Theodor Buhl

Der Schriftsteller Theodor Buhl wurde 1936 in Bunzlau in Niederschlesien geboren und lebte mit der Familie ab 1940 in Lublinitz in Oberschlesien. Im Januar 1945 flüchtete die Familie vor der Roten Armee nach Plagwitz in Niederschlesien. Die Flucht führte über Dresden, wo sie den großen Luftangriff miterlebten und überlebten. In Plagwitz lebten sie ein Jahr unter sowjetisch-polnischer Verwaltung, ehe sie im Sommer 1946 nach Westdeutschland vertrieben wurden.

Bis 1950 war die Familie in Flüchtlingslagern bei und in Bergisch-Gladbach untergebracht. Ab 1950 studierte Buhl an der Kunstakademie in Düsseldorf und an der Universität Köln. Im Anschluß daran war er als Lehrer und in der Lehrerausbildung für Gymnasien tätig.

Daneben hielt er Kontakte zu Schriftstellern wie Peter Rühmkorf und Heinrich Böll, während er an seinen eigenen literarischen Werken arbeitete. Er verfasst zunächst einige Kurzgeschichten, die in Anthologien erschienen sind. Sein stark autobiografischer Debütroman Winnetou August erschien 2010 im Eichborn Verlag, in dem er u.a. den Luftangriff auf Dresden 1945 verarbeitet. Erste Fassungen waren bereits Ende der 1980er Jahre fertig, doch wurde der Text von ihm noch mehrfach bearbeitet. Der Roman stieß allgemein auf positive Kritik bei Fachpresse und Lesern.

Theodor Buhl ist verheiratet und lebt mit seiner Frau in Düsseldorf.

Historische Romane von Theodor Buhl: