Die Tochter des letzten Königs von Sabrina Qunaj

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2014unter dem Titel „Die Tochter des letzten Königs“,, 704 Seiten.ISBN 978-3-442-47988-7.

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Kurzgefasst:

Wales 1093: Als die Normannen in ihre Heimat einfallen, gerät die junge Fürstentochter Nesta in Gefangenschaft. Ihr königliches Blut macht sie zu einer wertvollen Geisel, und so bringt man sie an den Englischen Hof. Ihre unvergleichliche Schönheit bleibt auch Henry, dem zukünftigen König von England, nicht verborgen. Doch Nesta ist der Schlüssel zur Macht in Wales und wird schließlich gegen ihren Willen an den dortigen Kommandanten, Gerald de Windsor, verheiratet. Was als Zwang beginnt, entwickelt sich langsam zu einer großen Liebe. aber auch die walisischen Rebellen haben nicht vergessen, wer Nesta ist ...

Das meint Histo-Couch.de: „Wales als politischer Spielball“95Treffer

Rezension von Carsten Jaehner

Wales im Jahr 1093. Die Normannen überfallen den Königssitz und töten die Mutter, wohingegen die Fürstentochter Nesta entführt wird, sie weiss auch nicht, wie es ihren beiden Brüdern ergeht. Als Tochter eines Königs ist sie eine wertvolle Geisel, mit der sich noch vieles erreichen lassen kann. Sie wird an den englischen Königshof gebracht und muss dort die Dienste einer normalen Magd erledigen.

Dort findet sie Freunde, die ihre Situation verstehen, und auch der Bruder des Königs, Henry, wird auf sie aufmerksam. Da Nesta eine ausgesprochene Schönheit ist, verliebt sich Henry in sie und sie in Henry eine wilde Affäre beginnt, zunächst im Verborgenen, später als offenes Geheimnis. Als Nesta schwanger wird, macht sie das zunächst glücklich, entsteht so doch ein unsichtbares Band zwischen ihr und Henry. Doch nach der Geburt des Sohnes soll er bei ihm aufwachsen und nicht bei ihr – so beginnt ihre Liebe zu ihm zu bröckeln.

Und spätestens, als Henry sie mit Gerald de Windsor verheiratet, versteht sie die Welt nicht mehr, war es doch eben dieser de Windsor, der einst am Überfall auf ihre Familie federführend beteiligt war. Sie fügt sich ihrem Schicksal und schon bald merkt Gerald, wen er da geheiratet hat: Eine Waliserin, die in der Heimat nicht vergessen wurde, und so wird Nesta zum Schlüssel der Macht in Wales. Gerald muss noch viel lernen, über Kriegsführung, über Wales und über seine Frau. Allmählich beginnt ihre Fassade ihm gegenüber zusammenzufallen …

Eine starke Protagonistin

Die Liebe der Autorin Sabrina Qunaj zu Wales zeigt sich auf jeder Seite ihres ersten historischen Romans. Immer wieder sehnt sich Nesta nach ihrer Heimat, und egal in welcher Lage oder Situation sie sich befindet, der Gedanke an Wales gibt ihr Halt und Kraft, und letztlich wird ihr diese Einstellung auch voran helfen. Zwar ist Nesta erst vierzehn, als ihre Familie überfallen und sie an den englischen Hof entführt wird, aber dennoch ist sie von Anfang an auf eine bestimmte Art selbstbewusst, schließlich ist sie die Tochter eines Königs. Zudem ist sie bildhübsch, und solche Frauen wissen immer, was sie wollen und vor allem, wie sie es bekommen.

Nesta als Protagonistin bestimmt weite Teile des Romans, der eine interessante Geschichtslektion ist. Nur selten beschäftigen sich Autoren mit der Geschichte von Wales, zumal eine deutschsprachige Autorin. Doch merkt man es der Österreicherin nicht an, dass sie nicht aus Wales stammt. Ihre Beschreibungen von Traditionen und Riten sind so intensiv, dass man sich dabei fühlt und Nesta immer in ihrem Handeln unterstützen mag.

