Der Jahrhunderttraum von Richard Dübell

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2017unter dem Titel „Der Jahrhunderttraum“,, 736 Seiten.ISBN 3-548-28827-8.

»Der Jahrhunderttraum« kaufen oder zum Merkzettel hinzufügen

bestellen bei amazon

in mein Bücherregal

Kurzgefasst:

Deutschland 1891: Die Geschwister Otto, Amalie und Levin von Briest sehen der Wende zum neuen Jahrhundert entgegen und all ihren Verheißungen. Erste Flugzeuge und Zeppeline begeistern die Massen, und Levin von Briest findet darin seine große Bestimmung. Otto hadert mit seiner adeligen Herkunft, er möchte Detektiv werden. Amalie von Briest ist dagegen noch auf der Suche nach ihrem Schicksal – sie träumt von der großen Liebe und merkt nicht, dass sie sie vielleicht schon längst gefunden hat ...

Das meint Histo-Couch.de: „Auf dem Weg ins 20. Jahrhundert“94Treffer

Rezension von Annette Gloser

Im Jahr 1891 ist eine neue Generation der Familie von Briest herangewachsen. Moritz und Antonie sind ins gesetzte Alter gekommen, aber ihre Kinder Otto, Levin und Amalie stehen an der Schwelle zum Erwachsenenleben. Da verunglücken die Großeltern Paul und Louise Baermann tödlich bei einem Eisenbahnunglück in der Schweiz. In die tiefe Trauer der Familie von Briest schleichen sich jedoch Zweifel, als Edgar Trönicke, der alte Freund der Familie, von einem geheimnisvollen Auftrag berichtet, für den Paul Baermann in der Schweiz recherchierte. Als Edgar die Befürchtung äußert, Paul und Louise könnten einem Mordanschlag zum Opfer gefallen sein, bittet ihn Pauls Sohn Moritz, weitere Nachforschungen anzustellen. Moritz ist inzwischen ein angesehener Ingenieur bei Siemens & Halske. Seit Jahren reist er mit seiner Frau Antonie und den Kindern um die Welt. Demnächst soll er mit seiner Familie nach Chicago gehen. Aber die Kinder haben ihre eigenen Pläne. Otto hat sich in Edgars Sekretärin Hermine verliebt, Amalie hat mit der zarten Emma von Schley endlich eine Freundin gefunden. Und Levin? Der träumt vom Fliegen seit er Otto Lilienthal bei seinen Flugversuchen in Werder beobachtet hat. Auch die Ehe zwischen Moritz und Antonie von Briest kriselt, denn Antonie setzt all ihre Energie für den Kampf um Frauenrechte ein. Moritz fühlt sich zurückgesetzt und bekommt deshalb auch Schwierigkeiten in seiner Firma. Vor Familie von Briest liegen harte Zeiten und es ist nicht sicher, ob jeder diese Zeiten gut übersteht denn, bald zeigt sich, dass Edgar mit seinem Verdacht offenbar die Büchse der Pandora geöffnet hat, aus der das Unheil auf die Welt kam.

Lilienthal und Zeppelin

Vom Jahr 1891 bis zum Jahr 1909 berichtet dieser Roman über die Familie von Briest. Natürlich ist es nicht nur eine simple Familiengeschichte. Richard Dübell webt das Leben und Leiden der Familienmitglieder in die Zeitgeschichte ein. Fliegen ist in, Eisenbahn noch lange nicht out und überall auf der Welt verlegt die Firma Siemens & Halske Telegraphenkabel. Erschüttert beobachten brave Bürger, dass Frauen plötzlich nicht mehr brav und still sein wollen. Und gut versteckt hinter der Fassade von Patriotismus und Nationalstolz regen sich die ersten Keime des Faschismus. So entsteht vor den Augen des Lesers ein breites Panorama der Zeit um den Jahrhundertwechsel, bunt und voller Leben. Der Fokus liegt jedoch auf der wohl wichtigsten technischen Neuerung jener Zeit, der Entwicklung von Flugmaschinen. Sowohl Otto von Lilienthal als auch Graf Zeppelin bekommen mit ihren Überlegungen und Projekten Raum in diesem Roman. Ohne mit technischen Details zu langweilen beschreibt Richard Dübell für den Leser gut nachvollziehbar, mit welchen Problemen sich die Pioniere des Fliegens beschäftigten, welche technischen Herausforderungen bewältigt werden mussten und welchen Gefahren jene Menschen ausgesetzt waren, die den Traum vom Fliegen verwirklichen wollten.

