Die silberne Spieldose von Mina Baites

Buchvorstellung

Die silberne Spieldose von Mina Baites

Originalausgabe erschienen 2017unter dem Titel „Die silberne Spieldose“,, 320 Seiten.ISBN 1477824510.

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Kurzgefasst:

»Für Paul, in Liebe«, so lautet die Widmung, die der jüdische Silberschmied Johann Blumenthal aus Hamburg 1914 für seinen Sohn auf eine Spieldose graviert. Es ist sein Abschiedsgeschenk, denn Johann meldet sich freiwillig in den Kriegsdienst, um für seine geliebte Heimat zu kämpfen. Das kostbare Andenken seines Vaters wird für Paul und seine Kinder zu einem Symbol für Hoffnung und Zusammenhalt, während der Hass auf sein Volk wächst und sich die Schlinge um die renommierte Juwelierfamilie enger zieht. Das Erbstück wird den Blumenthals Trost schenken, sie in Gefahr bringen und eines Tages trennen. Bis es fast fünfzig Jahre später über Schicksalswege in die Hände der jungen Londonerin Lilian Morrison gerät und sich die silberne Spieldose ihrer älteren Schwester jede Nacht wie ein ungebetener Gast in ihre Träume schleicht. Doch was hat das kostbare Andenken der Familie Blumenthal mit ihr zu tun?

Ihre Meinung zu »Mina Baites: Die silberne Spieldose«

annetine62 zu »Mina Baites: Die silberne Spieldose«28.05.2017
Es hätte ein tolles Buch werden können, denn die Geschichte ist spannend und auch recht bewegend. Aber: Der unsäglich schlichte Stil (für mich Groschenromanniveau), die teilweise nicht nachvollziehbaren Aktionen des Paul, die oberflächliche Charakterisierung auch der Hauptpersonen, die "zufälligen" Wendungen wie bei Rosamunde Pilcher - wer so etwas mag, wird sicher begeistert sein. Von mir nur lauwarme 30 Grad.
Sagota zu »Mina Baites: Die silberne Spieldose«11.04.2017
"Die silberne Spieldose" von Mina Baites (Pseudonym der Autorin Iris Klockmann) erschien als TB im Verlag 'Tinte und Feder' bei amzon Publishing, 2017.

"Für Paul, in Liebe"
so lautet die Widmung, die der jüdische Silberschmied Johann Blumenthal aus Hamburg 1914 für seinen Sohn auf eine Spieldose graviert. Es ist sein Abschiedsgeschenk, denn Johann meldet sich freiwillig in den Kriegsdienst, um für seine geliebte Heimat zu kämpfen. Das kostbare Andenken seines Vaters wird für Pau und seine Kinder zu einem Symbol für die Hoffnung und Zusammenhalt, während der Hass auf sein Volk wächst und sich die Schlinge um die renommierte Juwelierfamilie enger zieht. Das Erbstück wird den Blumenthals Trost schenken, sie in Gefahr bringen und eines Tages trennen. Bis es fast fünfzig Jahre später über Schicksalswege in die Hände der jungen Londonerin Lilian Morrison gerät und sich die silberne Spieldose ihrer älteren Schwester jede Nacht wie ein ungebetener Gast in ihre Träume schleicht. Doch was hat das kostbare Andenken der Familie Blumenthal mit ihr zu tun?"(Quelle: Buchrückentext)

Es ist nun schon ein paar Tage her, dass ich dieses Buch - das mehr als ein Roman ist, sondern ein Stück dunkelster deutscher Zeitgeschichte transportiert, zugeklappt habe. Los lässt es mich noch immer nicht, weshalb hier 5 Sterne als Höchstmaß nicht ausreichen; dies hat mehrere Gründe:

Mina Baites (Iris Klockmann) ist es gelungen, in sehr einfühlsamer Weise das Schicksal der jüdischen Juweliersfamilie Blumenthal - stellvertretend für Millionen anderer jüdischer Familien - vom Beginn des 20. Jahrhunderts an zu beschreiben: 1914 wird die silberne Spieldose von dem Silberschmied Johann Blumenthal angefertigt, der seinem Sohn Paul ein liebevolles und auch außergewöhnliches Abschiedsgeschenk damit überreicht, nachdem er sich freiwillig zum Kriegsdienst meldet, um für sein Vaterland zu kämpfen. Johann wird aus dem 1. Weltkrieg nicht lebend zurückkehren, jedoch hat er sein Leben für einen Kameraden gegeben, dem er half, ein Lazarett zu erreichen...

