Die Spur der Hebamme von Sabine Ebert
Buchvorstellung und Rezension
Originalausgabe erschienen 2007 unter dem Titel „Die Spur der Hebamme“, , 656 Seiten. ISBN 3-426-63695-6.
Kurzgefasst:
Sachsen im Jahre 1173: Die Hebamme Marthe und ihr Mann, der Ritter Christian, könnten mit ihrem Leben glücklich sein, doch da erreicht sie eine schlimme Nachricht: Randolf, Christians ärgster Feind, ist aus dem Heiligen Land zurückgekehrt. Und damit nicht genug: Eines Tages taucht im Dorf jener fanatische Beichtvater auf, dem Marthe und ihre Fähigkeit, die Menschen zu heilen, schon lange ein Dorn im Auge sind. Nur zu gern ergreift er die Gelegenheit, die Hebamme zu denunzieren. Christian will seine Frau in Sicherheit bringen, doch zu spät: Marthe muss sich wegen Hexerei vor einem Kirchengericht verantworten …
Das meint Histo-Couch.de: „;Kleine Verbesserung gegenüber dem 1. Teil der Geschichte...“;
von Katharina Lewald
Obwohl das neue Werk von Sabine Ebert erst am 1. Januar 2008 erscheinen sollte, ist es bereits seit der Vorweihnachtszeit 2007 in jeder Buchhandlung Ihres Vertrauens zu erstehen. Offenbar muss die Nachfrage nach dem heiß ersehnten Nachfolgeband von „;Das Geheimnis der Hebamme“ so groß gewesen sein, dass der Verlag sich mit Lektorat und Druck des neuen Titels „;Die Spur der Hebamme“ etwas rangehalten hat, wie die Liste mit dem meistverkauften historischen Romanen aus dem Dezember 2007 beweist: Die ersten beiden Plätze belegen Sabine Eberts Hebammen-Romane. Doch trotz des Erfolgs ihrer beiden Erstlinge ist Sabine Ebert noch nicht am Ende mit ihren Ideen, wie sie uns in einem aktuellen Interview verrät.Das Leben könnte so schön sein
„;Die Spur der Hebamme“ setzt dort an, wo „;Das Geheimnis der Hebamme“ endete, nämlich um 1173 in Sachsen. Die junge Hebamme Marthe und der attraktive Ritter Christian leben glücklich zusammen in Christiansdorf – doch dann kommt der erbitterte Feind Randolf zurück von der Pilgerreise ins Heilige Land.
Als wäre dies nicht schon schlimm genug, hält auch noch ein neuer Pater Einzug in Christiansdorf, nachdem der Alte verstorben ist. Marthes heilende Fähigkeiten und überhaupt ihre Arbeiten als Frau, die Geburten beiwohnt und Krankheiten besiegt, sind im ganz und gar nicht geheuer – sie sind ihm ein richtiger Dorn im Auge. Und was würde besser in den Karriereplan passen, als eine Hexe zu überführen?
Ebert spielt ihre Stärken wieder aus
Obwohl der Vorgängerband nicht so einen großen Eindruck in der Chefredaktion hinterlassen konnte, kommt „;Die Spur der Hebamme“ etwas reifer, ausgegorener daher. Zwar kommt Ebert auch im 2. Band der Reihe nicht ohne Kitsch und Vorurteile aus, aber welcher Autor schafft das schon? Marthe hat noch immer ihre Visionen, doch wird nicht jede mit einem immer wiederkehrenden Spruch unterlegt. Die Geschichte kommt recht schnell in Fahrt und der Spannungsbogen wird kontinuierlich aufrecht erhalten – Sabine Eberts Stärken, auch im 1. Band der Reihe! Trotzdem wird man das Gefühl nicht los, dass sämtliche Geschichten so oder so ähnlich schon einmal passiert sind.
Der Klappentext geht recht ausführlich auf Marthes Erlebnisse mit der Hexenverfolgung ein, obwohl diese gar nicht so detailliert in der Geschichte behandelt wird. Vielmehr geschehen viele kleine Katastrophen, mit der Marthe, Christian und ihre Kinder umgehen müssen. Die ein oder andere Tat wird nicht sofort klar und auch bis zum Ende nicht aufgeklärt – doch weitere zwei Bände werden mindestens noch folgen. Es bleibt also die Vermutung, dass hier bereits die Weichen für die nachfolgenden Romane gelegt wurden.