Der Autor hat seine Protagonisten geschickt angeordnet. Jeder von ihnen ist eng mit einem bestimmten Zweig der Entwicklung verbunden und alle werden in die Machenschaften einer Gruppierung hineingezogen, die bereits erste Ideen verfolgt, welche man so aus der Zeit des Faschismus kennt und die eng verbunden scheinen mit der sogenannten „Völkischen Revolution“ im 19. Jahrhundert.

Lebenslinien

Richard Dübell schließt nicht nahtlos an den vorhergehenden Roman Der Jahrhundertsturm an und bietet eine eigenständige Handlung. Auch bei den Protagonisten übernimmt die neue Generation die Regie. Hier ist es dem Autoren  gelungen, diesen Generationswechsel auch in der Sprache und den unterschiedlichen Lebenshaltungen deutlich werden zu lassen. Die Konflikte zwischen Eltern und Kindern scheinen altbekannt und sind dennoch genau auf die Zeit bezogen, in der die Handlung des Romans spielt. Auch die Auseinandersetzungen der jungen Leute mit ihren Idealen, das Finden von Lebenszielen und die Suche nach dem eigenen Platz in der Gesellschaft wiederholen sich zwar im Leben eines jeden Menschen stets aufs Neue, bieten sich in Der Jahrhundertraum jedoch als Leinwand an, auf der das große Bild einer aufblühenden bürgerlichen Gesellschaft entsteht. Niemand in diesem Roman ist ein Langweiler. Der Leser begegnet interessanten Persönlichkeiten mit Stärken und Schwächen, sympathischen und ausgesprochen unsympathischen Menschen. Keine übergroßen Helden, eher Menschen, die man vielleicht gerne kennenlernen oder von denen man sich mit einem Schaudern abwenden würde. Das macht den Roman lebendig und sorgt dafür, dass man bis zum großen Finale am Schluss gerne weiter liest.

Ein Volltreffer

Mit den Romanen über die Geschichte der Familie von Briest ist Richard Dübell ein großer Wurf gelungen. Und Der Jahrhunderttraum ist ein Volltreffer, in dem sich Spannung, Emotionen und gut recherchierte Fakten die Waage halten. Ein Stadtplan von Berlin hilft allen Nichtberlinern bei der Orientierung. Wirklich interessant sind die Nachbemerkungen des Autors, in denen er zu bestimmten Stichworten noch einmal die historischen Fakten ins Verhältnis zur Romanhandlung setzt. Hier lohnt sich das Lesen auf jeden Fall.

Ein Buch, das man selber lesen und / oder verschenken kann. Es hat viel zu bieten und lässt garantiert keine Langeweile aufkommen.

Ihre Meinung zu »Richard Dübell: Der Jahrhunderttraum«

nati zu »Richard Dübell: Der Jahrhunderttraum«23.03.2017
Lebensträume
Das Buch „Der Jahrhunderttraum“ ist die Fortsetzung des Romans „Der Jahrhundertsturm“ von Richard Dübell. Während der erste Band im Jahr 1871 endet, beginnt der neue Roman im Jahr 1891 und umfasst achtzehn Jahre. Auch wer den 1. Teil nicht gelesen hat, kommt ohne Probleme in die Geschichte hinein.

Die Großeltern Paul und Louise sind bei einem Zugunglück in der Schweiz ums Leben gekommen. Die Familie von Briest, Moritz, seine Frau Antonie und die Kinder Otto, Levin und Amalie sind entsetzt. Edgar Trönicke, ein Freund der Familie und Privatdetektiv, stellt Nachforschungen an, um zu klären, ob der Tod der beiden ein Unglück oder ein Versicherungsbetrug war.
Otto von Briest begleitet Edgar Trönicke bei seinen Ermittlungen, da er davon träumt, selbst Privatdetektiv zu werden.
Nach dem Levin von Briest die ersten Flugversuche von Otto Lilienthal gesehen hat, ist sein Traum vom Fliegen erwacht.
Auch die Schwester von den beiden, Amalie von Briest, hat eigene Träume, die zur damaligen Zeit fast unmöglich waren. Verständnis findet sie bei ihrer Mutter, die sich der Frauenbewegung angeschlossen hat.
Werden ihre Lebensträume in Erfüllung gehen?

Die gut siebenhundert Seiten des Buches sind in sechs einzelne Buchabschnitte unterteilt. Richard Dübell hat einen sehr flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstil, so dass ich durch die Seiten nur so geflogen bin. Er hat mich mitgenommen auf eine Reise zu den Anfängen der Luftfahrt, so lernte ich Otto Lilienthal kennen, absolvierte einen kurzen Flug mit den Brüdern Wright und bestieg das Luftschiff von Ferdinand Graf von Zeppelin. Geschickt hat Richard Dübell historische Ereignisse mit dem Leben der Protagonisten verwoben. Neben der technischen Entwicklung geht es aber auch um Liebe, Freundschaft, Intrigen und Manipulation. Dieses ist so spannend geschrieben, dass bei mir trotz des Buchumfanges keine Langeweile aufkam.

Das Buch war für mich ein reines Lesevergnügen und ich empfehle es gern weiter.
Hannes zu »Richard Dübell: Der Jahrhunderttraum«09.03.2017
Es ist jetzt vier Uhr nachts und ich habe gerade den Jahrhunderttraum ausgelesen. Ich konnte einfach nicht aufhören. Ein fantastischer Roman. Die Handlung, die Handelnden...alles absolut stimmig von der ersten bis zur letzten Zeile.
Es ist faszinierend, wie die einzelnen Flugpioniere mit ihrer Besessenheit des Fliegens in das Geschehen um die Familie von Briest eingreifen. Faszinierend ebenfalls die detaillierte Darstellung der verschiedenen Flugsysteme, einschließlich der Schwierigkeiten der Realisierung.
Das Geschehen um Oskar Glock mit seiner brutalen, paranoiden Judenfeindlichkeit, sowie das Ködern seiner Jünger führen deutlich zu Adolf Hitler hin.
Ich bereue keine Sekunde, die ich mit diesem Buch an Schlaf versäumt habe.
nati zu »Richard Dübell: Der Jahrhunderttraum«19.02.2017
Lebensträume
Das Buch „Der Jahrhunderttraum“ ist die Fortsetzung des Romans „Der Jahrhundertsturm“ von Richard Dübell. Während der erste Band im Jahr 1871 endet, beginnt der neue Roman im Jahr 1891 und umfasst achtzehn Jahre. Auch wer den 1. Teil nicht gelesen hat, kommt ohne Probleme in die Geschichte hinein.

Die Großeltern Paul und Louise sind bei einem Zugunglück in der Schweiz ums Leben gekommen. Die Familie von Briest, Moritz, seine Frau Antonie und die Kinder Otto, Levin und Amalie sind entsetzt. Edgar Trönicke, ein Freund der Familie und Privatdetektiv, stellt Nachforschungen an, um zu klären, ob der Tod der beiden ein Unglück oder ein Versicherungsbetrug war.
Otto von Briest begleitet Edgar Trönicke bei seinen Ermittlungen, da er davon träumt, selbst Privatdetektiv zu werden.
Nach dem Levin von Briest die ersten Flugversuche von Otto Lilienthal gesehen hat, ist sein Traum vom Fliegen erwacht.
Auch die Schwester von den beiden, Amalie von Briest, hat eigene Träume, die zur damaligen Zeit fast unmöglich waren. Verständnis findet sie bei ihrer Mutter, die sich der Frauenbewegung angeschlossen hat.
Werden ihre Lebensträume in Erfüllung gehen?

Die gut siebenhundert Seiten des Buches sind in sechs einzelne Buchabschnitte unterteilt. Richard Dübell hat einen sehr flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstil, so dass ich durch die Seiten nur so geflogen bin. Er hat mich mitgenommen auf eine Reise zu den Anfängen der Luftfahrt, so lernte ich Otto Lilienthal kennen, absolvierte einen kurzen Flug mit den Brüdern Wright und bestieg das Luftschiff von Ferdinand Graf von Zeppelin. Geschickt hat Richard Dübell historische Ereignisse mit dem Leben der Protagonisten verwoben. Neben der technischen Entwicklung geht es aber auch um Liebe, Freundschaft, Intrigen und Manipulation. Dieses ist so spannend geschrieben, dass bei mir trotz des Buchumfanges keine Langeweile aufkam.

Das Buch war für mich ein reines Lesevergnügen und ich empfehle es gern weiter.
wampy zu »Richard Dübell: Der Jahrhunderttraum«12.02.2017
Buchmeinung zu Richard Dübell – Der Jahrhunderttraum

„Der Jahrhunderttraum“ ist ein Roman von Richard Dübell, der 2017 bei Ullstein Taschenbuch als broschierte Ausgabe erschienen ist. Dies ist der zweite Band der Deutschland-Saga des Autors.

Zum Autor:
Richard Dübell, geboren 1962, lebt in Landshut. Als Autor von historischen Romanen stürmt er seit Jahren die Bestsellerlisten.

Klappentext:
Deutschland 1891: Die Geschwister Otto, Amalie und Levin von Briest sehen der Wende zum neuen Jahrhundert entgegen und all ihren Verheißungen. Erste Flugzeuge und Zeppeline begeistern die Massen, und Levin von Briest findet darin seine große Bestimmung. Otto hadert mit seiner adeligen Herkunft, er möchte Detektiv werden. Amalie von Briest ist dagegen noch auf der Suche nach ihrem Schicksal – sie träumt von der großen Liebe und merkt nicht, dass sie sie vielleicht schon längst gefunden hat …

Meine Meinung:
Obwohl ich den ersten Teil “Der Jahrhundertsturm” nicht gelesen habe, fiel mir der Einstieg leicht. Von Anfang an hat mich die Geschichte gefangen genommen. Die fiktive Geschichte der Familie Briest begleitet die Protagonisten über einen Zeitraum von fast zwanzig Jahren. Während im ersten Band die Entwicklung der Eisenbahn im Mittelpunkt stand ist es diesmal die Entwicklung der Fliegerei. Der Leser spürt die Begeisterung, die Levin von Briest ergreift, als er einem frühen Flugversuch Otto von Lilienthals beiwohnt. Seine Schwester Amalie hat den Traum, einmal mit dem Fallschirm zur Erde zu schweben. Auch die Liebe tritt in das Leben der jungen Leute und bringt dort einiges durcheinander. Aber auch politische undv gesellschaftliche Entwicklungen spielen eine Rolle. Ein weiterer Bestandteil des Romans ist eine Verschwörung gegen die Regierung, die auch die Familienmitglieder in Gefahr bringt. Die Charaktere der Figuren sind glaubhaft und mit Ecken und Kanten versehen. Dies gilt auch für die Nebenfiguren, egal ob gut oder böse. Hoffnungen, Enttäuschungen, Fortschritte, Rückschläge und Freundschaften begleiten die Figuren. Besonders kompliziert gestalten sich die Herzensangelegenheiten und dies nicht nur bei den jungen Menschen. Der Leser lernt, dass Fake-News und Fremdenfeindlichkeit keine moderne Erfindung sind. Auch der beginnende Antisemitismus wird thematisiert. Trotzdem bleibt die Spannung jederzeit hoch. Man fiebert mit und hofft, dass sich alles zum Guten wenden wird.
Der Leser ist mit seinem Wissen den Figuren voraus, weil die Erzählperspektive häufig wechselt. So sieht man Bedrohungen und Gefahren lange bevor sie für die Mitglieder der Familie von Briest Gestalt annehmen. Auch der Familienverbund leidet unter der Abnabelung der Kinder. Die Auswahl der erzählten Episoden ist gelungen und treibt die Geschichte unermüdlich voran.
Zum Ende hin steigt die Spannung noch einmal deutlich und entlädt sich in einem furiosen Showdown.

Fazit:
Mich hat der Roman von Beginn an gefesselt. Ich habe mit den Figuren gefiebert, gehofft und auch gelitten. Dazu habe ich einiges Neue erfahren. Die Verpackung war gelungen und auch der Humor kam nicht zu kurz. Von mir gibt es fünf von fünf Sternen (90 von 100 Punkten) und eine klare Leseempfehlung.
dorli zu »Richard Dübell: Der Jahrhunderttraum«09.02.2017
Deutschland 1891. Die Großeltern der Geschwister Otto, Levin und Amalie von Briest sind bei einem Zugunglück ums Leben gekommen. Edgar Trönicke, Privatdetektiv und Freund der Familie wird beauftragt, nach der Ursache des Unglücks zu forschen, da ein Sabotageakt nicht ausgeschlossen werden kann. Während der 21-jährige Otto ganz fasziniert ist von der Arbeit des Detektivs und gerne selbst einer werden möchte, zieht es seinen Bruder Levin in eine völlig andere Richtung: er will fliegen lernen…

In „Der Jahrhunderttraum“ katapultiert Richard Dübell den Leser direkt in das ausgehende 19. Jahrhundert und wartet wie auch schon im ersten Teil seiner Deutschland-Saga mit einer geballten Ladung Historie auf. Der Autor schildert sehr eindrucksvoll die Ereignisse zwischen Juni 1891 und Oktober 1909 und zeichnet damit ein umfassendes, vielschichtiges und vor allen Dingen sehr glaubwürdiges Bild der damaligen Zeit.

Die Anfänge der Luftfahrt sind zentrales Thema, aber auch die Entwicklungen in Politik und Gesellschaft, die Frauenbewegung, das gutbürgerliche Leben, die Mode, die Dinge des täglichen Gebrauchs und alles andere, was die Menschen damals beschäftigt und bewegt hat, fließen in die Handlung ein. In dieses facettenreiche Szenario hat Dübell die Erlebnisse der fiktiven Familie von Briest hineingeschrieben und lässt den Roman damit zu einer großartigen, spannenden, kurzweiligen Zeitreise werden.

Richard Dübell erzählt sehr anschaulich von den Geschehnissen rund um die von Briests, so ist zum Beispiel Levins überschäumende Begeisterung für die Fliegerei, als er einen Flugversuch Otto Lilienthals beobachtet, für den Leser deutlich zu spüren. Man erlebt diesen für den 16-Jährigen besonderen Augenblick genauso wie auch all die anderen aufregenden und einschneidenden Momente der gesamten Familie intensiv mit.

Außerdem schwingt durchweg der typisch Dübellsche Humor mit, der die Geschichte sehr unterhaltsam macht. Die Dialoge sind zum Teil in Mundart geschrieben und verleihen der Geschichte damit eine Extraportion Authentizität und zusätzlichen Schwung.

