viel zu modern.
Aber, Gott bewahre dass wir der Marktforschung zuwider handeln!

28.06.2009 19:53:14
krystal

Ich konnte "Die Säulen der Erde" nicht mehr aus der Hand legen bis ich es fertig hatte.Als dann der 2.Teil erschien habe ich mir das Buch gleich gekauft und war total enttäuscht.Ich konnte mit dem Buch-mit den Figuren-absolut nicht warm werden.Ich glaube zwischen beiden Teilen liegt zuviel Zeit.Es kann dem ersten Teil auf gar keinen Fall das wasser reichen.Verschwendete Zeit und verschwendetes Geld

25.06.2009 08:27:05
hinterwald

ich kann - offen gestanden - das "genöle" nach dem motto "problem taucht auf, problem wird gelöst - das war's" nicht so recht nachvollziehen.

in der literatur ist es wahrscheinlich wie in der rockmusik: wenn ein jungspund wie andy partridge von XTC seine erste platte hinrotzt, hat sie eben noch die ursprüngliche wucht eines geniestreichs, spätere platten werden dann eben eher gemächlicher, aber der musik hat unterdessen sein handwerk verstanden und weiss. was er tut.

so gesehen ist "die tore" so etwas wie "apple venus vol 1", eher pastoral als punky wie "drums & wires" :-)

so ist das auch mit dem neuen buch von follett - es bewirkt genau das, was es soll: am ende hätte man gerne noch eine dicke scheibe mehr, wüsste gerne wie die eine oder andere person sich weiter entwickelt, hat sich aber alles in allem doch prächtig unterhalten.

was mir bei dem buch auffiel, war, wie geschickt follett seine "bösen" baut, die seine "guten" nach herzenslust quälen, daß der leser (ohne daß es da eines "roten faden" bedürfte) einfach dem punkt entgegenfiebert, an dem der "böse" dann doch seine abreibung bekommt.

ich habe zuerst das 10teilige hörspiel des wdr gehört und mir dann im audible abo die komplettlesung zugelegt - ich kann nicht sagen, daß ich es bereut habe, im gegenteil: das buch ist schlicht saftig, bietet jede menge kleiner geschichten, die sich zu einem großen ganzen formen, von dem ich jedenfalls mich bestens unterhalten fühle.

25.03.2009 21:02:41
maupe

Dieses Buch gefiel mir besser als Säulen. Dies lag wohl vor allem daran, dass ich mit den Charakteren warm werden konnte.

Der Bau rückte diesmal in den Hintergrund und zwar so sehr, dass ich es schon fast vermisste. Der geschichtliche Hintergrund ist bekannt, wenn man Gable gelesen hat.

Wieder erzählt Follett in dem aus Säulen bekannten Stil. Und auch diesmal gefiel mir dieser sehr. Es ist flüssig und nichts geht verloren. Manches mal war ich verblüfft, dass wieder eine Zeit vergangen war, aber ich diese durch die Erzählweise nichts in der Story vermisste.

03.02.2009 21:08:59
Steve

Ich finde es war im Voraus schon klar, dass "Die Tore der Welt" nicht so populär wird wie "Die Säulen der Erde". Ich finde in Teil 1 (Ich sag jetzt mal immer Teil 1 und 2) ging es um eine Handlung. In Teil 2 hatte ich das Gefühl, es wären mehrere Handlungen, die nur aneinander gereiht wurden. Außerdem waren die Folgen bestimmter Dinge voraussehbar. Im 1. Teil hab ich mir immer im voraus überlegt: "Ach das wird so und so ausgehen" und war dann überrascht, denn es kam meistens anders. Beim 2. Teil konnte man schon vorher sagen, wie etwas ausgeht und war dann enttäuscht, wenn es genau so war.

Manche Stellen im Buch sind wirklich sehr langweilig. Da wird über 5 oder 6 Seiten beschrieben, wie ein Gebäude aussieht. Klar ist es schön, wenn es genau ist, dennoch kann man das doch kürzer fassen.

Alles in allem kann ich jedoch sagen, dass das Buch durchaus lesenswert ist, trotz der Mängel. Vor allem für die Leser, die auch den Ersten Teil gelesen haben, ist die Fortsetzung ein Muss.

01.02.2009 15:07:02
TomTom

Ich konnte das Buch "Die Säulen der Erde" nicht eine Sekunde beiseite legen ohne mir nicht schon Gedanken zu machen, wann ich wieder weiterlesen werde. Leider ist von diesem "Gebannt- und Gefangensein" nichts mehr übrig in Folletts Fortsetzungsroman "Die Tore der Welt". Ehrlich gesagt schade um die Zeit!

23.01.2009 16:41:47
christian

Ich fand in diversen Kommentaren hier die implizite Frage, ob gewisse "Mängel" an der Übersetzung lägen. Ich habe das Buch auf Englisch gelesen (ausschliesslich).
Ich kann bestätigen, dass auch in der Originalfassung die Sprache über grosse Teile banal wirkt. Sowohl im Detail (Wortwahl), als auch bei der ganzen Konstruktion der einzelnen Szenen.

Vielleicht macht ja das grad den Erfolg aus...

Mich hat, wie viele andere auch, das ständige Wiederholen gestört. Nützlich waren einzig die "Hinweise", wer wessen Sohn/Tochter/Verwandter ist, wenn es sich um Nebenakteure handelte - da wär ich überfordert gewesen, mich zu erinnern, was 300 Seiten vorher kurz erwähnt worden war.

Fazit: Gute Unterhaltung, liebevoll geschrieben, aber nicht unerwartet packend.

20.01.2009 23:51:42
Heike B.

Nachdem ich von "Die Säulen der Erde" sehr beeindruckt war, hatte ich große Erwartungen was Band 2 betrifft.
Leider bin ich nun etwas enttäuscht, da das Buch nur "so vor sich hin plätschert".
Sicherlich beschreibt Follett die Szenen fachlich sehr gut, jedoch fehlt dem Buch das gewisse Etwas.
Habe schon weit aus bessere von ihm gelesen.

19.01.2009 12:34:37
happymartina

Meiner Meinung nach können "die Tore der Welt" den "Säulen der Erde" nicht das Wasser reichen. Es liest sich angenehm und ist durchaus spannend, ich habe mich in keinster Weise bei der Lektüre des Buches gelangweilt, dennoch fehlte mir ein bisschen der Tiefgang in diesem Buch. Das Geheimnis der Kinder am Anfang hat letztlich relativ wenig mit dem Gesamtzusammenhang zu tun. Man könnte meinen Ken Follett wußte selbst beim Schreiben des Buches noch nicht was für ein Geheimnis der vergrabene Brief enthält.

05.01.2009 17:48:34
Hedwig

Nachdem ich damals vor rund 18 Jahren "Die Säulen der Erde " gelesen habe und damals war es wohl auch das beste historische Buch seiner Zeit, war ich natürlich überaus erfreut, dass es dazu noch einen Folgeband geben wird.
Im Sommer 2008 habe ich dann dieses Buch (leider sehr schwer) gelesen und es hat mir gut gefallen. Die Sensation, wie seinerzeit "Die Säulen der Erde" war es jetzt aber für mich nicht mehr, nicht weil das Buch so viel schlechter wäre, aber in der Zwischenzeit gibt es auf dem Markt so viele andere wirklich gute historische Romane und da muss sich Ken Follett dann einfach noch mehr anstrengen, um weiterhein der Beste zu sein.
Ich habe das Buch trotzdem mit Genuss gelesen, aber es war nicht mehr die Sensation wie seinerzeit bei "Die Säulen der Erde", allen Fans von historischen Romanen möchte ich aber gerne sowohl das alte Werk als auch den neuen Roman sehr empfehlen.
Hedwig

04.01.2009 22:41:28
Kinsey

Ich hätte nie gedacht, daß ich die knapp 1300 Seiten in weniger als einer Woche schaffen würde, doch die Weihnachtsfeiertage erwiesen sich als ideale Gelegenheit für lange Lesestunden. Dieses Abtauchen in eine andere Welt angesichts der eisigen Kälte draußen habe ich regelrecht genossen.

Insbesondere die erste Hälfte des Buches liest sich unglaublich flüssig und spannend, während in der zweiten Hälfte die Geschichte ohne Spannungskurve nur noch vor sich hin plätschert. Die letzten Kapitel scheinen ausschließlich dazu zu dienen, die letzten losen Fäden zu verknüpfen.

Insgesamt ist es Follett ganz gut gelungen, die mittelalterliche Gesellschaft einer Stadt lebendig werden zu lassen, indem er jede seiner Hauptfiguren eine bestimmte Schicht repräsentieren läßt. Leider verfällt er dabei zuweilen etwas zu sehr in Stereotypen. Historisch einigermaßen korrekt hat er u.a. den Konflikt zwischen den Interessen der Priorei einerseits und der Stadt andererseits oder die Probleme innerhalb der Zünfte und der Kaufleute herausgearbeitet. Die Verdrängung der sog. weisen Frauen und Hebammen aus der Gesundheitsfürsorge durch akademische Ärzte und den Aufbau eines Hospitals in städtischer Regie setzt man gemeinhin jedoch etwas später (15. Jh.) an. An der Darstellung der Pest bemängle ich höchstens, daß die Schilderung nicht einmal ansatzweise erahnen läßt, wie furchtbar diese Seuche gewesen sein muß.

