Die Tuchhändlerin von Ivonne Hübner

Buchvorstellung

Die Tuchhändlerin von Ivonne Hübner

Originalausgabe erschienen 2013unter dem Titel „Die Tuchhändlerin“,, 387 Seiten.ISBN 3940855456.

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Kurzgefasst:

1830. Als gebildete Tochter eines Damasthändlers unterstützt Luisa ihren Vater in seinem Geschäft. Doch die Zeiten sind schlecht: Mit dem einst florierenden Weber-Gewerbe geht es bergab, seit Damast und Leinen maschinell hergestellt werden können. Das merkt auch Caspar, der Sohn eines angesehenen Damastwebers mit schicksalhafter Vergangenheit, in den Luisa sich verliebt. Um Webermeister zu werden, muss Caspar heiraten, doch Luisa ist nicht die passende Partie für einen armen Weber. Als Luisas Vater Caspars Bruder Clemens, einem arrivierten Offizier, die Hand seiner Tochter verspricht, kommt es zu einem Eklat und Luisas und Caspars Glück scheint für immer in weite Ferne zu rücken …

 

Ihre Meinung zu »Ivonne Hübner: Die Tuchhändlerin«

Wolfram Lang zu »Ivonne Hübner: Die Tuchhändlerin«22.06.2015
Das Buch "Die Tuchhändlerin"fand ich in meiner Zittauer Christian Weise Bibliothek und das zufällig in der Historischen Abteilung.
Da ich meine Lehrzeit von 3 Jahren als Bauschlosser in Großschönau
bei Schlossermeister P.Linke erlebte und jetzt durch Kontakte im AWO-
Pflegeheim mit einigen Bewohnern,die in der Textilbranche zu tun hatten und auch einen Ausflug vor einem Jahr ins Damastmuseum
erleben konnten,hat mich Ihr Roman (ohne Schmuß) einfach beeindruckt und gefesselt.Im Damastmuseum von Großschönau habe ich vor dem Damaststuhl gestanden und habe bis heute keine Erklärung,wie man diese Kunstwerke zustande gebracht hat.Wenn ich
an all die Schnüre denke,die geordnet am Webstuhl hingen,kann ich nur Hochachtungsvoll an all die Weber denken die solche Kleinodien
zu wege gebracht haben.In Ihrem Roman,der bei mir wie ein Film
ablief,so war ich quasi dabei und habe doch ganz klein wenig von
der Technik verstanden,von den Gesetzen der Weberzunft und natürlich hat mich die Liebesgeschichte und die Persönlichkeiten
der beiden Hauptpersonen sehr stark beeindruckt.Wissen möchte ich,
wenn möglich,wie Sie zu dieser Großartigen Idee kamen solch einen
Roman zu schreiben.Jedenfalls ein tolles Buch zumal ich hier in der Oberlausitz zu Hause bin.Danke für Ihr Buch.
LettersFromJuliet zu »Ivonne Hübner: Die Tuchhändlerin«12.03.2014
Meine Meinung

Vom Klappentext her, hätte ich mir das Buch wohl eher nicht gekauft und ich habe hier auch keine großartige Geschichte hinter vermutet. Ja, so kann man sich dann täuschen, denn es hat mir besser gefallen als erwartet.
Ich hatte am Anfang meine Probleme in die Geschichte hinein zu finden. Der Schreibstil war für mich gewöhnungsbedürftig, da ihm die Leichtigkeit fehlt. Außerdem verwendet die Autorin viele alte Fachbegriffe aus der Weberei, die man erst mal nachschlagen musste. Teilweise habe sich diese nämlich nicht selbsterklärt (wie das ja schon mal bei anderen veralteten Wörtern der Fall ist) und sonst wäre man immer wieder darüber gestolpert. Ich hatte bis zum Schluss meine Probleme mit manchen Begriffen, was ich sonst nicht habe.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Louisa und Caspar erzählt. Louisa ist das guterzogene wohlhabende Mädchen, was versucht in der Männerwelt klarzukommen. Sie versucht ihrem Vater so gut es geht bei den Geschäften zu helfen, ihn sogar zu vertreten. Das ist nicht immer leicht, denn auf der einen Seite muss sie gegenüber den Webern die harte Chefin sein, auf der anderen Seite würde sie sie gerne näherkennenlernen und ihnen helfen.
Casper ist mit seinem Leben unzufrieden, versucht aber noch das Beste daraus zu machen. Er ist nun mal ein Weber und daran wird sich nichts ändern, genauso wenig wie sich die Webergesetze ändern werden – leider. Und dann trifft er auch noch auf Louisa und beide wissen ganz genau, dass das nicht sein darf, was sie für den anderen empfinden.
Letztendlich verfolgt man drei Handlungsstränge. Wie geht es beruflich für Louisa weiter? Wie geht es für Caspar und seine Familie beruflich weiter? Und werden Louisa und Casper jemals zueinander finden und dürfen sie dann zusammen sein?
Die Autorin lässt viele Informationen über die damalige Zeit und natürlich vor allem über die Weberei mit einfließen. So bekommt man einen ganz genauen Einblick, wie es in so einer Webergemeinde ablief und sie zeigt, dass es die Menschen nicht leicht hatten. Dass sie von den Händlern, Fabriken und den Webergesetzen bestimmt und eingeschränkt wurden. Man schimpft immer so viel über die Sklavenhaltung, die es zur gleichen Zeit in den Südstaaten gab, aber die Weber hatten es anscheinend nicht wirklich besser. Ja, sie waren frei und trotzdem ging es ihnen schlecht. Wenn sie nicht parierten, bekamen sie keine Aufträge und somit auch kein Geld für Essen. Die Webergesetze taten dazu ihr übriges.
Wieso jetzt nur 3 Herzen/Sterne? Handlung, Charaktere waren gut, die Recherche war richtig klasse, aber der Schreibstil war einfach nicht meins und das Buch konnte mich nicht packen. Ich würde es jetzt nicht nochmal lesen wollen. Trotzdem ein ganz großes Lob an Ivonne Hübner, für diese sehr interessanten Einblicke in die damalige Zeit und die hervorragende Recherche.

Fazit

Eine Geschichte über eine junge, mutige Frau, die versucht eine unkonventionelle Liebe durchzusetzen. Sehr überzeugende Recherche, aber leider konnte mich das Buch nicht packen, u.a. auch wegen dem Schreibstil, der mir einfach nicht lag.
unclethom zu »Ivonne Hübner: Die Tuchhändlerin«25.10.2013
Mit „Die Tuchhändlerin“ ist mir ein wirklich bezaubernder historischer Roman in die Hände gefallen. Die Autorin schreibt so schön bildhaft, dass man wirklich das Gefühl hat man sei mitten im Geschehen. Ihre Schreibweise ließ ab der ersten Seite mein Kopfkino rattern und das Buch spielte sich vor meinem inneren Auge ab, als säße ich im Kino. Ihre Protagonisten, sehr schön beschrieben und im Verlauf des Buches immer weiter entwickelt, erscheinen Lebendig. Man lebt und man fühlt mit den Figuren, man freut sich und man trauert mit ihnen. Ivonne Hübner hat es geschafft ihren Protagonisten Leben einzuhauchen und so hat sie es auch geschafft, dass sie mit nur einem Buch eine meiner Lieblingsautorinnen wurde. Ich freue mich schon heute auf weitere Bücher der Autorin.
Leider kann ich hier nur 5 von 5 Sternen vergeben und dazu spreche ich eine Leseempfehlung aus.
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