„Der Jahrhunderttraum“ hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Die fesselnde, spannend erzählte Geschichte hat mir nicht nur unterhaltsame Lesestunden beschert, sondern mich auch lebensnah an einem Stückchen deutscher Geschichte teilhaben lassen. Absolute Leseempfehlung!
Keiner999 zu »Richard Dübell: Der Jahrhunderttraum«09.02.2017
Das Buch ist die Fortsetzung vom "Jahrhundertsturm", es kann aber auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden.Es umfasst den Zeitrahmen von 1891 -1909

Im Mittelpunkt steht die Familie von Briest, welche gleich zu Beginn mit einem schweren Schicksalsschlag umgehen muss. Die Großeltern Paul und Louise , kommen zusammen mit vielen anderen Menschen bei einem großen Zugunglück in der Schweiz ums Leben. Ein Freund der Familie, der Privatdetektiv Edgar Trönicke glaubt an Sabotage, was er aber trotz intensiver Ermittlungen ,nicht beweisen kann.

Die Enkel Amalie, Otto und Levin haben unterschiedliche Lebensmuster. Otto bewundert Edgar und möchte auch Detektiv werden, während Levin durch die Bekanntschaft mit Otto Lilienthal vom Fliegen besessen ist.Amalie hat sich in eine Frau verliebt und möchte mit ihr zusammenleben, für damalige Verhältnisse fast unmöglich.Alle drei kämpfen auf unterschiedliche Weise um ihren Lebenstraum.

Dem Autor ist es auf hervorragende Weise gelungen, die Familiengeschichte der von Briest in ein beeindruckendes Stück Zeitgeschichte einzubetten. Der Traum vom Fliegen nimmt hierbei einen großen Raum ein. Es kommen neben den fiktiven Figuren , mit Graf Zeppelin, Otto von Lilienthal und Georg Wilhelm von Siemens auch reale Persönlichkeiten vor.
Die einzelnen Charaktere, auf der einen Seite die vom Traum des Fliegens besessenen Erfinder, auf der anderen Seite die geldgierigen und korrupten Gegner waren sehr präzise beschrieben. Der aufflammende Hass gegen die Juden ,der sich später , wie wir aus der Geschichte gelernt haben, dramatisch verstärkt hat , fand auch eine gebührende Beachtung.
Der Spannungsbogen war von Anfang an hoch und steigerte sich zum Ende hin sehr dramatisch. Ich habe das Buch mit großer Begeisterung gelesen und spreche eine absolute Leseempfehlung aus.
Orange zu »Richard Dübell: Der Jahrhunderttraum«26.01.2017
„Der Jahrhunderttraum“ ist nach „Der Jahrhundertsturm“ der zweite Teil aus der Feder des Autors Richard Dübell. Da dieser Roman ca. 20 Jahre nach den Vorgängerband ansetzt, kann er auch unabhängig davon gelesen werden.
Hauptfiguren sind dieses Mal die Kinder der Familie von Briest.
Da wäre Otto, der älteste Sohn. Er studiert in Berlin, möchte aber gern Detektiv werden. Levin, inspiriert durch Otto Lilienthal, will unbedingt fliegen. Und Amalie, die Tochter und jüngstes Kind der Familie, steht an der Grenze vom Kind zur jungen Frau. Skeptisch beäugt sie den Einsatz ihrer Mutter für die Frauenbewegungen dieser Zeit. So hat jeder der Protagonisten seinen eigenen Traum vom Leben und versucht diesen, immer mit der Unterstützung der Eltern, zu verwirklichen.
Richard Dübell verbindet das Leben der Geschwister sehr gekonnt mit der Entwicklung der damaligen Zeit. So fliessen immer wieder technische Neuerung und Errungenschaften in die Geschichte ein. Das Hauptthema und der rote Faden in diesen Roman liegen natürlich auf dem Traum vom Fliegen. Sowohl Otto Lilienthal, Ferdinand Graf von Zeppelin als auch die Brüder Wright sind mit den Lebensweg der Familie verbunden. Hier erkennt man auch die umfangreiche Rechere des Autors.
Mit seinen Schreibstil gelingt es Richard Dübell mühelos den Leser von Anfang an in die Geschichte einzubinden und mitfiebern zu lassen. Auch wenn gerade die Beschreibungen der Technik der Flugapparate einige Längen aufweisen, entwickelt das Buch einen Sog, so dass man immer weiterlesen will.
Der Roman umfasst die Zeit von 1891 – 1909 und gliedert sich in 6 Bücher. Dabei sind diese mit einen Vorsatzblatt, ähnlich den Cover, voneinander getrennt. Dies wertet das Buch in meinen Augen sehr auf. Denn auch das Cover ist wieder wunderschön gestaltet und passt perfekt zum Vorgängerroman.
Einen Minuspunkt gibt es allerdings von mir für die Auflage. Während „Der Jahrhundertsturm“ als Taschenbuch aufgelegt wurde, wurde für „Der Jahrhunderttraum“ eine broschierte Auflage gewählt, die um einiges höher ist. Ich als Leser möchte meine Schätze aber gern auch im Regal präsentieren und dazu gehört für mich auch ein einheitliches Design einer Reihe.
Dies hat aber nichts mit den Inhalt des Buches zu tun, welches ich sehr gern gelesen habe und das ich sehr gern empfehle.
-LENA- zu »Richard Dübell: Der Jahrhunderttraum«23.01.2017
Jahrhundertraum