Aber bei all dem darf man nicht übersehen, daß die hier vorkommenden weiblichen Charaktere – mit Ausnahme von Gwenda vielleicht – absolute Ausnahmeerscheinungen sind und recht wenig mit der Alltagswirklichkeit zu tun haben. Frauen waren weitgehend rechtlos, konnten weder über eigenes Vermögen verfügen noch rechtsgültige Testamente aufsetzen, noch waren sie als Zeugen vor Gericht zugelassen. Frauen als (vollwertige) Mitglieder einer Zunft waren ausgesprochen selten (obwohl es in einzelnen Städten durchaus rein weibliche Zünfte gab), von Frauen in Stadt- bzw. Gemeinderäten habe ich noch nie was gehört (wer mir Gegenteiliges berichten kann – bitte Nachricht per PN!). Dieses vordergründig aufgeklärte, beinahe schon modern-emanzipierte Frauenbild wird aber durch die Schilderung der Beziehung zwischen Caris und Merthin ins Gegenteil verkehrt: Für Caris bleibt Merthin über all die Jahre der einzige Mann, während er – obwohl Caris angeblich seine große Liebe ist – heiratet und sich auch sonst zwischendurch mit anderen Frauen vergnügt, bis es endlich zum Happy-End kommt. Wie chauvinistisch ist das denn????
Leider kommt auch der historische Hintergrund viel zu kurz. Der Hundertjährige Krieg z.B. wird nur am Rande gestreift, ohne daß erklärt würde, worum es dabei eigentlich ging.

Gewünscht hätte ich mir eine ausführlichere Schilderung von Merthins Jahren in Florenz, aber das wäre – angesichts der Länge, die das Buch ohnehin schon hat – wohl genug Stoff für ein eigenständiges Buch.

17.12.2008 13:36:28
Wolgang Ickert

Teilweise echt nicht mein K. Follet. Fühlte sich nicht 100% nach K. Follet an.

Ich glaube hier ist viel durch die Übersetzung kaputtgemacht worden. K.Follet hätte gut daran getan sich die selben Übersetzer
auszusuchen oder der Verlag hätte sein "altes Personal" reaktivieren sollen.

Ein paar erklärende Zeichnungen (z.B. Stammbaum der Protagonisten, Schlachten in Frankreich) wären hilfreich gewesen.

Im Großen und Ganzen war es jedoch eine kurzweiligwe Angelegenheit habe nur 14 Tage
am Buch gelesen (abends nach der Arbeit).

Ein Dritter Teil wäre schön. Die Erwartungen sind dann aber noch höher.

Vielleicht bringt K. Follet noch ein Kompendium zu beiden Teilen heraus. Hier ließe sich noch mehr Geld verdienen.

Das Buch fühlte sich teilweise so an, als wäre hier die gewaltige Provision im Vordergrund gewesen.

27.11.2008 19:43:56
Uwe Hepp

Meiner Meihnung nach ist "Die Tore der Welt" insgesamt ein recht unterhaltsames und lesenswertes Buch das in vielen Szenen das Leben in der damaligen Zeit gut darstellt. Auch die einzelnen Charaktere sind gut beschrieben.
Was mir allerdings überhaupt nicht gefällt sind die ständigen Wiederholungen in dem Buch. Wenn man zum x-ten mal lesen muss wie hässlich Frau X ist oder wenn zum x-ten mal erwähnt wird wie rot das rot des Stoffes ist und auch andere Dinge wieder und wieder gleich Beschrieben wird, kommt manchmal der Verdacht auf, der Autor hat vergessen das er diese Szene/Person...etc. vor 20 Seiten schon einmal Beschrieben hat.
Dies ist aber auch wirklich der einzige Makel an einem ansonsten lesenswertem Buch.

23.11.2008 14:01:08
Susannah

England im 14.Jahrhundert: Vier Kinder werden Zeuge eines blutigen Schauspiels. Ein Ritter kämpft mit drei erbitterten Feinden und wird dabei so schwer verwundet, dass er einen Arm verliert. Dann bittet der Ritter, Sir Thomas, den jungen Merthin, sein Geheimnis zu wahren: er vergräbt im Schatten des Baumes einen Brief von äußerster Brisanz - erst nach seinem Tod soll er wieder ans Tageslicht kommen! Von diesem Ereignis ausgehend spannt sich eine Geschichte über Liebe und Hasse, Hoffnung und Angst, Ehrgeiz und Demut. Alle Kinder erleben Höhen und Tiefen, oft stehen sie einander gegenüber. Doch ein Ereignis sucht sie alle mit gleicher Unerbittlichkeit heim: die Pest, der schwarze Tod, kommt nach England ...