Paul tritt beruflich in die Fußstapfen des Vaters und übernimmt das Juweliergeschäft in Hamburg, doch die Wolken am Himmel verdüstern sich: Mit Hitlers Machtergreifung beginnt das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte und damit die Ausgrenzung und Verfolgung von Juden......

Paul heiratet die Tochter des jüdischen Arztes Dr. Fisch, Clara und ist sehr glücklich mit ihr. Zu der Zeit, als Tochter Margarethe, ein sehr aufgewecktes und intelligentes Mädchen, zur Welt kommt, emigrieren die Schwester johanns, Martha und ihr Mann Hermann sowie Lotte, die Mutter Pauls, die ohne ihren geliebten Johann keine Zukunft mehr in ihrer Heimatstadt sieht, nach Südafrika. Onkel Max wie auch der ältere Arzt sind unter keinen Umständen zu bewegen, auszuwandern - aus sehr verständlichen Gründen. Sie hoffen noch immer, dass sich alles sehr bald wieder zum Guten wenden wird.

Doch es kommt anders... Paul, Clara und die kleine Margarethe flüchten vor den Schergen der SA und finden in einem Gutspächter einen Freund. Bei Friedrich Lükemeier können sie eine Weile untertauchen und auf ein Schiff hoffen, das sie in die Freiheit bringt, während es in Nazideutschland für Juden, Kommunisten oder auch Sozialisten immer unerträglicher - und lebensgefährlicher wird. Wird es ihnen gelingen, das Land noch rechtzeitig zu verlassen?
Die Spieldose ging in den Besitz von Margarethe über, die sie ebenso hütet wie ihr Vater dies bereits tat. Da kündigt sich ein Geschwisterchen an....

Mina Baites hat einen Roman über das Schicksal der Familie Blumenthal geschrieben, der es in sich hat: Die Spieldose taucht später in einem englischen Schließfach wieder auf, wo sie auf die Erbschaft von Lilian Morrison wartet. Diese junge Frau sucht nun nach den Wurzeln ihrer Familie und erkennt, dass vieles anders ist, als sie bisher angenommen hat. Hier fügen sich die Puzzleteilchen zusammen und ohne das tragende, alles überdauernde Element der Spieldose, die für Hoffnung und Zuversicht stand, hätte die Familie vielleicht nicht die Chance gehabt, einander wiederzufinden.

Gerade das letzte Drittel geht dem Leser sehr zu Herzen; man begibt sich mit Lilian auf Spurensuche und freut sich mit ihr, als sie fündig wird! Die größte Stärke dieses Romans liegt m.E. darin, dass er die Lebensbedingungen einer jüdischen Familie im dritten Reich so emotional erzählt, dass einem die gesamte Familie Blumenthal mehr als ans Herz wächst; ja dass man sie liebgewinnt, um sie bangt, um sie weint und sich mit ihr freut.

