Die Küste der Freiheit von Maria W. Peter

Buchvorstellung

Originalausgabe erschienen 2014unter dem Titel „Die Küste der Freiheit“,, 880 Seiten.ISBN nicht vorhanden.

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Kurzgefasst:

1775: Als ihr geliebter Lorenz mit seinem Regiment nach Amerika in den Krieg geschickt wird, ist Anna zutiefst verzweifelt. So verzweifelt, dass sie sich als Schuldmagd in die amerikanischen Kolonien verkauft. Bald schon findet sie sich mit zahlreichen anderen Auswanderern auf einem Schiff in die Neue Welt wieder. Doch der Weg in die Freiheit und zur Liebe ist weit ...

Ihre Meinung zu »Maria W. Peter: Die Küste der Freiheit«

Corpus zu »Maria W. Peter: Die Küste der Freiheit«16.02.2017
Inhalt:
1775: Als ihr geliebter Lorenz mit seinem Regiment nach Amerika in den Krieg geschickt wird, ist Anna zutiefst verzweifelt. So verzweifelt, dass sie sich als Schuldmagd in die amerikanischen Kolonien verkauft. Bald schon findet sie sich mit zahlreichen anderen Auswanderern auf einem Schiff in die Neue Welt wieder. Doch der Weg in die Freiheit und zur Liebe ist weit ...

Meine Meinung:
"Die Küste der Freiheit" ist ein sehr interessanter und spannender historischer Roman.
Die Geschichte selbst hat mir sehr gut gefallen und der Schreibstil war flüssig zu lesen.
Die Protagonisten waren sehr gut dargestellt, dass man sie sich auch gut vorstellen konnte. Auch die Schauplätze sind gut und detailliert beschrieben. Man kann sich daher sehr gut in die Zeit und die Szenen hinein versetzen.
Auch der Sklavenhandel und die Bereicherung der Farmer wird hier sehr gut und authentisch dargestellt.
Das Buch ist sehr gut recherchiert. Man kann hier einiges über den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg lernen.
Dies geschieht aber nicht wie in einem Geschichtsbuch, was langweilig wäre, sondern wird spannend mit der Liebesgeschichte verbunden und man erfährt ganz viel nebenbei.

Fazit:
Das Buch hat mir sehr gut gefallen und es war sehr interessant von Dingen zu lesen, die ich sonst so auch noch nicht gehört habe. Spannung, Liebe und Wissen werden hier in einer guten Mischung verknüpft. Darum kann ich das Buch mit gutem Gewissen weiter empfehlen.


Noch eine Ergänzung:
Dem Kommentar von "speedy208" kann ich - wie auch meine Vorredner - absolut nicht zustimmen und ich finde es auch völlig unpassend in einer Rezension alle anderen Leser als "unbehelligt" darzustellen und sich selbst als "tolle Autorin" darzustellen.
Hier spricht offensichtlich eine Autorin, die voll Neid das Werk "einer Konkurentin" schlecht machen möchte.
Astrid G. zu »Maria W. Peter: Die Küste der Freiheit«02.01.2017
"Nach all den unglaublichen Veränderungen, die sie in den vergangenen Jahren erlebt hatte, war sie jedoch nicht bereit, die Hoffnung aufzugeben, dass eines Tages nicht nur Schranken zwischen Menschen von unterschiedlicher Herkunft, Hautfarbe und Stand fallen würden, sondern auch die zwischen Christen verschiedener Bekenntnisse." Seite 839

Meine Meinung

Als Anna und Lorenz sich nach einer schicksalhaften Begegnung kennen lernten, war es um sie geschehen. Lorenz musste mit seiner Einheit nach Amerika in den Krieg ziehen und Anna blieb verzweifelt zurück. Ohne Hoffnung auf ein Wiedersehen ließ sich Anna als Schuldmagd verkaufen und machte sich mit anderen Auswanderern auf den Weg in die Neue Welt.