Historisch belegt

Dabei ist sie zu Beginn noch recht naiv, wenn sie sich von Henry verführen lässt. Von Freundinnen gewarnt, dass sie letztlich nur eine von vielen sein wird, lässt sie sich auf ihn ein – und muss doch lernen, dass ihre Freundinnen recht hatten. Als sie mit ihren Erzfeind verheiratet wird, geschieht dies nicht aus Liebe, sondern aus politischem Kalkül schwer zu verdauen, aber an Ende weiß sie ihren neuen Gemahl zu schätzen und letztlich auch zu lieben. Überhaupt, Nesta und die Männer – Spielball der Politik und der Liebe, wobei beides nicht auseinander zu halten ist.

Sabrina Qunaj ist mit Die Tochter des letzten Königs ein Roman gelungen, der der erste einer Reihe über Wales ist und der auf allen Ebenen zu überzeugen weiß. Die Autorin holt en Leser schnell in die Geschichte und weiß sprachlich wie inhaltlich zu überzeugen. Ihre Protagonistin hat Ecken und Kanten und wirkt gerade deshalb wie jemand wie Du und Ich, einfach menschlich, und daher ist sie einem beim Lesen so nahe.

Eine Karte, ein Personenverzeichnis und ein interessantes Nachwort ergänzen einen Roman, bei dem man sich vor allem auch darauf freuen darf, dass wenigstens drei weitere folgen werden, von denen zwei bereits erschienen sind. Auch das Buchcover entspricht dem, wie man einen guten historischen Roman auch äußerlich erwartet. Hier hat der Goldmann Verlag alles richtig gemacht. Er hat sich eine Autorin an Land gezogen, die überzeugend und leserfreundlich schreibt, spannend, packend und mitfühlend, dabei schmalzfrei und immer mit Überraschungen gewürzt. Ein historischer Roman, wie er sein soll und wie er leider nicht oft vorkommt. Da freut man sich auf die Fortsetzungen.

Ihre Meinung zu »Sabrina Qunaj: Die Tochter des letzten Königs«

Paul Schmitz zu »Sabrina Qunaj: Die Tochter des letzten Königs«28.09.2016
Über die positiven Kommentare einer Facebookgruppe für historische Romane bin ich auf "Die Tocher des letzten Königs" aufmerksam geworden. Abgerundet wurde meine Meinung über die Rezensionen dieser Seite. Und ich wurde bestätigt und bin dankbar, eine neue Autorin für das frühe Mittelalter gefunden zu haben.

Zum Buch:
Die Handlung wurde hier ja schon oft wiedergegeben. Für mich ist es eher ein mittelalterliche Liebesroman, als dass es eine "Rittergeschichte" ist. Interessant wird dieser durch die neue Sicht auf die walisische Lebensart und die Konflikte mit den "Einwanderern", also den Normannen, die ich persönlich so noch nicht kannte.

Natürlich ist die Hauptfigur ein wenig überzeichnet, auch wenn es sich hierbei um eine historische Figur handelt. Für mich ist es manchmal ein wenig zu viel des Guten und ich hatte manchmal ein wenig das Gefühl, dass es mir zu oft ins Mystische abdriftet.

Als leichte Kritik hätte ich (als Mann) es durchaus interessant gefunden, den ein oder anderen ritterlichen Konflikt ausformuliert zu bekommen. So wird beispielsweise die Geschichte um den Rebellen Hywel immerwieder aufgewärmt, bleibt jedoch im Ganzen eine Nebengeschichte. Die Besiegung des Rebellen durch einen Hinterhalt, den Nesta dann sogar beweint, hätte ich mir durchaus als spannende Geschichte vorstellen können. Dies wird aber dann nur leider am Rande erwähnt.

Zum Schreibstil:
Den möchte ich als fesselnd und bindend bezeichnen. Es ist schon eine Sprache, bei der es schwerfällt, das Buch aus der Hand zu legen. Interessant finde ich auch das stilistische Mittel, die Kapitel teilweise offen Enden zu lassen, um dann das Ende der offenen Geschichte im nächsten Kapitel eher am Rande in einer kleinen Rückschau zu erwähnen.

Im guten Ganzen ein echt tolles Buch!
rolandreis zu »Sabrina Qunaj: Die Tochter des letzten Königs«23.06.2016
Beim Stöbern nach historischen Romanen die in England spielen, bin ich auf diese Trilogie gestoßen. Geschrieben von einer jungen Autorin aus der Steiermark in Österreich und dann dieses Thema? Doch der Klappentext machte mich neugierig und so habe ich mit dem ersten Band begonnen. Und was begonnen war, war binnen weniger Tage nach gut 700 Seiten schon durchgelesen. Sabrina Qunaj hat hier einen Roman geschrieben, der wenig Schlachtgetümmel enthält (wie z.B. bei Cornwell's Uthred-Saga), aber hochgradig spannend ist durch die ständigen Intrigen und Machenschaften bei Hofe. Immer wieder bangte ich mit Nesta mit. Anfangs ihre Naivität und Unerfahrenheit, später ihr Misstrauen. Dann endlich Liebe und Glück, das ihr wenig später wieder von Walisern genommen wird, und, und, und...

