Die Tochter der Wanderhure von Iny Lorentz

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2008unter dem Titel „Die Tochter der Wanderhure“,, 720 Seiten.ISBN 3-426-66242-6.

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Kurzgefasst:

Mehr als zwölf Jahre sind vergangen, seit Marie ihre letzten Abenteuer bestehen musste. Glücklich und zufrieden lebt sie mit ihrem Mann auf Burg Kibitzstein – bis ihr Gönner, der Würzburger Fürstbischof, stirbt: Seinem Nachfolger sind die beiden ein Dorn im Auge.

Trudi, die älteste Tochter von Marie und Michel, ist der ganze Stolz ihrer Eltern und träumt von der großen Liebe. Auf der Hochzeit von Trudis Freundin geschieht das Entsetzliche: Michel wird ermordet! Marie und Trudi verdächtigen sofort den Söldnerführer Peter von Eichenloh, mit dem Trudi heftig aneinandergeraten ist. Diesem gelingt es jedoch, sich von der Tat reinzuwaschen. Maries Lage wird nach dem Tod ihres geliebten Mannes immer schwieriger, denn niemand traut ihr zu, Kibitzstein erhalten zu können, und diejenigen, die sie bisher für Freunde hielt, erweisen sich nun als habgierige Neider. Allein König Friedrich könnte noch helfen, und so macht sich Trudi heimlich auf den Weg, um seine Unterstützung zu erbitten – ausgerechnet mit Hilfe des Mannes, den sie für den Mörder ihres Vaters hält …

Das meint Histo-Couch.de: „Eine Wanderhuren-Fortsetzung, erfrischend anders und lebendig“77

Rezension von Rita Dell'Agnese

Erfrischend, was Iny Lorentz als Fortsetzung der Wanderhure-Trilogie präsentiert: Im Zentrum steht dieses Mal nicht Marie sondern deren Tochter Trudi. Diese macht sich – als ihre Mutter nach dem gewaltsamen Tod von Michel in Bedrängnis gerät – auf den Weg zum König, um ihn um Schutz für Kibitzstein zu bitten. Doch so einfach, wie sich Trudi das vorgestellt hatte, ist die Reise nach Graz nicht. Die junge Kibitzsteinerin muss etliche Gefahren bestehen, ehe sie den Köngishof erreicht.

Klippen gut gemeistert

Iny Lorentz hat sich mit diesem Buch weit zum Fenster hinaus gelehnt. Nachdem die Wanderhuren-Trilogie zum wohl größten Erfolg des Schriftsteller-Paares geworden ist, brauchte es viel Fingerspitzengefühl, um daran anzuknüpfen, ohne bei der Leserschaft Ermüdungserscheinungen hervor zu rufen. Iny Lorentz ist dies gelungen. Trudi ist alles andere als die sanfte Anmut oder über alle Massen kluge und mutige Schönheit, sie ist eine verwöhnte Göre mit einer großen Portion Naivität, die sich erst nach und nach verliert. Und zwar auf eine Weise, die durchaus schlüssig ist und nicht den Beigeschmack der „wundersamen Verwandlung“ bekommt.

Funktionierender Spannungsbogen

Obwohl die Häme und mangelnde Akzeptanz der Stellung von Marie auf Kibitzstein durch die Nachbarn letztlich etwas ermüdend sind, driftet Iny Lorentz nie so weit ab, dass man das Buch gelangweilt ins Regal zurück stellen möchte. Das Autorenpaar hält den gut funktionierenden Spannungsbogen bis zuletzt aufrecht. Unerwartete Wendungen, glückliche Zufälle ebenso wie unglückliches Zusammentreffen, und ein gut dosiertes Tempo lassen den Leser an der Geschichte dran bleiben und mit Trudi und ihrer Familie mit fiebern. Hervorragend gelungen ist Iny Lorentz die Charakterisierung des „machtlosen“ Königs, dem es aber an List nicht fehlt, und der auf unerwartete Weise ins Geschehen rund um Kibitzstein eingreift.

Mutiger Entscheid

Dass das Autorenpaar eine der Hauptfiguren aus der Wanderhuren-Trilogie, Maries geliebter Ehemann Michel Adler, sterben lässt, ist ein mutiger Entscheid. Die Art und Weise, wie Michel Adler sein Leben verliert ist aber stimmig und passt sich dem Fluss des Buches gut an. Nie kommt der Eindruck auf, als würde der Verlauf der Geschichte etwas arg zu Recht gebogen. Was aber nicht heißt, dass nicht da und dort sehr dick aufgetragen wird und etwa Falcos Heldentaten in einem etwas seltsamen Licht erscheinen. Gut gelöst hat das Autorenpaar den Ausstieg aus der Geschichte, der – wie von Iny Lorentz gewohnt – allerdings Raum für eine Fortsetzung offen lässt. Obwohl aber „Die Tochter der Wanderhure“ erfrischend anders und lebendig daher kommt, ist es nicht wirklich erstrebenswert hier noch weitere Teile anzuhängen.