Lange stand dieses Buch ungelesen im Bücherregal und ich traute mich nicht es zu lesen. Die 839 Seiten der Geschichte machten mir Angst. Ich hätte nicht so lange warten müssen, denn die Auswandersaga der beiden Hauptprotagonisten Anna und Lorenz war einfach grandios erzählt. Lieber spät als nie!

Anna und Lorenz waren von Anfang an sehr sympathisch. Anna war sehr mutig, als sie Lorenz suchte und ihm nach Amerika folgte.

Lorenz war ein mutiger Mann, der einen Eid geschworen hat, niemals seine Soldaten zu verlassen. Bemerkenswert!

Ich hab mit den Beiden mit gezittert, mitgeweint, mit gefiebert & mitgefühlt.

Der Schreibstil ist flüssig. Die Seiten flogen nur so dahin. Ich hab es mit großem Vergnügen "verschlungen".

Einige der Nebencharaktere waren sehr sympathisch. Böse Schurken muss jedes spannendes Buch haben. Ich fand die "leise" Freundschaft zwischen Schwarz und Weiß sehr schön. Mehr möchte ich nicht verraten, wer sich angefreundet hat.

Es geht in diesem Roman um Hass, Krieg, verschiedene Glaubensbekenntnisse, Sklaverei, Freiheit und Liebe.

Schaut nicht auf die Seitenanzahl, taucht in eine unbekannte Welt hinein. Ihr werdet es nicht bereuen.

Fazit

spannend, großartig, dramatisch, abenteuerreich & wahre Liebe
Marie Kurzhals zu »Maria W. Peter: Die Küste der Freiheit«27.12.2016
"Die Küste der Freiheit" von Maria W. Peter ist ein historischer Roman, wobei ich eher zur Liebesgeschichte tendieren würde, welcher sich hauptsächlich um die Auswanderung und Ansiedlung in den englischen Kolonien Nordamerikas dreht. Das Spannende hierbei ist, dass wir nicht die Rolle eines Sklaven einnehmen, auch nicht die eines reichen Schnösels, der gemütlich auf seine Plantagen starrt, nein!
Anna Hochstetter verliert Haus, Hof und Vater und soll einen Widerling heiraten. Als wäre das nicht schon genug, wird sie auch noch von einem Soldaten der Hessischen Jäger belästigt, doch dann kommt noch ein Hessischer Jägeroffizier und rettet die gute Anna. Schlussendlich verfolgt sie jedoch das Pech auf den Fersen. Ihre einzige Chance sieht sie darin, sich als Schuldmagd zu verpflichten, um nach Amerika zu gelangen. Hier nimmt ihr Leid seinen Lauf, doch wendet sich alles irgendwann zum Guten.

Auf den ersten Blick erscheint einem Maria W. Peters Werk wie ein riesiger Schinken - und, zugegeben, das ist er auch. Aber ein guter, gereifter, saftiger Schinken, mit dem man jede Sekunde genießt! Durch verschiedene Perspektiven erhaschen wir als Leser viele Einblicke, sind also nicht bloß auf Annas Gedankengut beschränkt. Und hat man einmal einen guten Lauf, liest sich das Buch fast schon zu schnell. Man kann komplett in die Geschichte eintauchen, da jede SItuation unglaublich detailliert beschrieben ist. Trotzdem lässt uns die werte Autorin noch Spielraum für eigene Ideen, was ich ziemlich wichtig finde.
Zum Lesen habe ich allerdings viel zu lange gebraucht. Und das hat einen ganz einfachen Grund: ich las bis zu einer Stelle, auf der man vor lauter Spannung lieber vorgeblättert und den Schluss gelesen hätte, und wurde dann in meinen Hoffnungen enttäuscht. Die Geschichte nahm plötzlich eine so tragische Wendung, dass ich empört das Buch weglegen musste. Ja, was fällt der Autorin eigentlich ein? Wie kann man nur SO grausam sein??
Nachdem sich alle Empörung gelegt hatte, konnte ich wieder einigermaßen neutral an die Sache rangehen. Und siehe da, es folgte Schlag auf Schlag. Ich kann ohne Übertreibungen sagen, dass all diese Plot Twists grandios eingebaut wurden, an sich ist das Buch einfach wundervoll!

Ich freue mich schon, weitere Bücher von Maria W. Peter zu lesen. Für alle, die gerne in Geschichten eintauchen und auch Liebe in historischen Schinken nicht missen wollen, gibt es wohl kaum besser gelungene Werke als "Die Küste der Freiheit".
Mohnblume zu »Maria W. Peter: Die Küste der Freiheit«13.12.2016
Liebe toma,
da bin ich ganz deiner Meinung. Ich kann auch nicht speedy208 Meinung vertreten. Ich finde wie viele andere auch, den Roman hervorragend.
Zum Cover, haben die Autoren keine großen Einfluß, das entscheiden meistens leider die Verlage. Ich hatte am 2. Advent besuch von eine Autorin die auch Historische Romane schreibt. Da kamen wir auf das Mitspracherecht der Autoren, für das Cover ihres Buches...
toma zu »Maria W. Peter: Die Küste der Freiheit«12.12.2016
Eins vornweg: Ich schreibe zwar nicht selbst historische Romane, aber ich habe in über 50 Jahren sicher ein paar Tausend gelesen … nicht zu zählen die anderen Genres … und glaube daher, beurteilen zu können, ob ein Buch "literarisch hochstehend" ist.
Das muss „Die Küste der Freiheit“ aber überhaupt nicht sein, denn ich persönlich würde mit diesem Ausdruck vielleicht Werke von Thomas Mann oder Theodor Fontane bezeichnen, aber sicher erwarte ich das nicht von einem historischen Roman. Der soll „nur“ gut sein und mich mit einer interessanten Geschichte, glaubwürdig gezeichneten Charakteren, flüssiger Sprache und einem stimmigen historischen Hintergrund fesseln, und alles das habe ich in dem Buch von Maria W. Peter gefunden.
Natürlich sind Geschmäcker verschieden, aber es mutet schon recht seltsam an, wenn hier 20 Leser dem Buch über 90° bescheinigen und nur "speedy208" eine völlig gegenteilige Meinung hat.
Für mich ist dieser Kommentar nichts anderes, als der Versuch, das Werk einer unliebsamen „Konkurrentin“ ???
niederzumachen und zwar auf gemeinste Weise, denn SO schlecht, wie es hier dargestellt wird, KANN ein Buch überhaupt nicht sein !!! Hier wurde tatsächlich JEDES Klischee herangezogen, das ein Buch negativ erscheinen lässt und genau das macht diese „Rezension“ für mich so unglaubwürdig.
Der einzige Punkt, dem ich zustimmen kann, ist tatsächlich das Cover, das auch mMn nicht zum Schauplatz der Geschichte passt. Aber als AUTORIN sollte die „Rezensentin“ eigentlich wissen, dass die Auswahl des Titelbildes die Verlage vornehmen und die Verfasser nur in den seltensten Fällen ein Mitspracherecht haben.
Ich bezeichne mich gern als „Hobbyhistorikerin“, denn ich beschäftige mich seit einem halben Jahrhundert mit Geschichte der verschiedensten Epochen und lese dazu auch Sachbücher und Biografien. Bei einem ROMAN, der für mich das Kriterium „historisch“ erfüllt, lege ich sehr viel Wert auf einen gut recherchierten Hintergrund, in den sich die fiktiven Elemente stimmig und nachvollziehbar einfügen.
Die Geschichte des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges ist mir bekannt, viele der Militärs, die auf beiden Seiten gekämpft haben … u.a. Clinton, Rall, Steuben, Washington, Merion, Sumner, um nur einige zu nennen … und die Rolle der von England „gekauften“ hessischen Soldaten, ebenso. Auch über die Sklaverei habe ich Verschiedenes gelesen, tatsächlich auch „Onkel Toms Hütte“ und „Roots“. Ich kann daher der Autorin nur zu ihrer sorgfältigen und umfassenden Recherche gratulieren.
Die Geschichte von Anna und Lorenz fügt sich natürlich und harmonisch in das tatsächliche historische Umfeld ein. Die Situation einer Schuldmagd und die Lebensweise der Mennoniten war für mich sehr interessant, wenn auch nicht ganz neu, aber hier habe ich noch etwas mehr darüber erfahren. Im Übrigen war ich persönlich froh, dass das Buch mit dem Wiedertreffen der Beiden nicht plötzlich zu Ende war. Es gab noch eine ganze Menge zu erzählen, um die Geschichte wirklich abzuschließen und mir verging die Zeit bis dahin wie im Flug. Tatsächlich habe ich für die 880 Seiten keine 3 Tage gebraucht und zwar inclusive der Unterbrechungen, um im Netz nach weiteren Informationen zum Thema und den Personen zu recherchieren.
Was „speedy208“ in einem guten historischen Roman für wichtig, bzw. unwichtig erachtet entspricht jedenfalls in keinster Weise MEINEM Anspruch an einen solchen. Es hört sich für mich leider überhaupt nicht interessant, sondern sehr langweilig an und ich würde ein solches Buch bestimmt nicht lesen wollen.
„Die Küste der Freiheit“ fand ich dagegen sehr unterhaltsam, spannend und informativ und daher vergebe ich 90 Punkte.
speedy208 zu »Maria W. Peter: Die Küste der Freiheit«08.10.2016
Eins vornweg: Ich schreibe selbst historische Romane, wobei es mir die USA (US-Bürgerkrieg) angetan haben. Daher ist mein Eindruck ein anderer als der vom Grossteil der (unbehelligten) Leser.
Das Cover - das einen Pelikan oder Reiher vor dem Hintergrund einer sumpfigen Küstenlandschaft (Carolinas oder Floridas) zeigt - hat nichts mit dem Inhalt zu tun. Wäre ich nach dem Cover gegangen, ich hätte das Buch nie gekauft (wäre vielleicht auch besser gewesen). Das liebliche Lavendel des Hintergrunds suggeriert aber schon, dass es sich um eine Liebesgeschichte handelt.
Das Buch besteht aus 5 Kapiteln, aus Anmerkungen, Adressen, Karten, quasi um auf den Spuren der Protagonisten zu wandeln. Hätte ich ja auch gemacht, wenn mich das Buch vom Hocker gehauen hätte; dem war aber nicht so. Spannung hielt sich auf Sparflamme, Handlung war vorhersehbar, historischer Aspekt minim, Sprache "normal bis platt" - kaum literarisch hochstehend. Zeitweise fühlte ich mich in den US-Bürgerkrieg versetzt und nicht in den Unabhängigkeitskrieg.
Die Handlung fing gut an, war - auf dem deutschen Festland - einigermassen (!) atmosphärisch stimmig, die Spannung wuchs und wurde Mitte des Buches, nachdem die 2 Protagonisten sich in Amerika wiedersehen, entladen. Und damit war auch die Luft bzw. der Reiz verpufft. Der Rest, der darauf folgte, hätte sehr gut - und immerhin 300 Seiten! - weggelassen werden können: unnötiger Ballast, der schwer verdaulich war, blosse Aufzählung weiterer Klischees, die man - als unbefangener Leser - auch erwartet. Für mich war das kaum auszuhalten - ein Grund, warum ich nach der zügig gelesenen (2 Wochen oder so) Buchhälfte für den Rest knapp 3 Monate brauchte, je Woche ein bis zwei Kapitel (zäh wie Gummi, langweilig bzw. atmosphärisch nicht stimmig). Die grosse Überraschung waren dann die allerletzten Kapitel, die in einem bittersüssen Happy-end mündeten.
Von einer Autorin, die grossspurig als "USA-Kennerin, -Liebhaberin und Stipendiatin einer renommierten US-Uni" vorgestellt wird, hätte ich mehr Substanz erwartet, keine Bedienung bekannter Klischees, samt Anlehnung an "Onkel Toms Hütte", "Vom Winde verweht", "Roots" usw. Der Klappentext wurde der faden Story einfach nicht gerecht. Könnte ja sein, dass dieser beim Rohentwurf der Handlung entstand, also nichts mit der Endfassung zu tun hatte bzw. nicht mehr angepasst wurde.
Statt altbewährte Klischees aufzuwärmen, wäre es wirklich ein Novum - und Pluspunkt - gewesen, näher auf das weniger bekannte Thema einer "Schuldmagd in den USA" sowie die Religionsfrage "Täufer" einzugehen, garniert von der Lovestory und dem Kriegswirren. Hier verzettelte sich die Autorin immens: sie ging auf die Schlachten ein und auf die Medizin. Der Krieg und die Medizintechnik kamen mir so vor, als ob die Autorin versucht hätte, den (unterentwickelten) Stand der US-Medizin aus den 1860er-Jahren sowie die Situation im Bürgerkrieg, auf die 1770-80er umzuwälzen. Das nennt man künstlerische Freiheit, aber dann verdient ein Roman nicht das Label "historischer Roman"! Ich will meinen Leser zwar unterhalten, aber auch Fakten mitgeben, nicht Wunschdenken portieren... "Back to the future" quasi. Apropos Thema "Schuldmagd": Howard Fast hat in den 1930er Jahren mit "Rachel und der Fremde" (hat auch die "Einwanderer" geschrieben) einen kurzweiligen, warmen Roman auf rund 300 Seiten oder weniger geschaffen! Als US-Stipendiatin hätte sie das doch wissen müssen, oder?
Mir kam's zeitweise wie ein Groschenroman aus dem Bastei-Lübbe-Verlag vor: oberflächlich, intellektuell anspruchslos, kitschig, schwache Charaktere, die man trotz der 800+ Seiten kaum besser kennt. Dazu passt, dass Paul und John Huntley, die beiden Gegenspieler Annas und Lorenzes, blass und körperlos daherkommen. Man kann sich keinen der Protagonisten richtig vorstellen - so als ob sie einem "Personenkatalog" der Autorin entsprungen wären, die sich, je nach Thema, eine Person einfach rausgepickt und diese mit dem Attribut "Weiss" oder "Schwarz" versehen, ins Geschehen eingebettet hätte. Haken darunter, nächste Person?
Die Anhäufung von Banalitäten, kostete der Handlung den roten Faden. Manchmal wusste man nicht, warum sie das beschreibt Ein weiteres Klischee, das mich weniger störte, als erheiterte: dass die weiblichen Hauptpersonen, egal wie alt diese sind, in den "Hebammen-, Heilkräuter- oder Medizinstand" und die männlichen als Offiziere, Anwälte, Ärzte oder Journalisten (ultramodern) erhoben werden.
Wenn ich nämlich eine Hauptperson habe, die ich von einem Kontinent auf den anderen verschiebe und diese mit einer Liebesromanze kröne, dann ist das Wiedertreffen das Ziel, das Ende, aber nicht das weitere Blabla. Was interessiert mich dann, was die beiden alles noch durchmachen müssen? Das hätte ein 2.Teil (als separates Buch) beantwortet- für jene, die wissen wollen, wie's weitergeht.
Fazit: ein Buch zum Vergessen, eine Riesenenttäuschung. Kitsch as Kitsch can. Nur etwas für Romantiker, die nichts mit Geschichte am Hut haben.
Areti zu »Maria W. Peter: Die Küste der Freiheit«16.02.2016
Inhalt:
1775: Als ihr geliebter Lorenz mit seinem Regiment nach Amerika in den Krieg geschickt wird, ist Anna zutiefst verzweifelt. So verzweifelt, dass sie sich als Schuldmagd in die amerikanischen Kolonien verkauft. Bald schon findet sie sich mit zahlreichen anderen Auswanderern auf einem Schiff in die Neue Welt wieder. Doch der Weg in die Freiheit und zur Liebe ist weit ...

