Bote des Feuers von Richard Dübell

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2018unter dem Titel „Bote des Feuers“,, 560 Seiten.ISBN nicht vorhanden.

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Kurzgefasst:

1348: Die Pest zieht ihre mörderische Spur durch Europa. Im Chaos gehen Glaube, Menschlichkeit und Hoffnung verloren. Aber ist die Krankheit wirklich eine Strafe Gottes? Oder steckt ein teuflischer Plan dahinter? Stimmt es, dass ein selbsternannter Todesengel seine Anhänger aussendet, um die Krankheit zu verbreiten? Als die junge Adlige Gisela und der jüdische Abenteurer Joseph auf die Spur der „Jünger Azraels“ stoßen, beginnt ein Wettlauf gegen den Schwarzen Tod …und eine unmögliche Liebe.

Das meint Histo-Couch.de: „Auf Leben und Tod“85Treffer

Rezension von Karin Speck

Gisela wächst wohlbehütet als adlige Tochter auf. Ihr Leben kann sie, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, selbst bestimmen. Doch dann zerstört eine Katastrophe ihr Leben. Aber ist es wirklich zerstört oder eher die Chance auf einen Neubeginn? Ein Leben, so wie sie es sich wirklich wünscht, könnte vor ihr liegen. Gisela ergreift die Chance und macht sich auf, den Mann zu finden, der ihr Herz berührt.

Gleichzeitig bekommt der Jude Joseph einen seltsamen Auftrag von seiner Gemeinde. Die jungen Leute treffen in Genua aufeinander und dies nicht zum ersten Mal. Aber jetzt hat ein Wettlauf mit der Zeit begonnen, denn die Pest ist im Land ausgebrochen und verbreitete sich rasend schnell. Es gilt ein Heilmittel zu finden, oder die Ausbreitung zu verhindern. Aber es stellt sich auch die Frage, wo kommt diese Krankheit so plötzlich her und wer ist der selbst ernannte Todesengel Azrael wirklich? Joseph ist beauftragt etwas zu unternehmen, aber kann er dies auch, oder überfordert ihn die Aufgabe?

Die Pest

Das Thema der Pest wird in vielen historischen Romanen behandelt. Auch Richard Dübell hat sich in dem Roman Bote des Feuers diesem Thema zugewandt. Er berichtet davon, wie sie ausbrach und wie sie sich so schnell verbreiten konnte. Allerdings erzählt er seine Version mit einer gehörigen Portion Fantasie, oder sollte er am Ende Recht bekommen und diese Krankheit war die erste biologische Waffe? Die Ereignisse schildert er zu mindestens so, als könnte es tatsächlich so abgelaufen sein. Dabei hat er seine Protagonisten so einige Hürden überwinden lassen.

Die Juden sind schuld an dieser Seuche, so hieß es immer. Auch hier werden sie deswegen verfolgt und angeklagt. Aber Dübell zeigt auch die Seite der Juden selbst und lässt sie als Retter auftreten. Joseph hat den Auftrag die Pest aufzuhalten. Dies ist kein Einfaches unterfangen, und ob er wirklich eine Chance hat, sei mal dahin gestellt. Es ist aber vor allem spannend zu lesen. Gleichzeitig stellt sich dem Leser aber auch die Frage, könnte es so vielleicht gewesen sein? Sicher ist nur, diese Krankheit hat ihren Weg gefunden, über Mauern in Städte, übers Land und übers Meer. Aufhalten konnte sie am Ende keiner. Der Versuch von Joseph zeigt aber, wie verzweifelt die Menschen waren. Sie glaubten daran, gerettet werden zu können. Sie glaubten an die Strafe Gottes und haben ihre Schuldigen gesucht und der Autor hat dies glaubhaft in Szene gesetzt.

Etwas Liebe ist auch dabei

Mit der jungen adligen Gisela kommt dann ein wenig die Liebe ins Spiel. Die junge Frau hat sich in den Kopf gesetzt, die Grenzen ihrer Welt zu verlassen. Die Katastrophe der Pest liefert ihr die Möglichkeit dafür. Jetzt fragt niemand mehr, ob es schicklich ist, was die junge Frau macht. Im Gegenteil, sie wird für ihren Mut bewundert und so bekommt sie die Chance auf ein Leben, wie sie es sich wünscht. Das Leben von Gisela passt sich wunderbar in die Handlung ein, es wirkt authentisch.

Dübell erzählt bildhaft von dem Ausbruch der Pest im Jahre 1348. Von den Menschen, ihren Ängsten, ihren Sorgen und ihrer Verzweiflung. Gleichzeitig berichtet er aber auch von Protagonisten, die ihr Leben in die Hand nehmen und sich der Gefahr stellen. Sie scheuen weder die Krankheit noch den eigenen Tod. Auch wenn die These, jemand könnte, die Pest mit Absicht verbreitet haben, vielleicht ein bisschen weit hergeholt ist, es könnte aber trotzdem möglich gewesen sein. Beweise für das Gegenteil gibt es ja auch nicht und Richard Dübell erzählt so überzeugend, dass es vielleicht möglich wäre oder eben doch nur eine gut erzählte Geschichte ist, eben mit einer gehörigen Portion Fantasie.

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