Etwas unglaubwürdig bleibt, dass mehrere Männer sich wieder – natürlich – in Marthe verlieben. Auch hier hätte etwas mehr Abwechslungsreichtum genützt.
Etwas mehr Haftungsvermögen, bitte!
Alles in allem ist „;Die Spur der Hebamme“ nur unwesentlich anders als „;Das Geheimnis der Hebamme“. Den meisten Lesern des 1. Bandes wird auch der 2. Band gefallen. Es ist natürlich die Frage, ob der Autor überhaupt sein Konzept grundlegend ändern sollte, wenn sein Erstlingswerk reißenden Absatz gefunden hat. „;Schön blöd“, denken Sie jetzt wahrscheinlich. Kann sein. Aber nicht alle Leser werden dauerhaft zufrieden sein, irgendwann wünscht man sich nämlich doch etwas mehr Abwechslung und nicht immer gleichbleibende, austauschbare Intrigen und Personen. Sowohl die Story an sich, als auch die Personen dürfen ruhig etwas mehr Charakter bekommen, etwas mehr „;gewisses Etwas“ eben, das sie im Kopf der Leser haften lässt. Wenn der 3. Band diese Eigenschaft hat, wird Sabine Ebert bestimmt auch bei mir einige Punkte mehr kassieren!
Ihre Meinung zu »Sabine Ebert: Die Spur der Hebamme«
- Netha zu »Sabine Ebert: Die Spur der Hebamme« 08.02.2010
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Als Quereinsteiger in die Hebammen-Reihe nahm ich dieses Buch zur Hand. Das Cover und der Klappentext versprachen mir eine historische Geschichte mit viel Spannung.
Und der Klappentext sollte recht behalten.
Leider muss ich gestehen, dass es besser gewesen wäre, mit dem ersten Band zu beginnen. Denn ich denke, mir fehlte zu viel Hintergrundwissen aus dem ersten Teil.
Marthe und Christian dachten, dass sie jetzt in Ruhe und Frieden leben können, aber sie haben nicht damit gerechnet, dass ihr Erzfeind Randolf aus dem Kreuzzug zurückkehren würde. Doch er kommt zurück und dann auch noch in die Stadt, in der die beiden leben.
Randolf ist es immer noch ein Dorn im Auge, dass Marthe sich in der Heilkunst auskennt und auch gute Erfolge vorweisen kann.
Christian, der die Gefahr im Verzug sieht, versucht, seine Frau in Sicherheit zu bringen, aber Randolf ist schneller und bezichtigt Marthe der Hexerei. Sie muss sich vor dem Hexengericht rechtfertigen.
Dass dies nur negativ ausfallen kann, ist wohl jedem klar, der gerne historische Romane liest.
Wie Marthe sich aus den Klauen der Gerichtsbarkeit befreien kann, werde ich hier nicht verraten.
Das Buch ist in einem so fesselnden Schreibstil geschrieben, dass ich mich als Leser dessen nicht entziehen konnte. Rasant und superspannend.
Die Ausarbeitung der Begebenheiten vor Ort haben mir sehr gut gefallen, mir war, als wenn ich mitten in der Geschichte verweile beim Lesen.
Auch wenn es schon der zweite Teil war, wurden mir die Figuren gut vorgestellt, sodass ich denke, dass mir von dieser Seite aus dem ersten Teil nicht allzu viel gefehlt hat.
Was mich gestört hat an dieser Geschichte, ist die offensichtliche Brutalität. Beginnend mit der Angst der Menschen, über Mord und Folter, Intrigen, Zukunftsängste, bis hin zur Vergewaltigung und ein paar anderen Grausamkeiten.
Es gab Stellen, da musste ich das Buch einfach zur Seite legen, weil es mir zu viel wurde. Später dann siegte aber die Neugierde, wie diese Geschichte ausgeht.
Ich bin mir noch nicht schlüssig, ob ich Band 1 und 3 noch lesen werde.
Dieses Werk bekommt von mir drei von fünf Sternen
- Pearl zu »Sabine Ebert: Die Spur der Hebamme« 11.12.2009
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Es ist ein Unterhaltungsroman, die Charaktere werden sehr schwarz/weiß beschrieben, so wie man sie in Soap-Operas findet. Band 2 unterscheidet sich nicht sehr vom Band 1, es geht immer noch um dieselben Menschen, denselben Ort, dieselbe Willkür der Oberschicht, bloss ging es in Band 1 am Anfang um die Besiedlung des Ostens, in Band 2 wird die Hexenverfolgung in den Vordergrund gestellt. Die vielen Wiederholungen der Geschehnisse vom Band 1sind für den Leser etwas langweilig und nervig. Aber die Einbindungen historischer Figuren und Ereignisse sind gut gelungen. Sie fügen sich gut ein, ohnen dass es zu prahlend wirkt, als ob man mit geschichtlichen Kenntnissen angeben möchte.
