Vlada Uroševic

Der mazedonische Schriftsteller Vlada Uroševic wurde 1934 in Skopje geboren, wo er auch an der dortigen Universität Philologie studierte. 1982 wurde er dort Professor am Institut für allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft, und diesen Posten füllt er immer noch aus.

Er war Herausgeber des Literaturmagazins Razgledi und veröffentlichte zahlreiche Essays, Lyrik und Kurzgeschichten, die in zahlreichen von ihm herausgegebenen Anthologien erschienen sind. Daneben hat er auch vier Romane geschrieben, von denen Mojata rodnina Emilia (dt. Meine Cousine Emilia) aus dem Jahr 1994 sein bekanntester ist. Er erschien 2013 erstmals auf deutsch.

Im Jahr 2004 erschien eine Gesamtausgabe seiner Werke in über 20 Bänden. Seine Werke wurden in über 30 Sprachen übersetzt, er selbst hat auch Werke aus dem Mazedonischen ins Serbische und Kroatische übersetzt.

Für seine Werke hat er zahlreiche Preise erhalten, darunter den Braca-Miladinov-Preis (1967, 1973 und 1986) und den Grigor-Prlicev-Preis (1974 und 1989). Er ist Mitglied der Académie Mallarmé in Paris, der Europäischen Akademie der Poesie in Luxemburg und der Mazedonischen Akademie der Wissenschaften und Künste.

Neben seiner Lehrtätigkeit, seinen Übersetzungen und schriftstellerischen Werken ist er auch als Kunstkritiker tätig und gilt heute als einer der bedeutendsten Schriftsteller Mazedoniens.

Historische Romane von Vlada Uroševic (Auswahl):