Fazit:
Ein sehr bewegender, sehr einfühlsam geschriebener und gut recherchierter Roman, dem ich meinen ganzen Respekt zolle und ihn mit einer absoluten Leseempfehlung markieren möchte: Er transportiert in einer Weise ein Stück dunkler deutscher Zeitgeschichte und Historie, die ich so schnell nicht vergessen werde, ebenso wie die schöne Leserunde mit der Autorin, die stets alle Fragen beantwortete, die sich uns stellten. Eine absolute (Lese)-Bereicherung für mich, die ich jedem empfehlen kann und das Prädikat "besonders wertvoll" sowie "literarischer Stolperstein" - gegen das Vergessen! - hinzufüge. 5 Sterne reichen hier nicht aus: Ich vergebe 7 Sterne und einen großen Dank an die Autorin!
Jana68 zu »Mina Baites: Die silberne Spieldose«10.04.2017
Der im März 2017 bei Tinte & Feder Amazon Media erschienene Roman "Die silberne Spieldose" von Mina Baites erzählt die Geschichte der Jüdischen Familie Blumenthal vom Beginn des 1. WK bis in die 1960er Jahre.
Johann Blumenthal ist Familienvater und Silberschmied und hat sein Juweliergeschäft in Hamburg Altona. Als er sich 1914 freiwillig zum Kriegsdienst meldet, schmiedet er mit Hingabe eine silberne Spieldose, in der nicht nur sein überragendes, filigranes Können steckt, sondern auch seine ganze Liebe und Zuversicht. Denn diese Spieldose ist ein Abschiedsgeschenk für seinen Sohn Paul.
Damit beginnt für das kleine, schillernde Kunstwerk eine lange und ungewisse Reise durch die Schrecken des 1. Weltkrieges, die entbehrungsreichen Nachkriegsjahre bis zum Börsen-Crash 1929, den zunehmenden Antisemitismus bis zur offenen und gnadenlosen Judenverfolgung während der Nazidiktatur. Dann verschwindet die Spieldose für viele Jahre in einer kupfernen Kiste und taucht erst wieder auf, als Lilian Morrison nach dem Tod ihrer Eltern ihr Erbe antritt.

Trotz des langen Zeitraums, den die Geschichte umfasst, ist das Buch kein dicker Wälzer. Die Autorin schafft es dennoch, soviel zu erzählen, das man alles weiß, was man wissen muss, um die Ereignisse richtig einzuordnen und mitzufiebern. Die Geschichte ist so fesselnd geschrieben, dass sie enormen Raum einnimmt, obwohl das Buch nur 300 Seiten hat. Ja, an der einen oder anderen Stelle hätte ich mir durchaus einen noch tieferen Einblick in die Gedanken der Protagonisten gewünscht. Dennoch ist der Schreibstil so klar, bildhaft und präzise, dass ich beim Lesen die Geschichte wie einen Film vor mir ablaufen sah und am Ende habe ich nichts vermisst. Dabei verzichtet die Autorin fast vollständig auf die detaillierte Beschreibung von Gräueltaten. Sie gestaltet liebevolle, sehr sympathische Charaktere mit Stärken und Schwächen. Mit ihnen gemeinsam durchleben wir jene Zeiten, in denen die Welt mehrfach außer Kontrolle geriet und sich in grausamen Kriegen wiederfand, in denen der bewußt geschürte Volkshass Juden und andere Menschengruppen isolierte, denunzierte, verprügelte, verjagte und schließlich Massen von ihnen vernichtete.

Die Spieldose hat in dieser Geschichte eine tragende Rolle als Bindeglied über die Zeiten mit viel Symbolcharakter. Ihr leuchtendes Silber steht für Hoffnung, Zuversicht, Familie und Liebe. Das angelaufene Silber symbolisiert für mich die dunkle Zeit, als die Hoffnung verloren zu gehen schien und niemand wußte, ob und wer das Grauen von Krieg und Verfolgung überlebt hat.
Doch Silber verliert seine Leuchtkraft nicht, es braucht nur ein wenig Pottasche... Es überdauert die Zeit wie die Liebe und die Hoffnung, die diese Familie stets begleitet hat. Und so leuchtet sie am Ende erneut strahlend; Menschen kommen zusammen, die so lange aufeinander gewartet haben und von denen manch einer nicht mehr an ein Wiedersehen glaubte.
Es ist ein kraftvoller Schluss, emotionsgeladen wie selten, weil man gar nicht anders kann, als die Freude zu teilen, den Triumph zu spüren, dass es den Nazis nicht gelungen ist, alle Juden zu vernichten. Durch die Erzählweise wird das Buch zudem zu einer Warnung ohne erhobenen Zeigefinger.