- Mandy zu »Sabine Ebert: Die Spur der Hebamme« 22.08.2009
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Ich habe den ersten Band gerade zu verschlungen und den zweiten auch gleich hinterher. Und nun fange ich den dritten an. Einfach ein Traum die Bücher. Was so unbekannt beginnt, nimmt schnell eine vertrauensvolle Beziehung zu einem auf. Und auch wenn die Handlung sehr einfach, bindet gerade diese Leichtverständlichkeit einen an die Geschichte, da man nicht über irgendwelche Bedeutungen nachdenken muss, sondern einfach genießen kann. Also langweilig ist dieses Buch auf keinen Fall!
- Antje zu »Sabine Ebert: Die Spur der Hebamme« 19.07.2009
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Das also Teil 2. Furchtbar. Grauenvoll. Schrecklich. Langwilig. Sinnlos.
Was im ersten Teil gut und spannend begann, endet schon im Zweiten im Desaster.
Man will Marthes Martyrium so furchtbar darstellen, kann aber ihre Reaktionen, Emotionen nicht nachvollziehen. Im ersten Teil eine Vergewaltigung durch 4 ! Männer und danach, na,ja gehts ihr psychisch nicht so, dann kommt der holde Ritter , dem sie sich hemmungslos hingibt. Allles juuuut. Aber diese Hexenprobe im zweiten , zweifelsfrei auch ganz schlimm, an der wird sich ständig hochgezogen,wegen grausam und so. Das kann ja mit dem dritten Buch nicht besser werden.
- jordis zu »Sabine Ebert: Die Spur der Hebamme« 29.10.2008
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Großartige Fortsetzung, 25. März 2008
Ich habe "Das Geheimnis der Hebamme" verschlungen und war froh, in diesem 2. Band sofort über das Schicksal von Marthe und Christian weiterlesen zu können!
Obwohl Fortsetzungen immer etwas heikel sind, steht dieses Buch in nichts seinem Vorgänger nach. Sabine Ebert versteht es, den Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Ich bin sonst wirklich eine ziemliche Lansam-Leserin, aber diesen Band habe ich in 3 Tagen verschlungen.
Das Buch setzt 3 Jahre nach den Ereignissen des 1. Bandes ein. Marthe und Christian leben immer noch in ihrem Dorf und haben inzwischen 2 eigene Kinder. Allerdings zeichnet sich bereits Unheil ab, da ihr ärgster Gegner, Randolf, aus dem Heiligen Land zurückkehrt.
Die nachfolgenden Ereignisse machen einen atemlos, es gibt keine Seite, auf der nichts passiert - ohne übertrieben zu wirken. Ganz im Gegenteil! Diese Atemlosigkeit, die man als Leser mit den Figuren teilt, ist genau die, die den mittelalterlichen Menschen bewegt haben. Sie konnten sich nie wirkliche Ruhe gönnen, waren stets der Willkür der Mächtigen oder dem Unbillen der Natur ausgeliefert.
Die Ränke und Intrigen, die Sabine Ebert beschreibt, sind dabei durchaus historisch verbürgte. Darüber gibt ihr interessantes Nachwort Aufschluss.
Die Autorin versteht es auf unterhaltsame Art, Geschichte lebendig zu machen und lässt den Leser mit den Protagonisten einen wirkungsvollen Blick selbst auf Details werfen - ich denke nur an die Begegnung von Lukas mit dem Denkmal des Löwen.
Ein Personenverzeichnis und ein Glossar der wichtigsten historischen Begriffe runden für mich dieses gelungene Buch ab!
Freue mich schon wahnsinnig auf den 3. Teil!
- Schwengfelder, Christoph zu »Sabine Ebert: Die Spur der Hebamme« 10.10.2008
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Im ersten Teil wurde besser der Phantasie des Lesers vertraut als im zweiten Teil. Wer das Romanwerk spannend finden will, sollte zudem einen Bezug zu den historischen Örtlichkeiten oder der Berufsgruppe Hebamme haben.
