Die Bruderschaft der Runen von Michael Peinkofer

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2005unter dem Titel „Die Bruderschaft der Runen“,, 668 Seiten.ISBN 3-404-15249-2.

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Kurzgefasst:

Eine mysteriöse schottische Sekte, ein berühmter Schriftsteller – und ein Jahrhunderte altes Geheimnis. Als ein Mitarbeiter des Schriftstellers Sir Walter Scott unter mysteriösen Umständen stirbt, ist dies der Auftakt zu einer höchst beunruhigenden Reihe von Ereignissen. Sir Walter stellt Nachforschungen an und stößt auf eine Mauer des Schweigens. Was verheimlicht der königliche Inspector, der eigens aus London geschickt wurde? Was für ein Jahrhunderte altes Geheimnis hüten die Mönche von Kelso? Und was hat es mit der ominösen Schwertrune auf sich, auf die Sir Walter und sein Neffe Quentin bei ihren Ermittlungen stoßen? Ein Schicksal, dessen Ursprung Jahrhunderte zurück reicht, nimmt seinen Lauf …

Das meint Histo-Couch.de: „Ein Stück schottischer Geschichte“69

Rezension von Karin Speck

Der Schriftsteller Sir Walter Scott lebt und arbeitet im 19. Jahrhundert in Schottland. Er schreibt historische Romane und ist in seiner Zeit ein erfolgreicher Autor. Ihm zur Seite stehen immer junge Leute, die für ihn recherchieren und ihm helfen. Einer dieser Mitarbeiter ist ein junger Mann, der unter mysteriösen Umständen zu Tode kommt. Nun will Sir Walter natürlich herausfinden, was geschehen ist und warum. Der Inspektor, der eigens aus London angereist ist, lässt ihn im Unklaren und auch die Mönche aus Kelso, bei denen das Unglück geschah, scheinen etwas zu verbergen. Bei weiteren Untersuchungen stößt Quentin, er ist der Neffe von Sir Walter, auf eine geheimnisvolle Rune. Diese wird schnell als Schwertrunde identifiziert, doch was hat sie mit dem Tod des jungen Mannes zu tun? Was verbergen die Mönche und der Inspektor aus London?

Leichter Erzählstil und mehrere Handlungsstränge

Der Erzählstil von Michael Peinkofer ist eigentlich leicht und locker zu lesen. Allerdings beschränkt er sich nicht darauf, seine Geschichte in einem Erzählstrang zu erzählen. Es gibt gleich mehrere. Zum einen natürlich der Handlungsstrang mit Sir Walter Scott und seinem Neffen Quentin. Sie gehen in bester Detektivmanier an den Fall heran, versuchen herauszufinden, was die Mönche verbergen und was es mit der Schwertrune auf sich hat. Es ist spannend zu lesen und nur nach und nach kommt man der Sache näher. Wobei man sich beim Lesen auch schon mal fragt, wie blind Scott eigentlich ist, für den Leser ist schnell klar, wer gut und wer böse ist. Nur Scott und auch sein Neffe scheinen dies nicht zu sehen. Irgendwie stolpern sie ein bisschen hilflos in der Geschichte herum. 

Ein weiterer Handlungsstrang gehört der jungen Lady Mary of Egton. Nur durch einen Zufall stolpern die Männer über die junge Frau. Aus ihrem Leben erzählt der Autor. Zunächst scheint es auch so, als habe sie eigentlich nichts mit der Handlung zu tun, aber bald wird auch klar, dass dies eben nicht so ist. Es ist interessant zu lesen, von ihrem Leben und vor allem von ihren Träumen, denn durch sie erfährt der Leser noch so einiges aus der Geschichte Schottlands. Mary wird als junge Frau dargestellt, die ganz im Sinne der damaligen Zeit erzogen wurde. So nimmt sie auch scheinbar klaglos hin, dass ihre Eltern sie mit einem ihr völlig fremden Mann verheiraten wollen. Dabei hat Mary einen wachen Geist und liest für ihr Leben gern Romane. Sie ist aber einfach zu gut erzogen, um sich gegen diese Ehe aufzulehnen. Erst im letzten Drittel fließen diese beiden Handlungsstränge wieder zusammen und fügen sich zu einem Ganzen.