Typische Handschrift

Nicht verleugnen kann das Autorenpaar seine typische Handschrift. „Die Tochter der Wanderhure“ stammt unverkennbar aus der Lorentzschen Feder. Das sollte sich vor Augen halten, wer zu diesem Roman greift. Wirklich empfehlenswert ist er für alle jene, denen die Wanderhuren-Trilogie gefallen hat und die gerne Iny Lorentz lesen. Wer auf der Suche nach Neuem, Unbekanntem ist, wird hier nur sehr begrenzt fündig, auch wenn der Schauplatz Graz etwa nur selten in Romane eingebaut ist.

Ihre Meinung zu »Iny Lorentz: Die Tochter der Wanderhure«

Line zu »Iny Lorentz: Die Tochter der Wanderhure«13.09.2013
Von allen Büchern dieser tollen Reihe gefällt mir dieses am allerbesten! ich habe es bereits zum dritten Mal gelesen und es reizt mich immer wieder , die Geschichte noch einmal zu durchleben .Ich bin erst 18 und fühle mich daher total in Trudi versetzt , die noch naiv ist und wenig Erfahrungen gesammelt hat im Leben . Wie sie dann trotzdem alle Abenteuer übersteht , lässt einen selber Lust darauf bekommen , ins Buch zu springen und mit zu kämpfen , um dass was man liebt . Besonders die Liebesgeschichte mit Peter , die ja etwas holprig beginnt , hat mich gefesselt :) . Einfach prima!
MarleeCKay zu »Iny Lorentz: Die Tochter der Wanderhure«27.11.2012
Ich geh nach dem Punkteabzug-Verfahren: Von 100 möglichen Punkten, gibt es jeweils 10 Punkte Abzug für eine völlig unsympathische Jungfer Trudi, einen sehr langatmigen Anfang und für die langatmigen Ausführungen an manchen Stellen im Verlauf der Geschichte.
Gut heruaugemacht haben sich die Kinder aus Teil 3, Alika könnte einen Mann gefunden haben, überhaupt finden mehrere Paare zueinander, und der Übeltäter wird zur Strecke gebracht. Was will man mehr?
Patty2 zu »Iny Lorentz: Die Tochter der Wanderhure«07.08.2011
Mehr als zwölf Jahre sind vergangen, seit Marie ihre letzten Abenteuer bestehen musste. Glücklich und zufrieden lebt sie mit ihrem Mann auf Burg Kibitzstein – bis ihr Gönner, der Würzburger Fürstbischof, stirbt: Seinem Nachfolger sind die beiden ein Dorn im Auge... Mir haben die 3 ersten Bücher sehr gut gefallen, aber dieses letzte Buch habe ich nicht zu Ende gelesen, es las sich nicht so flüssig wie die anderen, schade.
Svenja zu »Iny Lorentz: Die Tochter der Wanderhure«22.11.2010
Ich fand die Tochter der Wanderhure genauso spannend, wie Teil 1-3. Natürlich war vieles irgendwie klar, aber dennoch konnte ich nicht aufhören zu lesen, bis ich tatsächlich wusste, dass alles gut ausgeht!

Der Tod von Michel war schrecklich - und unerwartet, denn ich habe das Buch nicht mit diesem Wissen begonnen. Ich habe beim Lesen sehr mit Marie und ihrer Familie gelitten und genau das macht meiner Meinung nach den Charme des Buches aus.

