Der Hexer und die Henkerstochter von Oliver Pötzsch

Buchvorstellung

Der Hexer und die Henkerstochter von Oliver Pötzsch

Originalausgabe erschienen 2012unter dem Titel „Der Hexer und die Henkerstochter“,, 624 Seiten.ISBN nicht vorhanden.

»Der Hexer und die Henkerstochter« kaufen oder zum Merkzettel hinzufügen

bestellen bei amazon

in mein Bücherregal

Kurzgefasst:

1666: Der Schongauer Medicus Simon und seine Frau Magdalena, die Tochter des Henkers, brechen zu einer Wallfahrt ins Kloster Andechs auf. Dort lernt Simon den mysteriösen Frater Virgilius kennen, der Uhrmacher und Erfinder ist. Simon ist fasziniert von den unheimlichen Automaten, die Virgilius erschaffen hat. Als der Frater verschwindet und sein Labor zerstört wird, ahnt Simon Böses und ruft Jakob Kuisl, den Schongauer Henker herbei. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche – nach einem wahnsinnigen Mörder …

 

Ihre Meinung zu »Oliver Pötzsch: Der Hexer und die Henkerstochter«

Hannes zu »Oliver Pötzsch: Der Hexer und die Henkerstochter«10.01.2017
Der vorliegende Roman ist bisher der schwächste. Schon bald ist klar, wer der Hexer und wer sein Gehilfe ist. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass sich das Honorar des Autors nach abgelieferten Seiten berechnet. Das belegen nicht nur die zwei zusätzlichen Handlungen der sich auffällig betragenden Mönche, sondern auch die plötzlich nicht mehr so wichtigen kranken und toten Pilger, deren Schicksal vorher lang und breit ausgedehnt wurden. Es ist alles sehr schwarz-weiß dargestellt. Ich habe dabei gar nicht gezählt, wie oft die Henkerstochter über bunte, duftende Blumenwiesen geschritten ist. Ständig wird über die ehrlosen Berufe geschrieben und anschließend über Henkermeister und Schindergesellen. Dabei sind es doch gerade die "unehrlichen" Berufe, die keiner Zunft angehören und somit keine handwerkliche Ausbildung nachweisen. Der Uhrmacher war zwar viel in der Welt herum gekommen, ich glaube aber nicht, dass er aus China eine Puppe aus Porzellan mitgebracht hatte, deren einer Arm abgebrochen in Virgilius' Haus auf lag und deren Kopf über den Boden rollte. Um europäisches Porzellan konnte es sich nicht handeln, denn das wurde erst 1710 in Meißen erfunden. Ebenso unglaubwürdig ist, dass alle Protagonisten plötzlich wussten, wer der Hexer war, obwohl sie sich an verschiedenen Handlungsorten befanden und nicht miteinander reden konnten.
Nachdem ich den 4. Band auf Grund des guten 3. Bandes zusammen mit dem 5. gekauft habe, hoffe ich, dass ich nicht eine ähnliche Entäuschung erfahre.
tassieteufel zu »Oliver Pötzsch: Der Hexer und die Henkerstochter«15.09.2014
Medicus Simon Fronwieser ist inzwischen mit seiner Magdalena verheiratet und die beiden haben 2 Kinder. Im Frühjahr 1666 bricht das Paar zu einer Wallfahrt ins Kloster Andechs auf. Dort lernt Simon den kauzigen Pater Virgilius kennen, der nicht nur ein Uhrmacher, sondern auch Erfinder ist. Seine Automaten, besonders die menschenähnliche Aurora versetzt jedoch Klosterbrüder und Wallfahrer in Angst und Schrecken. Nach einem Streit mit dem Apotheker Pater Johannes wird jedoch die Werkstatt von Virgilius verwüstet und der Erfinder verschwindet spurlos. Zudem bricht unter den Wallfahrern ein seltsames Fieber aus, das Simon auf Trab hält. Als der Apotheker Johannes als Hexer verhaftet wird und Magdalena heraus findet das es sich bei dem Mönch um einen alten Freund ihres Vaters handelt, schickt sie unverzüglich eine Nachricht nach Schongau, denn Henker Kuisl scheint der Einzige zu sein, der die Sache aufklären kann.