In diesem Band , das um die Jahrhundertwende spielt, stehen die Geschwister Otto, Levin und Amalie im Mittelpunkt des des Geschehens. Obwohl es eine Fortsetzung der Deutschland Saga ist, kann man beide Bände unabhängig voneinander lesen. Es ist der Traum vom Fliegen, der eine große Rolle in diesen Roman spielt. Dies spiegelt sich auf dem Cover wieder.

Jeder der drei hat unterschiedliche Vorstellungen über seine Zukunft. Die Faszination des Fliegens lässt Levin nicht mehr los, seit er Otto von Lilienthal erlebt hat. Otto studiert Ingenieurwesen , liebäugelt aber mit dem Beruf des Detektivs. Amalie ist noch jung und weiß nicht so recht wie ihr Leben aussehen soll, bis sie auf Emma von Schley trifft. Die Eltern sind tolerant und geben ihren Kindern eine Chance. Man kann gut nachvollziehen wie die Geschwister ihren Weg beruflich und privat finden und dabei versuchen ihre Träume zu verwirklichen. Immer wieder gibt es Höhepunkte und Tiefschläge bleiben auch nicht aus.
Auch die Nebenfiguren wie Edgar, Hermine, Rudi, Emma und Glock sind mehr oder minder sympathisch dargestellt.
Manche Ansichten der Akteure sind auch heute aktuell wie damals.

Ein großes Feld nimmt die Weiterentwicklung der Technologie ein. Hier erlebt man die Pioniere dieser Zeit hautnah mit ihren Erfolgen und Rückschlägen. Technische Details eines Fluggerätes werden genausten beschrieben. Erlebt mit, ob die Tüftelei erfolgreich ist. Diese Szenen werden bildhaft geschildert. Auch die unterschiedlichen Ziele welchen Zweck diese neue Technik erfüllen soll werden erörtert.