Leser, die selbst noch nie etwas recherchiert und geschrieben haben, sollten ihre teilweise berechtigte Kritik an dem Romanwerk "ein bißchen in Watte packen".
- olympia zu »Sabine Ebert: Die Spur der Hebamme« 30.07.2008
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Die Geschichte von Marthe und ihrem Ritter Christian geht weiter. Die beiden haben endlich zueinander gefunden und sind glücklich verheiratet. Immer noch ist da Randolf, der aus dem Heiligen Krieg nach Hause zurückgekehrt ist und nach wie vor Christians Todfeind ist. Dann taucht eines Tages wie aus dem Nichts Marthes alter Beichtvater auf und beginnt sie wegen ihrer Heilkunst zu denunzieren. Christian weiß, dass er schnell handeln muss, wenn er seine Frau in Sicherheit bringen will.
Der zweite Teil von „Das Geheimnis der Hebamme“.
Wie man auch hier bei den Bewertungen sieht, polarisieren die Meinungen zu diesem Buch sehr. Vielleicht sollte man eher berücksichtigen, WAS man lesen möchte, wenn man sich dieses Buch kauft. Wer einen TOP-Historischen-Roman von literarisch hochwertiger Sprache und Qualität sucht, ist mit diesem Buch nicht gut beraten.
Die Autorin berichtet aber sehr glaubwürdig die Entstehungsgeschichte der Stadt Freiberg. Marthe und Christian sind vielleicht ein ungewöhnliches Paar. Marthe, eine einfache Hebamme und dadurch im Rang sehr niedrige Frau, heiratet einen wesentlich höher gestellten Ritter, Christian. Ob dies je so sein hätte können, sei dahin gestellt. Die Protagonisten sind aber sehr empathisch und auch sympathisch dargestellt.
Man erfährt viel aus dem damaligen Leben um die Zeit Kaiser Barbarossas. Die harte Arbeit, das schwere Leben und auch die enormen Standesunterschiede werden anschaulich und plastisch erzählt. Man fühlt und leidet mit Marthe mit. Vielleicht mag einem vieles grausam erscheinen, so ist doch zu bedenken, dass diese Zeit auch brutal und rau war. Es wird nichts beschönigt und die Empfindungen und Handlungen der Menschen erscheinen nachvollziehbar.
Dass der eine oder andere Faux pas passiert ist, macht aber dem flüssigen und spannenden Erzählstil keinen Abbruch.
Wer einen unterhaltsamen und flüssig zu lesenden historischen Roman sucht, der im Grunde gut recherchiert ist, ist auch mit dem zweiten Band gut beraten.
- sandy zu »Sabine Ebert: Die Spur der Hebamme« 13.04.2008
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ich habe gestern die spur der Hebamme zu ende gelesen, und war seh beeindruckt von diesem buch.
auch wenn der erste teil eine Spur besser war, kann ich den zweiten teil nur weiterempfehlen nd hoffe dass die folgenden teile genauso spannend werden!!
- Kristall zu »Sabine Ebert: Die Spur der Hebamme« 09.04.2008
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Ehrlich gesagt habe ich das Gefühl, ihr habt alle gar keine Ahnung...Bei Ihrer Story geht es um die Entstehung des Erzgebirges und der extremen Reichtümer sowie der Stadtgründung von Freiberg, Chemnitz usw. .... Wer denkt er muss sich hier auslassen, der soll sich zuvor informieren welche Bücher er kauft. Ich bin froh das es endlich eine Buchrreihe gibt die sich mit der Entwicklung und Entstehung des Erzgebirges befasst...Ich bin Geschichtsstudentin mit Hauptthema Mittelalter und ich muss sagen das alles sehr gelungen ist...Vergleicht doch mal die zeit mit heute, fällt euch da nichts auf???
- Angelina zu »Sabine Ebert: Die Spur der Hebamme« 28.03.2008
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Wunderbarer Beitrag zum "Einheitsbrei historischer Mittelalter-Romane", wie sie die histo-couch-Redaktion so treffend charakterisiert hat: lieblos zusammengewürfelte Story mit ein paar publikumswirksamen Zündungsmomenten wie Vergewaltigung, erzwungener Beischlaf, Folterung und Hexenprozess. Das liest sich ebenso langweilig wie austauschbar.
Mich hat es leider nicht entzünden können - hoffe auf spannendere Romane!
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