Die Zarentochter von Petra Durst-Benning

Buchvorstellung und Rezension

kaufen bei amazon.de

Originalausgabe erschienen 2009 unter dem Titel „Die Zarentochter“, , 432 Seiten. ISBN 3-471-35027-6.

Kurzgefasst:

Der Zarenhof in St. Petersburg: Die junge Großfürstin Olga muss den Erwartungen ihres Vaters gerecht werden und eine gute Partie machen. Doch ihr Herz will etwas anderes als die hohe Diplomatie und führt sie an den Hof König Wilhelms I. von Württemberg.

Olga Nikolajewna Romanowa (1822-1892) wird als zweite Tochter des russischen Zaren Nikolaus I. geboren. In prächtigen Palästen und Residenzen wird sie zu einer zukünftigen Regentin erzogen. Das Ziel von Zar Nikolaus ist es, seine Töchter politisch klug zu verheiraten, um die Macht Russlands zu stärken. Doch Olga weiß schon früh, dass der goldene Käfig ihr nicht genug ist. Sie findet ihre große Liebe, aber das politische Kalkül der Königshäuser nimmt auf Gefühle keine Rücksicht.

Das meint Histo-Couch.de: „Ein denkwürdiger Tag für ein Kind und eine Familie“

von kal

Gerade drei Jahre ist die kleine Olga Nikolajewna Romanowa alt, als sie 1825 im Arbeitszimmer ihres Vaters Zeugin eines außergewöhlichen Gesprächs wird: durch unerwartete Ereignisse wird ihr Vater zum Zar von Russland – und das kleine Mädchen, das sich vor Aufregung in die Hosen macht, zur Zarentochter.

Fortan lebt Olly, wie sie in der Familie liebevoll genannt wird, das Leben einer Prinzessin: Umsorgt und gut behütet wächst sie in verschiedenen Palästen auf. Im Gegensatz zu ihren Brüdern, denen der militärische Drill oft hart zusetzt, erlebt sie eine recht sorgenfreie Kindheit. Unter den vielen Geschwistern entwickelt einzig die kleine Olly eine soziale Ader: Als ihr Kinderfreund stirbt, weil seine Familie sich keinen Arzt leisten kann, dringt in Ollys Kinderparadies eine Ahnung von den Ungerechtigtkeiten im zaristischen Russland.

Lebensaufgabe: Heirat

Eher distanziert verfolgt sie, wie die große Schwester auf die Rolle ihres Lebens vorbereitet wird: Sie wird innerhalb des Hochadels heiraten, um dem Zarenhof den größtmöglichen politischen Profit einzubringen. Während Mary die Aufmerksamkeit um ihre Person, die prachtvolle Kleidung und das Werben der Kandidaten auf Bällen in ganz Europa genießt, bleibt Olly in Sankt Petersburg und übernimmt die charitativen Aufgaben ihrer Mutter.

Vom verstockten Backfisch zum Schmetterling im Heiratskarussell

Als Olly ins heiratsfähige Alter kommt, verweigert sie sich beharrlich allen Versuchen, sie zur guten Partie zu machen. Erst ihre neue Kammerfrau Anna vermag ihre Haltung zu verändern: Nur mit einem einflußreichen Ehemann wird sie in der Lage sein, ihre Pläne für soziale Verbesserungen durchzusetzen. Von Stund an verwandelt sich der Trotzkopf in eine charmante, schöne (natürlich!) junge Frau, die sich immer souveräner auf dem internationalen Parkett bewegt. Doch es kommt, wie es kommen muss: Olly verliebt sich in den Falschen – aber Vernunft (und die Intrigen ihrer Umgebung) bestimmen ihr Leben. Nach etlichen Verwirrungen und Verwicklungen findet die russische Zarentochter im feinsinnigen König von Württemberg einen sowohl persönlich als auch politisch passenden Ehemann.

Leichte Lektüre im rosa Einband

Keine Frage: Ein wunderbarer historischer Roman für einen Winterabend vor dem Kamin (oder der Heizung)! Der zartrosa Einband und der Satz mit Schnörkel-Initialen vor jedem Kapitel lässt keinen Zweifel an der weiblichen Zielgruppe aufkommen. Auch wenn literarische Tiefe weder zu erwarten noch gewollt ist, liefert Petra Durst-Benning einen soliden Familien- und Liebesroman vor grandioser Kulisse.

