Die Pestheilerin von Kari Köster-Lösche

Buchvorstellungund Rezension

Die Pestheilerin von Kari Köster-Lösche

Originalausgabe erschienen 2008unter dem Titel „Die Pestheilerin“,, 480 Seiten.ISBN 3-426-19764-2.

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Kurzgefasst:

Auf der Krim bricht 1347 die Pest aus und verbreitet sich in Windeseile in ganz Europa. Hunderttausende sterben an der Krankheit, die als „Strafe Gottes“ über die Menschen gekommen zu sein scheint. Eine mutige junge Frau wird zur Retterin der Kranken, denn mit Hilfe der alten Heilkunst ihres Volkes gelingt es ihr, die Menschen zu heilen – und auf rätselhafte Weise bleibt sie von der Seuche verschont …

Nachdem ihre Eltern von den Osmanen ermordet wurden, gerät die junge Arinna in die Fänge eines Sklavenhändlers, der sie in Konstantinopel an den mächtigen Genueser Kaufmann Boccanegra verkauft. Als in der Hauptstadt des Byzantinischen Reiches die Pest ausbricht, nimmt Boccanegra seine Sklavin mit auf das Schiff der Genueser Kaufleute. Der geldgierige Kaufmann hat von einem kostbaren Schwamm gehört, der nur auf Malta wächst und das alleinige Heilmittel gegen den Schwarzen Tod sein soll. Boccanegra will damit ein Vermögen machen. Doch dann erkranken auf der Galeere die ersten Seeleute, und Arinna muss sie pflegen. Und tatsächlich gelingt es ihr dank ihrer Heilkunst und Unvoreingenommenheit, den Schwarzen Tod zu besiegen. Bald schon verbreitet sich Arinnas Ruhm als Heilerin im ganzen Mittelmeerraum, doch dann wird sie der Hexerei verdächtigt, und ihr Leben gerät in ernste Gefahr …

Das meint Histo-Couch.de: „Eine abenteuerliche Reise durch das Mittelmeer...“89Treffer

Rezension von Bettina Weiß

 …auf der Flucht vor der Pest und geldgierigen Sklavenhändlern.

Nachdem die Familie der jungen Arinna grausam getötet worden ist, muss sie ihre Heimat verlassen und fliehen. In Konstantinopel im Jahre 1347 gerät sie in die Fänge eines skrupellosen Sklavenhändlers, der sie an den mächtigen und zwielichtigen Kaufmann Boccanegra verkauft. Als in Konstantinopel die Pest ausbricht, verlässt Boccanegra eiligst die Stadt auf dem Flaggschiff des genuesischen Senats in Richtung Heimat. In seiner Begleitung befindet sich auch Arinna. Als an Bord die Pest ausbricht, wird Arinna beauftragt, sich um die Kranken zu kümmern. Es gelingt ihr, einige Erkrankte zu retten und sie beginnt, sich mit den Auslösern der Krankheit zu befassen. Dieses Wissen bringt Arinna Segen und Fluch.

Über Griechenland nach Malta und Italien nach Portugal

Auf ihrer weiteren Flucht wird Arinna in einem Hospital das neue Wissen anwenden können und erfährt von einem sagenhaften Heilmittel gegen die Pest. Doch auch andere haben von diesem Heilmittel gehört und wollen diese Arznei zur Vermehrung des eigenen Ansehens und Reichtums nutzen. Arinnas Ruf als Pestheilerin eilt ihr voraus und auch Boccanegra will diesen Ruf und Arinnas Wissen zu eigenem Nutzen ausbeuten. Wird sich Arinna aus den Fängen des geldgierigen Kaufmanns befreien können und gibt es das Heilmittel gegen die Pest wirklich?

Ein „Road-Movie“ der besonderen Art

Dieser spannungsreiche Roman begleitet Arinna auf ihrer gefahrvollen Flucht durch den Mittelmeerraum. Sie gerät in immer wieder neue gefährliche Situationen, aus denen sie sich mit Glück, gesundem Menschenverstand und ein wenig Hilfe befreien kann. Sie zieht der Pest
voraus und ist in der Lage, an allen Orten, in die sie kommt, Hilfe für die Erkrankten zu spenden. Aber ist sie die Hexe, die die Pest bringt oder die Heilerin, die die Pest zu verstehen gelernt hat?