Trotz spannender Handlung leider mit Längen

Peinkofer hat es mit seinem Roman geschafft, einen schönen Querschnitt der schottischen Geschichte zu gestalten. So hat der Leser alle Helden Schottlands hier vereint. Der Prolog beginnt bereits mit der Schlacht von Bannockburn im Jahre 1314 und erzählt von Robert the Bruce. Außerdem erfährt der Leser ein wenig von den politischen Zusammenhängen der Zeit. Auch wenn die Geschichte an sich spannend zu lesen ist, so hat die Handlung doch auch ihre Längen. Immer wenn der Autor die Handlungsstränge wechselt, gibt es bei dem jeweiligen Protagonisten wieder einen Rückblick, sodass der Leser einige Details doppelt und dreifach zu lesen bekommt. Auf Dauer nervt dies allerdings und schmälert das Lesevergnügen. Dies ist sehr schade, da die Handlung eigentlich spannend ist. Die Suche nach den Runen und den Hintergründen ist richtig interessant. Die Idee einer Bruderschaft der Runen, die über die Jahrhunderte hinweg ihr Unwesen treibt, ist gelungen. Die Verbindung mit der Vergangenheit anhand von den Träumen der jungen Lady ist es ebenfalls.

Ein Nachwort gibt es in dieser Taschenbuchausgabe leider nicht, nur eine kurze Danksagung, wo Peinkofer kurz erwähnt, wie er auf die Idee zu einem Roman mir Sir Walter Scott gekommen ist. Es bleibt hier der Fantasie des Lesers überlassen, was er für Fiktion und Wahrheit hält. Sehr schade, es wäre sicher sehr interessant gewesen, dies auseinanderdividiert zu bekommen.

Ihre Meinung zu »Michael Peinkofer: Die Bruderschaft der Runen«

Michael Herweg zu »Michael Peinkofer: Die Bruderschaft der Runen«06.03.2017
Ein auf 670 Seiten aufgeblasener Groschenroman: in sich nicht geschlossen, voller Unlogik und auf plumpe "Zufälle" aufgebaut. Sprachlich banal, mit bis zur Verzerrung vereinfachten Charakteren. Irgendwo um Seite 500 hab ich aufgehört, schade um die Zeit, und gerade gesehen, dass der Autor 160 Romane geschrieben hat. Merkt man.
Michael Herweg zu »Michael Peinkofer: Die Bruderschaft der Runen«06.03.2017
Ein auf 670 Seiten aufgeblasener Groschenroman: in sich nicht geschlossen, voller Unlogik und auf plumpe "Zufälle" aufgebaut. Sprachlich banal, mit bis zur Verzerrung vereinfachten Charakteren. Irgendwo um Seite 500 hab ich aufgehört, schade um die Zeit, und gerade gesehen, dass der Autor 160 Romane geschrieben hat. Merkt man.
Hannes zu »Michael Peinkofer: Die Bruderschaft der Runen«17.07.2015
Meiner Vorrednerin kann ich nicht folgen.
Das Buch ist einfach nur langweilig.
Es ist kein historischer Roman wie auf dem Deckel angekündigt, sondern eher ein Fantasieroman.
Fünfhundert Seiten habe ich mich durchgekämpft, dann habe ich das Buch endgültig weggelegt, denn es nervt einfach nur, wenn über Seiten eine Frage gestellt wird, die dann doch nicht beantwortet wird, obwohl der Leser die Lösung längst kennt. Der Neffe Quentin schreit immer vor Angst, obwohl er seine Ängste angeblich längst überwunden hat. Die webliche Hauptfigur wird als aufgeklärte selbstwusste junge Frau dargestellt, der dann jedoch seitenlang Tränen über die zarten Wangen strömen. Die Guten sind einfach weiß, die Bösen einfach schwarz,
Von mir null Punkte.
Brunhilde Krüger zu »Michael Peinkofer: Die Bruderschaft der Runen«17.11.2010
Hallo.Als ich dieses Buch kaufte war mir ein wenig bang.Fast 700 Seiten, da kann ein Buch schnell langweilig werden. Aber ich habe es regelrecht verschlungen.Den Schriftsteller W.Scott als Romanhelden,der selbst viele Abenteuer schrieb, mit einzubringen ist grandios gemacht. Während ich das Buch las fühlte ich mich regenrecht in die Zeit versetzt, ähnlich, wie es auch Mary in diesem Buch erging.Also Leute, unbedingt lesen. Viel Spass
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