Meine Meinung:
Das Buch ist sehr schön und übersichtlich gestaltet.
Vorne im Buchdeckel befindet sich eine Karte des "Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation" zur Zeit des endenden 18. Jahrhunderts, hinten im Buchdeckel werden auf einer Karte die 13 amerikanischen Kolonien dargestellt. So hat man direkt einen Überblick, wo die Geschichte spielt und kann dort auch immer wieder nachschauen.
Die große Auswanderungssaga, die über 800 Seiten umfasst, ist in 5 Teile gegliedert, die jeweils noch in mehrere einzelne Kapitel unterteilt sind.

Die Geschichte wird in 3. Person aus der Sicht von mehreren Personen geschildert. Dies sind vor allem die zwei Hauptprotagonisten Anna und Lorenz, aber auch die Perspektiven einiger Nebencharaktere (wie ein Soldat von Lorenz, eine Sklavin oder ein Priester) werden geschildert, sodass man gleich die Gedanken, Gefühle und Antriebe sehr vieler Personen kennenlernt und die Geschichte von mehreren Strängen her wahrnimmt, die sich nach und nach oder immer wieder zwischendurch miteinander verwoben werden. Das macht das Ganze sehr interessant.
Schön ist auch, dass man dadurch sehr gut mit den Charakteren mitfühlen und mitfiebern kann.
Der Schreibstil ist locker leicht und sehr flüssig zu lesen. Ich hätte das Buch am liebsten kaum aus den Händen gelegt.

