Das Geheimnis von Benwick Castle von Rob Reef

Buchvorstellungund Rezension

Das Geheimnis von Benwick Castle von Rob Reef

Originalausgabe erschienen 2013unter dem Titel „Das Geheimnnis von Benwick Castle“,, 272 Seiten.ISBN 978-3940258601.

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Kurzgefasst:

Schottland 1937: Sir Alasdair Benwick, Hausherr einer im Rannoch Moor gelegenen Burg, ist verschwunden. Er wollte seine Anwälte in Glasgow aufsuchen, doch auf dem Weg dorthin verliert sich seine Spur. Da die Polizei keinen Anhaltspunkt für ein Verbrechen findet und folglich keine Ermittlungen aufnimmt, bittet Sir Alasdairs Bruder Adrian den Detektiv John Stableford um Hilfe. Dieser sagt zu und macht sich gemeinsam mit seiner Frau Harriet, Dr. Holmes und dessen neuester Eroberung Lady Penelope auf den Weg in die schottischen Highlands.

Das meint Histo-Couch.de: „Stableford in Schottland“80

Rezension von Karin Speck

1937. Der zweite Fall von John Stableford führt ihn diesmal nach Schottland. Dort ist Sir Alasdair Benwick verschwunden. Er ist der Herr einer kleinen Burg gelegen im Rannoch Moor. Der Bruder des vermissten bittet Stableford um Hilfe, da von der Polizei diese nicht zu erwarten ist. Gemeinsam mit Harriet und Dr. Holmes macht sich John auf den Weg in die Highlands. Schon der Beginn ihrer Reise erweist sich als mysteriös und geheimnisvoll. Was wird sie in Schottland erwarten?

Zweiter Fall

In diesem zweiten Fall führt die Freunde ihr Weg nach Schottland auf eine geheimnisvolle Burg. Der Autor versteht es, schon auf den ersten Seiten seine Leser neugierig zu machen. Nicht nur der Detektiv will erfahren, was sich dort in den Highlands zugetragen hat, auch als Leser kann man nicht anders, als weiter zu lesen und das Geheimnis lüften zu wollen.

Ruhiger Erzählstil

In seiner ruhigen Art, die Geschichte zu erzählen, geht es dann auch weiter. Reef nimmt sich die Zeit, seine Protagonisten vorzustellen und sie langsam auf den Weg Richtung Schottland zu schicken. Auch dort geht es dann geheimnisvoll weiter. Hier treffen sie auf Menschen, die sich von der Artussage haben inspirieren lassen. Die Bewohner von Benwick Castle haben ihre ganz eigene Art zu leben. Um diese zu verstehen, muss Stableford genauer auf die Menschen eingehen. Er befragt sie nach den Umständen und der Zeit in der Alasdair Benwick verschwunden ist. Diese Befragung zieht sich ein wenig hin und nimmt viel Bezug auf die Artussage. Manchmal stellt sich dem Leser auch die Frage, was das alles mit dem Fall zu tun hat?

Golf und mehr

Auch das Golfspiel nimmt einen Teil der Handlung in Anspruch. Zeitweise ist es etwas schwierig, alles zu einem Ganzen zusammen zu fügen. Ein Golfglossar am Ende des Buches klärt die seltsamen Ausdrücke, die dieses Spiel betreffen. Alles andere klärt sich dann mit Fortschreiten des Buches von selbst. Stableford kann somit seinem zweiten Hobby auch hier in Schottland nachgehen. Aber nicht nur dieses Spiel ist wichtig, auch einige Hinweise verstecken sich in diesem Spiel.

Die eigentliche Ermittlungsgeschichte entwickelt sich so nach und nach. Findige Krimileser werden sicher schnell auf die Lösung kommen, für die anderen dauert es bis zur letzten Seite, bis sich dieses Rätsel in all seinen Facetten entschlüsselt.

