Mord im Badehaus von Andrea Schacht

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2018unter dem Titel „Mord im Badehaus“,, 352 Seiten.ISBN 3734103797.

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Kurzgefasst:

Die Bademagd Molly war allseits beliebt – besonders bei Männern, denn sie geizte nicht mit ihrer Gunst -, aber nun ist sie tot. Ermordet! Myntha, die Tochter des Fährmanns von Mülheim, ist entsetzt, als ihre Brüder ihr diese Nachricht bringen. Verdächtige gibt es genug: zum Beispiel den Pfarrer, der Mollys Dienste gerne genossen hatte, oder der Hauptmann der Wache. Doch als Myntha klar wird, dass auch ihre beiden Brüder die schreckliche Tat begangen haben könnten, ermittelt sie auf eigene Faust – und stößt auf ein tragisches Schicksal und einen verzweifelten Täter ...

Das meint Histo-Couch.de: „Mehr Lebensgeschichte als Mordermittlung“70

Rezension von Karin Speck

Das Leben von Myntha und ihrer Familie könnte so schön sein, doch schon wieder gibt es einen Mord. Diesmal wurde die Bademagd Molly Tod aufgefunden. Verdächtige gibt es gleich zu Beginn mehrere, so gerät auch der Vater von Myntha in den Verdacht, mit der Tat etwas zu tun zu haben, aber auch der Hauptmann der Wache und sogar der Pfarrer werden verdächtigt. Molly war ein lebenslustiges Mädchen. Für Myntha heißt es nun selbst versuchen, die Tat zu klären und die Familie zu retten.

Das vorliegende Buch ist bereits der vierte Band, der aus dem Leben der Fährmannstochter Myntha erzählt. Ihr Leben geht weiter und schließt sich zeitnah an die Vorgänger an. Sie ist immer noch auf der Suche nach einem geeigneten Ehemann. Auch die anderen Protagonisten, wie Frederic Bowman, Henning und viele mehr mischen wieder kräftig mit. Ein paar kleine Geheimnisse werden gelüftet aber auch neue Fragen entstehen. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, die Vorgänger gelesen zu haben, da die Lebensgeschichten der Protagonisten aufeinander aufbauen.

Alltagsleben im 15. Jahrhundert

Der Schwerpunkt liegt allerdings nicht unbedingt auf die Aufklärung des Mordes, sondern viel mehr auf das Leben von Myntha und ihren Freunden und der Familie.Wie auch schon die ersten drei Teile hat auch dieser vierte Band sein eigenes Thema. Diesmal erzählt uns Andrea Schacht davon, wie es in den Badehäusern des 15. Jahrhunderts zuging. Anschaulich schildert sie die Gepflogenheiten dieser Epoche. Die Autorin erzählt, wie es mit den Protagonisten im Umfeld von Myntha weitergeht, was das Schicksal noch für sie bereithält und ob sie ihr Schicksal auch annehmen können. Frau Schacht gibt Einblicke in das Leben dieser Zeit. Sie beschreibt, wie es sich eben in einem Badehaus zutrug und was die Menschen antrieb. Eben das ganze Spektrum des Alltagslebens. Nur eine richtige Mordermittlung gibt es eher nicht. Die Aufklärung erfolgt mehr so nebenbei. Schmälert aber nicht das Lesevergnügen.

Sehr offenes Ende

Der Erzählstil ist dabei leicht gehalten, zwar einfach zu lesen, aber trotzdem gute Unterhaltung. Das Ende ist auch hier kein richtiges Ende, es bleibt noch so einiges unerzählt und die Liebe zwischen Myntha und ihrem Rabenmeister hat wohl noch ein paar Höhen und Tiefen mehr zu überwinden. Da es sich um eine Reihe handelt, die mit Band 4 eigentlich noch nicht abgeschlossen ist, war mit einem offenen Ende zu rechen. Zumal Andrea Schacht im Oktober 2017 verstorben ist und ihre Reihe nun leider nicht selbst beenden kann. Der Schluss bleibt somit der Fantasie der Leser überlassen.

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