Der Leser begleitet Arinna auf ihrer Reise, bei der sie nie länger an einem Ort verweilen kann. Dadurch entsteht ein Spannungsbogen, der sich bis zum Ende des Buches hält und Arinna an ihr Ziel bringt. Sie trifft auf ihrer Reise auf immer wieder neue Menschen und bekannte Widersacher, dies macht einen besonderen Reiz des Romans und übt einen starken Sog auf den Leser aus.

Bangen und Leiden im Mittelmeer

Die Hauptpersonen, insbesondere Arinna und ihr treuer Begleiter Hrolf, werden detailliert und mit Liebe gezeichnet. Alle Personen, auch die Feinde Anrinnas, haben ihre Facetten und sympathischen Züge, so dass sie nicht holzschnittartig, sondern sehr menschlich sind. Durch die immer neuen Ereignisse gewinnen die Personen eine besondere Tiefe. Der Leser wird in die Erlebnisse mit hineinzogen und leidet und bangt mit Arinna und ihren Getreuen mit.

Eine zarte Liebesgeschichte rundet die Romanhandlung ab, die sich aber an keiner Stelle in den Vordergrund drängt, sondern erst zum Ende eine Auflösung findet. Abgerundet wird das Buch durch Kartenmaterial, so dass der Leser die Reise von Arinna verfolgen und begleiten kann.

Außerdem findet sich am Ende des Romans ein Wortverzeichnis, in dem im Roman verwendete Begriffe erklärt werden und Verzeichnis der handelnden Personen.

Insgesamt ist der Autorin, wie erwartet möchte man sagen, wieder ein sehr spannender historischer Roman gelungen, der ein besonderes Kapitel des Mittelalters auf ganz eigene Weise beleuchtet und trotz allem wunderbare Unterhaltung ist. Ein Roman, der die Erwartungen an die Autorin wieder wachsen lässt und Vorfreude auf Neues aus ihrer Feder weckt.