Das Geheimnis von Benwick Castle ist ein schöner Krimischmöker, der in einem ruhigen Erzählstil daher kommt. Er bittet spannende Unterhaltung ganz im Stil eines Sherlock Holmes.

Ihre Meinung zu »Rob Reef: Das Geheimnis von Benwick Castle«

tassieteufel zu »Rob Reef: Das Geheimnis von Benwick Castle«21.08.2017
Alasdair Benwick, ein reicher Exzentriker, der an Rittertum, Ruhm und Ehre glaubt und mit einige Auserwählten in einer alten Burg im Rannoch Moor lebt, ist verschwunden, als er sich auf den Weg zu seinen Anwälten in Glasgow befand. Da die Polizei das Verschwinden nicht ernst nimmt, bittet sein Bruder Adrian den Detektiv und Romanautor John Stableford um Hilfe. Zusammen mit seiner Frau Harriet und seinem Freund Dr. Holmes und dessen neuester Flamme Penelope macht sich der Amateurdetektiv auf den Weg in die schottischen Highlands.

In seinem zweiten Golfkrimi läßt der Autor seine Leser in eine Welt aus Mythen und Legenden eintauchen. Die Artussage, Macbeth und auch der Mythos um Seeungeheuer Nessie verleihen dem Buch eine etwas düstere und mystische Note, die für eine stimmige Atmosphäre sorgt. Auch das Setting der schottischen Highlands und die Burg, die in einer alten Destille errichtet wurde, sorgen für viel Flair. Der Mordfall ist knifflig, da die Gemeinschaft rund um Alasdair Benwick sehr abgeschieden lebt, kommen für das Verschwinden des Exzentrikers, sollte es kein Unfall gewesen sein, nur die Bewohner von Brigadun in Frage. Nachdem Stableford mit seinen Nachforschungen beginnt, stellt sich schnell heraus, dass eigentlich jeder in der Gemeinschaft einen Grund hätte, um dem Verschwundenen den Tod zu wünschen, wer es getan hat, ist hier natürlich die knifflige und spannende Frage, die in typischer Whodunit Manier aufgelöst wird.
Seine 3 Hauptcharaktere hat der Autor weiter ausgearbeitet und sehr sympathisch gestaltet. Dr. Holmes bekommt diesmal eine ihm ebenbürtige Partnerin, die die Gruppe auf jeden Fall bereichert und Holmes oftmals starken Sarkasmus etwas abmildert. Stableford agiert in typischer Holmes Manier und behält viele Erkenntnisse für sich, die dann erst am Schluß offenbart werden. Trotzdem arbeitet die Vierergruppe gut zusammen, mit viel Humor und Wortwitz arbeiten sie zusammen und so setzten sich nach und nach kleine Puzzleteile zusammen, die von Stableford am Ende glaubwürdig aufgelöst werden.
Die atemberaubende Kulisse der schottischen Highlands schildert der Autor mit stimmungsvollen, plastischen und sehr bildhaften Beschreibungen von Land und Leuten und so rundet dieses dichte Setting den Krimi gekonnt ab. Außerdem fügt der Autor mit einem kleinen Augenzwinkern zahlreiche Anspielungen auf das Krimigenre ein, die dem Buch eine zusätzlichem humorvolle Note verleihen.
Allerdings sollte man doch rudimentäre Kenntnisse der Artussage haben, sonst entgehen einem beim Lesen doch einige Details, ebenso kann ich zum besseren Verständnis nur empfehlen, den ersten Teil auch vorher zu lesen, da sonst doch einige Vorkenntnisse fehlen.

FaziT: ein atmosphärischer und spannender Krimi, der an die Klassiker aus der Feder von Christie, Doyle & Co. erinnert. Das dichte Setting und die Verknüpfung mit der Artuslegende verleihen dem 2. Fall für John Stableford einen etwas mysteriösen Touch, der hier das I-Tüpfelchen ist.
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