Puh! Nach langer Zeit habe ich das Buch ausgelesen - und was soll ich sagen: es ist nicht so gut wie die Säulen der Erde, aber damit habe ich auch nicht gerechnet. Dennoch ist es in meinen Augen eine sehr gutes Buch, in dem man wunderbar versinken kann, in dem die Personen herrlich gezeichnet sind und man sich in einer vergangenen Zeit verliert. Follett brilliert einmal mehr durch seine einfache, aber dennoch sehr ansprechende Erzählkunst, durch seine detaillierte Charakterzeichnung und sein Talent für dramatische Momente. Zwar erlebt man hin und wieder ein kleines Déjà-vu, wenn sich Follett wiederholt, doch das stört nur wenig. Die schönsten Momente waren die, in denen sich die Figuren an Menschen wie Prior Phillipp, den Baumeister Jack und seine geliebte Aliena erinnern. Dann denke auch ich an die Säulen der Erde zurück, und erkenne in den neuen FIguren viel von liebgewonnenen Figuren aus dem Vorgänger. Und natürlich hat auch William Hamleigh einen würdigen Nachfolger ...

21.10.2008 14:01:56
Naddy

Ich habe "Die Tore der Welt" noch nicht gelesen, möchte aber nächste woche anfangen. "Die Säulen der Erde" fand ich jedoch richtig gut.

Ich möchte nur mal anmerken, das, wer schon mehrere Bücher von Ken Follett gelesen hat, weis was auf ihn zu kommt, deshalb solte man sich nicht über die ausdrucksweise und die ausführlichkeit von manchen szenen aufregen!! Follett tut das in jedem seiner Bücher und das macht ihn auch so fazinierend, er fühlt die geschichte und schreibt sie nicht ienfach nur, bei ihm merkt man, dass er teilnimmt an der geschichte!!

Ich liebe seine Bücher und freue mich schon,s ein neustes zu lesen

13.10.2008 09:54:38
Rosenhueterin

Das Buch lebt vom großen Namen des Autors. Um so enttäuschender war für mich das Werk, auf das ich neugierig gewartet habe.

Die Handlung ist zu oft langatmig und vorhersehbar. Die voyeuristischen Beschreibungen von Vergewaltigungen sind zwar nichts Neues in mittelalterlichen Romanen, doch sie stoßen mir immer wieder bitter auf. Regelrecht empört war ich von den ständigen Erklärungen der Handlung von vor ca. 200 Seiten - entweder zweifelt Herr Follett am Gedächtnis seiner Leser oder das Buch wurde von mehreren Köpfen geschrieben. Die extrem lange und detailierte Beschreibung der Häutung des Diebes bei lebendigen Leibe habe ich angeekelt übersprungen - und überhaupt wollte ich das Buch dann gar nicht mehr weiterlesen.

Doch neben der Abscheu und Empörung gab's auch die Neugierde auf die Charaktere und ihren mittelalterlichen Alltag, der wirklich gut beschrieben wird.

Selten hat ein Buch so unterschiedliche Gefühle hervorgerufen und höchst unwahrscheinlich werde ich es noch einmal lesen.

28.08.2008 21:38:43
Sabine

Wenn man wie ich, die Tore der Welt vor den Säulen der Erde gelesen hat, bekommt man allemals ein sehr hinreissendes und gut geschriebenes Buch. Es ist nicht langatmig, trotz der Seitenanzahl und liest sich flüssig durch. Ich war so fasziniert von Gwenda,Merthin,Ralph und Caris dass ich das Buch in 4 Tagen durchgelesen habe(nächte teils mit eingeschlossen). Da ich mich an einen Genrewechsel traute muß ich sagen, das die Tore der Welt ein erstklassiges und spannend erzähltes Buch über die Gepflogenheiten im MIttelalter darstellt.

21.08.2008 12:01:51
Wukkert

Ich finde das Buch großartig, die Geschichte ist fantastisch, besonders die verzweigungen gefallen mir.
Das Buch ruft emotionen hervor, z.B Abneigung und Hass gegenüber dem Prior um all der gottesfürchtigen Menschen die Frauen für wenigér Wert erachten.
Besonders die Liebesgeschichte mit Gwenda fand ich faszinierend ob sie nun den Mann den sie liebt auch bekommt.
Das Buch finde ich lesenswert und empfehle es jedem weiter der mittelalterliche Bücher liebt!

