Ein unmöglicher Mord von Rob Reef

Buchvorstellung

Ein unmöglicher Mord von Rob Reef

Originalausgabe erschienen 2017unter dem Titel „Ein unmöglicher Mord“,, 288 Seiten.ISBN 978-3940258694.

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Kurzgefasst:

England, 1938: Der Literaturprofessor und Gelegenheitsdetektiv John Stableford freut sich auf ein paar unbeschwerte Tage in der Bibliothek seines Schwiegervaters, dem Vikar von Upper Biggins. Doch als seine Nichte im Garten des Pfarrhauses einen mit einem Hakenkreuz markierten Golfball findet, ist es mit der Idylle schlagartig vorbei. Der skandalöse Fund führt John in das benachbarte Herrenhaus, wo ihn sein Freund Dr Holmes erwartet. Noch am selben Abend bricht der Hausherr Sir Edmund Rogie unter rätselhaften Umständen während eines Banketts zusammen. Doch damit nicht genug. Am folgenden Tag geschieht ein Mord, der so unmöglich zu sein scheint, dass Stableford an seinem Verstand zu zweifeln beginnt.

Ihre Meinung zu »Rob Reef: Ein unmöglicher Mord«

tassieteufel zu »Rob Reef: Ein unmöglicher Mord«22.08.2017
Literaturprofessor, Krimiautor und Gelegenheitsdetektiv John Stableford weilt gemeinsam mit Gattin Harriet in Upper Biggins um dort den Geburtstag des Schwiegervaters zu feiern. Als seine Schwägerin im Garten einen Golfball mit Hakenkreuz findet, löst das Verwunderung aus, denn das Anwesen wurde während des 1. Weltkriegs zum militärischen Sperrgebiet erklärt und gilt seither als verwildert. Wenig später erhält Stableford einen Anruf seines Freundes Dr. Holmes, der im benachbarten Herrenhaus zu Gast ist und ihn zu einem eigentümlichen und politisch hochbrisanten Golftournier einlädt. Doch schon am ersten Abend während eines Banketts bricht der Hausherr, Sir Edmund Rogie, unter merkwürdigen Bedingungen zusammen und Dr. Holmes vermutet eine Vergiftung.

Auch der 3. Fall für John Stableford ist ein klassischer Whodunit, der in typisch englischer Krimimanier aufgebaut wurde. Wieder ist der Täter in einer kleinen Gruppe von Leuten zu suchen, die auf Grund der Sicherheitsvorkehrungen im Herrensitz von Annandale quasi von der Außenwelt abgeschnitten ist. Geschickt baut der Autor die brisante politische Lage kurz vor Ausbruch des 2. Weltkrieges mit in seinen Krimi ein und wie in allen bisherigen Bänden, so ist natürlich auch hier Golf ein gewisses Thema, dass aber nicht zu sehr im Vordergrund steht. Da es hier um ein Tournier geht, werden natürlich einige Details dieses Sports erörtert, aber auch wer sich wie ich damit nicht auskennt, wird mit der Thematik keineswegs gelangweilt oder überfordert.
John Stableford ist inzwischen freier Mitarbeiter des War Office und auch in seinem Privatleben hat sich so einiges geändert. Ganz interessant finde ich, dass es immer mal kleine Anspielungen auf seine Kriegserlebnisse im 1. Weltkrieg gibt, hier darf man gespannt sein, ob da in den Folgebänden noch mehr offenbart wird.
Da Stableford nicht in offizieller Mission ermittelt, sind seine Möglichkeiten und Befugnisse recht beschränkt, er kann also nicht auf die offiziellen Ermittlungswege und Mittel zurück greifen und muß daher auf seinen scharfen Verstand, seine Kombinationsgabe und sein umfangreiches Allgemeinwissen setzen. Unterstützt wird er dabei wieder von Dr. Holmes und Harriet, die ebenfalls kleine Puzzleteile zur Auflösung beitragen, von Stablefords Geheimniskrämerei aber doch ab und an genervt sind.
Rob Reef verzichtet auf unnötige Effekthascherei, blutige Details und rasante Action, statt dessen setzt er auf akribische Recherche und Kombinationsgabe. Wie der Titel des Buches schon sagt, handelt es sich eigentlich um einen unmöglichen Mord, daher steht die Frage, wie die Tat begangen wurde auch im Vordergrund und erst nachdem das geklärt ist, folgt dann auch die Entlarvung des Täters. Hier ist es dem Autor gelungen, mich wirklich zu verblüffen, da ich mit dieser Auflösung nicht gerechnet hätte.
Wie gewohnt findet man im Anhang wieder ein Golf-Glossar, sowie eine sehr hilfreiche Karte mit dem Lageplan von Annandale. Auf den letzten Seiten wird ein neuer Fall für das sympathische Ermittlergespann angedeutet, dass hoffentlich nicht zu lange auf sich warten läßt.

