Die Herrin der Päpste von Eric Walz

Buchvorstellung

Die Herrin der Päpste von Eric Walz

Originalausgabe erschienen 2003unter dem Titel „Die Herrin der Päpste“,, 640 Seiten.ISBN 3-442-35950-3.

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Kurzgefasst:

Das aufregende und außergewöhnliche Leben einer faszinierenden historischen Frauengestalt – Geliebte, Mutter und Großmutter je eines Papstes. Vergessen von der Geschichte, die ohne sie eine andere gewesen wäre.

Sie lebte im 10. Jahrhundert, dem dunklen, unbekannten saeculum obscurum – die römische Senatorentochter Marocia. Als sie – über 90-jährig – im Kloster stirbt, war sie Geliebte, Mutter, Großmutter und Tante je eines Papstes, hat zwei Ehemänner und vier ihrer fünf Kinder überlebt, hat persönliche und politische Triumphe gefeiert und Tragödien gemeistert. Sie kreuzte die Wege der Großen ihres Jahrhunderts, erlebte die Geburt des Heiligen Römischen Reiches, war acht Jahre in Gefangenschaft – und begegnete der großen Liebe ihres Lebens…

 

Ihre Meinung zu »Eric Walz: Die Herrin der Päpste«

Cait zu »Eric Walz: Die Herrin der Päpste«04.06.2008
Bisher hatte ich noch nichts von Eric Walz gelesen, bin aber ständig um seine Bücher herum geschlichen. Ich glaube, mit „Die Herrin der Päpste“ habe ich einen guten Anfang gemacht, denn es hat mir so gut gefallen, dass ich noch mehr von diesem Autor lesen möchte.

Sprachlich und stilistisch hat mir das Buch äußerst gut gefallen, beides vermittelt mittelalterliches Flair, ist dabei aber flüssig und angenehm zu lesen. Der Einstieg in das Buch fiel mir unheimlich leicht, auch wenn mich der Prolog doch zunächst ein wenig verwirrt hatte. Aber er hat mich neugierig gemacht, vor allem weil er quasi nach der eigentlichen Handlung angelegt ist. Eric Walz hat sich für zwei Zeitebenen entschieden, in denen er Marocias Leben erzählt. Zum einen gibt es einen Haupthandlungsstrang, der Marocias Leben chronologisch von Kindheit an erzählt (ab 896), und zum anderen, einen Nebenstrang, der mit dem Prolog beginnt (963) und sich dann ausschließlich im ersten Kapitel jedes neuen Buchteiles fortsetzt. So erfährt man in kleinen Lichtblitzen schon vor der eigentlichen Handlung etwas aus Marocias Zukunft, was mir sehr gut gefallen hat, stieg die Spannung und der Drang weiterlesen zu müssen dadurch deutlich. Zum Ende hin treffen sich beide Zeitebenen und bilden ein rundes, zufriedenstellendes Ende.

Ich wusste im Prinzip nichts über das Leben Marocias und eigentlich hege ich auch kein sonderliches Interesse an italienischer Geschichte, aber der Klappentext las sich gut und ich wurde zum Glück auch nicht enttäuscht. Die Geschichte ist spannend und rasant erzählt, leider ist sie auch hin und wieder mit etwas größeren Zeitsprüngen gespickt. Da Marocia aber ein recht ereignisreiches, langes und erfülltes Leben geführt hat, verzeihe ich das dem Autor gerne. Wahrscheinlich wäre das Buch ansonsten unsagbar lang geworden. So wie es nun ist, ist die Handlung in sich schlüssig und es blieben bei mir keine wesentlichen Fragen offen. Auch war das Buch nicht zu lang und an keiner Stelle auffallend langatmig.
Die Historischen Hintergründe und politischen Wirrnisse hat Eric Walz gekonnt, wenn auch teilweise vereinfacht, in die Handlung eingewoben. Mich hat das nicht gestört, wie gesagt, Italien ist nicht gerade mein Steckenpferd. Von daher bin ich dem Autor dankbar, dass er es in diesem Fall für den Leser so einfach wie möglich gehalten hat. Bei einem anderen Thema hätte ich dies vermutlich kritisiert. So aber konnte ich allen Ereignissen gut folgen und fühlte mich angenehm unterhalten.
Sehr schön und vor allem aufschlussreich ist das ausführliche Nachwort des Autors, in dem er darauf hinweist, was über Marocia historisch belegt ist und wieso er sich gerade für diese Version ihres Lebens entschieden hat. Zudem runden Karten und Personenverzeichnis das Buch ab.

Die Figuren haben mir äußerst gut gefallen. Gerade Marocia ist ein unglaublich vielschichtiger, lebendiger Charakter. Nicht einfach gut, oder einfach böse, sondern mit viel Tiefe und Potential. Wie ihr Leben sich entwickelt, so entwickelt sich auch die Figur und das absolut glaubwürdig. Aber auch die übrigen Figuren, die Marocias Leben bzw. Lebensabschnitte begleiten, strahlen Vielschichtigkeit und Lebendigkeit aus. Nicht ein Charakter kam mir unglaubwürdig oder farblos vor.

Nach diesem wirklich gelungenen historischen Roman ist es nur eine Frage der Zeit, bis ich wieder zu einem Roman von Eric Walz greifen werden. „Die Herrin der Päpste“ hat mich aufschlussreiche, spannende und kurzweilige Lesestunden geschenkt, und ich bin schon sehr gespannt auf die weiteren Romane des Autors.
Monika Andre zu »Eric Walz: Die Herrin der Päpste«23.03.2008
ich habe schon viele historische Romane gelesen, und endlich hatte
ich mit "Die Herrin der Päpste" mal wieder ein mitreissendes Buch
gelesen. Brillant aufgebaut und auch die schönen Momente
kommen nicht zu kurz. Für mich hätten es doppelt soviele
Seiten sein dürfen.
Für mich hätte nur noch ein bißchen mehr Tiefe bei den
Lebensumständen und der Dramatik dabeisein können.
Sehr gut haben mir die immer überrraschenden Ideen von
Marocia und den anderen Personen gefallen. Man ist wirklich
immer überrascht was als nächstes passiert.
Dieses Buch hat meine Gefühle immer wieder berüht, und
das finde ich, ist die Kunst dabei. Man denkt auch Tage später
noch darüber nach und freut sich, was interessantes gelesen zu haben. Bitte mehr!
Miki zu »Eric Walz: Die Herrin der Päpste«05.09.2007
Jede Szene im Roman hat mich mitgerissen und ich konnte mich vollkommen gedanklich in das 9. Jahrhundert zurück versetzen lassen. Ein Buch, das man nicht mehr los lassen möchte und man sich wünscht, es würde nie enden! Der absolut beste Roman, den ich jemals gelesen habe!
Falco zu »Eric Walz: Die Herrin der Päpste«03.08.2007
Das Buch ist einer der besten Romane die ich bis jetzt gelesen habe. Es fasziniert den Leser von Anfang an und ermöglicht einem sich vollkommen in die Geschichte hinein zu versetzen. Die tragischen Wendungen bewegen zutiefst und man leidet mit der Hauptfigur. Genauso erlebt man aber auch Freude bei ihren Triumphen.
Ich kann das Buch nur weiterempfehlen, denn es ist absolut lesenswert.
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