11.07.2008 12:04:24
Arwen

Die "Säulen der Erde" ist auch eindeutig mein Favorit. Trotz allem ist das Buch sehr unterhaltsam und liest sich gut weg.
Schade finde ich, dass sich beim Korrekturlesen vor Veröffentlichung nicht viel Mühe gemacht wurde (das Jack´s Augenfarbe im Laufe des ersten Buches von grün zu blau wechselte ist ja noch o.k.) in diesem Buch werden Namen verwechselt, bzw. treten ganz neu auf und von Sachverhalten die auf einer Seite erklärt werden, scheint man auf der nächsten Seite gar nichts mehr zu wissen. Das hat mich ein bisschen geärgert.
Auch finde ich die Wortwahl manchmal etwas sehr vulgär und primitiv, zumindest wenn die Charaktere Nonnen und Mütter sind welche in meinen Augen etwas sehr obszön mit ihren Schwestern und Töchtern reden! Entweder hat es Herr Follett so gewollt oder man könnte es bedauern, dass diesmal keine Frau bei der Übersetztung mitgewirkt hat.

09.07.2008 22:38:23
Michael S. aus Gemen

Meiner Meinung nach ist dieses Buch mindestens genau so unterhaltsam wie die Säulen der Erde, vieleicht sogar noch spannender!
Bei "Den säulen der Erde" zogen sich einige Kapitel wie Kaugummi. "Die Tore der Welt" lasen sich wie geschmiert!!!

24.06.2008 23:04:36
Kreuzritter

Säulen der Erde ist um Längen besser ...
Eines der besten Bücher die ich die letzten 30 Jahre gelesen habe...

Doch nun zum Neuen...es ist wie schon jemand geschrieben hat gute Unterhaltung mehr aber nicht...


1294 Seiten, Klischee und Sexszenen die meines Erachtens zu häufig ausgemalt wurden bis zum Abwinken.

Spannung wurde immer aufgebaut hat sich dann aber irgendwie vor dem Höhepunkt verflüchtigt...

Im Prinzip hat man gemerkt er wollte schon aber konnte wohl doch nicht mehr so richtig...

Die 25,- Euro für das Buch reuen mich aber Trotzdem nicht...

21.06.2008 18:10:51
pizzakat

Mir hat der erste Teil besser gefallen. Aber das hängt nur an einigen Kleinigkeiten. Gwenda und die Geschichte um ihen Sohn kommen eindeutig zu kurz. Genauso ist es bei Merthins Zeit in Florenz.

Trotzdem werde ich das Buch weiter empfehlen.

04.06.2008 13:48:35
Joerg Behrens

Ich möchte mich der Meinung eines Leser's anschliessen, dass Gwenda in der Geschichte unterm Strich zu kurz kommt. Zu Beginn nahm sie mehr Platz in der Geschichte ein. Auch hätte ich mir längere Ausflüge wie zum Beispiel nach Florenz gewünscht da sich das Geschehen in Kingsbrige trotz einiger Überraschungen um sich selbst dreht. Nichts desto trotz ein lesenswertes Buch.

16.05.2008 16:05:10
Loffski

Ich bin, wie auch von dem Vorgäner total begeistert. Sicherlich stimme ich mit einigen Kritikpunkten überein. Unter anderm dem des fehlenden roten Fadens. Allderdings stört das finde ich solange nicht, wie das Buch spannend bleibt und die immer wiederkehrenden Katastrophen nicht zu offentsichtlich und berechenbar.
Auch den Vorwurd des sexistischen kann man bringen. Teilwiese ist es etwas hart (übertrieben dargestellt). Aber sein wir ehrlich: Im Endeffekt erwartet man bei einem Follett Roman doch nichts anderes und erwartet es doch irgendwo auch. Wer das nicht haben kann, sollte Follett mit Vorbehalt lesen.

Aber alles in allem, finde ich, dass er ein durchaus sehr lesenweten und und fesselnden roman geschrieben hat, den man sich getrost kaufen kann!

11.05.2008 10:10:55
Harald der Wikinger

Plump, platt und sexistisch fand ich diesen Roman von Ket Follett, was mich eigentlich nicht gewundert hat, denn auch der Vorgänger "Die Säulen der Erde" wies schon viele dieser Kritrien auf. Ja, so kann man Mittelalter auch erzählen: als Action-und Gewaltporno, süffig aufgemotzt, ohne sich im geringsten darum zu schweren, wie die Menschen damals wirklich gelebt haben mögen. Ein Vorgehen, das offenbar Quote macht.
Mich kann es leider nicht begeistern.
Dümpelt bei mir um die 40 Punkte.