Dabei gelingt es der Autorin zahlreiche historische und fiktive Personen geschickt miteinander zu verbinden, so dass Geschichte richtig unterhaltsam ist. Auch die Hintergrundinformationen im Nachwort sind hier absolut lesenswert und ich erfuhr nochmal mehr über die Anfänge der Tudors. Das Buch war für mich ein absoluter Pageturner und die Autorin hat mich mit dieser Geschichte ähnlich in den Bann gezogen wie die Warringham-Saga von Gablé. Hier bin ich schon absolut gespannt auf den zweiten Band, den ich demnächst lese.
Leeni zu »Sabrina Qunaj: Die Tochter des letzten Königs«16.06.2016
Ich bin ein großer Fan von Rebecca Gablé und Ken Follett und mag Storys, die den Lesern einen ungeschönten Blick auf die Vergangenheit liefern und ihnen unterhaltsam, fast beiläufig, geschichtliches Hintergrundwissen vermitteln. Mit Sabrina Qunaj's “Die Tochter des letzten Königs” habe ich auch prompt eine Geschichte erwischt, die mich von der ersten bis zur letzten Seite restlos begeistert hat.

“Die Tochter des letzten Königs” entführt uns nach Wales ins späte 11. Jahrhundert. Im Mittelpunkt steht die 8-jährige Nesta, eine walisische Fürstentochter, die bei einem brutalen Überfall durch die Normannen ihre Familie, ihr Erbe und ihre Heimat verliert. Am englischen Hof erweckt die walisische Schönheit Jahre später die Aufmerksamkeit von Henry – dem zukünftigen englischen König. Ihr walisisch-königliches Blut macht Nesta zu einer guten Partie und zu einer wichtigen Spielfigur um die Macht in Wales, die viele hohe Herren an sich reißen wollen. Um sich viel Leid zu ersparen, versucht Nesta nicht auf ihre Gefühle, sondern auf ihren Verstand zu hören. Doch ihr Herz wird einiges aushalten müssen …

Schnell versinkt man in diesem fulminanten Schmöker und wird zum Teil von Nestas Geschichte, die nicht interessanter hätte sein können.
Um ihre Person ranken sich viele Mutmaßungen und Gerüchte, die sie zur perfekten Protagonistin machen. Geschickt verwebt die Autorin fiktive Details und Handlungsstränge mit der Geschichte Englands und liefert den Lesern einen authentischen Blick auf die Vergangenheit. Dank der leicht verständlichen Sprache, die mit zungenbrecherischen walisischen Namen und Begriffen ausgeschmückt ist, fliegt man nur so durch die Seiten.

Sabrina Qunaj hat hier wirklich ein großartiges Werk geschaffen. Dieses Buch hat alles, was in meinen Augen einen guten historischen Roman auszeichnet: eine Heldin, der man das große Glück gönnt; eine Prise Leidenschaft; viele Intrigen und düstere Gesellen; eine authentische Kulisse; einen König, dessen Motive nicht direkt ersichtlich sind und einen geschichtlichen Rahmen, der den Lesern viel interessantes Wissen liefert.

Für alle Leser, die mehr als nur gute Unterhaltung von einem historischen Roman erwarten, ist “Die Tochter des letzten Königs” genau das Richtige!
Catie zu »Sabrina Qunaj: Die Tochter des letzten Königs«16.07.2015
Ich habe "Die Tochter des letzten Königs" rein zufällig aus dem Regal im Buchgechäft gezogen, den Klappentext gelesen und es, ohne den anderen Büchern noch weiter Beachtung zu schenken, einfach gekauft. Der Roman erzählt die Geschichte von Nesta, der Prinzessin von Südwales, die seit ihrem neunten Lebensjahr im normannischen England zur Zeit Williams des Eroberers lebt. Als William stirbt, erbt sein Bruder Henry die Krone. Nesta, seit Jahren mehr oder minder allein findet in Henry bald mehr als nur einen Freund und Beschützer. Doch das hält ihn letztendlich nicht davon ab, sie mit dem Mann zu verheiraten, der an der Zerstörung ihres Heims beteiligt war und sie nach England brachte...

Ich konnte mich eigentlich immer gut in Nesta hineinversetzen, die als Mädchen und Frau ein ständiger Spielball mächtiger Männer ist. Am Anfang des Romans ist sie einsam, findet später aber unter ihren vermeindlichen Feinden einen Mann, den sie liebt, wird von ihm aber verletzt und bitter enttäuscht. Von da an versucht Nesta sich zu beherrschen und mit dem Stolz einer echten Waliserin nach durchs Leben zu gehen, was ihr an der Seite ihres Mannes als vollkommen notwenidig erscheint, um dort überhaupt überleben zu können.

Was ich an dem Buch interessant finde ist, dass die Hauptfigur, und eigentlich alle anderen wichtigen Charaktere wirkliche, historische Personen sind. Es hat mir gefallen, den Konflikt zwischen Walisern und Engländern, der sich ja über Jahrhunderte hinstreckt, einmal aus walisischer Sicht geschildert zu lesen, und der Roman vermittelt ein gutes Bild von den Lebensverhältnissen im damaligen Wales.

Ich habe diesen Roman jedenfalls gern gelesen (wenn hier auch nur einmal), und kann ihn im Grunde uneingeschränkt weiterempfehlen.
Entropia zu »Sabrina Qunaj: Die Tochter des letzten Königs«17.04.2015
Der historische Roman „Die Tochter des letzten Königs“ von Sabrina Qunaj beginnt im 11. Jahrhundert und die zentrale Rolle nimmt die Fürstentochter Nesta ein, eine – wie ich finde – ganz besondere historische Persönlichkeit.

Inhaltsangabe (Quelle: Klappentext):
Wales 1093: Als die Normannen in ihre Heimat einfallen, gerät die junge Fürstentochter Nesta in Gefangenschaft. Ihr königliches Blut macht sie zu einer wertvollen Geisel, und so bringt man sie an den englischen Hof. Ihre unvergleichliche Schönheit bleibt auch Henry, dem zukünftigen König von England, nicht verborgen. Doch Nesta ist der Schlüssel zur Macht in Wales und wird schließlich gegen ihren Willen an den dortigen Kommandanten, Gerald de Windsor, verheiratet. Was als Zwang beginnt, entwickelt sich langsam zu einer großen Liebe. aber auch die walisischen Rebellen haben nicht vergessen, wer Nesta ist...

Der Schreibstil von Sabrina Qunaj ist immer wieder ein Genuss. Bereits bei ihren fantastischen Romanen habe ich ihren Schreibstil geliebt und auch bei ihren historischen Romanen schafft sie es, in eine bereits vergangene Zeit zu locken und darin zu fesseln. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen und man bekommt einen sehr guten Einblick in die damalige Zeit, in die darin wandelnden Persönlichkeiten und ihre bestehenden Machtkämpfe in England und Wales. Gleich zu Beginn des Buches ist man in der erzählten Geschichte gefangen und fiebert mit den Charakteren mit. Die Skizzierung der Personen ist allesamt sehr liebevoll, auch die Nebencharaktere sind detailliert beschrieben. Die Hauptcharaktere entwickeln sich im Verlauf der Geschichte und wachsen an ihren Aufgaben. Für mich war es ein Genuss, mit ihnen ihre Abenteuer zu bestreiten oder bei ihren Dialogen zu lauschen.
Im Mittelpunkt dieses historischen Romans steht Nesta ferch Rhys. Über diese historisch bedeutsame Persönlichkeit habe ich bisher kein Buch gelesen oder ist mir bewusst in einem Roman aufgefallen. Umso verwunderlicher ist diese Tatsache, wenn man in „Die Tochter des letzten Königs“ liest, wie wichtig sie für die Geschichte von Wales und auch England war. Ihre Charakterisierung hat mir sehr gut gefallen und so durfte ich mit ihr mit fiebern, habe mit ihr gelitten oder mit ihr Freude empfunden. Im Verlauf ihres Lebens musste sie viele Niederlagen einstecken und sich in einer politischen Welt zurechtfinden, die sie in ihrer Heimat so nicht kennen gelernt hat. Auch ihre Wünsche und ihre ausgeprägte Gefühlswelt und die resultierenden Probleme werden thematisiert. Als Leser bekommt man dadurch einen guten Einblick in das damalige politische Ränkespiel und die Kämpfe für die Eroberung von Wales. Jedoch kann man dabei immer einen guten Überblick behalten.
In dem Buch sind ein Personenverzeichnis und eine Karte enthalten, die zum besseren Verständnis beitragen. Und auch das Nachwort ist aufschlussreich, in dem Sabrina Qunaj über die Verflechtung von Wahrheit und Fiktion aufklärt.

