Die Blutritter von Robyn Young

Buchvorstellungund Rezension

Die Blutritter von Robyn Young

Originalausgabe erschienen 2007unter dem Titel „Brethren 2: Crusade“,deutsche Ausgabe erstmals 2008, 768 Seiten.ISBN 3-442-36658-5.Übersetzung ins Deutsche von Nina Bader.

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Kurzgefasst:

Akkon, Anno Domini 1274: Der junge Tempelritter Will Campbell wurde ausgebildet, um im Heiligen Land gegen den Feind in die Schlacht zu ziehen. Doch als Mitglied der »Bruderschaft«, einer geheimen Gruppe innerhalb des Ordens, ist er auch ein Mann des Friedens. Ein mühsam errungener Waffenstillstand droht bereits wieder gebrochen zu werden, führt doch die Gier nach Macht, Reichtum und Einfluss auf beiden Seiten zu gefährlichen Intrigen und Verrat. Als neue Kämpfe sich abzuzeichnen beginnen, steht Will zwischen seinem Eid als Templer, seiner verborgenen Rolle in der Bruderschaft – und seinen Gefühlen für Elwen, der Frau, die er liebt, aber nicht heiraten darf …

Das meint Histo-Couch.de: „Komplex-komplizierte Konflikte im 13. Jahrhundert“78

Rezension von Nicole Goersch

Akkon im 13. Jahrhundert: Der Tempelritter William Campbell rettet seinem Großmeister das Leben, so dass dieser ihn befördert und gleichzeitig die Aufgabe überträgt, die Hintermänner des Attentats zu suchen. Unterdessen braut sich am Hof von Sultan Baybars in Kairo eine Intrige zusammen, in die nicht nur sein eigener Sohn verstrickt ist, da nicht jeder ein Befürworter des mühevoll erlangten Waffenstillstands mit den Christen ist.

Als der Markt in Kabul überfallen wird, ist auch Elwen, Williams heimliche Liebe, in großer Gefahr. Der Frieden zwischen den beiden Religionen steht auf tönernen Füßen, dennoch setzt William mit seinen Verbündeten alles daran, diesen zu halten und zu stabilisieren, aber wird es den wenigen Männern gegen eine solche Übermacht gelingen?

Zäher Beginn

Die ersten zweihundert Seiten dienen als Einleitung auf die nervenaufreibenden Geschehnisse und als Vorstellung der zahlreichen Charaktere, die diesen Roman bevölkern. Ein Personenregister wäre dabei von Vorteil gewesen. Dies hätte hilfreich die beiden Landkarten zu Beginn des Buches ergänzt.

Allerdings sind die Beschreibungen der Orte, vor allem die Kairos, beeindruckend und äußerst gut gelungen, ebenso wie die Charakterisierung der Figuren, deren Handlungen geschickt in den Kontext eingebunden sind und mit Hilfe von bildhaften Beschreibungen verdeutlicht werden. Manchmal wirken sie jedoch – gerade zu Beginn – etwas zu einseitig schwarz-weiß gezeichnet.

Die komplizierte Machtstruktur mit vielen Intrigen, guten und bösen Meinungen, Kriegstreibern und Friedenssuchern verlangt nach Aufmerksamkeit. Die Dynamik, die sich zwischen dem Wechsel von der christlichen und der muslemischen Ebene vollzieht, ist wirklich gelungen. So erlangt der Leser einen Wissensvorsprung und wird mit der aufgebauten Spannung angestachelt, sich tiefer in die Geschichte fallen zu lassen.

Anspielungen auf den 1. Band

Es handelt sich hierbei um den zweiten Teil der Reihe um Tempelritter William Campbell. Es ist nicht zwingend notwendig, den ersten zu kennen, aber durch die zahlreichen Anspielungen auf die Handlung der Blutschrift wird der Leser neugierig gemacht, was denn vorgefallen sei, weil die Vergangenheit der Figuren natürlich die Voraussetzung für die jetzigen Ereignisse liefert.

