Tod vor der Morgenmesse von Peter Tremayne

Buchvorstellungund Rezension

Tod vor der Morgenmesse von Peter Tremayne

Originalausgabe erschienen 2005unter dem Titel „Master of Souls“,deutsche Ausgabe erstmals 2007, 458 Seiten.ISBN 3-7466-2298-0.

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Kurzgefasst:82

Rezension von Elke Röhrig

An der klippenreichen Südwestküste Irlands zerschellt im Jahre 668 ein Handelsschiff. Äbtissin Faife wird auf der Pilgerreise zum heiligen Berg umgebracht, die sie begleitenden Nonnen verschwinden spurlos. In einem Kloster wird ein streitbarer Gelehrter ermordet. Schwester Fidelma vermutet zwischen all dem einen Zusammenhang. Doch die Ermittlungen auf fremdem Stammesgebiet gestalten sich äußerst schwierig und gefährlich.

Das meint Histo-Couch.de: „;Schwester Fidelma diesmal wieder in Irland“;82

Rezension von Elke Röhrig

Schwester Fidelma und Bruder Eadulf werden einmal wieder gerufen, um ein Verbrechen aufzuklären, das politische Folgen haben könnte. Wer stach die Äbtissin auf ihrer Pilgerreise nieder und verschleppte ihre Begleiterinnen? Warum fehlt von ihnen seither jede Spur? Was hat es mit dem hinterrücks erschlagenen Bruder im Kloster Ard Fhearta auf sich?

Erschwerte Bedingungen

Als Conrí, der Kriegsherr der Uí Fidgente, Schwester Fidelma und ihren Begleiter Bruder Eadulf zum Kloster Ard Fhearta führt, ahnt noch niemand, dass vor der Morgenmesse ein allseits bekannter Gelehrter ermordet wurde. Und so sieht sich Fidelma, die durch die Tatsache, dass sie die Schwester des regierenden Königs von Muman ist und sie sich auf Uí Fidgente-Gebiet befindet, erschwerten Bedingungen gegenüber. Man begegnet ihr mit Misstrauen, teilweise äußerst abweisend und gibt nur widerwillig Auskünfte, die sich teilweise als irreführend erweisen. Hinter der Ermordung der Äbtissin und Verschleppung der sie begleitenden Nonnen muss mehr stecken als es zunächst den Anschein hat.

Politik und Geheimniskrämerei

Wir schreiben das Jahr 668 und befinden uns im Januar, der Zeit der dunkelsten Tage. Muman grenzt im Norden an Connacht und Laigin und obwohl kürzlich erst der König von Muman, Fidelmas Bruder Colgú, als Herrscher anerkannt wurde, gibt es immer noch Gebiete, in denen es unterschwellig brodelt, in denen Angehörige verschiedenster Stämme der Meinung sind, der Thron gehöre eigentlich einem anderen. Intrigen werden gesponnen, heimliche Verbindungen geschlossen und so wundert es nicht, dass man der Schwester des amtierenden Königs mit Argwohn entgegentritt und selbst Angehörige eines Klosters lieber Stillschweigen bewahren als tatkräftig zu helfen. Immer wieder stößt Schwester Fidelma auf neue Rätsel.

Miss Marple im Nonnengewand

Der Historiker, der sich hinter dem Pseudonym Peter Tremayne verbirgt, bringt uns wieder viele Einzelheiten des 7. Jahrhunderts in Irland nahe. Sein Talent ist zweifelsohne, historische Fakten derart anschaulich zu schildern, dass sie dem Leser nicht mehr lehrbuchmäßig erscheinen, sondern sich vor seinen Augen Dinge längst vergangener Zeit abspielen in einer Klarheit, als wäre er dabei. Ein weiteres Bonbon ist seine Art, die Historie in einen Kriminalfall á la Agatha Christie zu verwandeln. Und so darf sich der Leser bei jedem seiner Romane darauf freuen, einer Miss Marple in Nonnengewand zu begegnen, die die Lösung und Aufklärung sämtlicher Verbrechen am Ende jedes Buches in der Hand hält und allen Beteiligten offeriert.

