Die Bücherdiebin von Markus Zusak

Buchvorstellung

Die Bücherdiebin von Markus Zusak

Originalausgabe erschienen 2006unter dem Titel „The Book Thief“,deutsche Ausgabe erstmals 2008, 592 Seiten.ISBN 3-7645-0284-3.Übersetzung ins Deutsche von Alexandra Ernst.

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Kurzgefasst:

Zum ersten Mal begegnet der Tod der neunjährigen Liesel Hemminger 1939 am Grab ihres kleinen Bruders, wo sie auch ihre Karriere als Bücherdiebin beginnt: Mit Hilfe des Handbuchs für Totengräber lernt sie das Lesen und muss fortan immer wieder Bücher stehlen. Sie „rettet“ auch welche – vor den Flammen der Nazis. Und hin und wieder bekommt sie auch welche geschenkt. Ihre Liebe zu Büchern muss es sein, die den Tod, der sich selbst hier als großer Erzähler erweist, die Liesel lieb gewinnen lässt. Während um sie herum Bombenhagel alles in Schutt und Asche legen, findet sie Schutz im Keller – und in ihren Büchern.

 

Ihre Meinung zu »Markus Zusak: Die Bücherdiebin«

Rainer zu »Markus Zusak: Die Bücherdiebin«29.03.2017
Aus einer äusserst ungewöhnlichen Perspektive , nähmlich aus der Sicht des Todes höchstpersöhnlich und auf beinahe poetisch zu nennende Weise , wird hier eine Geschichte von entwaffnender Menschlichkeit , in einer unmenschlich erscheinenden Zeit erzählt . Man ist hin und hergerissen zwischen Lachen und Weinen . Eine zutiefst bewegende Geschichte , deren seltsamer Erzähler hier nicht die Sensen schwingende Schreckgestalt , sondern eher der , zur eigenen Überraschung , von den Ereignissen berührte Beobachter ist . Eines der Besten Bücher die ich jemals las . Wie das Leben . Wunder schön ,grausam ungerecht , hoffnungsvoll und tief traurig ....Übrigstens eine der wenigen Geschichten , deren Verfilmung , der Romanvorlage gerecht wird.
Shalin zu »Markus Zusak: Die Bücherdiebin«28.02.2016
Ich finde diese Geschichte unglaublich... Ich habe zuerst den Film dazu gesehen und danach das Buch gelesen. Es ist einfach unfassbar, dass es Markus Zusak so gut gelungen ist die Vergangenheit in Wörter zu fassen, vorallem wenn man bedenkt, dass er nur die Erzählungen seiner Eltern über den zweiten Weltkrieg gehört hat. Ich finde, dass Markus Zusak zu jeder Person die in der Geschichte vorkommt den richtigen Charakter gefunden hat.
Bea zu »Markus Zusak: Die Bücherdiebin«18.02.2012