Ihre Meinung zu »Kari Köster-Lösche: Die Pestheilerin«

Susanne zu »Kari Köster-Lösche: Die Pestheilerin«20.04.2017
Also ich war von dem Buch unheimlich begeistert, habe die Seiten regelrecht verschlungen und hab das Buch auch mehrmals gelesen. Es war fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite, meine Mutter gab ich es auch zu lesen, sie liest ja auch unheimlich viel und sie war auch sehr begeistert. Ich wünsche mir noch mehr so tolle Bücher wie von Kari Köster-Lösche. Dankeschön :)
April Munday zu »Kari Köster-Lösche: Die Pestheilerin«26.10.2011
Unglaublich ist dieses Buch und sehr schlecht geschrieben. Dass eine blonde und hübsche Sklavin von Konstantinopel bis Portugal reisen kann und Jungfrau bleibt, ist nicht zu fassen. Dass sie auch die Pest heilen kann, ist ein reines Märchen.
Arinna und seine Begleiter leben nicht. Die Bösen sind komplett böse und die Freunden von Arinna sind Heiliger. Es gibt nur eine Überraschung, indem wenige Leute durch die Pest sterben.
Ich bin keine Muttersprachlerin, doch ist dieser Vorwurf vielleicht unrichtig, jedoch habe ich die Sprachverwendung der Autorin sehr schwierig gefunden.
Kerstin zu »Kari Köster-Lösche: Die Pestheilerin«12.08.2011
Ein furchtbar langweiliges Buch- ich weiß gar nicht, wie ich es geschafft habe, es tatsächlich bis zum Ende zu lesen- irgendwie hatte ich wohl die Hoffnung, da käme noch was...
Das Cover und der Klappentext sind vielversprechend. Der Inhalt kann diese Erwartung leider nicht annährend befriedigen. So empfand ich den Roman völlig überladen von Fachworten, die ich nicht kannte und Handlungssträngen die mich eher verwirren, als Spannung zu erzeugen.
Zudem fand ich die Handlung als solches sehr unrealistisch, was ja für einen Roman nicht unbedingt schlecht sein muss- aber zu einem historischen Roman passt das eher nicht.
Für mich war es leider die reine (Lese-)Zeitverschwendung.
Regina Hofmann zu »Kari Köster-Lösche: Die Pestheilerin«14.09.2010
Da ich leider kein Buch mehr lesen kann (Augenkarnkheit), habe ich mir das Hörbuch angehört. Ich fand es spannend !!! Ich habe mich immer schon auf das nächste Mal gefreut, wenn ich wieder weiterhören konnte. Frau Sonngard Dressler, die gelesen hat, hat dies wirklich sehr gut gelesen und auch hervorragend rübergebracht. Was meine negativen Vor-Kommentatoren dazu geschrieben haben, kann ich so nicht sehen. Warum muss man, nur weil es im Mittelalter spielt, auch so reden ? Ist das wichtig nur damit ein Buch "Gut" ist ? Ich finde nein.
Ich fand es super und werde es auch weiter empfehlen !!!
icke zu »Kari Köster-Lösche: Die Pestheilerin«13.08.2010
Das Buch liest sich einigermaßen weg, bleibt aber insgesamt flach. Die Figuren sind eindimensional und entwickeln sich nicht. Warum Arinna von ihren Eltern so selbstbewußt erzogen wurde, wird nicht erklärt. Die Suche nach ihrem Bruder endet einfach irgendwo. Die Handlung ist hanebüchen. Wenn man damals die Pest so einfach heilen konnte, warum hat man das in der Realität nicht getan? Die Sprache entspricht nicht der des späten Mittelalters ("Du gehst mir auf den Sack"). Die Liebesgeschichte im Buch ist auf dem Niveau eines Groschenromans. Der Kranke schlägt die veilchenblauen Augen auf und schon liebt Arina ihn - warum? Das Buch taugt knapp zum Wegschnurpsen in der Hängematte, an einem milden Sommerabend, ist aber keine wirkliche Literatur.
Marcus Fürst zu »Kari Köster-Lösche: Die Pestheilerin«24.05.2010
Bin auch sehr enttäuscht. Wo überzeugende Heilerromane wie Cross "Die Päpstin" oder "Der Medicus"erklären, wo das Wissen herkommt, tritt hier eine Protagonistin auf, deren medizinisches Grundwissen ihr ex nihilo zuzufliegen scheint und auf unglaubwürdige Weise sich weiteres Wissen erschließt (genannt sei nur ein Matrose, der die Pestbeulen in den Achselhöhlen von von ihm entsorgten Ratten bemerkt haben will...). Warum viele historische Romane die Protagonistinnen (sic!) zu emanzipierten Kämpferinnen machen, die mit Ideen und Methoden kämpfen, die erst ins 19. Jh. passen wollen, ist fraglich, dieser Roman gehört aber leider dazu. Vieles bleibt blass, sachliche Fehler (so werden Bolzen mit einem Bogen verschossen) machen die Sache auch nicht besser. Kurzum: Einen lebendigen Roman, der auch nur annähernd die Welt des 14. Jh. hervorruft, kann das Buch nicht bieten.
Ralf zu »Kari Köster-Lösche: Die Pestheilerin«07.10.2009
Ich freute mich auf einen schönen, spannungsreichen Roman, der mir von verschiedenen Seiten empfohlen wurde. Leider hat sich die Vorfreude nicht bestätigt. Die Protagonistin bleibt die ganze Geschichte über ziemlich fade und eindimensional. Der Verlauf der Handlung ist berechenbar und Spannung habe ich nicht erfahren. Von Liebesgeschichte kann bis auf vielleicht zwei Seiten angedeuteter Gefühle keine Rede sein.
Wer seichte Romane ohne Tiefe mag, ist hier richtig. Alle anderen sollten ihr Geld lieber in bessere Bücher investieren.
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