Der vierte Band der Henkerstochter-Reihe beginnt 4 Jahre nach den Ereignissen in Regensburg. Magdalena und Simon sind inzwischen verheiratet und haben 2 kleine Jungen. Mit der Wallfahrt zum Dreihostienfest im Kloster Andechs will Magdalena ihren Dank kundtun, dass ihre Söhne ein schweres Fieber überlebt haben. Doch die Reise steht unter keinem guten Stern, zuerst finden sie die Leiche eines Novizen im Fischteich, dann werden sie in die seltsamen Ereignisse im Kloster verwickelt, der mitgereiste Schongauer Bürgermeister Semer setzt Simon zu, der zudem mit dem mysteriösen Fieber, das im Kloster ausgebrochen ist, alle Hände voll zu tun hat und auch die neugierige Magdalena gerät ins Visier des Hexers, da sie ihre Nase mal wieder in Dinge steckt, die sie nichts angehen. Jakob Kuisl hält sich zunächst inkognito im Kloster auf und als seine Anwesenheit bekannt wird, führt das zu weiteren Verwicklungen. Hier ist es dem Autor gelungen, viele Handlungsstränge zu knüpfen, die zunächst nichts miteinander zu tun zu haben scheinen. Geschickt führt der Autor den Leser auf falsche Fährten und mit immer neuen Wendungen im Geschehen wird die Spannung bis zum Ende aufrecht erhalten. Natürlich ist dem Leser klar, dass der inhaftierte Apotheker nicht der Schuldige ist, doch ob er noch rechtzeitig gerettet werden kann, ist zunächst nicht absehbar, so dass auch hier ein großer Spannungsbogen erhalten bleibt. Sehr interessant ist der Handlungsbogen um Virgilius, seine Automaten und seine Forschungen, die für damalige Verhältnisse sicher als Hexerei anmuten mußten.
Informativ und mit viel Liebe zum Detail schildert der Autor das Kloster Andechs und vermittelt mit seinen Beschreibungen ein plastisches Bild vom Klosterleben zur damaligen Zeit. Hier ist dem Autor ein stimmiges Setting gelungen, in das sich der Krimifall gut einfügt.
Neben dem Henker Jakob Kuisl, seiner Tochter Magdalena und Simon Fronwieser gibt es nur wenige Figuren, die man aus den anderen Teilen kennt, aber auch die vielen neuen Charaktere denen man im Buch begegnet hat der Autor detailliert und facettenreich geschildert. Ein kleiner Kritikpunkt war für mich, daß am Anfang eigentlich jeder Satz von Magdalena und ihrem Vater mit einem Fluch beginnt. Freilich ist der Henker ein arger Brummbär mit aufbrausendem Temperament und seine Tochter steht ihm in nichts nach, aber die viele Flucherei fand ich anfangs ein wenig übertrieben, hier fehlte etwas die Ausgewogenheit, aber zum Glück legt sich das im Lauf des Buches. Insgesamt eine sehr spannende und wendungsreiche Geschichte, die mit reichlich Überraschungen aufwartet und flott und flüssig geschrieben ist.

FaziT: Mir persönlich hat der Vorgänger einen Tick besser gefallen, aber das ist sicher Ansichtssache, nichts desto trotz bekommt man als Leser hier wieder gewohnt spannende, informative und unterhaltsame Lektüre geboten die eindeutig Lust auf mehr macht!
tassieteufel zu »Oliver Pötzsch: Der Hexer und die Henkerstochter«15.09.2014
Im Auftrag einer Klientin begibt sich Christian Morgenstern nach Ägypten um dort nach deren verschwundenem Sohn zu suchen, der als Arzt für Hilfsorganisation tätig war. In Kairo muß er feststellen, dass sich die örtlichen Behörden nicht für das Verschwinden des Arztes Robert Beck interessieren, doch er macht einen Freund des Verschwundenen ausfindig, der ihm erzählt, dass Beck in den Sinai unterwegs war um dort Flüchtlingen zu helfen. Auf der Spur des verschwundenen Arztes stößt der Privatdetektiv auf eine international operierende Organhändler Mafia.

Morgensterns 2. Fall bietet ein gänzlich anderes Setting, von Potsdam geht es ins krisengeschüttelte Ägypten, wo der Privatdetektiv einen verschwundenen Arzt suchen soll. Die Story an sich ist nicht schlecht konstruiert, wird geradlinig verfolgt und ist durch die Thematik hochbrisant und aktuell, die einzelnen Ermittlungsschritte kann man gut nachvollziehen und sind schlüssig, ebenso wie die Auflösung am Ende. Die große Rahmenhandlung, die in Folge 1 angedeutet wurde, bleibt aber auch weiterhin recht unklar und nebulös, so dass man sich hier als Hörer fragt, wo das hinführen soll.
Bis auf den Epilog wird die Folge wieder komplett von Olaf Reiz gesprochen, der seine Sache im Großen und Ganzen recht gut macht und seiner Figur ein paar neue Facetten verleiht. Natürlich werden auch hier reichlich Klischees bedient, so braucht der smarte Detektiv natürlich weder Kosten noch Mühen zu scheuen um seinen Fall zu lösen, sein Gerechtigkeitssinn ist derart ausgeprägt, dass er auch das eigene Leben in Gefahr bringt und durch reichlich glückliche Zufälle windet sich Morgenstern auch aus der brenzligsten Situation, aber gut, coole Helden haben schon was für sich und insgesamt ist die Story recht stimmig und bietet spannende Unterhaltung.

