Sebastian Barry

Der irische Dramatiker Sebstian Barry wurde 1955 in Dublin geboren und ist der Sohn von Francis Barry und der Schauspielerin Joan OHara. Er studierte Englisch und Latein an der Catholic University School und am Trinity College in Dublin und war in dieser Zeit auch Herausgeber der Zeitschrift Icarus.

Seinen ersten Roman schrieb er 1982 mit Mackers Garden, dem im Laufe der Jahre weitere Romane und zudem Lyrik und Theaterstücke folgten. Zudem war er auch Gastprofessor für Kreatives Schreiben an verschiedenen Universitäten, so 1984 an der Universität von Iowa, 2006 an der Villanova Universität und 1995/96 am Trinity College in Dublin.

Sein erstes Theaterstück Boss Gradys Boys hatte 1988 Premiere. Sein international bekanntestes Stück The Steward of Christendom von 1996 basiert auf den Erzählungen seines Urgroßvaters mütterlicherseits, James Dunne, der Polizeichef der Dublin Metropolitan Police von 1913 bis 1922 war.

Sein bekanntester Roman ist A Long Long Way (dt. Ein langer, langer Weg), der 2005 erschien und 2013 erstmals ins Deutsche übersetzt wurde. Er kam auf die Shortlist für den Booker Prize und wurde 2007 für das One City One Book-Event in Dublin ausgesucht. Es spielt wie die meisten Romane Barrys während des Ersten Weltkriegs und beschreibt die Geschichte von Willie Dunne, einem jungen Rekruten der Royal Dublin Fusiliers im Jahr 1916.

Barry erhielt für seine Romane und Theaterstück viele Preise, darunter den Man Booker Prize 2011 für On Canaan´s Side (dt. Mein fernes, fremdes Land), eine Art Fortsetzung von A Long Long Way mit der Tochter der Hauptfigur als Protagonistin. Der Roman erhielt auch den Walter Scott Prize 2012.

Sebastian Barry lebt mit seiner Frau, der Schauspielerin Alison Deegan, und ihren drei gemeinsamen Kindern in County Wicklow.

Historische Romane von Sebastian Barry:

Weitere Romane von Sebastian Barry:

  • (1982) Macker´s Garden
  • (1987) The Engine of Owl-Light
  • (2002) Annie Dunne
  • (2011) Mein fernes, fremdes Land
    On Canaan´s Side