Das Licht von Shambala von Michael Peinkofer

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2010unter dem Titel „Das Licht von Shambala“,, 480 Seiten.ISBN 3-404-16397-4.

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Kurzgefasst:

Mitte des 19. Jahrhunderts: Auf den Gipfeln Tibets lauert der Tod. Dort, wo alle Weisheit ihren Ursprung haben soll, droht tief im Innern der Erde eine dunkle Gefahr für die gesamte Menschheit. Noch ahnt die junge Archäologin Sarah Kincaid nichts davon. Ihre größte Sorge gilt ihrem Geliebten Kamal, den sie mit aller Macht aus den Fängen ihrer Feinde zu retten trachtet. Die Spur führt sie und ihre Gefährten nach Istanbul und immer weiter nach Osten, bis sie schließlich an Bord eines Luftschiffs, einer unglaublichen, neuartigen Konstruktion, nach Shambala gelangen. An diesem fernen Ort, den die Bruderschaft der Zyklopen bewacht und an den schon Alexander der Große zu gelangen suchte, erfüllt sich schließlich auch Sarahs Schicksal …

Das meint Histo-Couch.de: „Sarah Kincaid muss noch einmal ihre Stärke beweisen“66

Rezension von Rita Dell'Agnese

Michael Peinkofer holt mit Das Licht von Shambala nochmals zu einem großen Abenteuer um die Archäologin Sarah Kincaid aus. Auf der Suche nach ihrem Geliebten „Kamal“ muss die Archäologin erneut gefährliche Abenteuer bewältigen. Dieses Mal geht es nach Shambala, wo die Bruderschaft der Zyklopen lebt. Sarah Kincaid, die unbeirrt der Spur folgt, die sie zunächst nach Istanbul und dann weiter in den Osten führt, kann sich ihrem Schicksal nicht entziehen.

Mischung zwischen Fantasy und Historie

Die Bücher um Sarah Kincaid sind keine reinen historischen Romane. Die Geschichte baut auf einigen Fantasy-Elementen auf. Dies dürfte allerdings für die Fans von historischen Romanen kaum eine Rolle spielen. Entweder sie kennen den Ablauf bereits und greifen sehr bewusst zu diesem Buch – oder sie mühen sich ohnehin damit ab. Denn so spannend Michael Peinkofer die Geschichte auch aufbaut: Sie ist so stark in den vorangehenden Romanen verwurzelt, dass ein Neueinsteiger erhebliche Mühe haben dürfte, dem Plot zu folgen. Zu viele Vorkenntnisse werden vorausgesetzt – besonders wenn es um den entführten Geliebten Kincaids geht, um Kamal.

In seinem Nachwort betont der Autor, es handle sich hier klar um einen historischen Roman. Dies trifft dort zu, wo er die Kulturen beschreibt und dem Aufeinandertreffen des Westens mit dem Osmanischen Reich Platz einräumt. Durchaus nachvollziehbar sind auch die Erklärung hinsichtlich der Geheimbünde und der Wunsch der Menschen, die großen Geheimnisse zu entschlüsseln. Wo er dann aber zu stark in die Mythen-Welt hinein taucht, verschiebt sich das Gewicht zu stark in Richtung Fantasy.

Zu moderne Protagonistin

Keine Frage, Michael Peinkofer hat einen temporeichen Thriller geschrieben, der in seiner Ausgestaltung etwas an den Da Vinci-Code erinnert. Allerdings ist nicht ganz ersichtlich, weshalb er dafür ausgerechnet eine historische Kulisse gewählt hat. Zwar spielt der Roman Ende des 19. Jahrhunderts, die junge Archäologin aber verhält sich so modern, als wäre sie eine Frau des 21. Jahrhunderts. Diese Diskrepanz wirkt sich auf den Verlauf alles andere als positiv aus – zumindest auf Leute, die dem historischen Aspekt des Romans zugetan sind. Dies ist höchst bedauerlich, zeigt Peinkofer doch nicht nur im Prolog, dass er durchaus historisches Erzählpotential hat. Allerdings ist hier auch der Stolperstein für alle, die sich angewöhnt haben, zuerst in ein Buch hinein zu lesen, bevor sich es kaufen. Der Einstieg ist stimmungsvoll, stark und überzeugend.

Interessante Charaktere

Abgesehen von der modernen Protagonistin beweist Michael Peinkofer bei mehreren Figuren großes Geschick bei der Ausgestaltung. Sei es nun der alte Ammon oder der aus Genf stammende Wissenschaftler Friedrich Hingis, der Sarah auf ihrer gefährlichen Mission begleitet. Ihnen allen verleiht der Autor geschickt Ecken und Kanten und macht sie auf diese Weise zu interessanten und liebenswürdigen Figuren. Wäre die Diskrepanz zu Kincaid nicht, könnte man den Roman alleine aufgrund der Charaktere als gelungenes Werk bezeichnen.

Für die Fans von Sarah Kincaid hat Michael Peinkofer mit Das Licht von Shambala einen würdigen Abschluss präsentiert. Für alle anderen wäre ein ganz kurzes: „Was bisher geschah“ vor dem eigentlichen Erzählstrang hilfreich, um den Roman wirklich genießen zu können.

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