Mich hat dieses Buches in jeder Hinsicht bereichert, denn es zeigt sowohl, wozu Menschen grausamer Weise fähig seien können, es zeigt aber auch, dass es immer wieder Menschen gibt, die helfen und beschützen, für die Freundschaft und Dankbarkeit mehr als ein Wort ist und deren Mitgefühl nicht am eigenen Gartenzaun endet. Ich empfehle das Buch sehr gerne und uneingeschränkt weiter.
Kerstin Klaar zu »Mina Baites: Die silberne Spieldose«09.04.2017
" Die silberne Spieldose " von Mina Baites ist eine berührende und zugleich bedrückende Geschichte der jüdischen Familie Blumenthal von 1914 an, über die Anfängen des Nationalsozialismus bis hin ins Jahr 1963.
Hamburg 1914, Johann Blumentha ein Silberschmied, entscheidet sich etwas ganz besonderes für seinen Sohn Paul zu fertigen. Es soll ein Abschiedsgeschenk sein, denn Johann hat beschlossen für sein geliebtes Heimatland im ersten Weltkrieg zu dienen . Eine wunderschöne silberne Spieldose ist es geworden, die über Generationen hinweg erst Paul und später seine Tochter Margarethe wie einen großen Schatz bei sich tragen werden.
Leider ist Johann im Krieg gefallen und kehrt nicht mehr zu seiner geliebten Lotte und dem kleinen Paul zurück. Als Paul alt genug ist übernimmt er das Juweliergeschäft seines Vaters und ist ebenfalls Silberschmied geworden. Er hat eine liebevolle Frau , Clara, geheiratet und ihr Glück scheint perfekt als sie Eltern von Margarethe werden ein kleines bezaubernde Mädchen, welches man einfach in sein Herz schließen muss.
Doch die Zeiten für jüdische Familien werden über die Jahre unerträglich und so bleibt vielen nichts anderes als die Flucht übrig, sofern sie sich rechtzeitig dazu entschieden haben.

Die Autorin hat einen guten Weg gewählt dem Leser eine Einblick in die schreckliche Zeit des Nationalsozialismus zu geben ohne die Gräueltaten ausführlich zu schildern, denn die sind allzeit bekannt. Man erlebt wie jüdischen Gemeinden mit ihrem Schicksal im Altag zurecht kommen, wieviel Hoffnung sie tragen, dass sich doch noch alles zum Guten wenden wird um dann festzustellen, dass sie in diesem Land als Nichtarier nicht mehr erwünscht sind. Ehemals Freunde werden nun zu Feinden. Zum Glück gibt es Menschen die all die Jahre zu den Blumenthals halten und ihnen zur Seite stehen obwohl sie damit ihr eigenes Leben riskieren.

Mina Baites hat mit ihren Figuren wunderbare und liebevolle Menschen geschaffen die einem sofort sympathisch und mir im Laufe der Geschichte richtig ans Herz gewachsen sind. So blieb es nicht aus, dass ich mit ihnen glücklich , traurig und erschrocken gewesen bin. Ich habe mit ihnen gelitten und bin über die kleinste Zuversicht glücklich gewesen.
Der Schreibstil ist sehr einfühlsam und berührend und verleiht der Geschichte etwas ganz Besonderes. Ebenfalls gut hat mir die Recherchearbeit gefallen, die dem Roman die Authentizität gibt.

