Bewegende Schicksale atemberaubend erzählt – Der neue große Roman von Charlotte Roth!

Wenn wir wieder lebenDas vornehme Ostseebad Zoppot in den 1920er-Jahren. Noch herrschen überschäumende Lebenslust und unbeschwerte Sommerfrische. Die vier Freunde Lore, Gundi, Julius und Erik erfreuen die Kurgäste mit flotten Rhythmen und eingängigen Melodien und träumen vom Durchbruch als Musiker. Bald ist ihnen tatsächlich Erfolg beschieden, auf dem Luxusschiff Wilhelm Gustloff befahren sie die Meere – und wollen nicht wahrhaben, dass sich die Zeiten schon lange geändert haben. Gundi verliebt sich in den Sänger Tadek, aber dann überfällt Hitler Polen, und Tadek schließt sich dem Widerstand an: das Ende einer großen Liebe?

Viele Jahre später begibt sich die junge Wanda auf die Suche nach dem, was von den Träumen der jungen Leute übrig blieb.

»Charlotte Roth reist mit viel Gefühl durch die deutsche Geschichte.« Emotion über Als wir unsterblich waren

Das Ostseebad Zoppot

Monte Carlo des Nordens – den Beinamen erhielt das einstige Fischerdorf Zoppot, als in den 1920er-Jahren dort das luxuriöse Grandhotel mit seinem lizensierten Casino die Pforten öffnete. Zoppot – an der Flanke des schönen Danzig gelegen und mit ganz eigenem Charme gesegnet – stieg zum Stern der baltischen Seebäder auf, zum Tummelplatz der Reichen und Schönen, der Bohemiens und Bonvivants, die in den Jahren zwischen den Kriegen einen Rausch aus Freiheit und Lebensgier genossen, als hätten sie gewusst, dass ihnen nicht viel Zeit blieb.

Die Wilhelm Gustloff

Die Wilhelm Gustloff wurde als erstes Schiff der nationalsozialistischen Freizeitorganisation Kraft durch Freude gebaut und warb damit, den Luxus und Glamour einer Kreuzfahrt auch Arbeitern und kleinen Angestellten zu ermöglichen. Im Frühjahr 1938 startete sie unter großem Hallo zu ihrer ersten Reise in Richtung Portugal und löste mit ihren Promenadendecks, ihrem Schwimmbad, mit Musik und Tanz unter südlicher Sonne Begeisterung bei den Reisenden aus. Zynisch war jedoch vorausgeplant und das Luxusschiff für den Kriegsfall ausgestattet worden. Bereits ein Jahr später war es soweit. Die Gustloff wurde zum schwimmenden Lazarett, dann zum Ausbildungsschiff für U-Boot-Rekruten und schließlich zum Grab für bis zu neuntausend Flüchtlinge.

Charlotte Roth über die Entstehung von Wenn wir wieder leben

Charlotte Roth

© C. Saalfeld

Als ich auf die Geschichte der Wilhelm Gustloff stieß, war ich eigentlich mit einem anderen Projekt beschäftigt, brannte jedoch augenblicklich für dieses. Ich bat mein großartiges Team – meine Lektorin und meine Programmleiterin – um ein Treffen und versuchte, sie davon zu überzeugen, dass ich diese Geschichte um jeden Preis schreiben müsste. Es war ganz einfach, die beiden anzustecken, und sobald sie ihr Okay gegeben hatten, wurde mir klar, was ich verdrängt hatte: Dass ich in die Heimat meiner Großmutter würde reisen müssen, was ich nie gewagt hatte.

„Meine Oma war aus Zoppot“, gestand ich leise. „Meine auch“, gab meine Lektorin zurück. Die beiden hätten zusammen eine Sandburg bauen können, und dieses Stück baltisches Küstenland ist tief in der Erinnerung unserer Generation verwurzelt.