Fundierte (und dokumentierte) Recherche

Angenehm ist, dass Durst-Benning nicht nur im Roman, sondern auch auf ihrer Internetseite zahlreiche Quellen und Dokumente veröffentlicht – auch ihre Recherche ist gut dokumentiert und vermittelt das Gefühl, dass sie sich auf historisch fundiertem Gelände bewegt. Da scheint jede Kleinigkeit des höfischen Lebens am Zarenhof und drum herum stimmig und rund, und es schadet gar nicht, dass die Autorin zu Gunsten des Spannungsbogens kleine Änderungen an der realen Zeitschiene vorgenommen hat, zumal diese Unstimmigkeiten im Anhang aufgelistet sind.

Spannende Personen vor grandioser Kulisse

Es fällt leicht, sich in die ebenso empathische wie spröde Zarentochter hineinzuversetzen – einzig der plötzliche Wandel vom verstockten Backfisch zur flirtenden Heiratskandidatin durch ein paar Worte der Gouvernante geht ein bisschen schnell. Da hätte, auch im Sinne der Leserschaft, ein bisschen mehr Übergang vom einen zum anderen gut getan.

Da fehlt noch was!

Ein weiterer Wermutstropfen – das Buch ist einfach noch nicht zu Ende: Da sind noch zu viele Unklarheiten, um den württembergischen Ehemann gibt es einige ungeklärte Rätsel, und auch Ollys Zukunft als wohltätige Königin, nach der in Stuttgart noch heute Krankenhäuser und andere soziale Einrichtungen benannt sind, gilt es noch zu erzählen. Konsequent also, dass das Erscheinen der Fortsetzung bereits geplant ist.

 

Ihre Meinung zu »Petra Durst-Benning: Die Zarentochter«

KimVi zu »Petra Durst-Benning: Die Zarentochter« 11.08.2010
Die Großfürstin Olga Nikolajewna Romanowa, genannt Olly, ist die zweitälteste Tochter des Zaren Nikolaus I. Sie wächst wohlbehütet und fern der Realtität, am prunkvollen Zarenhof auf. Die Nöte des einfachen Volkes werden von ihr ferngehalten. Trotzdem erkennt sie früh, dass dringend etwas für die Bevölkerung getan werden muss. Deshalb wächst in ihr der Entschluss, später einen einflussreichen Mann zu heiraten, um Veränderungen herbeizuführen.

Doch zunächst werden geeignete Ehepartner für den Zarewitsch und Ollys ältere Schwester Mary gesucht. Die beiden werden in den europäischen Königshäuser wie Paradepferde vorgeführt. Doch als der Zar daran denkt Olly zu verheiraten, weist sie mögliche Bewerber ab, denn ihr Herz hat bereits eine unstandesgemäße Wahl getroffen. Da sie jedoch von Kindesbeinen an dazu erzogen wurde, mit einer Eheschließung die Macht Russlands zu stärken, kommt für sie nur ein Ehemann aus den höchsten Kreisen in Frage.

Dieser historische Roman erzählt die wahre Geschichte der Königin von Württemberg und umfasst den Zeitraum von ihrer Kindheit bis zu ihrer Vermählung.

Meine Meinung:

Ich habe bereits einige Romane von Petra Durst-Benning gelesen. Der gewohnt flüssige Schreibstil zog mich schnell in den Bann der Erzählung und ließ mich so am prunkvollen Leben der Zarenfamilie teilhaben. Die Familienmitglieder des Zarenhaushaltes wirkten auf mich menschlich und lebendig. Die Moralvorstellungen der damaligen Zeit und das strenge höfische Protokoll, wurden in die Erzählung einbezogen und so wirkten die Handlungen der agierenden Personen auf mich sehr glaubhaft. Durch die detaillierten Beschreibungen der eleganten Kleider, Frisuren und der zahlreichen Feste , konnte ich mir die Handlung lebhaft vorstellen.

Mit den im Buch verwendeten Kosenamen der Zarentöchter (Olly, Mary und Adini) konnte ich mich zunächst kaum anfreunden, da sie mir zu unglaubwürdig klangen. Doch in den Anmerkungen der Autorin kann man nachlesen, dass sämtliche Kosenamen der Zarenfamilie, Olga Nikolajewnas Memoiren entnommen wurden.