Wer schon Romane aus der Schwester-Fidelma-Reihe gelesen hat, ist zweifelsfrei im Vorteil, denn dieses Buch ist eigentlich der bisherzuletzt erschienene Band und baut auf dem Vorgänger „;Der Tod soll auf euch kommen“ auf. Nicht alle Bücher sind Fortsetzungen, aber in der Beziehung von Schwester Fidelma und Bruder Eadulf ändert sich im Laufe der Zeit einiges und so ist man gut beraten, die Bücher der Reihe nach zu lesen. Vor allem auch, weil viele kursiv geschriebenen irischen Begriffe nicht in jedem Buch im Anhang erläutert werden.

Das Lesen ist wieder ein reines Vergnügen und mit so mancher nicht vorhersehbaren Wendung gespickt. Oft bekommt der Leser dermaßen viel auf nur wenigen Seiten präsentiert, dass eine Pause ratsam ist, um das Gelesene zu verarbeiten und mit der Geschichte Schritt halten zu können. Also nicht so ganz leichte Kost diesmal.

Ihre Meinung zu »Peter Tremayne: Tod vor der Morgenmesse«

maria-amnesia zu »Peter Tremayne: Tod vor der Morgenmesse«01.11.2009
Es war wie immer! Und das ewig gleiche Strickmuster langweilt nun doch.
Ich habe alle Fidelma-Romane gelesen, klar, daß man für Quereindsteiger einiges wiederholen muß aber der Ablauf der Geschichte ist doch fast identisch mit den vorangegangenen und die historischen/geschichtlichen Informationen kenne ich nun auch aus den anderen Bänden.
Ich hatte viel Spaß - aber nun wars das!
Cybermami zu »Peter Tremayne: Tod vor der Morgenmesse«13.10.2007
Ich kann kaum glauben dass es Menschen gibt, die diese Reihe von P.Tremayne nicht ein absolutes Highlight finden. Da hat man eine andere Zeit und Krimi und ein bisschen was fürs Herz. Ob die beiden am Schluss doch noch heiraten?
Lisa zu »Peter Tremayne: Tod vor der Morgenmesse«26.07.2007
Nun hab ich sie alle gelesen und jeder einzelne Roman war ein Erlebnis - fesselnd bis zur letzten Seite. Besonders faszinierend ist für mich das dort vorherrschende Rechtssystem, umfasst es doch in wesentlichen Punkten unser heutiges. Hilfreich finde ich die Skizze, die in den meisten Romanen am Ende enthalten ist, so kann man sich ein Bild von den Reiserouten machen, die innerhalb des Königreiches stattfinden. Bereichernd hätte ich es empfunden, jede Reiseroute anhand einer Skizze nachvollziehen zu können. Auch beim bisher letzten Roman "Ein Gebet für die Verdammten" habe ich nach wie vor Schwierigkeiten mit den irisch/keltischen Namen, die Einprägung fällt nicht leicht - aber andere Zeiten - so eben auch andere Namen. Gleichzeitig beim Lesen bekommt man noch einen historischen Hintergrund mitgeliefert, die diese Romane für mich ebenso lesenswert machen, wie die Kriminalgeschichte, um die sie sich ranken. Ich erwarte mit Spannung eine Fortsetzung.
Liebe Grüße
Lisa
anath zu »Peter Tremayne: Tod vor der Morgenmesse«25.07.2007
Es ist verwickelt wie immer!Und es ist spannend wie immer!Aber langsam tun mir die beiden leid:Nie kommen Sie zum Heiraten,nicht mal im nachfolgenden "Ein Gebet für die Verdammten"!!!Dabei frage ich mich manchmal ernsthaft,was eine so Klasse-Frau mit ausgerechnet diesem Mann will...Naja,auch Schwester Fidelma braucht ihren Dr.Watson....Ansonsten finde ich es sehr angenehm ,mich von Tremayne durch die Rätsel und zu ihren Lösungen führen zu lassen.Nichts ist abwegig ,alles ist nachvollziehbar und es hält einen doch auf der Couch bis man die letzte Seite hinter sich hat.
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