Man lernt verschiedene Umstände zur Zeit des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges kennen. Neben den kriegerischen Ereignissen erfährt man auch etwas über die Glaubensrichtungen und den Handel mit Sklaven und Schuldmägden.
In diesem Umfeld entwickelt sich die Liebesgeschichte zwischen Lorenz und Anna, die aus völlig unterschiedlichen Ständen kommen und daher eigentlich nie zueinander finden sollten.
Das Buch bedient somit viele verschiedene Themen, die sehr gut recherchiert und spannend dargestellt sind.

Am Ende des Buches befindet sich noch ein Glossar mit Begriffen, die in dieser Geschichte vorkommen und für das Verständnis des Lesers hilfreich sein können. Desweiteren folgt eine Vorstellung von historischen Persönlichkeiten, die für die Romanhandlung bedeutend sind.
Zuallerletzt bekommt man noch Reise- und Stöbertipps, falls man sich auf die Spuren von Lorenz und Anna machen möchte. Eine sehr schöne Idee.

Fazit:
Mir hat die Auswanderungssaga von Maria W. Peter sehr gut gefallen. Es werden viele verschiedene Themen angesprochen und schön in einer Liebesgeschichte verpackt.
Für mich war die Thematik des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges völlig neu und ich bin sehr überrascht, wie gut ich unterhalten wurde und wie spannend das Buch war.
Bibilotta zu »Maria W. Peter: Die Küste der Freiheit«14.12.2015
Die Geschichte beginnt im Jahre 1775 – Anna lebt zusammen mit ihrem Vater in Hessen, einem Ort, bzw. einer Gemeinde der Täufer – eine Glaubensgemeinschaft.
Bei einem Überfall wird Anna von dem jungen Leutnatn Lorenz von Tannau gerettet. So fing die Liebe der beiden an …
Als Annas Vater gestorben ist, wird Anna aus der Glaubensgemeinschaft ausgeschlossen und Lorenz wird mit seinem Regiment nach Amerika in den Krieg geschickt. Für Anna bleibt in all ihrer Verzweiflung nichts anderes, als sich als Schuldmagd in die amerikanischen Kolonien zu verkaufen. So erhofft sie sich Lorzenz wieder zu finden.
Doch der Weg in die Freiheit, der Weg zur großen Liebe, gestaltet sich schwerer als gedacht und sie müssen einige schwere Laster auf sich nehmen.