Von der ersten Seite an hat mich die Geschichte mitgenommen und ich habe die Spannung an machen Stellen kaum ausgehalten, so blieb mir nichts anderes übrig als das Buch kaum aus der Hand zu legen. Es ist ein in sich abgeschlossener Roman wo keine Frage unbeantwortet bleibt, einfach nur wunderschön. Ich freue mich schon auf einen nächsten Roman von Mina Baites ( Iris Klockman ) in den ich abtauchen kann.
ysa zu »Mina Baites: Die silberne Spieldose«05.04.2017
Die silberne Spieldose
Mina Baites

Dieses Buch erzählt uns die Geschichte der jüdischen Familie Blumenthal. Beginnend mit Johann, Silberschmied aus Hamburg der für seinen Sohn Paul eine silberne Spieldose anfertigt. Als Abschiedsgeschenk, denn Johann meldet sich freiwillig für den Kriegsdienst, um für seine Heimat zu kämpfen. Johann stirbt und die Spieldose begleitet Paul und seine Familie weiterhin. Sie ist das verbindende Element zwischen Generationen und Jahrzehnten. Sie begleitet die Familie durch Zeiten wirtschaftlicher Veränderung, zunehmendem Antisemitismus und Krieg bis in die 1960iger Jahre.

Mina Baites/Iris Klockmann beschreibt den Alltag dieser jüdischen Familie in Zeiten des zunehmenden Antisemitismus. Es sind weniger extreme Gräueltaten, sondern vielmehr der grausame „Alltag“, der die Situation der Blumenthals fassbar macht. Die Freunde und Nachbarn, die sich plötzlich abwenden, Gesetze, die das Leben erst schwer, später dann unerträglich machen. Auch die Mitglieder der Familie Blumenthal müssen alles versuchen, diese Zeit zu überstehen.

Es ist eine sehr berührende Geschichte, deren sympathische Protagonisten einem sofort ans Herz wachsen. Und es ist dieses emotionale Element, das die Geschichte zu etwas ganz Besonderem macht. Wir haben alle einiges über diese Zeit gelernt, aber in diesem Buch ist man mit Herz dabei – was dem Ganzen eine zusätzliche Qualität gibt.
Die Autorin schafft es, ein schwieriges Kapitel Zeitgeschichte ohne erhobenem Zeigefinger und ohne Moralpredigt zu behandeln. Es ist die emotionale Geschichte, die von der ersten bis zur letzten Seite spannend ist, die lange nachhallt, zum Nachdenken anregt und informativ ist. Ein wichtiges Buch!
ysa zu »Mina Baites: Die silberne Spieldose«05.04.2017
Die silberne Spieldose
Mina Baites

Dieses Buch erzählt uns die Geschichte der jüdischen Familie Blumenthal. Beginnend mit Johann, Silberschmied aus Hamburg der für seinen Sohn Paul eine silberne Spieldose anfertigt. Als Abschiedsgeschenk, denn Johann meldet sich freiwillig für den Kriegsdienst, um für seine Heimat zu kämpfen. Johann stirbt und die Spieldose begleitet Paul und seine Familie weiterhin. Sie ist das verbindende Element zwischen Generationen und Jahrzehnten. Sie begleitet die Familie durch Zeiten wirtschaftlicher Veränderung, zunehmendem Antisemitismus und Krieg bis in die 1960iger Jahre.

Mina Baites/Iris Klockmann beschreibt den Alltag dieser jüdischen Familie in Zeiten des zunehmenden Antisemitismus. Es sind weniger extreme Gräueltaten, sondern vielmehr der grausame „Alltag“, der die Situation der Blumenthals fassbar macht. Die Freunde und Nachbarn, die sich plötzlich abwenden, Gesetze, die das Leben erst schwer, später dann unerträglich machen. Auch die Mitglieder der Familie Blumenthal müssen alles versuchen, diese Zeit zu überstehen.