An diesem Roman hat mir besonders gut gefallen, dass es ich um die wahre Geschichte einer historischen Persönlichkeit handelt. Historische Fakten wurden in der Erzählung mit schriftstellerischen Freiheiten vermischt. Einige Beispiele dieser Freiheiten können im Anhang nachgelesen werden.

Für einen historischen Roman, dessen Handlung im damaligen Russland spielt, kamen mir persönlich zu wenig geschichtliche Ereignisse des Landes und seines Volkes in der Handlung vor. Da jedoch die junge Großfürstin Olly den Mittelpunkt der Geschichte bildete, wurden diese Ereignisse sicher auch von ihr ferngehalten.

Insgesamt gesehen hat mir der historische Roman überraschend gut gefallen. Denn ich hatte befürchtet, dass die Erzählung in einen kitschigen Liebesroman ausarten könnte. Doch zum Glück hält sich dieser Aspekt des Romans im erträglichen Rahmen.
Vom mir gibt es deshalb vier Bewertungssterne für die unterhaltsamen Lesestunden und die interessante Darstellung dieser historischen Persönlichkeit. Gespannt warte ich nun auf die für September 2010 angekündigte Fortsetzung.
charlotte_30 zu »Petra Durst-Benning: Die Zarentochter« 03.01.2010
Der Roman „Die Zarentochter“ berichtet über die Kinder- und Jugendtage der Großfürstin Olga N. Romanowa. Der Autorin ist es gelungen diesen Zeitabschnitt bildreich zu beschreiben, dass man eigentlich sofort die Fortsetzung lesen möchte. Der spielerische und sensible Umgang mit dem Thema des Erwachsenwerden im 19.Jahrhundert zeigt, dass Petra Durst-Benning sich intensiv mit der Biographie ihrer Protagonisten auseinandergesetzt hat. Der Roman wurde in drei Teile gegliedert und jeder Teil wurde mit einen sinnlichen Gedicht von Shukowski eingeleitet, dies könnte als Hommage für den Dichter gedeutet werden. Ebenso ist es der Autorin gelungen ein literarisches Russlandbild, aus der Perspektive des Zarenhofes zu zeichnen, dieses ist verklärt und hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun, dennoch ist es dieses Bild, welches in den Köpfen schwirrt, wenn man an Russland denkt, das Elend der Menschen wird verdrängt, obwohl es allgegenwärtig ist.
Der Plot des Romans ist die Suche nach den Mann für Olga. Die Gefühle von Olga werden dabei nicht beachtet, sie soll politisch Klug verheiratet werden. Die Verlobte in Spe des Österreichers bleibt sie lange im Roman, erst auf den letzten Seiten und das fast schon im Schnelldurchlauf findet sie ihren Prinzen, ihre Bestimmung und nun beginnt ihr Leben in Württemberg.
Jede einzelne Figur, die im Leben von Olga eine Rolle spielt wird detailreich vorgestellt. Die Dialoge und Handlungsabläufe sind nachvollziehbar. Die fiktionalen und realen Bestandteile sind kaum voneinander zu unterscheiden und so scheint es, dass man die Vita von Olga liest.
Da es sich um einen Fortsetzungsroman handelt, ist eine eindeutige Wertung nur schlecht möglich. Der Roman „die Zarentochter“ liest sich flüssig, bleibt unvollständig, da die Autorin selbst im Schlusswort auf die Fortsetzung hinweist.
Ruth Edelmann-Amrhein zu »Petra Durst-Benning: Die Zarentochter« 11.10.2009
Über den Inhalt der "Zarentochter" wurde hier an dieser Stelle schon ausgiebig berichtet.
Wieder einmal ist es Petra Durst-Benning nach hervorragender Recherche gelungen, ein absolut anschauliches "Gemälde" in Buchform, der Zeit in der die Handlung liegt, zu zeichen. Es gelingt ihr (wie in allen ihren Büchern, wie ich meine!) die Figuren dem Leser so nahe zu bringen, dass man mit lacht, mit weint, ja- man fühlt sich den Romanfiguren so nahe, dass es einem, hat man das Buch zu Ende gelesen, schwer fällt, diese liebgewonnenen "Freunde" wieder zu verlassen.
Wieder einmal ein absolut empfehlenswertes Buch von Petra Durst-Benning.
Meine Wertung: 98 Punkte
bonomania zu »Petra Durst-Benning: Die Zarentochter« 05.10.2009
Olga Nikolajewna Romanowa (1822-1892), genannt Olly, zweite Tochter des russischen Zaren, wächst wohlbehütet mit ihren Geschwistern in St. Petersburg auf.