Die Sprache ist flüssig erzählt und lässt sich angenehm lesen. Man kann sich, wenn man die Durststrecke der ersten Seiten geschafft hat, gut in die Details und das bunte Treiben im 13. Jahrhundert rund um das Heilige Land fallen lassen. Die Personen werden dabei zunehmend diffiziler, ebenso wie die Handlungen steigend kniffliger und heikler werden. All das ist durchaus spannend verknüpft, allerdings muss man bei der ein oder anderen Szene nach der Glaubwürdigkeit im Kontext zu der damaligen Zeit fragen, zum Beispiel was die Eigenständigkeit Elwens betrifft, die sie innerhalb ihres Diensthauses ausübt.

Gefährlich und bezaubernd zugleich

Es wird nichts ausgelassen: von Verrat an Freund und Feind über Intrigen, begünstigt durch Neid und Eifersucht, bis hin zu Mord aus hinterlistigen, herrschsüchtigen oder aus klaren, rachsüchtigen Gründen. Dabei wird die gefährlich-kriminelle, aber auch die faszinierend-bezaubernde Atmosphäre des Vorderen Orients lebendig, wobei erstere definitiv überwiegt.

Ein Wälzer für lange Herbstabende, an denen man sich gerne in andere Welten entführen lässt.

Ihre Meinung zu »Robyn Young: Die Blutritter«

M.Reinsch zu »Robyn Young: Die Blutritter«18.03.2012
Robyn Young spannt nun den Faden ihrer Geschichte weiter: 1274 bis 1291.
Die wiedrigkeiten im Kampf der "Anima Templi" im Kampf für den Frieden unter allen Völkern scheint aussichtslos (zumal ein Fein in den eigenen Reihen für Schwieirigkeiten sorgt). Auch die Geschichte um Garin und Will
wird weiter erzählt und birgt so manche Wendung. Bis schließlich, mit dem Fall von Akkon der zweite Teil der Triologie endet.
Interessant ist das Fr.Young hier sehr gut von beiden Seiten berichtet (Mameluken und Franken). Vor Allem, da sie auf beiden Seiten Menschen für eine friedliche Aussöhnung zwischen den Glaubensgemeinschaften kämpfen lässt.
Auch die besondere Betrachtungsweise, des Mamelukischen-Hofstaates ist ihr gut gelungen (denn nicht nur bei den Christen gab es Neid, Missgunst und Gier).
Durch viele neue Wendungen schafft Sie es das Interesse des Lesers wach zu halten, da doch einige Passagen des Romans sehr langatmig sind.
Eine große Hilfe waren die beiden Karten, Die Liste der Hauptfiguren und das Glossar mit den wichtigsten Stichworten. Mit diesen Hilfsmitteln konnte man sich sehr gut in den Verlauf der Geschichte versetzen. Gerade zum Ende hin, bekommen die beiden Hauptfiguren einiges an Tiefe und man lernt Diese besser zu verstehen.
Das Nachwort der Autorin hat einige ungereimztheiten sicher erklärt und mir (im Nachhinein) Unverständliches/Fehler erklärt.
Im Gesamt ist zu sagen das der zweite Band der Triologie wesendlich besser ist als der Erste, auch wenn er immer noch über einige Längen verfügt, die ein dauerhaft , flüssiges Lesen sehr erschweren.
87° Micha
Wello zu »Robyn Young: Die Blutritter«14.07.2008
Es kommt selten vor das ich einen 2.Teil besser finde als den 1. Aber in diesen Fall ist es so.
Dieses Buch wirkt sehr authentisch und beschreibt die politische Lage und die ständigen Machtkämpfe im Outremer ohne langweilig zu werden. Die Protagonisten werden erwachsener und dadurch auch glaubwürdiger und sympathischer. Auch die Figur des Will Campbell wächst einen immer mehr ans Herz. Je weiter man liest um so schwerer wird es das Buch zur Seite zu legen.
Mit dem Satz „Will kehrte dem Osten den Rücken und blickte gen Westen wo seine Heimat lag. Und dachte an Rache.“ endet dieses Buch und macht neugierig auf die Fortsetzung.
Weiß jemand wann der 3. Teil erscheint?
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