Rudolph Wurlitzer

Der amerikanische Schriftsteller Rudolph Wurlitzer wurde am 3. Januar 1937 in Cincinnati, US-Staat Ohio, geboren. Die Familie zog wenig später nach New York City um, wo Rudolph aufwuchs. Schon mit 17 Jahren heuerte er auf einem Öltanker an. Diese Erfahrung weckte sowohl seine lebenslange Reiselust als auch die Freude am Schreiben.

Wieder daheim leistete Wurlitzer seinen Wehrdienst und studierte an der Columbia University. Anschließend zog er nach Paris und später auf die Insel Mallorca, wo als Sekretär für den Schriftsteller Robert Graves (1895-1985) tätig war. In den 1960er Jahren kehrte Wurlitzer in die USA zurück. In New York arbeitete er mit modernen Künstlern und Komponisten zusammen. Als Schriftsteller debütierte Wurlitzer 1969 mit dem experimentellen Nog, dem er bis 1984 drei weitere Romane folgen ließ. Nach einer 24-jährigen Pause erschien 2008 der psychodelische Western The Drop Edge of Yonder (dt. Zebulon), der auf einem nie verfilmten Drehbuch basierte.

1971 drehte Regisseur Jim McBride den Film Glen and Randa nach einem Skript von ihm und Wurlitzer. In den nächsten Jahren schrieb Wurlitzer weitere Drehbücher, darunter für Pat Garrett and Billy the Kid (1973; Pat Garrett jagt Billy the Kid, Regie: Sam Peckinpah), Homo Faber/Voyager (1991; Regie: Volker Schlöndorff) oder Little Buddha (1993; Regie: Bernardo Bertolucci), die wie seine Romane die spirituellen Interessen des Verfassers widerspiegeln.

Rudolph Wurlitzer lebt in New York und Nova Scotia. Er ist übrigens ein Urenkel jenes in Deutschland geborenen Franz Rudolph Wurlitzer (1831-1914), dessen Firma berühmt für ihre Musikautomaten und Jukeboxes war.

Historische Romane von Rudolph Wurlitzer:

  • (2008) Zebulon 
    The Drop Edge of Yonder

Weitere Romane von Rudolph Wurlitzer:

  • (1969) Nog
  • (1970) Flats
  • (1972) Quake
  • (1984) Slow Fade

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