Obwohl wir den Ausgang der Geschichte der württembergischen Königin bereits wissen und die Autorin sich an die Biografie Vorlage hält, bietet der Roman doch rundum perfekte Unterhaltung.

Wir erleben das heranwachsen von Olly und ihren Geschwistern, Ihre erste Liebe, die nicht immer reibungslos über die Bühne gehen, deren Brautschau und das dazugehörige Liebeskarussel und das ganze Auf und Ab am Hofe des Zaren Nikolaus des I. und seiner Frau Prinzessin Charlotte von Preussen, die nach der Annahme des Russisch-Orth. Glaubens in Alexandra Fjodorowna umbenannt wurde.

Der Roman beginnt mit einem Prolog, als Olga 3 Jahre alt ist.

Wir begleiten sie und Ihre 6 Geschwister auf ihren Weg ins Erwachsenen Leben. Nicht immer ist alles heiterer Sonnenschein, sie muss schon sehr früh erkennen, dass es in ihrem so geliebten Land sehr viel Armut gibt. Ihr bester Freund, der Bootsjunge Michael stirbt an einer Lungenentzündung als er den jungen Zaren Konstantin (Kosty) aus dem eiskalten Wasser fischt und ihm so das Leben rettet.

Dieses Ereignis prägt Olly und sie ist fest entschlossen etwas für die Armen und Blinden zu tun.

Mit Ihrer Gesellschafterin Anna (die es am Anfang wahrlich nicht leicht mit der verstockten Olly hatte) verbindet sie eine behütete Jugendzeit und schöne gemeinsame 10 Jahre.

Olly's Spruch "Lachen, um nicht zu weinen zu müssen" begleitet sie ihr ganzes Leben und ist Programm!

Das Hofprotokoll ist unheimlich starr und so muss die arme Olly unbedingt einen mächtigen Herrscher heiraten.

Sie ist die Lieblingstochter des Zaren Nikolaus I. und für ihn kommt nur eine standesgemäße Hochzeit in Frage, weil er der Meinung ist, sie ist zu höherem Geboren und daher eine perfekte Herrscherin.

Nach 7 jähriger Verlobungszeit mit dem östereichischen Erzherzog Stephan heiratet sie am 13. Juli 1846 in Sankt Petersburg den Thronfolger und späteren König Karl I. von Württemberg.

Ob sie mit ihm glücklich wird, erfahren wir im 2. Teil, der im Herbst 2010 erscheinen wird.

Ich vergebe hier 70 Punkte.
Sandra zu »Petra Durst-Benning: Die Zarentochter« 30.09.2009
Zar Nikolaus und seine Töchter.

Zum Inhalt:

St. Petersburg/Russland im Jahre 1825: Der amtierende Machthaber Zar Nikolaus wird gezwungen, die Machtverhältnisse in Bezug auf Freiheit und Demokratie zu klären und den Thron für Konstantin, seinem Bruder zu räumen. Russland befindet sich in Zeiten der Rebellion und Revolution in denen nichts wichtiger ist, seine Macht und politischen Verbindungen zu festigen und auszubauen. Zar Nikolaus verfolgt seine Ziele und will seinen eingeschlagenen Weg weiter gehen, auch auf die Gefahr hin, seine Familie Bedrohungen auszusetzen.

8 Jahre später. Die Lage in Russland ist nach wie folgt angespannt. Die 3 Töchter des Zaren, Olga (genannt Olly) und Alexandra (genannt Adini) die jüngste möchten noch nichts wissen von den Machtspielen und politischen Ränken. Zumindest Olly und Adini genießen ihre Kindheit spielerisch. Mary, die älteste Schwester der beiden hingegen kann es kaum erwarten in die Gesellschaft eingeführt und eine große Dame wie ihre Mutter, Zarin Alexandra zu werden.