05.05.2008 18:55:31
doernchen

Bin auch vor kurzem mit dem Buch fertiggeworden. Mir gefällt es sogar besser als der "Vorgänger", da ich Jack nicht besonders sympathisch fand.
Es hat auch ohne einen roten Faden wie den Kathedralenbau wirklich Spaß gemacht, das Buch zu lesen, es passiert viel, man erfährt viel über das Leben der damaligen Zeit und als die Pest auftrat, zog das Buch noch einmal kräftig an.
Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der gut unterhalten werden möchte.

01.05.2008 14:07:50
Regina Lochner

1300 Seiten Ödnis, Klischee und Sexszenen bis zum Abwinken. Kein Handlungs- und Spannungsbogen, flache Charaktere und Versatzstücke aus anderen Romanen. es wirkt nur dann authentisch -und nur dann ist es auch wirklich gut geschrieben- wenn es um Baufragen geht; es dürfte wenige Romanautoren geben, die es schaffen, derlei technische Probleme so plastisch zu beschreiben. Alles andere macht gähnen...

28.04.2008 11:39:36
Karl-Georg

Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen; es steht meiner Meinung nach dem Vorgänger in nichts nach. Nie wurde es trotz der Stattlichkeit von 1300 Seiten langweilig, immer war irgendwas los, und die Charaktere wachsen einem mit der Zeit fast schon ans Herz. Kein Wunder, schließlich begleitet man sie durch rund 35 Jahre ihres Lebens - zu der Zeit mehr als die Hälfte dessen.
Außerdem lernt der geneigte Leser vieles über das Mittelalter.

Für mich beste Unterhaltung!

22.04.2008 20:50:01
elpe192

Ich bin gerade mit dem Buch fertig geworden.
Ich kann mich der Meinung meiner Vorgänger nur anschließen.
Auch ich fand das Buch sehr unterhaltsam und schön zu lesen.
Als ich an der Stelle angekommen war, bei der Merthin mit Thomas den Brief vergraben hatte, war ich sehr zufrieden, denn ich war der Meinung, dass Ken Follett es wieder geschafft hatte einen roten Faden einzubauen, ähnlich dem Geheimnis um Jack Builders Vater in "Säulen der Erde". Leider hat Follett diese Methode aus dem ersten Buch zwar verwendet aber nicht gut für das Buch genutzt. Die Aufdeckung des Geheimnisses brachte weder Spannung noch größere Aufschlüsse.
Was Gwenda betrifft, war ich mir wirklich nie sicher, wie sehr Wulfric sie liebt. Ich fand es war eher ein "nebeneinander herleben" trotz der immerwieder beschriebenen sexuellen Akte.
Außerdem hätte ich mir gewünscht, dass Gwendas Geheimnis um den Vater ihres Sohnes Sam am Schluss aufgedeckt wird....

Wie gesagt, schön zu lesen aber nicht so spannend wie der Vorgänger!

08.04.2008 12:37:54
olympia

Zuerst muss ich erwähnen, dass selten ein Buch bei mir so zwiespältige Gefühle ausgelöst hat wie dieses. Vom ersten Band „Die Säulen der Erde“, den ich vor einigen Jahren las, war ich hellauf begeistert und erwartete mir eine ebensolch hervorragende Fortsetzung. Diese wurden aber nur zum Teil erfüllt.

Im zweiten Band geht es in erster Linie um den Baumeister, Merthin, den bösen und exzentrischen Ralph und zwei Frauen, Caris und Gwenda, die um ihr Lebensglück kämpfen. Alles spielt sich wieder in der Stadt Kingsbridge ab, die auch im Mittelpunkt des ersten Bandes stand.
Man liest über Bauprojekte, Hexenverfolgung, Mord und Intrigen, Unterdrückung der Unfreien und Bauern, über Liebe und Selbstverwirklichung, Hass, Neid und Eifersucht, die Pest und die Bösartigkeit so manch Lehnsherrn über seine Untertanen.

Zu Beginn lässt man sich von Ken Follett dazu verleiten anzunehmen, dass der Bau einer neuen Brücke in Kingsbridge der Mittelpunkt in dieser Geschichte sein wird. Bald aber wird einem klar, dass es nicht nur ein Thema gibt, um das sich die ganze Erzählung dreht, sondern mehrere. Mag einem dies zuerst etwas verwirren, so hat man nach gut hundert Seiten die wichtigsten Protagonisten jedoch kennen gelernt und ist mitten im Geschehen. Störend fand ich die gerade zu Beginn banale und sehr „einfache“ Wortwahl wie „Pa sagte..“ „sagte Ma..“ Einmal habe ich mir die Mühe gemacht diese Wörter nachzuzählen und fand auf 2 Folgeseiten exakt 7x das Wort „sagte“….Kurios ist allerdings, dass sich diese „einfache“ Wortwahl nach ca. 200 Seiten relativ abrupt ändert und dann nichts mehr davon zu lesen ist. Liegt das am Lektorrat, an der Übersetzung oder hat der Autor einfach den Kurs gewechselt?? Fakt jedoch ist, dass sich der Schreibstil nach diesen Seiten ins Positive verändert.