Ein Roman, indem der Traum vom Fliegen wahr wird mit einem furiosen Beginn und Ende. Durch die verschiedenen Handlungsstränge ist es dem Autor gelungen ein breites Spektrum der damaligen Gesellschaft aufzuzeigen.
Ein unterhaltsamer, lebendiger Roman, der mit vielen Technikdetails und ausführlichen Beschreibungen zu einigen Längen führt.
Kerstin Klaar zu »Richard Dübell: Der Jahrhunderttraum«22.01.2017
" Der Jahrhunderttraum " von Richard Dübel ist die Fortsetzung von " Der Jahrhundertsturm ".
Es ist kein Problem diesen zweiten Teil der Jahundert Saga zu lesen ohne den ersten gelesen zu haben. Dieser Teil beginnt 20 Jahre später, wo der erste im Jahr 1871 aufgehört hat, also im Jahr 1891. Ist ist aber trotzdem schön wenn man den ersten liest.

Zum Inhalt:
Louisa und Paul sind die Großeltern Briest, die bei einem Zugunfall verunglückt sind. Nun geht es um die Nachfolger, deren Geschichte erzählt wird.
Die Familie der Großeltern von Briest sind schockiert . Moritz, Ehefrau und die Kinder Amalie, Otto und Levin wollen es nicht glauben und ein Freund der Familie ebenso nicht. Er ist Privatdetektiv, Edgar Trönicke, und wird Nachforschungen anstellen um dem Unglück auf die Spur zu kommen. Vielleicht ist es doch kein Unglück gewesen .
Jeder einzelne Protagonist wird mit seinen Wünschen , Problemen und Erfolge gut dargestellt. So zu Beispiel der Sohn Otto von Briest. Er hat den Traum selber ein Dedektiv zu sein und begleitet Edgar Trönicke um bei seinen Ermittlungen dabei zu sein.
Zur damaligen Zeit fast unmöglich, gibt es eine Frauenbewegung. Sicherlich nicht ganz ungefährlich, trotzdem hat sich Amelies Mutter dieser angeschlossen, und so hat auch Amelie ihre Träume. Noch gefährlicher zu dieser Zeit, Amelie verliebt sich in eine Frau. Sind es nur Schwärmereien oder ist es wahre Liebe, und wird diese Liebe erwidert?
Fliegen gehörte,so glaube ich, zu den Wünschen und Träumereien vieler jünger Männer. So auch Levin, der gerne das fliegen erlernen möchte. Otto Lilienthal war zur damaligen Zeit ein echter Pionier, was die ersten Flugversuche angeht.

Die Frage.....Werden all die Träume der Protagonisten in Erfüllung gehen? Findet es heraus, es lohnt sich auf jeden Fall.

Meine Meinung:
Ich bin immer wieder beeindruckt, wie der Autor es schafft solche Romane zu schreiben. Es ist mein absoluter Lieblingsautor. Sein Schreibstil ist mitreißend und spannend zu gleich, immer gut recherchiert und dargestellt. Ein Mal begonnen zu lesen hat es einen gepackt und man möchte nicht aufhören zu lesen.
Sabine Hamm zu »Richard Dübell: Der Jahrhunderttraum«19.01.2017
Der Jahrhunderttraum ist der Fortsetzungsroman des Buches Der Jahrhundert Sturm.
Er kann jedoch auch Solo gelesen werden, da der Autor den Leser sehr gut in die vorherige Geschichte rein rutschen lässt.
Ich war so begierig auf den Fortsetzungsroman das ich ihn in meiner Buchhandlung vorbestellt habe und ihn nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Was soll ich sagen, ich wurde bei keiner Zeile enttäuscht.
Ein gewohnt flüssiger Schreibstil der den Leser mühelos in die Geschichte eintauchen lässt.
Das Cover hat zum ersten Band einen Wiedererkennungswert und ist sogar noch schöner gestaltet.
Drei symatische adelige Geschwister, die in einer sich veränderten Zukunft ihre eigenen Zukunftsträume haben und sich für Ihren Weg entscheiden müssen.

Dies sind nur die ersten 10 Kommentare von insgesamt 11.
» alle Kommentare anzeigen

Ihr Kommentar zu Der Jahrhunderttraum

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.