Ob die beiden das schaffen, ob Anna zu Lorenz wiederfindet und was sie alles erlebt und durchmachen muss … das müsst ihr selbst lesen.



Maria W. Peter hat es geschafft mich mit diesem dicken Schmöker in eine andere Zeit zu versetzen. Ich habe mich durch ihre Worte, ihre Beschreibungen bildhaft in alles hineinversetzen können. Sie hat es geschafft ein ganz gezieltes, und detailiertes Bild von Amerikas Klassenunterschiede seinerzeit zu übertragen. Der Einblick in den Unabhängigkeitskrieg, war für mich besonders interessant, lehrreich aber auch sehr unterhaltsam und gefühlvoll in die Geschichte eingearbeitet.

Man merkte, dass Maria sich mit dieser Sache sehr genau auseinandergesetzt hat, und einige interessante Fakten mit einfliessen lies. Es war für mich nicht nur ein unterhaltsamer, gefühlvoller, schmerzvoller und doch auch schöner Roman, sondern es war eine Geschichtseinheit der schönen Sorte, die mich in den Bann gezogen hatte.

Aber nicht nur die Geschichte um den Unabhängigkeitskrieg wird hier aufgeführt, nein, man wird in eine spannende Liebesgeschichte heineingezogen, die mein Herz sehr stark strapaziert hatte. Das Auf und Ab, die Kämpfe, Unterschiede und gesellschaftlichen Lebensumstände, die teilweise zwischen den beiden standen, werden hier wundervoll dargestellt. Sie zeigen auf, wogegen angekämpft wurde und wie stark die Liebe der zwei Protagonisten ist.


Fazit

„Die Küste der Freiheit“ von Maria W. Peter ist ein wundervoller, gefühlvoller, interessanter und schöner historischer Roman, der micht berührt, bewegt und fasziniert hat. Mir wurden damit ein paar wunderschöne Lesestunden beschert und ich kann ihn nur wärmstens empfehlen und ans Herz legen.
Gelinde zu »Maria W. Peter: Die Küste der Freiheit«17.11.2015
Die Küste der Freiheit, von Maria W. Peter

Cover:
Ein sehr schönes Cover, das sofort Fernweh weckt.

Inhalt:
Eine große Auswanderersage.
1775 – 1781, „nur“ sechs Jahre, aber in dieser Zeit passiert so unwahrscheinlich viel!
Anna steht vor dem Nichts. Ihr Vater, der letzte aus ihrer Familie ist gestorben, sie wird aus der Glaubensgemeinschaft ausgeschlossen und ihre große Liebe, Lorenz, wird mit seinem Regiment nach Amerika in den Krieg geschickt.
Anna ist zutiefst verzweifelt, so verzweifelt, dass sie sich als Schuldmagd in die amerikanischen Kolonien verkauft.
Doch der Weg in die Freiheit und zur Liebe ist mit vielen Stolpersteinen belegt.

Meine Meinung:
Ein wunderbares Buch!
Es ist unglaublich spannend, emotional und stellenweise herzzerreißend.
Alles ist so toll beschreiben, die Personen, die Gefühle, die Stimmungen, die Landschaft, die einzelnen Handlungen die Gedanken.
Ich war sofort drin in der Geschichte und wollte am liebsten mitagieren.
Die Autorin versteht es einfach sagenhaft zu erzählen, wie das Schicksal die Wege der Protagonisten sich immer wieder kreuzen lässt. Es sind „nur“ sechs Jahre die beschrieben werden, aber ich habe das Gefühl, die Protagonisten (eine überschaubare Menge) alle schon ewig, in und auswendig, zu kennen.
Und doch werden immer wieder neue Geheimnisse angedeutet, die sich dann geschickt verflechten und auflösen – einfach klasse.
Das Schicksal oder Fortunas Glücksrad dreht sich unaufhörlich.
Wunderbar, wie Menschen aus total unterschiedlichen, ja sogar zutiefst verfeindeten Gruppen als Freunde zusammenfinden.

