Der Gladiator des Kaisers von Paul Doherty

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Originalausgabe erschienen 2004 unter dem Titel „The Song of the Gladiator“, deutsche Ausgabe erstmals 2006 , 347 Seiten. ISBN 3-7466-2199-2. Übersetzung ins Deutsche von Christine Pavesicz.

Kurzgefasst:

Rom 313: In der Sommerresidenz des Kaisers verschwindet eine wertvolle Reliquie. Zudem werden mehrere christliche Gelehrte ermordet. Ein Verräter in den eigenen Reihen? Die Kaiserinmutter beauftragt ihre Lieblingsagentin Claudia, Nachforschungen anzustellen. Doch Claudia quälen eigene Sorgen – ihr Geliebter Murranus ist in gefährliche Intrigen verwickelt. Ein farbenprächtiger Krimi mit einer Heldin, die für ihr privates Glück und gegen dunkle Machenschaften kämpft.

 

Ihre Meinung zu »Paul Doherty: Der Gladiator des Kaisers«

anath zu »Paul Doherty: Der Gladiator des Kaisers« 16.06.2010
Kaisermutter Helena sammelt Reliquien und hat begriffen, daß nur das Christentum dem römischen Reich wieder Ruhe und Einigkeit bringen kann. So kommen ihr Streitigkeiten unter den Christen gar nicht zurecht und sie läd die Sprecher der verschiedenen Glaubensrichtungen zu einem Streitgespräch ein. Als allerdings mehrere der Männer bestialisch ermordet werden und auch noch eine wertvolle Reliquie verschwindet muß Claudia ermitteln, Helenas beste Agentin.
Allerdings hat die unscheinbare Claudia eigentlich ganz andere Probleme , denn ihr Liebster, der Gladiator Murranus, soll angeblich seinen Gegner vergiftet haben. Jede Menge Schwierigkeiten also und alle Hoffnungen ruhen auf Claudias schmalen Schultern.

Da ich kurz vorher den ersten Band aus der Reihe gelesen hatte gelang mir der Einstieg leicht und ohne Kennenlernschwierigkeiten. Die Protagonistin Claudia wurde mir zunehmend sympathischer und kam nicht mehr so ganz unterkühlt rüber wie im ersten Band. Auch Murranus legte Punkte zu, nach wie vor etwas grobschlächtig aber deutlich intelligenter als bisher gehabt.
Hochinteressant die Darstellung der Christenverfolgung und auch der Auseinandersetzung zwischen den christlichen Strömungen. Am interessantesten aber Helena und Konstantin - sie mit ihrem religionspolitischen Pragmatismus, er mit deutlich verzögertem Begriffsvermögen und altbewährtem Haudrauf !
Dazu komen drei Kriminalfälle unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades. Welcher in welche Kategorie gehört überlasse ich der Entscheidung des jeweiligen Lesers. Mir jedenfalls war bei einem sofort die Lösung klar, die zweite zu Beginn des dritten Drittels, die dritte mußte mir Claudia regelrecht servieren. Spannung war also bis zur letzten Seite da.
Das Buch lohnt sich zu lesen und hinterläßt nicht das Gefühl, Zeit verschwendet zu haben.

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