Die kleine Olly, unscheinbar und schüchtern, steht seit jeher im Schatten ihrer großen Schwester. Wie Mary sehr auf ihr Äußeres und teilweise sehr oberflächlich in ihrer Art ist, so ist Olly jedoch bereits in Kindertagen sehr tiefgründig und voller Seele und Charakter. Ihr Ziel ist es, den Armen und Kranken zu helfen und somit Russland ein bisschen "besser" zu machen. Doch Olly macht die Rechnung ohne ihre Eltern und der Gesellschaft zur damaligen Zeit. Mit Hilfe ihrer Gouvernante Anna soll Olly in die Gesellschaft eingeführt werden und zu nutzen der politischen Machtverbindungen in ein großes Herrscherhaus einheiraten. Olly wehrt sich zunächst mit Händen und Füßen, muss sich jedoch letztendlich von Anna überzeugen lassen, dass es für ihre Lebensziele unablässlich ist, einen einflussreichen Ehemann an ihrer Seite zu haben.

Eine Bräutigamschau sondersgleichen beginnt.. Das arme Mädchen wird teilweise wie Ware feilgeboten und doch verschenkt sie ihr Herz zunächst nur an Kandidaten, die so gar nicht in das Bild des Bräutigams für ihre Zareneltern passt. Olly verliert zeitweise den Lebensmut, versucht aber immer wieder ihren Weg weiter zu gehen und alle Stolpersteine, die ihr in den Weg gelegt werden aus dem Weg zu räumen und außerdem ihrer Rolle als "behütete Prinzessin" zu entfliehen.

Meine Meinung:

Ich mag historische Romane und habe mich sehr auf "Die Zarentochter" gefreut. Ich wurde nicht enttäuscht. Zwar nicht wirklich tiefgründig jedoch trotzdem sehr schön und anschaulich geschrieben habe ich manch mitfühlende Stunde zusammen mit Olly und der Zarenfamilie verbracht und sie durch halb Europa begleitet. Olly wird eine liebgewonnene Person. Petra Durst-Benning bringt einem die damalige Zeit wirklich sehr schön nahe, obwohl sie in ihren Ausführungen leider nur sehr allgemein bleibt und wahrscheinlich nur an der Oberfläche der Zarenzeit bleibt.

Ich empfehle das Buch gerne weiter und hoffe auf Neuigkeiten der Großfürstin Olga.
M. Adamietz zu »Petra Durst-Benning: Die Zarentochter« 30.09.2009
Nun liegt das Buch vor mir " Die Zarentochter " , dieses mal hatte ich mir vor genommen eines von Petra Durst Bennings Büchern etwas langsamer zu lesen, um länger in den Genuss zu kommen. ABER Das war garnicht möglich !!!!! Ich konnte mich teilweise garnicht losreissen, ach komm noch eine Seite .... aus einer Seite wurden dann meistens 10 oder mehr die ich zusätzlich verschlungen habe.
Die Zartentochter, ein weiteres Vermächtnis, eine wunderbare Reise zusammen mit Olga und derren Familie. Liebe, Leidenschaft, Vernunft und doch rauschende Bälle und blütenreiche , mit einem Hauch von Zitronenduft erfülltes Buch.

Ich freue mich auf die Vortsetzung und mußte gestehen wie nah ich mich Olga fühlte.

Vielen Dank
Iris Hoffmann zu »Petra Durst-Benning: Die Zarentochter« 12.09.2009
Mein allererster Roman von Petra Durst-Benning und ich sage gleich dazu: bestimmt nicht mein letzter. So möchte ich persönlich doch gerne Geschichte erzählt bekommen. Während des Lesens hatte ich tatsächlich immer das Gefühl, die Geschichte mit zu erleben, mittendrin zu sein. Toll!

Worum geht es?

Teile des Lebens von Olga Nikolajewna Romanowa (1822-1892), zweite Tochter Nikolaus I. werden erzählt. Es soll nächstes Jahr zum Glück noch ein Folgeband erscheinen.Schon früh muß Olga, von ihrer Familie liebevoll Olly genannt, einiges an Härten durchleben, die in starken Kontrast zum prunkvollen Leben der reichen Zarenfamilie stehen. Kontakt zum eigentlichen russischen Volk ist nicht gern gesehen und selbst wenn hindert nicht nur die Tatsache, dass niemand aus der Familie überhaupt Russisch kann, denn man spricht oder besser parliert, wie damals üblich, Französisch, am Verständnis für die Probleme und Sorgen der Untertanen.