Autorin:
Maria W. Peter ist seit Langem von Amerika begeistert. Sie lebte auch in Columbia, Missouri, wo sie als Fulbright-Stipendiatin die School of Journalism besuchte.
Heute ist sie als freie Autorin tätig.

Mein Fazit.
Zum Glück habe ich das Buch im Urlaub zu lesen begonnen, denn ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Und ich habe jede der fast 900 Seiten genossen.
Von mir eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.
Elke König zu »Maria W. Peter: Die Küste der Freiheit«04.11.2015
Mein Fazit:

Als ich das signierte Exemplar in der Hand hielt, musste ich erstmal tief schlucken. 871 Seiten!!! Das ist schon ein ordentlicher Batzen. Und ich Gedanken plante ich eine Lesezeit von 10 bis 14 Tagen ein …

871 Seiten beinhaltet die Geschichte von Anna und Lorenz. Und nicht eine Seite kam Langweile auf, nicht eine Sekunde! Ich habe das Buch an sechs Lese-Tagen ausgelesen und auch jetzt noch, ein paar Tage nach dem Ende, bin ich gedanklich oft noch bei der Lektüre. Mit aufwendigen Recherchen hat die Autorin eine Geschichte erzählt, die glaubhaft, grausam, aber auch mitreißend und nebenbei noch lehrreich ist. Und ich habe keinen Zweifel, das sie irgendetwas falsch recherchiert hat, wenn, das ist es sicherlich nur eine Kleinigkeit. Einiges, was in dem Buch vorkommt, habe ich im Internet nachgelesen, um mehr Informationen zu bekommen. Und vieles ließ sich einfach nachlesen. Es gibt ein umfangreiches Nachwort zu diesem Buch und es ist deutlich zu spüren, das in diesem Buch eine ganze Menge Herzblut steckt.

Was mir auch gut an dem Roman gefiel, war die Widergabe der Atmosphäre und Stimmung der damaligen Zeit. Halb Europa wurde unterdrückt, entweder wegen dem Stand oder wegen der Religion. America galt als das Land der Verheißung und der Freiheit. Das auch dort nicht alles Eitel Sonnenschein war, wird den Menschen in dem Roman sehr schnell bewußt: Sklaverei und Knechtschaft. Auch hier spielte die Religion eine große Rolle. Trotz der häufigen Zufälle und der starken Ausprägung an der Religion war es eine wunderbare Geschichte.

Am Ende befindet sich ein Glossar über die historischen Ereignisse, Personen und auch Begriffe. Denn die Dialoge sind in der damaligen Sprache gehalten, was auf mich manchmal befremdlich wirkte, aber die Glaubwürdigkeit der Geschichte unterstreicht. Für mich hat die Autorin so lebendig geschrieben, dass ich ständig gewisse Szenen im Kopf habe und eher der Eindruck vorherrscht, ich hätte einen Film gesehen. Ist mir so nur selten passiert.

Für mich ist dieser Roman ein Highlight des Jahres und ich kann es jedem nur empfehlen, der Auswanderer-Sagas und vielleicht noch die Südstaaten-Thematik mag. Begeisternde glänzende volle fünf Sterne von mir (ist eigentlich noch zu wenig!).

Ich habe der Autorin meinen Dank für dieses Buch ausgedrückt und ihr hohen Respekt gezollt. Etwas, was ich sehr selten tue, aber hier finde ich es einfach angebracht. Ich bedanke mich noch einmal öffentlich dafür, dass ich auf dieses Buch aufmerksam wurde und es lesen durfte. Danke!

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