FaziT: Auch der 3. Band der Reihe kann mit einem kniffligen, "unmöglichen" Mordfall überzeugen und bietet allen die gern mit raten ein wunderbares, unterhaltsam und intelligent geschriebenes Rätselvergnügen!
tassieteufel zu »Rob Reef: Ein unmöglicher Mord«22.08.2017
Literaturprofessor, Krimiautor und Gelegenheitsdetektiv John Stableford weilt gemeinsam mit Gattin Harriet in Upper Biggins um dort den Geburtstag des Schwiegervaters zu feiern. Als seine Schwägerin im Garten einen Golfball mit Hakenkreuz findet, löst das Verwunderung aus, denn das Anwesen wurde während des 1. Weltkriegs zum militärischen Sperrgebiet erklärt und gilt seither als verwildert. Wenig später erhält Stableford einen Anruf seines Freundes Dr. Holmes, der im benachbarten Herrenhaus zu Gast ist und ihn zu einem eigentümlichen und politisch hochbrisanten Golftournier einlädt. Doch schon am ersten Abend während eines Banketts bricht der Hausherr, Sir Edmund Rogie, unter merkwürdigen Bedingungen zusammen und Dr. Holmes vermutet eine Vergiftung.

Auch der 3. Fall für John Stableford ist ein klassischer Whodunit, der in typisch englischer Krimimanier aufgebaut wurde. Wieder ist der Täter in einer kleinen Gruppe von Leuten zu suchen, die auf Grund der Sicherheitsvorkehrungen im Herrensitz von Annandale quasi von der Außenwelt abgeschnitten ist. Geschickt baut der Autor die brisante politische Lage kurz vor Ausbruch des 2. Weltkrieges mit in seinen Krimi ein und wie in allen bisherigen Bänden, so ist natürlich auch hier Golf ein gewisses Thema, dass aber nicht zu sehr im Vordergrund steht. Da es hier um ein Tournier geht, werden natürlich einige Details dieses Sports erörtert, aber auch wer sich wie ich damit nicht auskennt, wird mit der Thematik keineswegs gelangweilt oder überfordert.
John Stableford ist inzwischen freier Mitarbeiter des War Office und auch in seinem Privatleben hat sich so einiges geändert. Ganz interessant finde ich, dass es immer mal kleine Anspielungen auf seine Kriegserlebnisse im 1. Weltkrieg gibt, hier darf man gespannt sein, ob da in den Folgebänden noch mehr offenbart wird.
Da Stableford nicht in offizieller Mission ermittelt, sind seine Möglichkeiten und Befugnisse recht beschränkt, er kann also nicht auf die offiziellen Ermittlungswege und Mittel zurück greifen und muß daher auf seinen scharfen Verstand, seine Kombinationsgabe und sein umfangreiches Allgemeinwissen setzen. Unterstützt wird er dabei wieder von Dr. Holmes und Harriet, die ebenfalls kleine Puzzleteile zur Auflösung beitragen, von Stablefords Geheimniskrämerei aber doch ab und an genervt sind.
Rob Reef verzichtet auf unnötige Effekthascherei, blutige Details und rasante Action, statt dessen setzt er auf akribische Recherche und Kombinationsgabe. Wie der Titel des Buches schon sagt, handelt es sich eigentlich um einen unmöglichen Mord, daher steht die Frage, wie die Tat begangen wurde auch im Vordergrund und erst nachdem das geklärt ist, folgt dann auch die Entlarvung des Täters. Hier ist es dem Autor gelungen, mich wirklich zu verblüffen, da ich mit dieser Auflösung nicht gerechnet hätte.
Wie gewohnt findet man im Anhang wieder ein Golf-Glossar, sowie eine sehr hilfreiche Karte mit dem Lageplan von Annandale. Auf den letzten Seiten wird ein neuer Fall für das sympathische Ermittlergespann angedeutet, dass hoffentlich nicht zu lange auf sich warten läßt.

FaziT: Auch der 3. Band der Reihe kann mit einem kniffligen, "unmöglichen" Mordfall überzeugen und bietet allen die gern mit raten ein wunderbares, unterhaltsam und intelligent geschriebenes Rätselvergnügen!
Nomas Literaturblog zu »Rob Reef: Ein unmöglicher Mord«07.08.2017
Rob Reef ist eine echte Alternative für Leser, die gerne Krimis im klassischen Stil lesen, denen Agatha Christie aber zu schlecht ist.
Der Krimi spielt in einem kleinen Ort, in welchem jeder über jeden Bescheid weiß, und trotzdem spielen sich über Jahrzehnte Dinge ab, von denen keiner etwas ahnt. So auch, als ein Golfball mit Hakenkreuz im Stablefords Garten gefunden wird, dessen Herkommen nie so richtig aufgeklärt wird. Letztendlich ist er auch nur der Auftakt für die Ermittlung in zwei raffinierten Doppelmorden.
Zum Miträtseln ist die Handlung ausgesprochen fair, man weiß genauso viel wie Stableford, hat alle Fakten und kann sie selbst zusammensetzen. (Zumindest bis auf eine chemische Eigenheit, die allerdings entscheidend ist.) Der Schreibstil ist sehr flüssig und bringt das englische Flair eines alten Landsitzes gut rüber.

Fazit



Wer klassische Krimis liest, für den ist *Ein unmöglicher Mord* unbedingt zu empfehlen. Rob Reef ist um Längen besser als Agatha Christie.
Sagota zu »Rob Reef: Ein unmöglicher Mord«20.07.2017
Der 3. Fall des Literaturprofessors John Stableford und seines Freundes Percy Holmes ist dieses Mal in Upper Biggins, einem alten Herrenhaus namens "Annandale Grange" verortet und erschien mit dem Titel "Ein unmöglicher Mord" von Rob Reef, dem Autor der Serie im Sinne eines whodunit im Dryas-Verlag, Frankfurt (2017). Das mysteriös-dunkel wirkende Cover lädt den Fan englischer Kriminalliteratur geradezu ein, mitzurätseln und zu grübeln..Das Besondere an diesem 3. Fall der (historischen) Golf-Krimis ist die Tatsache, dass das Taschenbuch "ringsum begrünt" ist - was mir persönlich sehr gefallen hat. Ohne die beiden Vorgänger zu kennen, kommt man als Leser durch den tollen Schreibstil von Rob Reef, der atmosphärisch dicht zu lesen ist und durch brillante Gedankengänge John Stablefords als Ermittler glänzt, schnell in die Geschichte hinein.

