Kim Leine

Der dänisch-norwegische Schriftsteller Kim Leine Rasmussen wurde 1961 in Bø/ Telemark in Norwegen geboren, seine Eltern sind jedoch Dänen. Er wuchs in einer Gemeinde der Zeugen Jehovas auf und kam mit siebzehn Jahren nach Kopenhagen, um bei seinem Vater und dessen Freund zu leben. Den sexuellen Missbrauch durch seinen Vater verarbeitete er in seinem Roman Kalak, der 2007 erschien.

1982 machte er sein Abitur in Kopenhagen und machte anschließend eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger, die er 1987 abschloss. 1990 ging er mit seiner Familie nach Grönland, um dort als Pfleger zu arbeiten. Die Erfahrungen dort hielt er sowohl in Kalak als auch in Tunu (dt. Die Untreue der Grönländer) fest, wie auch seinen Medikamentenmissbrauch. Sein dritter Roman Valdemarsdag beruht ebenfalls auf einer wahren Geschichte aus seiner Familie.

Mit Profeterne i Evighedsfjorden (dt. Ewigkeitsfjord) veröffentlichte er 2012 seinen ersten historischen Roman, der zwischen 1785 und 1815 in Kopenhagen, Grönland und Norwegen spielt. Erzählt wird die Geschichte des Pastors Morten Falck, der Missionar in Grönland wird.

Kim Leine lebt mit seiner Familie in Kopenhagen und schreibt auf Dänisch, übersetzt die Bücher aber selbst ins Norwegische. Für seine Romane ist er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden, zuletzt mit dem Literaturpreis des Nordischen Rates für Profeterne i Evighedsfjorden.

Historische Romane von Kim Leine:

Weitere Romane von Kim Leine:

  • (2007) Kalak
  • (2008) Valdemarsdag
  • (2012) Die Untreue der Grönländer
    Tunu