Mein Fazit: ein gelungener historischer Roman, der mit viele tolle Lesestunden bereitet hat. Im Mittelpunkt steht hierbei die besondere Persönlichkeit Nesta ferch Rhys. Ihre Geschichte ist es auf jeden Fall wert, dass man sie liest. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und volle 5 Sterne.
gealein. zu »Sabrina Qunaj: Die Tochter des letzten Königs«16.11.2014
Ich habe das Buch schneller gelesen, als es sonst meine Art ist, was für den Schreibstil und die spannende Wiedergabe der Geschichte spricht. Für mich war es das erste Zusammentreffen mit der Geschichte Wales nach der Invasion der Normannen (oder überhaupt mit der separaten Geschichte Wales).

Ich werde mir den Namen Sabrina Qunaj merken und bin ganz sicher bei der Fortsetzung dabei!
Jana68 zu »Sabrina Qunaj: Die Tochter des letzten Königs«01.07.2014
Dieser Roman hat mir echtes Lesevergnügen bereitet.
Erzählt wird die Geschichte der Walisischen Prinzessin Nest, die im Buch Nesta heißt. Der Roman hat hohe Authentizität, denn sehr viele der handelnden Personen haben nicht nur tatsächlich gelebt, sondern auch in den erzählten Beziehungen zueinander gestanden. Viele der Ereignisse sind historisch belegt und haben in der sehr bildhaft beschriebenen Landschaft von Wales stattgefunden.
Fiktion und Wirklichkeit werden hervorragend miteinander verknüpft, sodass auch ich am Ende sagen kann: Ja, so könnte es gewesen sein.
Nesta's Geschichte ist spannend und mitreißend. Wir lernen sie als 8-jährige kennen in den schier schlimmsten Stunden ihres noch jungen Lebens. Ihre Herkunft würde ein Leben unter ihren Feinden eigentlich unmöglich machen, doch sie schafft es, sich nicht nur damit zu arrangieren, sondern ihr Schicksal mit Stolz als gegeben anzunehmen ohne sich dabei selbst aufzugeben oder ihre Herkunft je zu verleugnen. So gelingt es ihr sogar, wieder Lebensfreude zu empfinden. Sie reift zu einer aufgeschlossenen und toleranten Persönlichkeit, die das Miteinander mit den Besatzern ihrer Heimat ehrlich vorlebt und dadurch klug zwischen den verfeindeten Völkern vermitteln kann.
Sabrina Qunaj's "Die Tochter des letzten Königs" ist ein lebhafter und spannender Roman, den ich gerne weiterempfehle. Das Buch läßt sich sehr flüssig lesen, wenngleich es bei mir hinsichtlich der korrekten Aussprache des einen oder anderen Walisischen Namens durchaus einiger Übung bedurfte. Aber dazu gibt die Autorin auf ihrer Homepage eine gute Hilfestellung.
Auf den für kommendes Jahr angekündigten Folgeroman von Sabrina Qunaj freue ich mich bereits jetzt und hoffe, auch danach noch viel von ihr lesen zu können.
-LENA- zu »Sabrina Qunaj: Die Tochter des letzten Königs«29.06.2014
Der Roman erzählt die interessante Geschichte der wenig bekannten walisischen Prinzessin Nesta. Als Kind gerät sie in normannische Gefangenschaft, kommt an den englischen Hof und wird die Mätresse von Henry I., später Ehefrau von Gerald de Winter.
Vor dem Hintergrund der Auseinandersetzungen zwischen Wales und dem englischen Königshof, sowie den Walisern untereinander spielt Nesta als Vermittlerin eine Rolle.
Die Autorin hat mit ihrem ersten historischen Roman ein spannendes,flüssig zu lesendes Buch geschrieben.
Ein Personenregister,eine Karte und das Nachwort runden den Roman ab.
Für Leser, die englische Geschichte mögen sehr empfehlenswert.
Ihr Kommentar zu Die Tochter des letzten Königs

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