Tsutomu Mizukami

Der japanische Autor Tsutomu Mizukami wurde am 8. März 1919 als Tsutomu Minakami in dem kleinen Dorf Wakasa in der Präfektur Fukuki geboren. Seine Eltern waren sehr arm und gaben ihn mit neun Jahren in ein Zen-Kloster in Kyoto, in dem er drei Jahre als Novize lebte. Da er aber mit der Führung des Tempels unzufrieden war, verließ er den Orden im Jahr 1936 mit siebzehn Jahren und verbrachte die folgende Zeit als Gelegenheitsarbeiter.

Er ging auf die private Ritsumeikan Universität in Kyoto und studierte dort japanische Literatur, musste dies aber wegen finanziellen Problemen und wegen seiner schlechten Gesundheit abbrechen. Nach den Zweiten Weltkrieg wurde er Schüler des Autors Uno Kôji und veröffentlichte 1952 sein erstes Buch Furaipan no uta, das stark autobiographisch ist und ein Bestseller wurde.

In den nächsten zehn Jahren erschien von ihm kein weiteres Werk. Erst im Jahr 1960 erschien sein nächstes Werk Umi no kiba, ein Buch, das die Minamata-Krankheit zum Thema hat. Anschließend begann er seine Karriere als Autor mit Kriminalromanen mit sozialen Themen, zu denen er durch die Eindrücke seiner Kindheit inspiriert wurde.

Sein autobiographischer Roman Gan no tera (dt. Im Tempel der Wildgänse) erschien 1961 und wurde mit dem Naoki-Preis ausgezeichnet. Dies ist auch bislang der einzige Roman, der auf deutsch erschienen ist. Nach weiteren Romanen in diesem Stil schrieb er auch Literatur über Frauen in Japan wie Gobanchô Yûgiri-rô aus dem Jahr 1963 oder Echizen takeningyô von 1964. Viele weitere Roman sind stark autobiographisch, seine Autobiographie Ikkyu von 1975 wurde mit dem Tanizaki-Preis ausgezeichnet.

Viele seiner Romane wurden inzwischen verfilmt, und Mizukami gilt als einer der bekanntesten und meistgelesenen Autoren Japans. Er starb am 8. September 2004 in Tokio.

Historische Romane von Tsutomu Mizukami (Auswahl):

Weitere Romane von Tsutomu Mizukami (Auswahl):

  • (1952) Furaipan no uta
  • (1963) Gobanchô Yûgiri-rô 
  • (1977) Teradomari
  • (1979) Kinkaku enjô
  • (1981) Chi no chibusa
  • (1982) Take no seirei
  • (1983) Sengoku kasseneu
  • (1984) Kyo no omoide zue
  • (1987) Ikiru hi shinu hi
  • (1988) Koteki
  • (1990) Inochi no chiisana koe o kike
  • (1991) Zaisho no sakra
  • (1994) Daigo no sakra
  • (1995) Seifuki
  • (2000) Utsutake no fue