Das Wahre Kreuz von Jörg Kastner
Buchvorstellung und Rezension
Originalausgabe erschienen 2007 unter dem Titel „Das Wahre Kreuz“, , 634 Seiten. ISBN 3-426-66198-5.
Kurzgefasst:
1798. Napoleon hat Kairo erobert. Ein Gruppe von Wissenschaftlern begleitet ihn – darunter der junge Zeichner Bastien Topart. In einem Wüstentempel macht er eine furchterregende Entdeckung …
Bastien wird Zeuge einer unheimlichen Zeremonie: Auf einem Altar wollen Männer in mittelalterlichen Ritterkostümen eine junge Frau opfern. Den Forschern gelingt es, das Leben der geheimnisvollen Fremden namens Ourida zu retten, und beim Verlassen des Tempels findet Bastien ein mysteriöses Schwert: Es scheint im Nahen Osten gefertigt worden zu sein, trägt jedoch Zeichen der abendländischen Kultur – auf dem Griff sind Kreuze eingraviert. Was verbirgt sich hinter diesen Symbolen? Warum scheint überall Gefahr zu lauern, seit Bastien und Ourida nach Kairo zurückgekehrt sind? Und was bedeuten Bastiens Träume, die vom Wahren Kreuz und einer heiligen Mission erzählen?
Das meint Histo-Couch.de: „;Kurzweiliger History-Mystery-Mix“;
von Jörg Kijanski
Cordelier und „;Neffe“ Bastien versuchen hinter das Geheimnis der merkwürdigen Fremden in dem Tempel zu kommen. Ein bei dem Kampf erobertes Schwert soll ihnen dabei wichtige Hinweise liefern. Während Ouridia weiterhin schweigt, befallen Bastien intensive Träume, in denen er als Kreuzritter Roland de Giraud die Schlacht um Hattin erlebt, jener Schlacht, bei der Sultan Saladin das christliche Heer 1187 vernichtend schlagen konnte. Roland kann dabei das begehrte Wahre Kreuz, DIE Reliquie der Christen, retten, doch löst er damit einen Kampf aus, der auch fast 600 Jahre später noch anhält …
History vs. Mystery
„;Das Wahre Kreuz“ ist ein durchaus stimmiger Mix, bei dem ein vom Ansatz her historischer Roman mit zahlreichen Mystery-Elementen durchsetzt wird, denn wie lässt es sich sonst erklären, dass Bastien auf einmal in die Rolle von Roland schlüpfen bzw. in dessen Leben hineinsehen kann? Hierfür bietet Jörg Kastner am Ende des Romans eine Erklärung, die einen zwar (tief) durchatmen lässt, aber gleichwohl zur gesamten Story passt.
Durchaus akzeptabel arbeitet Kastner die historischen Hintergründe auf, wobei er allerdings zumeist oberflächlich bleibt. Napoleon (der gelegentlich persönlich in Erscheinung tritt) ist in Kairo, seitdem haben sich einige Dinge verändert und schon geht es weiter in einem temporeichen Plot. Dies mag man kritisieren, man kann aber auch zu dem Ergebnis kommen, dass eine kurzweilige Handlung ebenfalls ihre Vorteile hat. Wer detailverliebte Historie mit greifbaren Charakteren sucht, liegt hier allerdings daneben. Wer sich vor dem Hintergrund von Napoleons Ägyptenfeldzug außerdem für die Kreuzzüge der Christen interessiert (ja, ja, das passt hier schon zusammen), findet hier einen etwas anderen historischen Roman. Mit den geschichtsinteressierten Lesern will es sich Kastner jedoch nicht ganz verderben, denn im Anhang finden sich erfreulicherweise zwei Zeittafeln („;Die Zeit der Kreuzzüge“, „Die Zeit Napoleons“) sowie ein ausführliches Nachwort zu Napoleons Ägyptenaufenthalt.
Nebenhandlungen sorgen für Abwechslung
Die Zusammenhänge zwischen Gegenwart (1798) und Vergangenheit (1187) werden erst nach und nach durch Bastiens Träume und später durch einen unfreiwilligen Aufenthalt bei dem Beduinenstamm Abnaa Al Salieb, der sich der Rettung des Wahren Kreuzes verschrieben hat, sichtbar. Die Überblendungen bzw. mystischen Einschläge gelingen und sind wirkungsvoll, allein am Ende wird es etwas vorhersehbar, aber da erfährt der Leser ja immerhin noch, wie aus Roland Bastien wurde (oder so ähnlich). In der Zwischenzeit sorgen einige Side-Storys (zum Beispiel ein Attentatsversuch auf Napoleon) für Abwechslung.
Insgesamt sorgt der History-Mystery-Mix mit einigen geschichtlichen Bezügen für kurzweilige Unterhaltung und wird mit seiner Themenmischung „;Napoelon/Kreuzzüge“ sicher zahlreiche Leser finden.
Ihre Meinung zu »Jörg Kastner: Das Wahre Kreuz«
- lars zu »Jörg Kastner: Das Wahre Kreuz« 25.05.2007
-
es ist seher interesant durch die sprache und das was darin gesagt wirt ist das sehr gut nud schnel lesbar ich hab es schon drei mal durch gelesen und bekomme nicht genug davon
Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Roman mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern dabei nicht die Spannung. Danke!