FaziT: auch die 2. Folge hat mir gut gefallen, wenn ich auch von der Thematik, dem Setting und der Richtung, die die Reihe einschlägt, überrascht war. Spannende Unterhaltung mit einem ordentlichen Schuß Sozialkritik an den Missständen in den arabischen Ländern und der Skrupellosigkeit von Verbrechern.
Nubberich zu »Oliver Pötzsch: Der Hexer und die Henkerstochter«13.07.2013
Es ist wie so oft mit Filmen: Der erste ist genial, Teil 2 geht so, und dann geht's bergab. So kommt es mir leider mit den Büchern über die Henkerstochter vor. Der vorliegende Band beschreibt das Leben, das die Menschen in dieser Zeit führten völlig unrealistisch. Wie sollte sich ein Henker samt Familie derart frei und anfangs unerkannt in einem Kloster bewegen? Eine klösterliche Gemeinschaft, gerade noch eine benediktinische, war zu dieser Zeit (trotz Gastfreundschaft)eine abgeschlossene Gesellschaft, der Abt ein Fürst. Hier löst sich leider die Phantasie von der Zeit, die sie beschreibt. Und der Rest der Handlung.... Dazu noch redaktionelle Mängel: Es gab keinen Klosterrat, allenfalls ein Kapitel. Der Plural von "Pater" ist nicht "Pater" sondern "Patres".
Ich kaufe keinen "Kuisl" ,mehr.
Schnagg zu »Oliver Pötzsch: Der Hexer und die Henkerstochter«21.11.2012
Band 4 der Kuisl-Saga
Wer Band 1 liest hat bereits Blut geleckt. Nach den Bänden 1-3 (jeweils in sich abgeschlossene Romane) habe ich mich mit Freude daran gemacht Band 4 zu lesen. Auch hier ging es gewohnt forsch zu. Der brummige Henker, seine vorlauter Tochter & ihr neugieriger Simon haben einen diesx nach Andechs entführt. Was als Wallfahrt begonnen hat läuft recht schnell aus dem Ruder. Und schon sind die Kuisl´s wieder mitten drin im Geschehen. Ein Lesegenuss ! Auch ... weil man immer mehr lesen möchte von der Henkersfamilie. Haben sie doch allesamt ihre kleinen liebenswerten Macken. Mit dabei auch diesx Magdalenas Kinder die sich gut in das Geschehen einfügen u. keineswegs stören. Die Kraftausdrücke lassen auch hier wieder schmunzeln. Die Geschichte an sich ist interessant u. spannend gehalten mit einem rasanten Finale.
Ich würde mich freuen auch weiterhin von den Kuis´l zu lesen !
monika62 zu »Oliver Pötzsch: Der Hexer und die Henkerstochter«28.05.2012
Der 4. Teil um die Henkerstocher ist ein 600 Seiten Schmöker, der meiner Ansicht nach, der beste dieser Reihe ist.
Magdalena begibt sich mit ihrem Mann Simon auf eine Wallfahrt nach Andechs. Dort angekommen ereignen sich Morde, es verschwinden Menschen. Eine zentrale Rolle spielt auch eine Apparatur, die die Mönche in Angst und Schrecken versetzt.
Der Vater Magdalenas nimmt mit Simon und seiner Tochter die Ermittlungen auf.
Von Anfang an wird der Leser auf verschiedene Spuren gelockt.....die sich dann als falsch herausstellen, erst ganz kurz vor dem Ende finden die verschiedenen Erzählstränge zusammen und dieser überaus spannende Histokrimi führt zu einem fulminanten Ende.
Ich fühlte mich während der ganzen Lektüre sehr gut und spannend unterhalten. Die Story ist in sich schlüssig.
Frau T. zu »Oliver Pötzsch: Der Hexer und die Henkerstochter«17.05.2012
Mal wieder ein sehr gelungener Pötzsch Roman. Der Autor behält seine "Krimihandschrift" bei, weiß es seine Leser zu verführen.....(oder hinters Licht zuführen.) Wenn auch nicht so spannenden und dramatisch in Szene gesetzt wie in Buch 1 und 3 (das war HAMMER!!!)

Die Geschichte um die Henkersfamilie geht weiter (ich liebe mittlerweile alle Figuren)und wie ich finde bietet der Schluss ein Ende an, welches teilweise traurig ist, aber auch Überlegungen offen lässt für ein Fortsetzen der Henkerstochterromane..... :)

Mir würde es eine große Freude machen.
Ihr Kommentar zu Der Hexer und die Henkerstochter

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.