Auffällig ist, dass es sehr viele Parallelen zum ersten Buch gibt. Auch sind die Protagonisten sehr „schwarz-weiß“ - also gut oder böse – gezeichnet. Die Guten sind so gut, dass sie absolut ohne Fehl und Tadel sind und die Bösen sind wirklich richtige Teufel in Menschengestalt.

Das Alltagsleben in der damaligen Zeit, die Macht der Kirche und der Lehnsherren ist sehr realistisch und glaubwürdig dargestellt. Ohne Kitsch oder „romantische Zufälle“ zeichnet Follet ein sehr plastisches und buntes Kopfkino. Man bekommt einen guten Einblick in die harte Arbeit der einfachen Leute und Bauern und erfährt auch einiges über die Kaufleute wie Weber oder Wollhändler.
Was damals bei der Ernährung als köstlich galt, würde heute niemand mehr essen wollen und es ist interessant auch darüber einiges zu erfahren. Ohne Beschönigung und mit realistischer Ehrlichkeit zeichnet Follet das Leben im Mittelalter und auch den damaligen Stellenwert der Frauen.

Die Geschichte an und für sich ist sehr kurzweilig und auch spannend erzählt. Durch den Wechsel der Schauplätze und Erzählungen über die verschiedenen Hauptdarsteller, wurde die Spannung immer aufrecht gehalten. Allerdings bekommt man als Leser nicht das Gefühl mitten im Geschehen zu sein, sondern alles vom Rande aus zu beobachten. Die Pest, die einen großen Platz in dem Buch einnimmt, wird dem Leser zwar als schlimme und tödliche Krankheit näher gebracht, aber die damit verbunden brutalen Schicksalsschläge werden nicht wirklich empathisch vermittelt. Die Sprache ist für einen Mittelalterroman ungewöhnlich modern und will nicht so wirklich zu der Geschichte passen, aber wenn man sich eingelesen hat, mag einen das nicht mehr so stören.

Fazit: ein kurzweiliges, spannendes und unterhaltsames Buch, wenn man seine Erwartungen und Ansprüche nicht all zu hoch ansetzt. Wer mehr über das Alltagsleben und weniger über die Politik der damaligen Zeit erfahren möchte, ist mit diesem Buch bestens bedient.

08.04.2008 10:09:30
Shrike

Meine Erwartungen wurden auch nicht ganz erfüllt.
Das Buch macht beim lesen Spaß und ist sehr flüssig geschrieben.
Teilweise werden die Handlungsstränge ausführlich, Lang und Breit dargestellt, andere Stränge wiederum nur sprunghaft. Die Protagonisten agieren in einer historischen Kulisse, handeln und denken ab und zu sehr modern. (Achtung: nur Spaß: Mittelalter GzSz :-D)
Das Buch ist eben nicht auf Tief aus, sondern auf Unterhaltung und von einigen Längen einmal abgesehen unterhält es doch recht gut und ist unterhaltsames Kopfkino, mehr aber leider nicht.

02.04.2008 10:52:25
lesemoni

Mir hat das Buch sehr gut gefallen.Es ist in einem einfachen Stil geschrieben der sich wunderbar lesen lies.Diese Geschichte ist eben ganz anderst geschrieben als " Die Säulen der Erde" .Es wurde über das tägliche Leben der Protagonisten erzählt, daß ich sehr spannend fand und somit jede einzelne Seite genossen habe.Leider war das Buch viel zu schnell ausgelesen.Allerdings muß ich 2 kleine Kritiken anmerken.1. hätte ich mich über einen Stammbaum sehr gefreut damit man nachschlagen kann wer nun von welchem Builder abstammt ,ein Namensverzeichnis wäre auch nicht schlecht gewesen.2. Gwenda kam in dem Buch eindeutig zu kurz .Über sie hätte der Autor viel mehr bringen müssen.Es lagen zuviele Jahre dazwischen in denen von ihr berichtet wurde.
Aber trotz der beiden Kritikpunkte war das Buch ein tolles Leseerlebnis das ich auf keinen Fall verpaßt haben möchte.Für mich war es das Lesehighlight im Monat März und darum gibt es von mir volle 100 Punkte.