Zar Nikolaus Streben ist aufs Ansehen im Ausland und die zu knüpfenden Verbindungen – vorzugsweise durch geschicktes Verheiraten seiner Kinder – gerichtet und auf die Erhaltung und Ausweitung der Macht der Romanows.

Mutter Alexandra kümmert sich zwar oberflächlich manchmal um die Armen und gefällt sich in der Rolle der mildtätigen Gönnerin, aber auch sie kann die tief- und feinsinnigere Olly nicht verstehen, geschweige denn fördern.

Frühe Kindheitserlebnisse prägen alle Kinder der Romanows, aber einzig Olly besitzt die notwendige Seelenstärke und Charakter, um z.B. an solchen Tatsachen, dass ihr erster kleiner Freund Mischa, Sohn der armen Bootsmann-Familie, an einer Lungenentzündung stirbt, weil die Familie sich einen Arzt oder Medikamente einfach nicht leisten kann, nicht bitter zu werden oder zu zerbrechen. Einige Menschen wie ihre Gouvernante und Freundin Anna, die ihr klar macht, dass sie im Grunde nur durch eigenes Erreichen einer Machtposition effektiv den Armen wirklich helfen kann und wohl auch nicht zuletzt ihre Mineraliensammlung, die sie schon frühzeitig begann, werden ihr dabei geholfen haben, ihren Weg durch das Heiratskarussell, das einem irrwitzigen und peinlichem Menschen-Basar nicht unähnlich war, zu finden.

Absolut lesenswert. Bin gespannt auf den Folgeband über die reifere Olga von Württemberg.
Moehrchen zu »Petra Durst-Benning: Die Zarentochter« 11.09.2009
Lachen um nicht zu weinen

Petra Durst-Benning begann in den 1990er Jahren mit dem Schreiben von historischen Romanen und hat auch schon mehrere veröffentlicht. Sie lebt südlich von Stuttgart.

Erzählt wird die Lebensgeschichte von Olga Nikolajewna Romanowa (1822-1892), vielen auch bekannt als Königin Olga von Württemberg. Der Roman beginnt am Zarenhof, die junge Olga - auch liebevoll von ihrer Familie Olly genannt - wächst dort behütet aber in einem goldenen Käfig auf. Olga kann immer wieder aus diesem goldenen Käfig ausbrechen und bringt sich dadurch auch oft in Schwierigkeiten. Sie findet die Liebe und muss sie auch wieder aufgeben, bis sie dann schließlich Karl von Württemberg kennen und lieben lernt.

Petra Durst-Benning beschreibt in diesem Roman - wohlgemerkt es handelt sich nicht um eine Biografie - das Leben von Olga Nikolajewna Romanowa, wie es hätte sein können. Der Leser erfährt so einiges über Russland und wie es am Zarenhof zuging. Die Autorin erschafft vor unseren Augen das Bild einer Frau, die hochwohlgeboren ist aber trotzdem nicht alle Freiheiten hat; die leiden kann und sich auch freuen; die großherzig und mildtätig ist und Menschen liebt und ihr Lebensmotto "Lachen um nicht zu weinen" lebt. Petra Durst-Benning hat mit diesem Roman Olga von Württemberg ein würdiges Denkmal gesetzt und hat sich recht genau an die historischen Fakten gehalten - die wenigen Ausnahmen erwähnt die Autorin sogar im Anhang.

Petra Durst-Benning versteht es, den Leser zu fesseln. Manch einer könnte denken, dass ein Roman über eine Person, die tatsächlich gelebt hat, eher trocken und langweilig wird. "Die Zarentochter" ist ein Beweis dafür, dass das nicht so sein muss.

Das einzig Negative, was ich über dieses Buch sagen kann, ist, dass die Fortsetzung wohl leider erst im September 2010 erscheinen wird. Ich warte schon sehnsüchtig darauf.

Ein wirklich empfehlenswertes Buch für alle, die sich gerne auf das Abenteuer "Zarenhof" einlassen möchten.

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Roman mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern dabei nicht die Spannung. Danke!

Ihr Kommentar zu Die Zarentochter


Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.

Seiten-Funktionen:

© 2006–2010 Literatur-Couch Medien GmbH & Co. KG