Marbod oder Die Zwietracht der Germanen von Jörg Kastner
Buchvorstellung
Originalausgabe erschienen 1998 unter dem Titel „Marbod oder Die Zwietracht der Germanen“, , 444 Seiten. ISBN 3-404-13922-4.
Kurzgefasst:
Verrat und Zwietracht herrschen unter den germanischen Stämmen. Armin, Herzog der Cherusker, muss um seine Stellung fürchten, die ihm sein machthungriger Onkel Inguiomar streitig macht. Inguiomar verbündet sich mit Marbod, dem legendären Markomannenkönig. Auch die Römer unter Drusus Caesar, Sohn des Kaisers Tiberius, wollen ihre Niederlagen im Kampf gegen die Cherusker und ihre Verbündeten wettmachen und die Germanenstämme spalten. Die abtrünnigen Cherusker und die römischen Eroberer bedeuten eine doppelte Gefahr für Armin und seinen Waffenbruder Thorag. In der Zwietracht der Germanen kliegt ihre größte Schwäche – und vielleicht auch ihr Untergang.
Ihre Meinung zu »Jörg Kastner: Marbod oder Die Zwietracht der Germanen«
- serenity zu »Jörg Kastner: Marbod oder Die Zwietracht der Germanen« 06.02.2009
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Ich war begeistert vom dritten Teil. Ich dachte, nachdem die zwei Vorgänger schon so gut waren, dass es besser eigentlich kaum noch geht aber weit gefehlt. Wieder einmal schafft es Jörg Kastner den Leser gekonnt in eine Welt aus Krieg, Verrat und eine gehörige Portion persöhnliches Drama zu entführen. Ich kann kaum erwarten die letzten beiden Teile zu lesen.
- el broto zu »Jörg Kastner: Marbod oder Die Zwietracht der Germanen« 26.11.2007
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der bislang stärkste Band ist der dritte: Spannend, mit überraschenden Wendungen, das historische Umfeld erstmals nicht nacherzählend sondern nur als Hintergund nutzend, hier liegt au absolutes Meisterwerk vor. Kleiner Wehrmutstropfen: Die Handlungsfäden die am Ende des zweiten Bandes fallen gelassen wurden, werden zwar erwähnt aber erst im vierten Band wieder auifgegriffen.
- Frank44 zu »Jörg Kastner: Marbod oder Die Zwietracht der Germanen« 06.07.2007
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Im Grunde genommen gilt das, was ich hier schreibe, für alle Bände der Thorag-Reihe. Da mit dem 3. Band jedoch ein kleiner Break stattfindet, werde ich meine Gedanken zu den ersten drei Bänden hier äußern.
Zunächst mal muß ich feststellen, daß Kastners Thorag-Geschichten etwas darunter leiden, an etlichen Stellen sehr langatmig zu sein, was aber auch daran liegt, daß sie relativ stringent auf einen Spannungspunkt hinzielen, welcher logischerweise sehr weit hinten im Buch zu finden ist. Ist dieser Punkt erreicht, scheinen die Geschichten dann unter "Konditionsproblemen" zu leiden, da die Geschichte zwecks Abrundung zumeist noch nicht wirklich beendet ist. So kommt es vor, daß dann 2-3 Jahre in einem kleinen Kapitel zusammengefasst werden.
Dies sind aber nur kleine Mängel und sie trüben die Geschichten nicht allzu sehr. Immerhin gelingt es, immer wieder "historische Wahrheiten" mit eigener Dichtung so zu verknüpfen, daß durchaus lesenswerte Geschichten entstehen.
Die Thematik ist meines Erachtens hochinteressant, gibt es doch viel zu wenige Geschichten aus dieser Zeit und dieser Region. Die wenigen, die es gibt, sind jedoch lausig und sehr tendenziös (deutschtümelnd).
Bei Thorag und Armin aber stimmt die Mischung. Wenn man sich für das Zeitalter interessiert und zugleich informiert und unterhalten werden will, dabei auch nicht auf Abenteuer, Intrigen und einen Hauch Erotik verzichten möchte, sind die Thorag-Bücher genau richtig. Mir haben sie, alles in allem, jedenfalls gut gefallen. Die Fantasie wurde auch angeregt. Da kann man die kleinen Schwächen ruhig übergehen.
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