Natürlich hab ich mich so oft über Trudi geärgert, weil sie einfach ein dummes, naives Mädchen ist. Aber ganz ehrlich? So sind sie halt die verliebten Mädels - rosarote Brille und keine Ahnung vom Leben - das ist doch heute immer noch so ;) Und letztlich fand ich es sehr erfrischend, dass dieser Charakter so seine Ecken und Kanten hatte.
Ich freue mich über eine Fortsetzung und bin sehr daran interessiert, wie Falko seine erste Liebe erlebt, oder wie Trudi und Peter sich in gegenseitig liebevoll die Haare raufen ;)
Olivina zu »Iny Lorentz: Die Tochter der Wanderhure«03.08.2010
Also ich fand die "Tochter der Wanderhure" ein gutes Buch. Zwar war der Anfang wirklich recht schleppend, aber auf einmal wurde es sehr spannend und ich konnte das Buch nicht mehr weglegen! Zugegebenermaßen war ich sehr traurig, dass Michel gestorben ist, aber es war interessant Trudi als einen so kontrastreichen Gegensatz zu ihrere Mutter zur sehen. Auch ich finde, es muss jetzt noch einen weiteren Teil geben, in dem ein Abschied von Marie statt finden kann und ein erneutes Abenteuer von Trudi,in dem sie reift, klüger wird und ihre Natur ein bisschen zu zügeln lernt. Es wäre ja langweilig, wenn Trudi wie Marie wäre! Natürlich ist in allen Teilen das Schema "schlimmes Schicksal für eine gerechte Frau" enthalten, aber ich finde es immer wieder interessant, die verschiedenen Wege und Abenteuer der Darsteller mitzuverfolgen und bin glücklich, das Happy End mitzuverfolgen. Also bitte noch eine Fortsetzung!
britibrock zu »Iny Lorentz: Die Tochter der Wanderhure«23.03.2010
Ich habe das Buch "Die Tochter der Wanderhure" gerade zuende gelesen. Mir hat es sehr gut gefallen, gerade das Trudi so ein total anderer Charakter ist als ihre Mutter Marie macht meiner Meinung nach das Buch sehr lesenswert. Sicher waren die drei Teile in denen es hauptsächlich um Marie ging ziemlich gut und schwer zu toppen aber gerade das ist ja das interesante. Es ist wie im wirklichen Leben oder sind nicht unsere Kinder auch total andere Charaktere wie wir selber?
Suzume zu »Iny Lorentz: Die Tochter der Wanderhure«24.11.2009
Die ersten 3 Romane fand ich wirklich sehr gut, vor allem der erste war super. Aber die Tochter der Wanderhure war ziemlich schlecht. Trudi ist so ein schwacher Hauptcharakter und sie hat mich teilweise wirklich zur Weissglut getrieben. Ihre Mutter war da so viel anders und oft finde ich hat Trudi total trotzig und kindisch reagiert. Marie war da ganz anders und auch viel sympathischer. Ich habe mich auf den 4. Band gefreut war aber dann schlussendlich ziemlich entäuscht davon. Ich muss Krystal recht geben, die Bücher sind alle sehr ähnlich geschrieben. Eine "Heldin" die ein, manchmal, schlimmes und schweres Abenteuer zu bestehen hat und am Ende geht alles gut und sie findet die Liebe ihres Lebens. Die Feuerbraut, die ersten drei Wanderhureteile und die Pilgerin fand ich noch gut aber die anderen gefielen mir weniger.
Silberfee28 zu »Iny Lorentz: Die Tochter der Wanderhure«10.10.2009
"Die Tochter der Wanderhure" von Iny Lorentz ist der letzte Teil der Wanderhuren Tetralogie und
ähnelt in Stil, Handlungsaufbau und Ablauf sehr dem ersten Band der Tetralogie. War im ersten Band noch die Mutter die Hauptperson, welche durch Land ziehen musste und Abenteuer zu bestehen hatte ist es im letzten Band die Tochter. Da der Stil der Gleiche geblieben ist und
sich eigentlich nur die Personen und Orte geändert haben kommt nur an wenigen Stellen wirklich Spannung auf. Der Roman wirkt an vielen Stellen wirklich langatmig was leider ein wenig den Lesespaß mindert ansonsten ein schöner Roman für Fans dieses Genre.
krystal zu »Iny Lorentz: Die Tochter der Wanderhure«29.06.2009
Von dem Buch -Die Wanderhure-war ich begeistert.Habe mir dann gleich die nächsten zwei gekauft und war so was von enttäuscht.Iny Lorenz ist für mich erstmal erledigt.Hast du eins gelesen kennst du sie alle.Obwohl-Die Goldhändlerin u. Die Feuerbraut fand ich noch ganz gut.Aber sonst geht alles nach einem Schema ab.
failte zu »Iny Lorentz: Die Tochter der Wanderhure«29.06.2009
Nach "Die Wanderhure" welches ich im ersten Moment als wunderschönes Buch interpretierte, kam dann mit "Die Tochter der Wanderhure" und "die Kastellanin" leider der absolute "Durchhänger". Das Ganze wird immer nach dem gleichen Muster "ausweglose Situationen für Frau", bewältigt. Und immer mit Glück, Hilfe und Leid gelöst. Für mich werden die drei Bücher leider für lange Zeit die letzten von Iny Lorentz gewesen sein.

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