Geheimnisvolles Vermächtnis von Mary Hooper
Buchvorstellung und Rezension
unter dem Titel „Fallen Grace“, deutsche Ausgabe erstmals 2010 , 384 Seiten. ISBN 382705415X. Übersetzung ins Deutsche von Marlies Ruß.
Kurzgefasst:
London, Mitte des 19. Jahrhunderts. Die fünfzehnjährige Grace lebt mit ihrer Schwester Lily in einem Waisenhaus in einem der ärmsten Viertel von London. Jeder Tag ist für sie ein Kampf ums Überleben. Grace ahnt nicht, dass sie und ihre Schwester per Zeitungsannonce als Erbinnen eines riesigen Vermögens gesucht werden. Doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis Mr Unwin, der skrupellose Bestattungsunternehmer, bei dem Grace arbeitet, die Annonce entdeckt. Und er ist bereit, alles zu tun, um an das Vermögen zu kommen. Kann James, der junge Anwaltsgehilfe, Grace helfen und das Komplott rechtzeitig aufdecken?
Das meint Histo-Couch.de: „Auf den Spuren von Charles Dickens“
von Rita Dell'Agnese
Mit Geheimnisvolles Vermächtnis bleibt Mary Hooper ihrem bisherigen Stil treu. Sie stellt zwei junge Mädchen in den Mittelpunkt des Geschehens, die nach dem Tod ihrer Mutter für sich selber sorgen müssen. Dies ist besonders für die 15-jährige Grace bitter: Ihre um ein Jahr ältere Schwester Lilly ist geistig zurückgeblieben und bedarf ihres Schutzes. Doch so sehr sich Grace und auch Lilly bemühen: Sie können kaum genug verdienen, um sich über Wasser zu halten. Die Mädchen ahnen nicht, dass sie fieberhaft gesucht werden. Als die beiden obdachlos werden, fallen sie einem skrupellosen Geschäftemacher in die Hände.
Eintauchen in das Elend
Die Geschichte selber hat wenig Überraschungspotential. Doch gilt es hier, sich vor Augen zu führen, dass Mary Hooper den Roman als Jugendbuch geschrieben hat und so wohl einem weniger tiefgründigen Schema folgen muss. Schnell wird nämlich klar, dass ich Grace und Lilly selber kaum aus dem Sumpf ziehen können, in den sie aufgrund einer sich immer schneller drehenden Abwärtsspirale geraten sind. Ebenso bald ist klar, wer der Retter der Mädchen sein wird. Und doch würde es dem Roman alles andere als gerecht, von einer reinen Friede-Freude-Eierkuchen-Geschichte zu reden. Viel zu dicht webt Mary Hooper die Atmosphäre des Londons von 1861. Sie nimmt die Leserinnen und Leser mit ins Elendsviertel „Seven Dials“ , führt sie durch die tristen Straßen und lässt sie ins Elend der dort lebenden Bevölkerung eintauchen.
Verschlossene Türen
Eindrücklich gelingt es der Autorin aufzuzeigen, wie die beiden Mädchen plötzlich überall vor verschlossenen Türen stehen und dadurch auch noch das Wenige verlieren, das ihnen zuvor noch geblieben war. Obwohl die Kritik an der besseren Gesellschaft durchaus zur Geltung kommt, ist es nicht eine wütende und aus den Augen des 21. Jahrhunderts gesehene Anklage. Vieles erinnert an die Romane von Charles Dickens – dem in Geheimnisvolles Vermächtnis gar eine kleine Nebenrolle zukommt.
Flache Charaktere
Nicht ganz so gut gelungen wie in ihren früheren Büchern sind der Autorin die Charaktere. Sie bleiben flach und wirken nicht überall überzeugend, weder in ihrer Schlechtigkeit noch in ihrem Heldenmut. Dies nimmt dem an sich nett zu lesenden Buch etwas Fahrt, was sehr schade ist. Unterhaltend ist Geheimnisvolles Vermächtnis allemal – sofern sich die Leser vorgängig darauf einstellen, ein Jugendbuch in Händen zu halten und eine in manchen Bereichen rührselige Geschichte serviert zu bekommen. Wer sich von der etwas zu lieblichen Story im Vordergrund nicht abhalten lässt, die sozusagen als Beiwerk servierten Beschreibungen auf sich wirken zu lassen, wird die schlichte aber feine Tiefe dieses Buches entdecken.
