Mo Yan

Der chinesische Schriftsteller Mo Yan wurde 1955 im Kreis Gaomi in der Provinz Shandong als Bauernsohn geboren, wobei der Name ein Pseudonym ist und sinngemäß „der Sprachlose“ bedeutet. Sein Geburtsname lautet Guan Móyè.

Er verließ die Schule während der Kulturrevolution, um in einer Fabrik zu arbeiten und trat im Alter von 20 Jahren in die Volksbefreiungsarmee ein und begann noch in dieser Zeit als Soldat mir seinen literarischen Schaffen. Seine ersten Veröffentlichungen erschienen zu Beginn der 80er Jahre, so erschien die Erzählsammlung Tòumíng de hóng luóbo (dt. Der kristallene Rettich).

Ab 1984 begann er, an der Literaturabteilung der Kulturakademie der Armee zu unterrichten und schloß 1986 das Studium an der Kunsthochschule der Volksbefreiungsarmee ab. Sein literarischer Durchbruch gelang ihm 1987 mit der Neuveröffentlichung des Novellenzyklus Hóng gaoliang jiazú (dt. Die rote Sorghumhirse, veröffentlicht als Das rote Kornfeld). Dieser Roman wurde auch unter dem Titel Rotes Kornfeld von Zhang Yimou verfilmt

Mo Yan ist in China bekannt als Schriftsteller des ungeschminkten Lebens der ländlichen Provinz, der sich von der Strömung des magischen Realismus beeinflussen liess. Mit Tanxiang xing (dt. Die Sandelholzstrafe) verfasste er seinen bislang einzigen historischen Roman. Er wurde für den Mao-Dun-Preis vorgeschlagen, einen der höchsten literarischen Preise Chinas, erhielt aber leider nicht.

Im Jahr 2012 wurde ihm als erstem chinesischen Schriftsteller der Nobelpreis für Literatur zuerkannt.

Historische Romane von Mo Yan:

Weitere Romane von Mo Yan:

  • (1987) Das rote Kornfeld
    Hóng gaoliang jiazú
  • (1988) Shisan bu
  • (1989) Die Knoblauchrevolte
    Tiantang suantai zhi ge
  • (1993) Die Schnapsstadt
    Jiuguo
  • (1993) Shicao jiazu
  • (1996) Fengru feiten
  • (1999) Hong shulin
  • (2008) Der Überdruss
    Shengsi pilao