Ich weiß nicht,wie oft ich das Ende schon gelesen habe...es berührt mich tief! Erstens ist da die Art des Autors, zu erzählen. Bittersüß bekommt man Einblicke in ein berührendes Schicksal, erzählt vom Tod persönlich. Mit einer gewissen Selbstironie versucht der Erzähler dem ganzen die Schärfe zu nehmen, was meiner Meinung nach mal mehr, mal weniger glückt. Aber genau das ist es, was das ganze Buch ausmacht: Es ist genaue wie das Leben, im einen Moment ohne Hoffnung und kaum zu ertragen, im nächsten schon wieder süchtig machend und liebenswert. Zweitens sind da die Charaktere. Rudi Steiners Schicksal ist kaum auszuhalten.
"Er war ein dreifacher Sieger. Er war ihr bester Freund. Und er war noch einen Monat von seinem Tod entfernt. ´Natürlich habe ich ihm von dir erzählt.´sie sagte Lebewohl, ohne es zu wissen."
Es raubt mir den Atem. Und gibt mir gleichzeitig Hoffnung. Jedes Mal wenn ich die Stelle lese an der Liesel den toten Rudi küsst, komme ich nicht umhin, aufzustehen und irgendetwas zu tun, das mir schon sehr lange auf dem Herzen lag: Sich bei der besten Freundin entschuldigen, den Eltern sagen, wie viel sie einem bedeuten, jemandem meine Liebe gestehen."Die Bücherdiebin" ist meiner Meinung nach nicht mehr und nicht weniger als das beste Buch der Welt.
Vesna zu »Markus Zusak: Die Bücherdiebin«11.08.2011
Ich habe mir ausgerechnet, dass ich im Laufe meines Lebens etwa 3000 Bücher gelesen habe - ich lebe auch schon recht lang, schon 67 Jahre, und lese immer. Meiner Meinung nach, gehört dieser junge Mann, Markus Zusak, durch seiner "Bücherdiebin" zu den 100 besten Schriftsteller der Welt!
Dieses Werk hilft uns, die Hoffnung darüber nicht zu verlieren, dass solch grauenvoller Irrsinn nie wieder geschehen möge!!!!
Bitte, bitte lesen Sie dieses Buch, jung und alt! Und keine Angst, dass Sie am Ende deprimiert werden, denn ein Buch, welches uns verkündet, dass sogar, der Tod ein Herz hat, kann uns nicht depremieren, sondern tatsächlich nur Hoffnung geben.
daisy zu »Markus Zusak: Die Bücherdiebin«11.06.2011
Wow, dieses Buch ist eines der wundervollsten Bücher, das ich je gelesen habe. Gerade eben erst beendet, bin ich noch voller Eindrücke, die mich sicherlich noch in den kommenden Tagen beschäftigen werden.
Natürlich erahnt man von vornherein, dass das Buch wohl keine leichte Kost werden wird. Und dennoch, was gibt es Schöneres , als dass ein Buch ein ganzes Spektrum an Emotionen heraufbeschwört? Ich musste weinen, ich musste aber auch viel lachen und ich musste mit meiner unglaublichen Wut im Bauch klarkommen, die mich immer wieder in meiner Hilflosigkeit als passiven "Zuhörer des Todes" befiel.