"England 1938: Der Literaturprofessor und Gelegenheitsdetektiv John Stableford freut sich auf ein paar unbeschwerte Tage in der Bibliothek seines Schwiegervaters, dem Vikar von Upper Biggins. Doch als seine Nichte im Garten des Pfarrhauses einen mit einem Hakenkreuz markierten Golfball findet, ist es mit der Idylle schlagartig vorbei. Der skandalöse Fund führt John in das benachbarte Herrenhaus, wo ihn sein Freund Dr. Holmes erwartet. Noch am selben Abend bricht der Hausherr Sir Edmund Rogie zusammen. Doch damit nicht genug. Am folgenden Tag geschieht ein Mord, der so unmöglich zu sein scheint, dass Stableford an seinem Verstand zu zweifeln beginnt."(Quelle: Buchrückentext)

Meine Meinung:

Mit dem besagten Golfball beginnt "das Rätsel von Annandale Grange", das Herrenhaus, in dem ein etwas inoffizielles Rückspiel des im August 1936 in Baden-Baden ausgetragenes Turnier stattfinden soll, das den begehrten Teller, die Trophäe, ins Deutsche Reich bringen soll (wir schreiben das Jahr 1938). Als "Beobachter" lädt Holmes seinen Freund John Stableford ein, der sich als Caddie im Turnier verdingt. Bevor dieses stattfinden kann, gibt es ein Bankett ganz nach dem Gusto der langjährigen Geliebten von Sir Edmund - Cocktails und Canapés - was letzterem nicht zu munden scheint, da er bewusstlos zusammenbricht...Nita Nye lebt mit ihrem Sohn Nero, einem zynischen Dandy gemeinsam in Sir Edmunds Anwesen und ist zutiefst erschüttert über den gesundheitlichen Zustand dessen...
Doch es sollte noch schlimmer kommen: Am Folgetag geschieht in unmittelbarer Nähe der Spieler ein Mord, der nahezu unmöglich ist und die detektivischen Fähigkeiten von Holmes und besonders von John Stableford aufs Äußerste fordern.

Die Ermittlungsarbeit (natürlich inoffiziell, da das Rückspiel ebenfalls nicht offiziell stattfand) der beiden beginnt und so werden alle zur Tatzeit Anwesenden vernommen. Die Vernehmungen gestalten sich schwierig und führen zunächst zu keinerlei Aufschlüssen, allerdings beleuchten sie sehr amüsant die Beziehungsgeflechte der Bewohner. Nach dem "Ausschlussverfahren" bleiben einige wenige Verdächtige übrig, doch wer war es? Der Leser rätselt bis zum Schluss mit, was mir persönlich sehr viel Spaß machte, da der Spannungsbogen bis zum Ende anhielt und sich in den letzten Kapiteln noch um einiges steigerte. Auch fließen Artefakte aus der Zeit des 1. Weltkrieges und die Bedeutung des Herrenhauses, das bis ins elisabethanische Zeitalter reicht, mit in die Handlung ein, was mir persönlich überaus gut gefiel, da es historische Bezüge aufweist.

Der Stil von Rob Reef ist sehr flüssig und sprachlich in die Zeit versetzt zu lesen, was den Fan von Kriminalromanen, die auf klassische Manier den alten Christie und Carr-Detektivromanen huldigen, sehr erfreut, da er dieses Genre sehr gut zu bedienen weiß und hier an die Klassiker gut ansetzt. Auch die Orte der Handlung sind atmosphärisch beschrieben, so dass man das Gefühl hat, man weile auf Annandale Grange und sehe Stableford über die Schulter. Die Figuren sind sehr facettenreich beschrieben, der Plot stimmig und sehr schlüssig.

Besonders freut man sich als neuer Fan dieser Stableford-Reihe, dass ein 4. Fall auf den Scilly-Inseln bereits in Planung ist ;)
Das Golf-Glossar schenkt auch Lesern ohne Kenntnisse dieses Sports einen guten Einblick und befindet sich am Ende des Krimis.

Fazit:

Eine gelungene Hommage an das Krimigenre der 1930er Jahre mit hohem Aufforderungscharakter an den geneigten Krimileser zum Miträtseln und -raten: Sehr vergnüglich, interessant und überzeugend, daher von mir 5* und 95° auf der "Krimi-Couch" sowie der Vorfreude, die Vorgänger sowie den Nachfolger, der 2018 geplant ist, noch zu lesen!
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