Ihre Meinung zu »Mary Hooper: Geheimnisvolles Vermächtnis«
- Melanie Brügge zu »Mary Hooper: Geheimnisvolles Vermächtnis« 22.02.2012
-
Mary Hooper hat mit diesem Buch gezeigt, dass es nicht nur glanzvoll im 19. Jh war, sondern sie beschreibt die Geschichte zweier Mädchen, Grace und Lilly, die in einem jämmerlichen Zustand leben. Was ich an diesem Buch ganz gut finde, war die Tatsache dass Lily zwar älter als die Schwester ist, dafür aber zurückgeblieben ist. sie benimmt sich geradezu wie ein kleines Kind. Ist unwissend, sowie es zu deren Zeit ja auch war.
Dass sie das Ende offen ließ, das fand ich eigentlich nicht so schlimm, wie einige sagen, zumal "Geheimnisvolles Vermächtnis" kein Märchen ist, sondern dem ähnelte was im 19. Jh wirklich geschehen ist. Das Buch ist empfehlenswert und auf jedenfall nicht langweilig!!!
- Felicia CvW zu »Mary Hooper: Geheimnisvolles Vermächtnis« 25.07.2011
-
Mary Hooper schreibt einfach nur genial gut! Immer wenn ich ein neues Buch von ihr sehe, lass ich alles stehen und liegen und bin nicht mehr ansprechbar!
Auch bei diesem Buch war es so. Es war einfach spannend und ich wurde richtig mitreingezogen! Nur die Szene mit Sylvester Unwin fand ich ein wenig gruselig...
- Claire zu »Mary Hooper: Geheimnisvolles Vermächtnis« 19.04.2011
-
Dieses Buch hat mir gut gefallen. Es erzählt eine Geschichte die vielleicht nicht dir größten Handlungen vorweist, allerdings empfinde ich Mary Hoopers Schreibstil als angenehm und nicht zu überheblich. Für Leser deren Begeisterung auf das Schema Geschichte Londons und verzwickte Handlungen die sich wie ein knotiges Wollknäul entwirren lassen wäre es die Richtige Entscheidung zu diesem Buch zu greifen und sich von dessen Geschichte ergreifen zu lassen!
- Karla zu »Mary Hooper: Geheimnisvolles Vermächtnis« 21.12.2010
-
Ich fiende dieses Buch sehr interessant. Es hat so was geheimnissvolles. Und in allen steckt dieses schlechte Gewissen dass, mann einem unbedingt sagen möchte aber sich nicht traut. Dass hat mann hier gut vermittelt. Ich würde dieses buch empfehlen wer sich auf eine mysteriöse Geschichte einlassen will!
- Sammy zu »Mary Hooper: Geheimnisvolles Vermächtnis« 09.11.2010
-
Hallo!
Das buch war eines der besten die ich je gelesen habe.Ich sehe es kaum noch,weil viele meiner Freunde es sich zum lesen ausleihen.Die Handlung ist umwerfend.Es hat mich richtig geärgert , dass es schon nach 367 Seiten Geschichte zu Ende war.Habe sogar nachgeforscht , ob es davon auch ein zweites Buch gibt.
Ich kann leider nichts anderes machen, als es nur weiter empfehlen.
Ich liebe dieses Buch.
- Lady Rose zu »Mary Hooper: Geheimnisvolles Vermächtnis« 07.09.2010
-
Ich liebe , liebe , liebe diesen Roman !! Es ist ein wunderschön trauriger und interessanter Roman , der uns dem alten London und den riesigen Unterschieden zwischen reich und arm im 19 Jahrhundert zeigt. Durch die malerischen Worte , kann man sich in das Elend der Londoner Gosse und den Pomp der Millionäre verstezen . Interessant , lehrreich und extrem EMPFEHLENSWERT !!!!!!! :)
- arno zu »Mary Hooper: Geheimnisvolles Vermächtnis« 11.08.2010
-
Geheimnisvolles Vermächtnis ist das bisher schlechteste Buch der Autorin Mary Hooper, nach meiner Meinung. Im ersten drittel wird uns nahe gebracht wie arm doch die Geschwister sind, im zweiten drittel erzählt man uns wie mit den verstorbenen anderer ein gutes Geschäft zu machen ist, und erst im letzten drittel entwickelt sich eine Handlung die man aber nicht als abgeschlossen betrachten kann. Für dieses Buch gibt es nur 55 Punkte von mir.
- Lara zu »Mary Hooper: Geheimnisvolles Vermächtnis« 22.07.2010
-
Hallo !
Dieses Buch war sooo schön..!
Es war anders als alle anderen aber das macht nicht, denn es war wie alle Bücher von Mary Hooper sehr toll geschrieben.
man hat wieder sehr viel über das damalige London erfahren und war sehr Spannend. das Buch hatte so viele Überaschungen !
Ich kann es nur weiter empfehlen :))
Lara
Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Roman mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern dabei nicht die Spannung. Danke!