Das Grauen des Holocaust wird lediglich angedeutet, doch erschüttert gerade das unheimliche, unausgesprochene Schicksal der Juden, die ihren Marsch zum KZ mehr humpeln denn laufen mehr als jedes grausam beschriebene Detail. Heute kennen wir (hoffentlich) die Bilder des unaussprechlichen Leids, für das es keine Worte gibt.
Das Grauen des Krieges wiederum wird anhand der einzelnen Schicksale der Bewohner der Himmelstraße illustriert, die so nach und nach zu den eigenen Nachbarn werden.

Und der Tod klärt ein für alle Mal, dass nicht er der Feind des Lebens ist, sondern der Mensch allein.

Unbedingt zu empfehlen!
Bianca zu »Markus Zusak: Die Bücherdiebin«10.03.2011
Mir persönlich gefiel das Buch sehr gut. Es war sehr spannend. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und habe es auf 2 Tage ausgelesen.
Die Situation auf damals bekommt eine ganz neue Wirkung. Sie macht deutlich wie sich die Menschen damals fühlten. Für meine 14 Jahre ist das eines der besten Bücher die ich je gelesen habe.
Ich kann es nur weiterempfehlen.
Trudie zu »Markus Zusak: Die Bücherdiebin«06.02.2011
Fantastische Idee aus der Sicht des Todes zu schreiben.
Dieses Buch ist faszinierend, emotional und auch aus historischer Sicht sehr interressant.
Das Buch regt zum Nachdenken an, wie es den Menschen (vor allem den Kindern) zu dieser Zeit ergangen war.
Es schildert den Nazi-Wahnsinn und bringt zum Lachen und Weinen.
Dieses Buch muss man einfach wieder und wieder lesen
Jane Austen zu »Markus Zusak: Die Bücherdiebin«19.09.2010
Ich habe das Buch gerade ausgelesen und ich muss sagen, dass mich ein Buch selten so ergriffen hat wie dieses. Markus Zusaks Schreibstil ist einzigartig: zynisch, traurig und doch immer wunderschön.Mir hat besonders die Erzählperspektive gefallen. Die ganze Geschichte ist aus Sicht des Todes geschrieben, welcher seine Aufgabe nicht besonders gern erledigt, sondern im Gegenteil eher Angst vor den Menschen hat. Was passt besser, als in einer Kriegsgeschichte den Tod höchstpersönlich als Erzähler zu wählen!?
Die Geschichte an sich ist schon gut, aber durch das schriftstellerische Talent von Markus Zusak ist dieses Buch ein Erlebnis! Ich kann nicht mehr tun, als euch eindringlich zu zuschreien: Lest es! Lest es! Lest es! Auch ihr werdet dieser Geschichte, ihren Charckteren und dem Autor verfallen;).
freitag zu »Markus Zusak: Die Bücherdiebin«07.07.2010
Mir persönlich hat gefallen, dass abwechselnd der Tod als Ich-Erzähler auftritt und die Geschichte kommentiert und dass der andere Teil der Ereignisse aus der Sicht von einem kleinen Mädchen geschildert wird. Kinder sehen die Welt noch ganz anders als Erwachsene oder Jugendliche. Für uns unwichtige Dinge stehen hier an erster Stelle und andere rücken in den Hintergrund, weil sie für das Mädchen nicht wichtig erscheinen. Trotzdem wirkt das Erzählte nicht etwa kindlich naiv, sondern vielmehr, als ob jemand versucht die Welt zu verstehen und seinen Platz darin zu finden. Außerdem ist es sehr interessant, einmal eine andere Möglichkeit vom Charakter des Todes zu sehen. Dass der Tod im Prinzip sich und die Welt hasst, einfach dem ganzen Elend auf der Welt entfliehen möchte und es leid ist, den Menschen „beim Sterben zu zusehen“, das macht den Tod irgendwie „menschlich“.
tedesca zu »Markus Zusak: Die Bücherdiebin«02.06.2010
"Let's go, Saukerl!  What do you bet, you little Saumensch?  She schmunzelled.  They returned to Frau Diller's, Heil Hitlered and waited." Wenn man kann, sollte man "Die Bücherdieben" - "The Book Thief" unbedingt auf Englisch hören, denn gerade dieses Einfließenlassen der deutschen Sprache macht den besonderen Witz der Dialoge und Beschreibungen aus.
Erzählt wird die Geschichte der kleinen Liesel Memminger, die in einem Vorort vor München mit den Gräueln des Zweiten Weltkrieges konfrontiert wird. Erzähler ist der Tod höchstpersönlich, der sich einen gewissen Sarkasmus oft nicht verkneiffen kann. Wer könnte es ihm auch verübeln? Doch herzlos ist er nicht, der Sensenmann, ganz im Gegenteil. Er verfolgt die Geschichte dieses Kindes, das immer wieder seinen Weg kreuzt mit viel Anteilnahme für sie und ihre Lieben. Der ruppigen Rosa Hubermann, dem sanftmütigen Papa Hans, ihrem besten Freund Rudi, der verstörten Bürgermeistersfrau und dem geflohenen Juden Max.
Jahrelang verstecken die Hubermanns Max in ihrem Keller, jahrelang beobachten die Bürger von Molching den Marsch der Judenkolonnen durch ihren Ort in Richtung Dachau.
Zusak erzählt eine leise Geschichte, wie sie zu dieser Zeit wohl tausendfach geschehen ist. Was dieses Buch so besonders macht, ist der Stil, in dem es geschrieben ist. Dramatisch, komisch, tragisch - wie das Leben selbst. Für mich persönlich sicher unter den Top 5 dieses Jahres.
Ein besonderes Lob gebührt auch noch Allan Corduner, der ein faszinierendes Buch zu einem unvergesslichen Hörerlebnis macht!

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