02.04.2008 10:52:19
lesemoni

noch ein kleiner Nachsatz von mir:

Für mich muß ein Buch nicht immer SUPERKORREKT recherchiert sein.Ein Buch soll beim lesen Spaß machen ,einem Freude bereiten damit man mit den Protagonisten mitfiebern kann.Wer auf absolut Korrekte Recherche besteht der sollte vielleicht zu Biographien oder Sachbüchern greifen :-)

02.04.2008 10:45:09
lesemoni

Mir hat das Buch sehr gut gefallen.Es ist in einem einfachen Stil geschrieben der sich wunderbar lesen lies.Diese Geschichte ist eben ganz anderst geschrieben als " Die Säulen der Erde" .Es wurde über das tägliche Leben der Protagonisten erzählt, daß ich sehr spannend fand und somit jede einzelne Seite genossen habe.Leider war das Buch viel zu schnell ausgelesen.Allerdings muß ich 2 kleine Kritiken anmerken.1. hätte ich mich über einen Stammbaum sehr gefreut damit man nachschlagen kann wer nun von welchem Builder abstammt ,ein Namensverzeichnis wäre auch nicht schlecht gewesen.2. Gwenda kam in dem Buch eindeutig zu kurz .Über sie hätte der Autor viel mehr bringen müssen.Es lagen zuviele Jahre dazwischen in denen von ihr berichtet wurde.
Aber trotz der beiden Kritikpunkte war das Buch ein tolles Leseerlebnis das ich auf keinen Fall verpaßt haben möchte.Für mich war es das Lesehighlight im Monat März und darum gibt es von mir volle 100 Punkte.

30.03.2008 18:55:49
Emma

Ich freute mich sehr, als ich das Buch im Handel sah, leider wurde ich arg enttäuscht.

Die Geschichte bietet zuwenig Hintergrund auf die Geschichte des Mittelalters.Des Weiteren empfinde ich die Charaktere extrem einseitig. Gut hat ständig Pech und fällt in die typische Opferrolle, Böse hat Glück und kommt mit allem davon. Zum Schluß wird dann flott gedreht, damit das Buch ein nettes Ende bekommt. So passiert nerven die Charaktere recht schnell. Ich hatte das Gefühl, das hier einfach ein kommerzieller Erfolg her mußte. Dieser wurde dann ohne viel Liebe und mehr als phantasielos runter geschrieben.

Auch das sooo spannend gemachte Geheimnis verpufft zum Schluß einfach.

Eine absolute Enttäuschung für mich und das Geld im Ansatz nicht wert. Es reicht maximal zu einem Wühltischbuch.

26.03.2008 19:14:10
Larna

Die Erwartungen, die ich in das Buch hatte, wurden nicht ganz erfüllt.

Die Protagonisten sind denen in "Die Säulen der Erde" viel zu ähnlich, man erkennt überdeutlich wer wem nachfolgt. Der historische Kontext tritt ziemlich in den Hintergrund und ist nur als Rahmen für die Geschichte vorhanden.
Zudem denken und handleln einige der Personen einfach viel zu modern, das wirkt unglaubwürdig.
Auch die Hindernisse, denen die Protagonisten sich ausgesetzt sehen, ähnlen denen in "Die Säulen der Erde" vom Prinzip her.

Etwas wenig Platz nimmt die Geschichte um Gwenda ein, das Buch wäre auch lesbar, wenn diese Teile fehlen würden, das finde ich schade. Auch das Geheimnis, von dem man im ersten Teil erfährt, kommt in meinen Augen viel zu kurz. Es wirkt fast so, als ob der Autor es nur noch mal aufgreift, damit er den Anfang irgendwie noch einbinden und zu einem Abschluss bringen kann.

Obwohl die Hauptdarsteller teilweise eher einseitig (gut/böse) gezeichnet sind, wachsen sie einem doch ans Herz und spätestens bei Ausbruch der Pest nimmt die Geschichte wirklich an Fahrt auf und die Schrecken der damaligen Zeit werden gut rüber gebracht.

Wer nicht so viel Wert auf den historischen Kontext legt, sonder eher an dem Alltagsleben teilnehmen will und auch kein Problem mit "modern denkenden" Protagonisten hat, dem wird das Buch gefallen.
Doch auch mir hat das Buch, trotzt aller Kritikpunkte, unterhaltsame Lesestunden beschert, nachdem ich meine Ansprüche runter geschraubt hatte, und am Ende war ich sogar ein bischen traurig, dass es zu Ende war.

Von gibt es 75°