Es ist eine sehr berührende Geschichte, deren sympathische Protagonisten einem sofort ans Herz wachsen. Und es ist dieses emotionale Element, das die Geschichte zu etwas ganz Besonderem macht. Wir haben alle einiges über diese Zeit gelernt, aber in diesem Buch ist man mit Herz dabei – was dem Ganzen eine zusätzliche Qualität gibt.
Die Autorin schafft es, ein schwieriges Kapitel Zeitgeschichte ohne erhobenem Zeigefinger und ohne Moralpredigt zu behandeln. Es ist die emotionale Geschichte, die von der ersten bis zur letzten Seite spannend ist, die lange nachhallt, zum Nachdenken anregt und informativ ist. Ein wichtiges Buch!
unclethom zu »Mina Baites: Die silberne Spieldose«20.03.2017
Mina Baites ist das Pseudonym der Autorin Iris Klockmann. Als Mina Baites schrieb sie die Geschichte um die jüdische Familie Blumenthal in der Zeit von 1914 bis in die sechziger Jahre.
Es ist eine wirklich sehr berührende Geschichte. Die Autorin beschreibt darin auch de Repressalien während der Nazidiktatur, ohne jedoch da zu sehr ins Detail zu gehen. Ich glaube die eigne Phantasie wird den Rest da schon hinzufügen können.
Sie beschreibt die Not nach dem ersten Weltkrieg, den aufkommenden Rassismus und die Atmosphäre jener Jahre sehr gut. Und so hat man als Leser das Gefühl mitten in der Zeit, mitten in diesen dunklen Jahren für Deutschland und insbesondere für den jüdischen Bevölkerungsanteil, zu stehen. Man spürt in jeder Zeile die Angst der Protagonisten und im Leser wächst so immer mehr der Hass auf die Täter.
Es gelingt der Autorin schon recht früh den Leser in den Bann ihrer Geschichte zu ziehen. Und schnell ist der „Point of no return“ erreicht, also der Punkt ab dem man das Buch nur sehr schwer aus den Händen legen kann.
Die Figuren und Schauplätze sind sehr plastisch beschrieben, dass man sich das alles wirklich sehr gut vorstellen kann. Man wird regelrecht in die Geschichte hineingezogen und wird es mit der letzten Seite losgelassen.
Ich glaube dieses Buch ist wichtig um nie zu vergessen welche Verbrecher unser Land einst regiert haben. Und ich denke, dass Mina Baites damit auch den vielen Opfern des Nationalsozialismus ein literarisches Denkmal gesetzt hat.
Ich bedanke mich recht herzlich für dieses wahnsinnig berührende Buch.
Für mich sind das 5 von 5 Sternen und eine Lese- und Kaufempfehlung.
unclethom zu »Mina Baites: Die silberne Spieldose«20.03.2017
Mina Baites ist das Pseudonym der Autorin Iris Klockmann. Als Mina Baites schrieb sie die Geschichte um die jüdische Familie Blumenthal in der Zeit von 1914 bis in die sechziger Jahre.
Es ist eine wirklich sehr berührende Geschichte. Die Autorin beschreibt darin auch de Repressalien während der Nazidiktatur, ohne jedoch da zu sehr ins Detail zu gehen. Ich glaube die eigne Phantasie wird den Rest da schon hinzufügen können.
Sie beschreibt die Not nach dem ersten Weltkrieg, den aufkommenden Rassismus und die Atmosphäre jener Jahre sehr gut. Und so hat man als Leser das Gefühl mitten in der Zeit, mitten in diesen dunklen Jahren für Deutschland und insbesondere für den jüdischen Bevölkerungsanteil, zu stehen. Man spürt in jeder Zeile die Angst der Protagonisten und im Leser wächst so immer mehr der Hass auf die Täter.
Es gelingt der Autorin schon recht früh den Leser in den Bann ihrer Geschichte zu ziehen. Und schnell ist der „Point of no return“ erreicht, also der Punkt ab dem man das Buch nur sehr schwer aus den Händen legen kann.
Die Figuren und Schauplätze sind sehr plastisch beschrieben, dass man sich das alles wirklich sehr gut vorstellen kann. Man wird regelrecht in die Geschichte hineingezogen und wird es mit der letzten Seite losgelassen.
Ich glaube dieses Buch ist wichtig um nie zu vergessen welche Verbrecher unser Land einst regiert haben. Und ich denke, dass Mina Baites damit auch den vielen Opfern des Nationalsozialismus ein literarisches Denkmal gesetzt hat.
Ich bedanke mich recht herzlich für dieses wahnsinnig berührende Buch.
Für mich sind das 5 von 5 Sternen und eine Lese- und Kaufempfehlung.
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